Schlauchlos? Nein danke!
Mit wenig Luft die Düne hoch; huch, gleich im Anschluss die nächste. Scharf nach links zum Gassi hin das Lenkrad eingeschlagen: pffffft, vorn rechts aussen Reifen vom Horn gerutscht. Landy hing zwischen den beiden Dünenen, drunter freier Durchgang; beide Ersatzräder schon vorher platt; trotz Verwendung eines intakten Rades als Luftspeicher mit ca. 8 bar, das unter Mühen demontierte Rad nicht wieder befüllen können; Versuch, einen Schlauch einzuziehen extrem mühselig, da sich der Reifen nur auf einer Seite von der Felge lösen liess (eine weitere Felge war gebeuelt); mit blutenden Händen Ventil gehalten, dass sich aber bei geringem Druck nach innen verabschiedete. Schlauch durchs Ventilloch zerstochen, aber nun geht der Reifen auch auf der äusseren Seite nicht mehr von der Felge. Begleitfahrzeug fährt mit 2 meiner Räder los, um eine ebene Stelle zu suchen, wo die Reifen mit diesem Fahrzeug runtergedrückt werden können. Klappt aber nicht, was aber die Situation nicht weiter verschlechtert; wir hatten sowieso keinen weiteren Schlauch und ohne bekamen wir ja keine Luft 'rein...)
Doch, ich kenne einige Tricks, um schlauchlose Reifen aufzupumpen (nein, wir hatten nicht die geringste Menge Benzin dabei, für die berühmte Explosin zum Reifenaufsprengen, Pril ja, aber wirkungslos, Spanngurt dto., Daerr-Reifenabdrücker: verbogen, vorhandene Meissel: zu zierlich...) Klar, ich wusste, dass die Ventile der (meisten) Schläuche ein grösseres Felgenloch erfordern, es war mir vorher aber nicht klar, dass die Lage des Loches so abweicht.
Die verbogene Felge war -wie hier von Anderen bereits erwähnt- im nächsten Ort leicht zu reparieren; und mit den richtigen Felgen mit Schläuchen hätte ich nicht 2 Tage warten müssen, bis der Kumpel mit meinen Rädern zurückkommt.
Mit diesem Bericht möchte ich allen, die den 1. Mai nicht in den Dünen feiern können trösten: wir haben es hier doch soooviel besser
Schönes Grillen! Jürgen Kempe