Alufelgen auf Reisen

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Albrecht(Vorname...)
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Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

hi,
habe dunkel in erinnerung, dass alufelgen in der wueste nicht empfohlen werden (es gab da mal einen thread in unserem verblichenen schweizer mutterforum vor vielen jahren).
nun hab´ich auch alufelgen auf meinem landy und ja, möchte nach 4 jahren auch mal wieder nach nordafrika.
wie steht´s denn nun mit alufelgen: why, why not?
oder muss ich meine stahlfelgen mit mt-bereifung aufziehen?
cu
albrechtBild
Klaus
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Klaus »

Mir pers. sind Stahlfelgen lieber
auf einer selbst leicht verbogenen Stahlfelge kannst du mit Schlauch noch im Notfall fahren.
Alufelgen haben eine Neigung zum Bruch, ein Totalschaden siehe hier
Ein nettes Bsp.

http://www.teamsaurer.com/system/page.p ... &PageId=84
Klaus
Gerhard Göttler
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Gerhard Göttler »

Ja, das hab ich auch genau so schon erlebt:

Auf schneller Piste ca. 300 km s von Tamanrasset versuchte ich just, meinem Mitfahrer etwas am GPS-Gerät zu verklickern. Dabei einen/zwei Steine übersehen, die vermutlich als Pistenmarkierung im brettlebenen-sandigen Gelände lagen - und schon war die schöne Alufelge unrettbar verloren und mit ihr ein ganz neuer schöner Reifen - trän. Bei Stahlfelge hätt ich nur den Reifen abzuschreiben gehabt, so gleich beides. Das tat weh. Eine Stahlfelge lässt sich immer irgendwie wieder zurechtklopfen. Dazu hab ich immer einen schweren Fäustel im Werkzeug. Wenn der dann auf der Piste überfordert ist, kommt im nächsten Dorf der Vorschlaghammer aus der Schmiede zum Einsatz. Aber natürlich ist ein Rad mit Alufelge z.B. bei Reifenpanne, Schlauchwechsel ... deutlich angenehmer zu händeln als ein schweres mit Stahlfelge.

Gerhard Göttler
Albrecht(Vorname...)
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schläuche

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

well,
besten dank für die antworten, mit gruss aus neuf-brisach nach fr!
anschlussfrage:
bin bis jetzt mit schläuchen gefahren, hatte dadurch auf jeder reise einen platten durch die walkarbeit auf der felge.
wie steht´s mit schlauchlos? nachteile?
herzlich
albrecht
Gerhard Göttler
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Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Alberecht!

Da gibts als Antwort nur ein Wort: Keine!

Ist aber halt meine Sicht der Dinge. Andere haben eine andere.

Viel Spaß beim Maiglöckchenfest!

Gerhard Göttler
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Uwe Schmitz
Moderator
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo albrecht,
ich denke, dass ist abhängig von fahrzeugleistung und fahrweise.
wenn du mit ein paar mehr ps im motor gern mal gas gibst, wenns im sand kritisch wird, dann ist schlauchfreiheit von vorteil, sonst sind die ventile über kurz oder lang ab... und die luft weg!
bei sanfter fahrweise gehts auch mit schlauch (früher sind doch alle mit schlauch gefahren!), und wenn du den reifen beschädigt hast, musst du evtl. sowieso 'n schlauch einziehen.
ich habe bei 100.00 km afrika (immer beschlaucht) noch nie ein ventil abgerissen, auch nicht bei 0,5 bar, doch 35PS sind auch nicht unbedigt die kraft, die 'nen reifen auf der felge bewegen.
ich meine früher sagte man, würde der reifen ohne schlauch bei mimimiertem luftdruck den rest luft auch nicht halten. ob's da beim walken ohne schlauch luftverluste gibt, ich weiss es nicht.
mein tipp: bei den heute aktuellen allradautos lieber schlauchlos auf stahlfelge.
viele grüsse
uwe
Jürgen Kempe
Beiträge: 632
Registriert: Di 18. Jul 2006, 17:26
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Jürgen Kempe »

Schlauchlos? Nein danke!

Mit wenig Luft die Düne hoch; huch, gleich im Anschluss die nächste. Scharf nach links zum Gassi hin das Lenkrad eingeschlagen: pffffft, vorn rechts aussen Reifen vom Horn gerutscht. Landy hing zwischen den beiden Dünenen, drunter freier Durchgang; beide Ersatzräder schon vorher platt; trotz Verwendung eines intakten Rades als Luftspeicher mit ca. 8 bar, das unter Mühen demontierte Rad nicht wieder befüllen können; Versuch, einen Schlauch einzuziehen extrem mühselig, da sich der Reifen nur auf einer Seite von der Felge lösen liess (eine weitere Felge war gebeuelt); mit blutenden Händen Ventil gehalten, dass sich aber bei geringem Druck nach innen verabschiedete. Schlauch durchs Ventilloch zerstochen, aber nun geht der Reifen auch auf der äusseren Seite nicht mehr von der Felge. Begleitfahrzeug fährt mit 2 meiner Räder los, um eine ebene Stelle zu suchen, wo die Reifen mit diesem Fahrzeug runtergedrückt werden können. Klappt aber nicht, was aber die Situation nicht weiter verschlechtert; wir hatten sowieso keinen weiteren Schlauch und ohne bekamen wir ja keine Luft 'rein...)

Doch, ich kenne einige Tricks, um schlauchlose Reifen aufzupumpen (nein, wir hatten nicht die geringste Menge Benzin dabei, für die berühmte Explosin zum Reifenaufsprengen, Pril ja, aber wirkungslos, Spanngurt dto., Daerr-Reifenabdrücker: verbogen, vorhandene Meissel: zu zierlich...) Klar, ich wusste, dass die Ventile der (meisten) Schläuche ein grösseres Felgenloch erfordern, es war mir vorher aber nicht klar, dass die Lage des Loches so abweicht.

Die verbogene Felge war -wie hier von Anderen bereits erwähnt- im nächsten Ort leicht zu reparieren; und mit den richtigen Felgen mit Schläuchen hätte ich nicht 2 Tage warten müssen, bis der Kumpel mit meinen Rädern zurückkommt.

Mit diesem Bericht möchte ich allen, die den 1. Mai nicht in den Dünen feiern können trösten: wir haben es hier doch soooviel besser :roll:

Schönes Grillen! Jürgen Kempe
Mark86
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Mark86 »

Kommt drauf an, was du vor hast und was für Alufelgen.

1. Sind Alufelgen schwerer als Stahlfelgen vergleichbarer Größe.
2. Sind Alufelgen der Optik wegen meißtens für extreme Niederquerschnittsreifen ausgelegt, damit fährt man nicht in die Wüste.

Wenn du aber ne normale Alufelge mit normalen Reifen drauf hast, sollte das schon passen.
Wolfgang K
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von Wolfgang K »

Hallo,

ich würde bei modernen Fahrzeugen > 80 PS niemals Schlauchreifen verwenden.
Wenn ich Plattfüße ohne Fremdeinwirkung (Nagel etc.) erlebt habe, dann waren das immer Schlauchreifen.
Der einzige Vorteil von Schlauchreifen ist die Tatsache, dass man beim kurzfristigen Abrutschen des Reifens von der Felge nicht sofort die Luft verliert. Dafür kommt dann aber auch Dreck rein und der Plattfuß dann etwas später, bzw das Ventil reißt ab, dann geht’s schneller. Das Abrutschen vom Felgenhorn hat aber nichts mit schlauchlos oder schlauchig zu tun, sondern es liegt meistens an der falschen bzw. ungünstigen Reifen/Felgen Kombination (s.u.)
Ich behaupte mal: Wenn man das beachtet, haben schlauchlose Reifen nur Vorteile (schnellere Reparatur, weniger Gewicht, schnellere + einfachere Montage, weniger Pannen).

Um Ärger zu vermeiden:

-Reifen vor der Reise einmal vom Felgenhorn drücken (lassen).
-Prüfen ob die zusätzlich mitgeführten Schläuche passen (insb. Ventil)
-Flickzeug schlauchlos (Reifen-Pilze und die „Würste“)
-Flickzeug für die Schläuche
-Für ganz Verwegene: dünnen VA Draht, Schusterahle und Handbohrer zum nähen des Reifens bei Verletzungen der Flanke.
-Ventile + Einzieher(!) mitnehmen
-16 Zoll Mopedschlauch mitnehmen, mit dem man den Reifen gegen Felge abdichten kann ( funktioniert 100 % !!). Wurde hier mal beschrieben. Damit geht’s dann auch mit der Handpumpe. Garantiert! Wenn der Reifen nicht spontan abdichtet, hilft ist es schwer ihn nur mit Luftdruck auf die Felge zu bekommen. Da man viel Luft – und die vor allem schnell – braucht. Das Reserverad liefert nicht genug, da die Luft durch das kleine Ventil muss. Hier könnte es helfen beide Ventileinsätze raus zu nehmen. Glaube aber nicht dass das in hartnäckigen Fällen hilft (siehe Bericht von Jürgen). Die Sache mit dem Spanngurt kann schon mehr bringen, ist aber Glücksache. Sicher ist nur die Mopedschlauch-Methode.
-3 Gute Montierhebel einpacken
-Reifenpaste (Wachs) mitnehmen
-Zu Hause die Reifenmontage üben
-Niemals zu breite Felgen verwenden.
Das ist meiner Ansicht nach die häufigste Ursache, wenn schlauchlose Reifen von der Felge springen oder nicht drauf wollen. Man sollte immer die schmalste noch zugelassene – besser noch ein halbes Zoll weniger – Felge nehmen.

Ich wünsche Euch einen schönen und luftigen 1. Mai.

Wolfgang
yves
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Registriert: Fr 30. Dez 2005, 23:42
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Re: Alufelgen auf Reisen

Beitrag von yves »

Hallo,

ich würde mit den Felgen fahren die ich habe, wenn sie grundsätzlich geeignet sind, egal ob Alu oder Stahl, dabei Tubeless bevorzugen.

Ansonsten teile ich die Erfahrungen von Wolfgang im Wesentlichen.

Seit ich 2000 zum ersten Mal, noch sehr skeptisch, Tubeless aufgezogen hatte, sehe ich keinen Grund mehr Schläuche zu verwenden - nach einigen zig tausen km in Algerien. Ich fuhr damals (bis 2003) V8 Land- und Range Rover mit ca. 130 PS (255/85R16 oder 245/75R16 oder 265/75R16). Reisepartner mit starken 80er Turbo Toyos hatten ebenfalls nie Probleme mit Tubeless (H2 Felgen).
Auch in Dünen mit ca. 0.9 bar gab es keine Probleme.

2 Mal hatte ich Flankenschäden und musste den Reifen wechseln. Beim zweiten Mal hatte ich einen Trye-Plierer dabei und es ging problemlos. Ohne war es das erste Mal ein arges, Stundenlanges Gewürge den Reifen von der Felge zu drücken.
Plattfüsse hatte ich danach nicht mehr, im Gegensatz zur Schlauchreifen-Zeit.

Zur Montage habe ich immer die 16 zoll Moped Schlauch Methode verwendet, auch ohne Kompressor. DAzu 2 lange (40cm) Montierhebel.

Meine Freunde in Algerien haben auch nach und nach auf Tubeless gewechselt, Die Wagen laufen ca. 40'000km im Jahr. Teilweise mit den normalen Michelin Wüstenreifen oder dem VSJ. Ich würde das in unseren Breiten wg. Durchrostungsgefahr der Karkasse nicht machen.

Einzig bei verbeuten Felgen würde ein Schlauch Sinn machen. Für diesen Notfall hatte ich auch immer 2 Schläuche mit dabei. Da ich meist 2 komplette Reserveräder dabei hatte, habe ich die jedoch nie gebraucht.

Viele Grüsse, Yves
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