Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
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Birgitt
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Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
In Chinguetti, einer Karawanenstadt in der Sahara, droht wegen gestiegener Temperaturen jahrhundertealten Bibliotheken und einzigartigem Schriftgut das Aus ...
Abschied von der Weltkultur
28.10.2007 - Standard
Gruß
Birgitt
Abschied von der Weltkultur
28.10.2007 - Standard
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Birgitt
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Alexander
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Die Oase von Chinguetti: ein Fundus an literarischen Schätze
Wüstensand bedroht Jahrhunderte alte Schriften
Mitten in der Sahara schlummern antike Schätze: Heilige Schriften, die Pilger auf ihren Reisen in die Oase von Chinguetti brachten. Doch die literarischen Kostbarkeiten werden kaum gewürdigt: Wegen Terroranschlägen und Reisewarnungen bleiben die Touristen aus ...
tagesschau: Die Oase von Chinguetti: ein Fundus an literarischen Schätzen
Grüsse
Alexander
Mitten in der Sahara schlummern antike Schätze: Heilige Schriften, die Pilger auf ihren Reisen in die Oase von Chinguetti brachten. Doch die literarischen Kostbarkeiten werden kaum gewürdigt: Wegen Terroranschlägen und Reisewarnungen bleiben die Touristen aus ...
tagesschau: Die Oase von Chinguetti: ein Fundus an literarischen Schätzen
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Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
Wir waren vor 3 Monaten dort.
Es treibt einem das Wasser in die Augen:

tausende von Büchern. Teilweise handgeschrieben. Fallen einfach auseinander....
Grüsse vom Dude
www.the-dude.info
Es treibt einem das Wasser in die Augen:

tausende von Büchern. Teilweise handgeschrieben. Fallen einfach auseinander....
Grüsse vom Dude
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schu achbar ?
Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
Ein Fall für islamische Stiftungen. Wundert mich, dass die noch nicht eingegriffen haben.
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Marcus der Africanus
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na ja- "Schätze" ist relativ...
Nun, da geht es wohl islamischer religiöser Literatur nicht anders als der christilichen...Alexander hat geschrieben:..antike Schätze: Heilige Schriften, die Pilger auf ihren Reisen in die Oase von Chinguetti brachten. Doch die literarischen Kostbarkeiten werden kaum gewürdigt...
um "antike Schätze" handelt es sich mitnichten.
Das ist eben nicht so wie Lieschen Müller denkt:
altes Buch=wertvolles Buch...
Es kommt schon drauf an was drinsteht.
Es gilt (wie heute üblich) einfach das Gesetz von Angebot und Nachfrage.
Da früher sehr viele Bücher über religiöse Themen geschrieben wurden, aber heute sehr wenige Menschen sich dafür interessieren, sind diese eben nichts wert.
Ich habe viele Jahre als Buchrestaurator für eine Reihe von deutschen Antiquaren gearbeitet, die Literatur berufsbedingt vor allem aus dem monetären Blickwinkel betrachten, und ich erinnere mich an den Lieblingsausdruck von einem unter ihnen, der die ganze Kirchenliteratur als "ekklesiogene Sch...se" bezeichnete.
Eine Faustregel:
Sachbücher (besonders Kochbücher und geographische Werke) sind meist "was wert", weil es dafür viele Sammler und Liebhaber gibt.
Religiöse Bücher sind fast nie wertvoll.
Ich habe im Auftrag von Antiquaren unzählige 300 oder 400 Jahre alte religiöse Bücher "ausgeschlachtet", d.h. z.B. die Einbände für andere Bücher verwendet, deren Decke beschädigt war.
Der Buchblock wurde einfach weggeworfen, oder liegt immer noch in irgendeiner Ecke meiner Werkstatt rum, um gegebenenfalls altes Material zum Ausflicken von Seiten zu liefern...
Ich kenne mich zwar mit islamischem Antiquariat nicht aus, schätze aber, dass die Sache dort ähnlich liegt.
Gruß
MA
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Birgitt
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Von der Wüste bedroht: Das mauretanische Weltkulturerbe von Chinguetti
Chinguetti, das kulturelle Herz Mauretaniens, Weltkulturerbe, Siebtes Heiligtum des Islam - es wird von der Wüste gefressen. Und ausgerechnet militante Islamisten tragen mit dazu bei, dass sich der Verfall des historischen Erbes noch schneller vollzieht, als bislang befürchtet ...
Von der Wüste bedroht: Das mauretanische Weltkulturerbe von Chinguetti
07.08.2010 - Deutschlandradio
Gruß
Birgitt
Von der Wüste bedroht: Das mauretanische Weltkulturerbe von Chinguetti
07.08.2010 - Deutschlandradio
Gruß
Birgitt
Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
Ich glaube weniger, daß die literarischen Schätze von der Wüste zerfressen werden, ich hatte das Glück einen Teil der Schätze selbst vor Ort zu sehen und erinnere mich sehr aufgeregt gewesen zu sein, diese 800 bis 1000 Jahre alten Stücke gesehen zu haben, das war für mich ein highlight der Reise. Die Bücher waren unterschiedlicher Richtung, da gab es Lyrik auch in Farbe, Astrologie - Astonomie und Mathematik, genauso wie Handelsbücher die verrieten wie Karawanen bis zu 20 000 Tieren mit den unterschiedlichsten Handelswaren sich trafen.
Die Schätze werden durch die Art der Benutzung beschädigt! soll heißen: je öfter sie aus dem Versteck gezerrt werden um sie einem Touristen zu zeigen, je mehr werden sie beschädigt, sie lagen 800 Jahre unter Sand bis die UNESCO alles ausbuddelte und diese Zeit hatten sie gut überstanden, was jetzt kommt ist ungewiss.
Ich selbst arbeite in einem Museum und weiss wie sorgfälltig solche Schätze zu behandeln sind. So traurig es für den Besucher ist aber die Bücher gehören klimatisiert und Insektenfrei gelagert.
Dann könnten sie auch später noch betrachtet werden.
Gruß WalterT
hier noch ein paar Bilder aus meiner Sammlung Chinqetti
links die restaurierte Seite - rechts die zerfressene Seite
Die Schätze werden durch die Art der Benutzung beschädigt! soll heißen: je öfter sie aus dem Versteck gezerrt werden um sie einem Touristen zu zeigen, je mehr werden sie beschädigt, sie lagen 800 Jahre unter Sand bis die UNESCO alles ausbuddelte und diese Zeit hatten sie gut überstanden, was jetzt kommt ist ungewiss.
Ich selbst arbeite in einem Museum und weiss wie sorgfälltig solche Schätze zu behandeln sind. So traurig es für den Besucher ist aber die Bücher gehören klimatisiert und Insektenfrei gelagert.
Dann könnten sie auch später noch betrachtet werden.
Gruß WalterT
hier noch ein paar Bilder aus meiner Sammlung Chinqetti
links die restaurierte Seite - rechts die zerfressene Seite
der keine Elektronik im Geländewagen will
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Kuno
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Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
@ Walter; haben diese Dokumente fuer die lokale Bevoelkerung noch eine Bedeutung oder dienen sie eigentlich heute nur noch als Touristenattraktion?
Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
Hallo Kuno,
Es gibt noch mehrere - wie im vorherigen ARD Bericht steht ca. 15 solcher Orte in Mauretanien, das eigenartige ist, dass die Bücher seit hunderten von Jahren im Privatbesitz sein sollen.
der sogenannte frühere Lehrer Islam nennt sich heute Imam (war er füher warscheinlich auch schon weil die Schule = arab. Matrassa immer eine religiöse Schule ist). Also er hat die Bücher in seiner Moschee verschlossen und zeigt sie gerne gegen ein entsprechendes Backschisch den Touristen. Ich glaube nicht, dass die Bücher heute noch für die Bevölkerung eine Bedeutung haben.
Er erzählte mir allerdings, daß selbst heute jeder Araber die Schrift lesen kann, denn diese arabische Schrift ist die Schrift des Propheten und darf nicht verändert werden. (nicht wie bei uns wo heimlich alle paar Jahre eine Reform vorgenommen wird).
Chinquetti hatte sich aufgrund der hohen Fluktuation die die Karawanen mitbrachten bereits im 11. JH zu einer Universitätsstadt entwickelt. Hier erst im 16. -17. JH.
so wie er mir sagte wurde über alle Handelsaktivitäten Buch geführt, da kommt natürlich etwas zusammen. Auch die naturwissenschaftlichen Berechnungen sind noch da und sind natürlich immer noch interessant.
Gruß WalterT
Noch ein Schmankerl:
Hier zeigt uns der Imam wie er die alte Türe aufschließt
das ist der Schlüssel
er wird in die Passung gesteckt und mit etwas Rütteln gehts dann
Es gibt noch mehrere - wie im vorherigen ARD Bericht steht ca. 15 solcher Orte in Mauretanien, das eigenartige ist, dass die Bücher seit hunderten von Jahren im Privatbesitz sein sollen.
der sogenannte frühere Lehrer Islam nennt sich heute Imam (war er füher warscheinlich auch schon weil die Schule = arab. Matrassa immer eine religiöse Schule ist). Also er hat die Bücher in seiner Moschee verschlossen und zeigt sie gerne gegen ein entsprechendes Backschisch den Touristen. Ich glaube nicht, dass die Bücher heute noch für die Bevölkerung eine Bedeutung haben.
Er erzählte mir allerdings, daß selbst heute jeder Araber die Schrift lesen kann, denn diese arabische Schrift ist die Schrift des Propheten und darf nicht verändert werden. (nicht wie bei uns wo heimlich alle paar Jahre eine Reform vorgenommen wird).
Chinquetti hatte sich aufgrund der hohen Fluktuation die die Karawanen mitbrachten bereits im 11. JH zu einer Universitätsstadt entwickelt. Hier erst im 16. -17. JH.
so wie er mir sagte wurde über alle Handelsaktivitäten Buch geführt, da kommt natürlich etwas zusammen. Auch die naturwissenschaftlichen Berechnungen sind noch da und sind natürlich immer noch interessant.
Gruß WalterT
Noch ein Schmankerl:
Hier zeigt uns der Imam wie er die alte Türe aufschließt
das ist der Schlüssel
er wird in die Passung gesteckt und mit etwas Rütteln gehts dann
der keine Elektronik im Geländewagen will
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
Hallo Ihr Buchfexe,
es existieren inzwischen mehrere Stiftungen, die sich solcher Bücher annehmen. Dies setzt jedoch voraus, dass die privaten Eigentümer sie solchen Stiftungen überlassen - und gerade dies ist ja oft nicht der Fall. Was ich durchaus verstehen kann. Die jeweiligen Familien sind ja nicht nur sehr stolz auf ihre Schätze, sie nutzen sie ja auch als Einkommen, indem man eben Touristen gegen entsprechende (niedrige) Gebühr die Schätze zeigt und sie zum Fotografieren ausbreitet. Dass dies den Büchern auf Dauer nicht bekommt, ist ebenso verständlich und deshalb das Interesse aller Nicht-Eigentümer groß, sie in einen schützenden und bewahrenden Fond einzubringen. Der eine oder andere Bucheigentümer hat sich auch schon in Versuchung führen lassen, den einen oder anderen Band an gut zahlende Ausländer zu verkaufen ...
Das gezeigte Zapfenschloss ist ein sehr weit verbreiteter Typ und kommt sogar in den norditalienischen Alpentälern vor.
Gerhard Göttler
es existieren inzwischen mehrere Stiftungen, die sich solcher Bücher annehmen. Dies setzt jedoch voraus, dass die privaten Eigentümer sie solchen Stiftungen überlassen - und gerade dies ist ja oft nicht der Fall. Was ich durchaus verstehen kann. Die jeweiligen Familien sind ja nicht nur sehr stolz auf ihre Schätze, sie nutzen sie ja auch als Einkommen, indem man eben Touristen gegen entsprechende (niedrige) Gebühr die Schätze zeigt und sie zum Fotografieren ausbreitet. Dass dies den Büchern auf Dauer nicht bekommt, ist ebenso verständlich und deshalb das Interesse aller Nicht-Eigentümer groß, sie in einen schützenden und bewahrenden Fond einzubringen. Der eine oder andere Bucheigentümer hat sich auch schon in Versuchung führen lassen, den einen oder anderen Band an gut zahlende Ausländer zu verkaufen ...
Das gezeigte Zapfenschloss ist ein sehr weit verbreiteter Typ und kommt sogar in den norditalienischen Alpentälern vor.
Gerhard Göttler
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Birgitt
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Mauretanien | Die uralten Archive von Chinguetti
Im Nordwesten Mauretaniens liegt Chinguetti, historischer Handelsposten und UNESCO-Weltkulturerbe. Noch heute gibt es in der Stadt etliche Bibliotheken mit arabischen Manuskripten, viele davon aus dem Spätmittelalter. Bildergalerie von Philipp Böll / AFP ...
Mauretanien: Die uralten Archive von Chinguetti
25.04.2023 - Qantara
HIer sind die Bilder etwas größer:
Mauretanien: Die uralten Archive von Chinguetti
25.04.2023 - DW
Gruß
Birgitt
Mauretanien: Die uralten Archive von Chinguetti
25.04.2023 - Qantara
HIer sind die Bilder etwas größer:
Mauretanien: Die uralten Archive von Chinguetti
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Birgitt
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Birgitt
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Chinguetti | Der Mann, der Mauretaniens seltene islamische Bücher bewacht
Der Buchhalter Muhammad Gholam el-Habot streifte sich behutsam ein Paar weiße Handschuhe über seine schlanken Hände und machte sich in seiner hohen, kühlen Bibliothek, die von Stahlregalen gesäumt war, an seine tägliche Arbeit. Er schlug ein dickes, in arabischer Sprache gedrucktes Manuskript auf. Nachdem er die braunen, brüchigen Seiten durchgeblättert und auf Beschädigungen geprüft hatte, schloss el-Habot das Buch mit einem zufriedenen Klirren, strich mit den Fingern über den faltigen Ledereinband und legte es vorsichtig in einen weißen Karton.
„Diese Bücher sind für meine Familie und mich sehr wichtig“, sagte der Bibliothekar, während das Mittagslicht durch die offenen Holztüren hereinströmte. Er sprach Hassaniya-Arabisch, den in Mauretanien gesprochenen Dialekt, mit leiser Stimme, in stockenden, poetischen Sätzen. Dicke Fliegen schwirrten um sein langes, ovales Gesicht, während er arbeitete. „Meine Beziehung zu ihnen ist wie die eines Vaters zu seinem Sohn“, fuhr er fort. „Wir müssen sie beschützen, bis Gott das Land und alle Menschen, die auf diesem Land leben, zu sich nimmt.“
Die Bibliothek der Familie el-Habot ist nur eine von wenigen ihrer Art, die in Chinguett noch in Betrieb sind ... übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) ...
‘I have to protect them’: The man guarding Mauritania’s rare Islamic books
27.04.2026 - Al Jazeera
Gruß
Birgitt
„Diese Bücher sind für meine Familie und mich sehr wichtig“, sagte der Bibliothekar, während das Mittagslicht durch die offenen Holztüren hereinströmte. Er sprach Hassaniya-Arabisch, den in Mauretanien gesprochenen Dialekt, mit leiser Stimme, in stockenden, poetischen Sätzen. Dicke Fliegen schwirrten um sein langes, ovales Gesicht, während er arbeitete. „Meine Beziehung zu ihnen ist wie die eines Vaters zu seinem Sohn“, fuhr er fort. „Wir müssen sie beschützen, bis Gott das Land und alle Menschen, die auf diesem Land leben, zu sich nimmt.“
Die Bibliothek der Familie el-Habot ist nur eine von wenigen ihrer Art, die in Chinguett noch in Betrieb sind ... übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) ...
‘I have to protect them’: The man guarding Mauritania’s rare Islamic books
27.04.2026 - Al Jazeera
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Birgitt
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martin1101
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- Registriert: Fr 21. Okt 2005, 09:35
- Wohnort: Linz/Austria
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Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
Auch wir durften 2024 eine dieser wunderbaren Bibliotheken besuchen und waren beeindruckt vom "Bibliothekar", mit welcher Ehrfurcht er mit diesen Kulturschätzen umgeht, die seit Jahrhunderten in Familienbesitz sind.
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2755
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Mauretanien | Chinguetti - Abschied von der Weltkultur
hallo,
wir sind wieder zu Hause, zurück aus Mauretanien (und auch noch Namibia), jetzt schreib' ich mal wieder etwas:
Wir waren im Dezember 2025 in Chinguetti, haben dort mehrere Schilder mit Hinweisen auf Bibliotheken gefunden und sind in die erste rein, bei der die Eingangstüre geöffnet war.
Der Herr Bibliothekar schlief noch, machte sich aber schnell zurecht und führte uns in den Vorführraum, wohl gleichzeitig auch das Archiv der alten Bücher. Einige der Werke, die er uns vorführte, holte er aus dem Stahlschrank (immerhin nagetierdicht, aber bestimmt nicht feuerfest und klimatisiert).
Was im hinteren Teil des Raumes in Pappkartons lagerte, mag ich nicht abzuschätzen.
Für mein Empfinden recht sachkundig erklärte er uns etwas zum Inhalt und der Herkunft der Bücher. Er händelte sie sehr vorsichtig und berührte sie nur mit Handschuhen, fotografieren war erlaubt, aber keine künstlichen Lichtquellen
(Blitzgeräte, Scheinwerfer/Taschenlampen).
Das Gebäude wirkte noch sehr robust, schien auch wasserdicht zu sein (wir hatten am Guelb er Richat Regenfälle), doch ob das dauerhaft gutgeht mit dem Erhalt ...
naja, viele hundert Jahre haben sie schon auf dem Buckel, ähm Buch-Rücken, sollte hoffentlich noch etwas so weitergehen ...
Viele Grüße
Uwe
wir sind wieder zu Hause, zurück aus Mauretanien (und auch noch Namibia), jetzt schreib' ich mal wieder etwas:
Wir waren im Dezember 2025 in Chinguetti, haben dort mehrere Schilder mit Hinweisen auf Bibliotheken gefunden und sind in die erste rein, bei der die Eingangstüre geöffnet war.
Der Herr Bibliothekar schlief noch, machte sich aber schnell zurecht und führte uns in den Vorführraum, wohl gleichzeitig auch das Archiv der alten Bücher. Einige der Werke, die er uns vorführte, holte er aus dem Stahlschrank (immerhin nagetierdicht, aber bestimmt nicht feuerfest und klimatisiert).
Was im hinteren Teil des Raumes in Pappkartons lagerte, mag ich nicht abzuschätzen.
Für mein Empfinden recht sachkundig erklärte er uns etwas zum Inhalt und der Herkunft der Bücher. Er händelte sie sehr vorsichtig und berührte sie nur mit Handschuhen, fotografieren war erlaubt, aber keine künstlichen Lichtquellen
(Blitzgeräte, Scheinwerfer/Taschenlampen).
Das Gebäude wirkte noch sehr robust, schien auch wasserdicht zu sein (wir hatten am Guelb er Richat Regenfälle), doch ob das dauerhaft gutgeht mit dem Erhalt ...
naja, viele hundert Jahre haben sie schon auf dem Buckel, ähm Buch-Rücken, sollte hoffentlich noch etwas so weitergehen ...
Viele Grüße
Uwe




