DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
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Hans Frommelt
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DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Das Projekt DESERTEC, auch TREC genannt, will Strom in der Sahara für Deutschland produzieren. Derzeit manipuliert die PR-Abteilung der DESERTEC-Organisation bzw. des CLUB OF ROM bzw. der MÜNCHENER RÜCK, mit "gefärbten" Informationen über die Sinnhaftigkeit der Stromproduktion in der Sahara unsere Medien, sowohl Print als auch Fernsehen. Man kann bezüglich dem Projekt geteilter Meinung sein. Für die Projektverfasser scheint in der Sahara die Sonne jeden Tag. Jeder Saharafahrer weiss, dass ab November bis Februar der Himmel in der Sahara recht häufig bedeckt ist und somit die Solarstromproduktion nicht unwesentlich reduziert wäre.
Mein Zweifel an der Sinnhaftigkeit habe ich in der Zeitschrift "Solarzeitalter Nr. 4/2007" der Eurosolar niedergeschrieben. Ich denke, dass auch das Wüstenschiff etwas zur Meinungsfindung beitragen kann. Für Repliken danke ich sehr. Nachstehend noch mein Beitrag in der oben erwähnten Zeitschrift. Frommelt Hans
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Solarkraftwerke in der Sahara - kein Ei des Kolumbus
Die Sahara – ein Universum für sich – scheint leer zu sein und doch stosst es immer wieder auf die Interessen der Europäer, neuerdings auch der USA, die wohl nur an den fossilen Brennstoffen (Uran, Erdöl, Erdgas) in der Sahara interessiert sind. Klimatisch betrachtet ist die Sahara ein Landschaftsraum in welchem es selten regnet. Pflanzen gibt es nur in den so genannten Wadis. Das sind Flussbette welche nur selten Wasser führen. In solchen Wadis bildet sich ein beschränktes Pflanzenwachstum. Ungefähr 4’000 Jahre alte Felsbilder und Felsgravuren weisen darauf hin, dass die Sahara vermutlich einmal dicht bewachsen war, bevor durch ein Klimaschock diese riesige, sehr dünn besiedelte Fläche eine aride Region geworden ist.
Im Saharateil des Niger, nördlich von Agadez, gibt es bedeutende Uranvorkommen, die sich über sehr lange Zeiträume gebildet haben. Der Niger ist derzeit der sechstgrösste Uran-Förderer der Welt. Der Uranabbau verursacht grosse ökologische, gesundheitliche und soziale Folgen für die Bewohner der Sahara. Es gibt dort immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und der Bevölkerung - was in unseren Medien kaum erwähnt wird.
Lange Zeit wurde über die Sahara auch als Entsorgungsstation für jeglichen Abfall, auch radioaktiven Abfall, diskutiert. Die algerische Sahara war Schauplatz französischer Atombombenversuche.
So verlangte vor rund 50 Jahren die englische Gruppe „Komitee für direkte Handlungen gegen den Atomkrieg“, dass sofortige Schritte gegen die Absichten der französischen Regierung eingeleiten werden, wenn weitere Atombombenexplosionen in der Sahara durchführt werden. Den Aktivisten schwebte damals vor, dass eine Gruppe bekannter Persönlichkeiten aus Frankreich und Europa, unterstützt von Afrikanern und Asiaten, von einem der Sahara benachbarten Lande aus versuchen sollen, in das atomare Versuchsgebiet der französischen Militärs vorzudringen.
Nach dem Unabhängigkeitskrieg von Algerien gegen Frankreich wurde es still um die Atombombenversuche in der Sahara.
Der libysche Staatschef Ghaddafi liess rund 25 Jahre keine Touristen in die Sahara reisen. Trotzdem wurde die Sahara nicht vergessen und man plante weiter wie man die riesigen Energieressourcen der Sahara anzapfen könnte, als wäre es der Vorgarten des Verwaltungsgebäude eines Atomkraftwerkes.
Neuerdings haben die Amerikaner eine Luftwaffenstation im südlichen Algerien eingerichtet. Da stellt sich nun die Frage, ob die Sahara noch mehr verbirgt als heute so allgemein angenommen wird?
Doch wird die Sahara in anderer Form wieder aktuell. Wenn schon Solarstromproduktion, dann nur im grossen Rahmen und zentralisiert an einem Ort. Dieser Argumentationskatalog leuchtet im ersten Augenblick ein. Viel Sonne, viele riesige Flächen die landwirtschaftlich oder anderweitig nicht genutzt sind, billige Arbeitskräfte, welche für ein paar Dinar Tag und Nacht arbeiten würden und keine Umweltschützer, die „notorisch“ gegen alles demonstrieren. Es ist in dieser Beziehung sogar umgekehrt. Selbst Umweltschützer träumen von solaren Grosskraftwerken in der Sahara!
Die Träume werden damit begründet, dass die höhere Sonneneinstrahlung einen Kostenvorteil bringen soll, im Gegensatz zum Solarstrompreis, wenn die Sonnenenergie direkt bei uns auf Dächern angezapft wird. Es soll billiger sein in der Sahara Solarstrom zu produzieren, auch wenn der Solarstrom tausende von Kilometern transportiert werden muss. Beim Transport der gewonnen Sonnenenergie wird so getan, als ob alle Probleme bereits gelöst sind. Die Probleme im Zusammenhang mit dem Transport und Feinverteilung des Wasserstoffs werden ausgeklinkt, heruntergespielt.
Doch warum muss der Solarstrom unbedingt in der Sahara gewonnen werden? Noch stehen bei uns viele Dächer für die Montage von Solarzellen zur Verfügung. Noch sind kaum Fassaden für die Solarstromproduktion aktiviert. Noch sind an unzähligen, geeigneten Infrastrukturgebäuden keine Solarzellen montiert. Deshalb die Frage, warum in die Ferne schweifen, wenn man Solarzellen mit minimalem Aufwand bei uns montieren kann. Was sollen solche Projekte in Nordafrika für uns bezwecken?
Solche Modellprojekte zielen eigentlich nur dahin, dass die Strombezüger verunsichert werden mit vermeintlich hochpotenten Solarkraftwerksprojekten, die mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits an politischen Unsicherheiten scheitern. Will man möglichst vermeiden, dass sich bei uns die Architekten mit der aktiven und passiven Solarenergiegewinnung beschäftigen und die riesigen Überland-Stromleitungen womöglich überflüssig werden?
Die ungelösten Probleme grosstechnischer Sahara-Solarkraftwerks-Projekte werden gezielt verschwiegen oder wurden womöglich in ihrer Tragweite noch gar nicht erkannt. Im Grunde genommen sind es weniger konstruktive Schwierigkeiten, die bei einem Solarstromprojekt für die Sahara berücksichtigt werden müssen. Elektronikkomponenten könnten auch für Umgebungstemperaturen von 60° Celsius und darüber konzipiert werden. Dies wäre ja recht einfach – man montiert die Elektronikkomponenten in eine stromgekühlte Kühlkammer!
Bei den Solarzellen sieht es anders aus. Die brütende Sonne würde die Oberflächentemperatur der Solarzellen in eine miserable Wirkungsgradzone treiben. Die Solarzellen, welche auf unsere Klimabedingungen adaptiert sind, eignen sich derzeit nicht für riesige Solarkraftwerke in der Sahara. Die Solarzellenlaminate hätte mit grosser Wahrscheinlichkeit eine wesentlich kürzere Lebenserwartung als bei uns, weil die Strapazen der Sonne und die herrschende Hitze den Kunststoffelementen einer Solarzelle den Garaus machen würden. Die Montage der Solarzellen ist eine handwerklich anspruchsvolle Arbeit und könnte während den heissen Perioden im Frühling, Sommer und Herbst, wenn die Sonne fürchterlich auf den Saharaboden brennt, kaum ausgeführt werden.
Reparaturen an den Solarzellen, Elektroeinheiten und der Tragkonstruktion könnten im Sommer nur nachts, wenn es nicht mehr so heiss ist, ausgeführt werden. Der Bau eines riesigen Solarkraftwerks müsste im Saharawinter erfolgen, welcher lediglich kaum drei Monate dauert und immer noch keine Winterhandschuhe verlangt. Wenn heute in „In Salah“, eine grössere Oase im Süden von Algerien, ein junger Monteur von Solarzellen den Taxichauffeur fragen würde, wo wohl die nächste Disco, eine Restaurant mit kühlem Bier oder das nächste Einkaufscenter sei, bekäme er zur Antwort, dass es solches wohl in Tunesien oder Marokko gibt, aber man dorthin ca. 1’500km fahren müsste! Dieser Satz zeigt, dass man vermutlich auch Niemand finden würde, der längere Zeit in der Sahara wohnen bzw. arbeiten möchte.
Ein weiteres Hauptproblem bilden die Sandstürme und die Klimaveränderung, welche nicht nur bei uns beobachtbar ist. Es gibt viele, jahrhundertealte Oasen direkt neben riesigen Sanddünen. Diese Oasen wurden während der vergangenen Jahrhunderte, auch bei intensiven Sandstürmen, wie von Geisterhand beschützt und sind nie vom Sand zugedeckt worden. Die Klimaveränderung wird mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht nur den Meereswasserspiegel ansteigen, in den Alpen die Gletscher schmelzen lassen und den Permafrost auflösen – die Klimaveränderung wird mit grosser Wahrscheinlichkeit die Sandregime im Grand Erg Oriental und Grand Erg Occidental, auch die weiter südlichen, westlichen und östlichen Ergs gravierend verändern. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass infolge der Klimaveränderung der Sand plötzlich in andere Richtungen verfrachtet wird.
Oasen mit mehreren zehntausenden Einwohnern werden möglicherweise vom Saharasand zugedeckt werden. Es klagen bereits heute schon viele Nomaden und Oasenbewohner, welche in ihrer Meinungsbildung nicht von den Medien beeinflusst sind, über solche Veränderungen bei den Sandverfrachtungen.
Die zweite Komponente, dass bei einem Sandsturm der aufgewirbelte Sand mit grosser Wahrscheinlichkeit zwischen die aufgeständerten Solarzellenfelder fällt und die Solarzellen im Sand versinken lässt, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Die Investitionskosten würden im wahrsten Sinn der Worte im Sand versinken! Dies gilt auch für die Spiegel und Parabolrinnensysteme solarthermischen Grosskraftwerken. Die Erfahrungen der Solarkraftwerke in der Mojave-Wüste (Südkalifornien/USA) können nicht eins zu eins auf die Sahara übertragen werden.
Alle Lastwagenfahrer und Automobilisten, welche in der Sahara unterwegs sind, fürchten sich vor den Sandstürmen. Ein massiver Sandsturm kann in kurzer Zeit eine Autoscheibe derart aufschmirgeln, dass diese ersetzt werden muss. Diese Überlegungen führten unter anderem zum Verzicht des Eisenbahnbaus vom Mittelmeer durch die Sahara bis in den Sudan und in den Niger. Die Sanddünen in der Sahara sind nicht mit einer schneebedeckten Landschaft vergleichbar. Im Frühling schmilzt der Schnee, ohne jeglichen menschlichen Einfluss einfach weg. Wenn sich der Sand zwischen den Solarzellenfeldern festgefressen hat, dann bleibt er für immer dort.
Zudem gehört die Sonnenenergie der Sahara nicht den Europäern, sondern den Nordafrikanern, also Marokkanern, Algerier, Libyer, Ägypter, Nigriner und Malier. Es wäre wohl ein Irrwitz, wenn wir aus der Sahara den Solarstrom holen und in Rabat, Algier, Oran, Anaba, Tunis, Tripoli, Kairo, Alexandria, etc. Strom aus fossilen Energien, womöglich Strom aus sibirischem Erdgas konsumiert wird.
Das mangelnde Wissen über die sozialen und politischen Verhältnisse der Saharaländer, das mangelnde Wissen der komplett anderen Dimension der Klima- und Wettereinflüsse, aber auch das mangelnde Wissen über die ganz speziellen Lebensverhältnisse in diesem ariden Universums führt vermutlich dazu, dass immer wieder Projekte für die Solarstromgewinnung in der Sahara skizziert werden für die Stromversorgung in Europa.
Der Gedanke mag richtig sein, dass man Solarkraftwerke in die Sahara baut, aber dann um den Strombedarf der Nordafrikaner zu decken. Wir sollten uns endlich von Gedanken lösen, in welchen die Energieressourcen und die Energieangebote anderer Kontinente aufscheinen. Man beklagt die Erdöllieferungen aus Nordafrika sowie der saudi-arabischen Halbinsel und stürzt sich gleichzeitig wiederum in Konzepte, welche nicht nur Erdöl und Ergas von anderen Kontinenten holen möchten, sondern auch Strom!
Mein Zweifel an der Sinnhaftigkeit habe ich in der Zeitschrift "Solarzeitalter Nr. 4/2007" der Eurosolar niedergeschrieben. Ich denke, dass auch das Wüstenschiff etwas zur Meinungsfindung beitragen kann. Für Repliken danke ich sehr. Nachstehend noch mein Beitrag in der oben erwähnten Zeitschrift. Frommelt Hans
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Solarkraftwerke in der Sahara - kein Ei des Kolumbus
Die Sahara – ein Universum für sich – scheint leer zu sein und doch stosst es immer wieder auf die Interessen der Europäer, neuerdings auch der USA, die wohl nur an den fossilen Brennstoffen (Uran, Erdöl, Erdgas) in der Sahara interessiert sind. Klimatisch betrachtet ist die Sahara ein Landschaftsraum in welchem es selten regnet. Pflanzen gibt es nur in den so genannten Wadis. Das sind Flussbette welche nur selten Wasser führen. In solchen Wadis bildet sich ein beschränktes Pflanzenwachstum. Ungefähr 4’000 Jahre alte Felsbilder und Felsgravuren weisen darauf hin, dass die Sahara vermutlich einmal dicht bewachsen war, bevor durch ein Klimaschock diese riesige, sehr dünn besiedelte Fläche eine aride Region geworden ist.
Im Saharateil des Niger, nördlich von Agadez, gibt es bedeutende Uranvorkommen, die sich über sehr lange Zeiträume gebildet haben. Der Niger ist derzeit der sechstgrösste Uran-Förderer der Welt. Der Uranabbau verursacht grosse ökologische, gesundheitliche und soziale Folgen für die Bewohner der Sahara. Es gibt dort immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und der Bevölkerung - was in unseren Medien kaum erwähnt wird.
Lange Zeit wurde über die Sahara auch als Entsorgungsstation für jeglichen Abfall, auch radioaktiven Abfall, diskutiert. Die algerische Sahara war Schauplatz französischer Atombombenversuche.
So verlangte vor rund 50 Jahren die englische Gruppe „Komitee für direkte Handlungen gegen den Atomkrieg“, dass sofortige Schritte gegen die Absichten der französischen Regierung eingeleiten werden, wenn weitere Atombombenexplosionen in der Sahara durchführt werden. Den Aktivisten schwebte damals vor, dass eine Gruppe bekannter Persönlichkeiten aus Frankreich und Europa, unterstützt von Afrikanern und Asiaten, von einem der Sahara benachbarten Lande aus versuchen sollen, in das atomare Versuchsgebiet der französischen Militärs vorzudringen.
Nach dem Unabhängigkeitskrieg von Algerien gegen Frankreich wurde es still um die Atombombenversuche in der Sahara.
Der libysche Staatschef Ghaddafi liess rund 25 Jahre keine Touristen in die Sahara reisen. Trotzdem wurde die Sahara nicht vergessen und man plante weiter wie man die riesigen Energieressourcen der Sahara anzapfen könnte, als wäre es der Vorgarten des Verwaltungsgebäude eines Atomkraftwerkes.
Neuerdings haben die Amerikaner eine Luftwaffenstation im südlichen Algerien eingerichtet. Da stellt sich nun die Frage, ob die Sahara noch mehr verbirgt als heute so allgemein angenommen wird?
Doch wird die Sahara in anderer Form wieder aktuell. Wenn schon Solarstromproduktion, dann nur im grossen Rahmen und zentralisiert an einem Ort. Dieser Argumentationskatalog leuchtet im ersten Augenblick ein. Viel Sonne, viele riesige Flächen die landwirtschaftlich oder anderweitig nicht genutzt sind, billige Arbeitskräfte, welche für ein paar Dinar Tag und Nacht arbeiten würden und keine Umweltschützer, die „notorisch“ gegen alles demonstrieren. Es ist in dieser Beziehung sogar umgekehrt. Selbst Umweltschützer träumen von solaren Grosskraftwerken in der Sahara!
Die Träume werden damit begründet, dass die höhere Sonneneinstrahlung einen Kostenvorteil bringen soll, im Gegensatz zum Solarstrompreis, wenn die Sonnenenergie direkt bei uns auf Dächern angezapft wird. Es soll billiger sein in der Sahara Solarstrom zu produzieren, auch wenn der Solarstrom tausende von Kilometern transportiert werden muss. Beim Transport der gewonnen Sonnenenergie wird so getan, als ob alle Probleme bereits gelöst sind. Die Probleme im Zusammenhang mit dem Transport und Feinverteilung des Wasserstoffs werden ausgeklinkt, heruntergespielt.
Doch warum muss der Solarstrom unbedingt in der Sahara gewonnen werden? Noch stehen bei uns viele Dächer für die Montage von Solarzellen zur Verfügung. Noch sind kaum Fassaden für die Solarstromproduktion aktiviert. Noch sind an unzähligen, geeigneten Infrastrukturgebäuden keine Solarzellen montiert. Deshalb die Frage, warum in die Ferne schweifen, wenn man Solarzellen mit minimalem Aufwand bei uns montieren kann. Was sollen solche Projekte in Nordafrika für uns bezwecken?
Solche Modellprojekte zielen eigentlich nur dahin, dass die Strombezüger verunsichert werden mit vermeintlich hochpotenten Solarkraftwerksprojekten, die mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits an politischen Unsicherheiten scheitern. Will man möglichst vermeiden, dass sich bei uns die Architekten mit der aktiven und passiven Solarenergiegewinnung beschäftigen und die riesigen Überland-Stromleitungen womöglich überflüssig werden?
Die ungelösten Probleme grosstechnischer Sahara-Solarkraftwerks-Projekte werden gezielt verschwiegen oder wurden womöglich in ihrer Tragweite noch gar nicht erkannt. Im Grunde genommen sind es weniger konstruktive Schwierigkeiten, die bei einem Solarstromprojekt für die Sahara berücksichtigt werden müssen. Elektronikkomponenten könnten auch für Umgebungstemperaturen von 60° Celsius und darüber konzipiert werden. Dies wäre ja recht einfach – man montiert die Elektronikkomponenten in eine stromgekühlte Kühlkammer!
Bei den Solarzellen sieht es anders aus. Die brütende Sonne würde die Oberflächentemperatur der Solarzellen in eine miserable Wirkungsgradzone treiben. Die Solarzellen, welche auf unsere Klimabedingungen adaptiert sind, eignen sich derzeit nicht für riesige Solarkraftwerke in der Sahara. Die Solarzellenlaminate hätte mit grosser Wahrscheinlichkeit eine wesentlich kürzere Lebenserwartung als bei uns, weil die Strapazen der Sonne und die herrschende Hitze den Kunststoffelementen einer Solarzelle den Garaus machen würden. Die Montage der Solarzellen ist eine handwerklich anspruchsvolle Arbeit und könnte während den heissen Perioden im Frühling, Sommer und Herbst, wenn die Sonne fürchterlich auf den Saharaboden brennt, kaum ausgeführt werden.
Reparaturen an den Solarzellen, Elektroeinheiten und der Tragkonstruktion könnten im Sommer nur nachts, wenn es nicht mehr so heiss ist, ausgeführt werden. Der Bau eines riesigen Solarkraftwerks müsste im Saharawinter erfolgen, welcher lediglich kaum drei Monate dauert und immer noch keine Winterhandschuhe verlangt. Wenn heute in „In Salah“, eine grössere Oase im Süden von Algerien, ein junger Monteur von Solarzellen den Taxichauffeur fragen würde, wo wohl die nächste Disco, eine Restaurant mit kühlem Bier oder das nächste Einkaufscenter sei, bekäme er zur Antwort, dass es solches wohl in Tunesien oder Marokko gibt, aber man dorthin ca. 1’500km fahren müsste! Dieser Satz zeigt, dass man vermutlich auch Niemand finden würde, der längere Zeit in der Sahara wohnen bzw. arbeiten möchte.
Ein weiteres Hauptproblem bilden die Sandstürme und die Klimaveränderung, welche nicht nur bei uns beobachtbar ist. Es gibt viele, jahrhundertealte Oasen direkt neben riesigen Sanddünen. Diese Oasen wurden während der vergangenen Jahrhunderte, auch bei intensiven Sandstürmen, wie von Geisterhand beschützt und sind nie vom Sand zugedeckt worden. Die Klimaveränderung wird mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht nur den Meereswasserspiegel ansteigen, in den Alpen die Gletscher schmelzen lassen und den Permafrost auflösen – die Klimaveränderung wird mit grosser Wahrscheinlichkeit die Sandregime im Grand Erg Oriental und Grand Erg Occidental, auch die weiter südlichen, westlichen und östlichen Ergs gravierend verändern. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass infolge der Klimaveränderung der Sand plötzlich in andere Richtungen verfrachtet wird.
Oasen mit mehreren zehntausenden Einwohnern werden möglicherweise vom Saharasand zugedeckt werden. Es klagen bereits heute schon viele Nomaden und Oasenbewohner, welche in ihrer Meinungsbildung nicht von den Medien beeinflusst sind, über solche Veränderungen bei den Sandverfrachtungen.
Die zweite Komponente, dass bei einem Sandsturm der aufgewirbelte Sand mit grosser Wahrscheinlichkeit zwischen die aufgeständerten Solarzellenfelder fällt und die Solarzellen im Sand versinken lässt, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Die Investitionskosten würden im wahrsten Sinn der Worte im Sand versinken! Dies gilt auch für die Spiegel und Parabolrinnensysteme solarthermischen Grosskraftwerken. Die Erfahrungen der Solarkraftwerke in der Mojave-Wüste (Südkalifornien/USA) können nicht eins zu eins auf die Sahara übertragen werden.
Alle Lastwagenfahrer und Automobilisten, welche in der Sahara unterwegs sind, fürchten sich vor den Sandstürmen. Ein massiver Sandsturm kann in kurzer Zeit eine Autoscheibe derart aufschmirgeln, dass diese ersetzt werden muss. Diese Überlegungen führten unter anderem zum Verzicht des Eisenbahnbaus vom Mittelmeer durch die Sahara bis in den Sudan und in den Niger. Die Sanddünen in der Sahara sind nicht mit einer schneebedeckten Landschaft vergleichbar. Im Frühling schmilzt der Schnee, ohne jeglichen menschlichen Einfluss einfach weg. Wenn sich der Sand zwischen den Solarzellenfeldern festgefressen hat, dann bleibt er für immer dort.
Zudem gehört die Sonnenenergie der Sahara nicht den Europäern, sondern den Nordafrikanern, also Marokkanern, Algerier, Libyer, Ägypter, Nigriner und Malier. Es wäre wohl ein Irrwitz, wenn wir aus der Sahara den Solarstrom holen und in Rabat, Algier, Oran, Anaba, Tunis, Tripoli, Kairo, Alexandria, etc. Strom aus fossilen Energien, womöglich Strom aus sibirischem Erdgas konsumiert wird.
Das mangelnde Wissen über die sozialen und politischen Verhältnisse der Saharaländer, das mangelnde Wissen der komplett anderen Dimension der Klima- und Wettereinflüsse, aber auch das mangelnde Wissen über die ganz speziellen Lebensverhältnisse in diesem ariden Universums führt vermutlich dazu, dass immer wieder Projekte für die Solarstromgewinnung in der Sahara skizziert werden für die Stromversorgung in Europa.
Der Gedanke mag richtig sein, dass man Solarkraftwerke in die Sahara baut, aber dann um den Strombedarf der Nordafrikaner zu decken. Wir sollten uns endlich von Gedanken lösen, in welchen die Energieressourcen und die Energieangebote anderer Kontinente aufscheinen. Man beklagt die Erdöllieferungen aus Nordafrika sowie der saudi-arabischen Halbinsel und stürzt sich gleichzeitig wiederum in Konzepte, welche nicht nur Erdöl und Ergas von anderen Kontinenten holen möchten, sondern auch Strom!
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Kuno
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Der Bau eines riesigen Solarkraftwerks müsste im Saharawinter erfolgen, welcher lediglich kaum drei Monate dauert und immer noch keine Winterhandschuhe verlangt. Wenn heute in „In Salah“, eine grössere Oase im Süden von Algerien, ein junger Monteur von Solarzellen den Taxichauffeur fragen würde, wo wohl die nächste Disco, eine Restaurant mit kühlem Bier oder das nächste Einkaufscenter sei, bekäme er zur Antwort, dass es solches wohl in Tunesien oder Marokko gibt, aber man dorthin ca. 1’500km fahren müsste! Dieser Satz zeigt, dass man vermutlich auch Niemand finden würde, der längere Zeit in der Sahara wohnen bzw. arbeiten möchte.
Hallo Hans; zu diesem Abschnitt deines laengeren Beitrages traue ich mich zu widersprechen. Die Arbeiten vor Ort wuerden 'formal' von Joint-Venture Unternehmen, welche wiederum formal unter der Leitung des einheimischen Partners durchgefuehrt. Der auslaendische Partner stellt nur ein paar Spezialisten fuer die Bauueberwachung ab. Danach eine kleine Mannschaft fuer die Inbetriebnahme. Der Hauptteil der tatsaechlichen Arbeiter kommt aus Asien - ermittelt an den lokalen Partner ueber einen 'Sklavenhaendler'. Die Leute arbeiten im allgemeinen besser als Europaer und sind viel anspruchsloser. Wo sie ihr Bier herbekommen kuemmert keinen. Urlaub gibt es alle zwei Jahre und damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen wird gleich mal 7 Tage die Woche gearbeitet. Um irgendwelche 'sozialen Errungenschaften', mit denen sich die Firmen sonst herumzuschlagen haetten muss man sich nicht kuemmern (das stoert dann aber nicht einmal die gruenen und die roten Politiker, die eine Staatssubventionierung des Projektes im Bundestag durchgesetzt haben).
Die Leute brauchen eh kein Bier sondern destillieren sich ihren eigenen Schnaps. Ab und zu gibt es dann einen Unfall mit fatalem Ausgang - der Mann wird gleich an Ort und Stelle beerdigt.
In der lokalen Presse wird das Projekt als grosse Errungenschaft er lokalen Regierung verkauft und der Ingenieur im Fernsehinterview behauptet steif und fest dass das ganze Projekt von lokalen Firmen mit lokalen Angestellten abgewickelt wird (Die Asiaten muessen ie Baustelle solange verlassen bis das Fernsehteam abgezogen ist).
Die Europaeische Firma wird in einem grossen Spiegel-Artikel dargestellt. Selber Text aber andere 'Vorzeichen'. Man fuegt noch dazu dass im Zuge des 'Know How Transfers' und der technischen Zusammenarbeit lokale Arbeitskraefte angelernt werden. Das fuehre dann dazu, dass der illegale Immigrantenstrom nach Europa reduziert wuerde.
----
Aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen / Umstaenden trifft dann noch folgndes ein:
Projektverzoegerung und Mehrkosten (welche zum grossen Teil wohl wieder vom Staat uebernommen werden) aufgrund von viel schwierigeren Baubedingungen als angenommen.
Mehrkosten aufgrund einer unerwarteten Presierhoehung bei den Rohstoffen, bei den Loehnen, bei den Steuern, beim Transport und bei der Herstellung der Teile.
Verzoegerung und Mehrkosten weil sich das Material in der tatsaechlichen Saharaumgebung irgendwie seltsamerweise anders verhaelt als in der 12 woechigen Lanzeitstudie welche zuhause im 'outsourcten' Labor gemacht wurde.
----
Kostensparend haette sicheigentlich der Umstand auswirken muessen, dass man den angemieteten Arbeitern fuer das Essen mehr vom Lohn abgezogen und ihre Salaere um 10% gekuerzt hatte. Aber irgendwie hat das auch nichts gebracht. Das Geld ist irgndwo sonst "gebraucht" worden.
Etwa so....
Hallo Hans; zu diesem Abschnitt deines laengeren Beitrages traue ich mich zu widersprechen. Die Arbeiten vor Ort wuerden 'formal' von Joint-Venture Unternehmen, welche wiederum formal unter der Leitung des einheimischen Partners durchgefuehrt. Der auslaendische Partner stellt nur ein paar Spezialisten fuer die Bauueberwachung ab. Danach eine kleine Mannschaft fuer die Inbetriebnahme. Der Hauptteil der tatsaechlichen Arbeiter kommt aus Asien - ermittelt an den lokalen Partner ueber einen 'Sklavenhaendler'. Die Leute arbeiten im allgemeinen besser als Europaer und sind viel anspruchsloser. Wo sie ihr Bier herbekommen kuemmert keinen. Urlaub gibt es alle zwei Jahre und damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen wird gleich mal 7 Tage die Woche gearbeitet. Um irgendwelche 'sozialen Errungenschaften', mit denen sich die Firmen sonst herumzuschlagen haetten muss man sich nicht kuemmern (das stoert dann aber nicht einmal die gruenen und die roten Politiker, die eine Staatssubventionierung des Projektes im Bundestag durchgesetzt haben).
Die Leute brauchen eh kein Bier sondern destillieren sich ihren eigenen Schnaps. Ab und zu gibt es dann einen Unfall mit fatalem Ausgang - der Mann wird gleich an Ort und Stelle beerdigt.
In der lokalen Presse wird das Projekt als grosse Errungenschaft er lokalen Regierung verkauft und der Ingenieur im Fernsehinterview behauptet steif und fest dass das ganze Projekt von lokalen Firmen mit lokalen Angestellten abgewickelt wird (Die Asiaten muessen ie Baustelle solange verlassen bis das Fernsehteam abgezogen ist).
Die Europaeische Firma wird in einem grossen Spiegel-Artikel dargestellt. Selber Text aber andere 'Vorzeichen'. Man fuegt noch dazu dass im Zuge des 'Know How Transfers' und der technischen Zusammenarbeit lokale Arbeitskraefte angelernt werden. Das fuehre dann dazu, dass der illegale Immigrantenstrom nach Europa reduziert wuerde.
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Aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen / Umstaenden trifft dann noch folgndes ein:
Projektverzoegerung und Mehrkosten (welche zum grossen Teil wohl wieder vom Staat uebernommen werden) aufgrund von viel schwierigeren Baubedingungen als angenommen.
Mehrkosten aufgrund einer unerwarteten Presierhoehung bei den Rohstoffen, bei den Loehnen, bei den Steuern, beim Transport und bei der Herstellung der Teile.
Verzoegerung und Mehrkosten weil sich das Material in der tatsaechlichen Saharaumgebung irgendwie seltsamerweise anders verhaelt als in der 12 woechigen Lanzeitstudie welche zuhause im 'outsourcten' Labor gemacht wurde.
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Kostensparend haette sicheigentlich der Umstand auswirken muessen, dass man den angemieteten Arbeitern fuer das Essen mehr vom Lohn abgezogen und ihre Salaere um 10% gekuerzt hatte. Aber irgendwie hat das auch nichts gebracht. Das Geld ist irgndwo sonst "gebraucht" worden.
Etwa so....
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Kuno
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Was ich noch vergessen hatte: Die Europaeischen Firmen, welche dann im Vorfeld die ganzen Studien machen, die forschug betreiben und all das Zeugs werden in der 'Phase 1' des Grossprojektes stark involviert sein. Die spanier in Marokko, die Franzosen in Algerien usw. und auch die Deutschen werden beteiligt (hauptsaechlich bei der Finanzierung
).
Die Spanier werden mit der geforderten Qualitaet Probleme haben, die Franzosen -nach separaten Verhandlungen mit den Algeriern- werden nicht das abgemachte Produkt sondern etwas anderes liefern. Ist zwar veraltet aber passt dann nicht mit dem Equipment der Italiener, welches nach Libyen haettegeliefert werden sollen zusammen. Haette - denn bei den Italienern ist irgendwie das Programm durcheinandergekommen, nachdem die den Firmen zugeteilten Gelder zum grossen Teil 'verschwunden'waren...
...und waehrend sich die Europaer noch stritten, hat eine Chinesiche Firma (ein ehemaliger Partner einer Deutschen Firma, von denen ufgebaut) die "Phase 2 und 3" uebernommen. Die Europaer muessen dann noch Verzugsstrafe zahlen, weil "Phase 2" vor "Phase 1" fertiggestellt sein wird.
Diese Strafe wird aber dann ueber die Steuern abgedeckt, weil die betroffenen Firma sonst zu Entlassungen bzw. Schliesungen deutscher Standorte greifen muesste.
----
Toent das alles unrealistisch? Fuer mich nicht!
Die Spanier werden mit der geforderten Qualitaet Probleme haben, die Franzosen -nach separaten Verhandlungen mit den Algeriern- werden nicht das abgemachte Produkt sondern etwas anderes liefern. Ist zwar veraltet aber passt dann nicht mit dem Equipment der Italiener, welches nach Libyen haettegeliefert werden sollen zusammen. Haette - denn bei den Italienern ist irgendwie das Programm durcheinandergekommen, nachdem die den Firmen zugeteilten Gelder zum grossen Teil 'verschwunden'waren...
...und waehrend sich die Europaer noch stritten, hat eine Chinesiche Firma (ein ehemaliger Partner einer Deutschen Firma, von denen ufgebaut) die "Phase 2 und 3" uebernommen. Die Europaer muessen dann noch Verzugsstrafe zahlen, weil "Phase 2" vor "Phase 1" fertiggestellt sein wird.
Diese Strafe wird aber dann ueber die Steuern abgedeckt, weil die betroffenen Firma sonst zu Entlassungen bzw. Schliesungen deutscher Standorte greifen muesste.
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Toent das alles unrealistisch? Fuer mich nicht!
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Gerhard Göttler
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- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Hi Kuno,
dass es überall bei großen Projekten hakt, ist doch eigentlich klar, und dort vor Ort nicht anders als hier in europäischen Landen. Und zu wenig menschenwürdigen Bedingungen arbeitet auch hier der eine oder andere Handlanger, seis auf Baustellen oder in der Landwirtschaft. Und geschmiert wird auch immer und überall und auch abkassiert. Und überall auch gibts Probleme mit Verteuerung, Material, das den Erwartungen nicht entspricht ...
Aber Öl und Gas kommt dennoch aus Nordafrika nach Europa - und genau dieses sollte möglichst etwas eingeschränkt werden. Die fossilen Brennstoffe sollten im Boden bleiben und aus dieser Erkenntnis heraus kann es eigentlich nie zu früh sein, mit der Erstellung großer (oder meinethalben auch größerer) Solaranlagen zu beginnen. Und dies auch dort, wo es sich am ehesten lohnt - und das sind dann halt die von der Sonne verwöhnten Länder.
Der Gerhard
dass es überall bei großen Projekten hakt, ist doch eigentlich klar, und dort vor Ort nicht anders als hier in europäischen Landen. Und zu wenig menschenwürdigen Bedingungen arbeitet auch hier der eine oder andere Handlanger, seis auf Baustellen oder in der Landwirtschaft. Und geschmiert wird auch immer und überall und auch abkassiert. Und überall auch gibts Probleme mit Verteuerung, Material, das den Erwartungen nicht entspricht ...
Aber Öl und Gas kommt dennoch aus Nordafrika nach Europa - und genau dieses sollte möglichst etwas eingeschränkt werden. Die fossilen Brennstoffe sollten im Boden bleiben und aus dieser Erkenntnis heraus kann es eigentlich nie zu früh sein, mit der Erstellung großer (oder meinethalben auch größerer) Solaranlagen zu beginnen. Und dies auch dort, wo es sich am ehesten lohnt - und das sind dann halt die von der Sonne verwöhnten Länder.
Der Gerhard
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Kuno
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Gerhard, ich will ja nicht in Abrede stellen, dass es auch in D ein paar Handlanger gibt, die nicht optimal beschaeftigt sind. Aber du musst die Dimensionen gegenueberstellen um in diesem Falle zu erkennen, was wirklich die Realitaet ist.Gerhard Göttler hat geschrieben:dass es überall bei großen Projekten hakt, ist doch eigentlich klar, und dort vor Ort nicht anders als hier in europäischen Landen. Und zu wenig menschenwürdigen Bedingungen arbeitet auch hier der eine oder andere Handlanger, seis auf Baustellen oder in der Landwirtschaft. Und geschmiert wird auch immer und überall und auch abkassiert. Und überall auch gibts Probleme mit Verteuerung, Material, das den Erwartungen nicht entspricht ...
Dass man moeglichst rasch vom Oel wegkommen sollte bzw. es nicht mehr nur verbrennt ist in Ordnung. Nur vergisst man da einfach allzu gerne, dass die Oelfoerderlaender auf den 'Schnellen Dollar' aus sind und nicht unbedingt nachhaltig denken...
Das Projekt in der angedachten Groesse wird definitiv zum 'Rohrkrepierer' fuer Europa.
Entwicklungskosten und Engineering werdn von den Europaern bezahlt.
Subventionen ins Projekt werden von den Europaern bezaehlt.
Mehrkosten werden von den Europaern bezahlt.
Produktion findet im ausgelagerten Firmenstandort in Indien satt.
Installation wird durch Asiatische Arbeiter ausgefuehrt.
Phasen 2, 3 usw. werden von Aisatischen "Nachamungsfirmen" ausgefuehrt.
Nach der Fertigstellung haengt Europa wie schon beim Oel wiederum zu 100% von den Launen Aussereuropaeischer Staaten ab.
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Ein tolles Beispiel dafuer war ja dieser Supermagnetzug, den der Deutsche Staat finanziert hat...
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Ich tendiere da eher auf die Idee von Hans: Die Sonnenenergie in der eigenen Umgebung einfangen! Die Technologie ist ja in dieser Hinsicht eigentlich schon sehr weit!
Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Sorry, aber betrachtet die Debatte doch lieber mal unter der aktuellen politischen Grosswetterlage. AKW-Laufzeitverlängerung & bau neuer fossiler Kraftwerke sind die Fordeungen vor der Wahl. Vor Koppenhagen.
Natürlich können wir uns fragen, ob es nicht sinnvollere Alternativen zu diesem Mamutprojekt gibt. Und natürlich gibt es diese. Meine Freundin deckt ihren Gesamtbedarf mit einer eigenen Solarzelle und einer Gelbatterie. Schönes Beispiel - aber wir können nicht ein Gesetz erlassen, das jeden Hausbesitzer dazu zwingt sein Haus a) mit Kollektoren zu pflastern, b) kleine Windkrafträder auf der noch freien Fläche zu installieren und c) seinen Strombedarf soweit zu reduzieren, dass dieser von a) und b) gedeckt wird.
Hinter diesem Hintergrund stehen wir vor Koppenhagen, wo das Nachfolgeprotokoll zu Kyoto entschieden wird. Entweder wir stellen uns hin und sagen: AKWs und die Verfeuerung von fossilen Treibstoffen ist super, durch irrsinnige Neubauten kriegen wir das in Griff und stellen so sicher, dass die Nachfolgegenerationen keine negativen Auswirkungen zu befürchten haben. Oder wir sagen: AKWs und Fossile sind nicht so der Hit, ach wäre das schön, wenn jeder so ein Windrad in seinem Garten aufstellen würde und ausserdem noch Solarflächen aufbaut. Und super wäre noch, er würde eine Holzpalett-Blockkraftwerk in seinem Keller für alle betreiben. Wir machen das schon irgendwie mit dem gesellschaftlichen Konsenz und solange können die Energieproduzenten weiter Explorieren, buddeln und Geld scheffeln. Und wir natürlich über Chinas Verbrechen hinwegsehen, deren Abnehmer und Exportpartner wir sind. Oder aber wir sagen: Wir wollen weg von den grossen zentralen Kraftwerken und sicherstellen, dass dies auch machbar ist. Und dafür brauchen wir eine zentrale Lösung, denn der Konsenz alleine reicht bisher hier nicht.
Die Frage ist meiner Meinung nach also nicht, ob wer wieviel Geld wobei in die Tasche gesteckt bekommt. Kriegt dieser ja schon so. Oder ob es eine Bar in der Nähe der Arbeiter gibt. (Welche Institution ist zu erst da? Die Kaserne oder der Puff?). Die Fragen sind,
* ob es technisch möglich ist, Solarzellen zu bauen, die den Wetterbedingungen gewachsen sind.
* Ob es so viele Wolken in einer ariden Region gibt, dass Solarzellen trotzdem Strom liefern.
* Ob so viele Sandstürme auftreten, dass von dem Projekt irgendwas übrig bleibt.
* Und ob der Strom über die weite Distanz geliefert werden kann, bzw. was von dem Wirkungsgrad übrigbleibt.
Wenn an diesen Fragen ein tatsächlich begründeter Zweifel besteht, fände ich das sehr spannend für die Debatte.
Wo kommt das Uran her? Wo kommt Öl her? Wo kommt Kohle her? Beantwortet alles bereits der Artikel. Wohin fliesst somit ohne Ende volkswirtschaftliches Kapital? Welcher Ingenieur kriegt davon wieviel zusehen? Also können wir auch mal Kapital für Solarstrom in den Sand setzen. Die Gefahr dabei ist nur, dass wir nicht die von den großen Stromkonzernen gerne hinweggesehenen Abfälle (CO2 Emissionen, die evtl. Endlagerung von CO2 oder dem Uranabfall) nachdenken müssen. Über Sinnhaftigkeit und Finanzierung und Arbeitsplätzen zu streiten ist belanglos. Diese Debatte würde nur über die Frage hinwegtäuschen, ob es technisch und geopolitisch realisierbar ist.Kuno hat geschrieben:Entwicklungskosten und Engineering werdn von den Europaern bezahlt.
Subventionen ins Projekt werden von den Europaern bezaehlt.
Mehrkosten werden von den Europaern bezahlt.
Produktion findet im ausgelagerten Firmenstandort in Indien satt.
Installation wird durch Asiatische Arbeiter ausgefuehrt.
Natürlich können wir uns fragen, ob es nicht sinnvollere Alternativen zu diesem Mamutprojekt gibt. Und natürlich gibt es diese. Meine Freundin deckt ihren Gesamtbedarf mit einer eigenen Solarzelle und einer Gelbatterie. Schönes Beispiel - aber wir können nicht ein Gesetz erlassen, das jeden Hausbesitzer dazu zwingt sein Haus a) mit Kollektoren zu pflastern, b) kleine Windkrafträder auf der noch freien Fläche zu installieren und c) seinen Strombedarf soweit zu reduzieren, dass dieser von a) und b) gedeckt wird.
Hinter diesem Hintergrund stehen wir vor Koppenhagen, wo das Nachfolgeprotokoll zu Kyoto entschieden wird. Entweder wir stellen uns hin und sagen: AKWs und die Verfeuerung von fossilen Treibstoffen ist super, durch irrsinnige Neubauten kriegen wir das in Griff und stellen so sicher, dass die Nachfolgegenerationen keine negativen Auswirkungen zu befürchten haben. Oder wir sagen: AKWs und Fossile sind nicht so der Hit, ach wäre das schön, wenn jeder so ein Windrad in seinem Garten aufstellen würde und ausserdem noch Solarflächen aufbaut. Und super wäre noch, er würde eine Holzpalett-Blockkraftwerk in seinem Keller für alle betreiben. Wir machen das schon irgendwie mit dem gesellschaftlichen Konsenz und solange können die Energieproduzenten weiter Explorieren, buddeln und Geld scheffeln. Und wir natürlich über Chinas Verbrechen hinwegsehen, deren Abnehmer und Exportpartner wir sind. Oder aber wir sagen: Wir wollen weg von den grossen zentralen Kraftwerken und sicherstellen, dass dies auch machbar ist. Und dafür brauchen wir eine zentrale Lösung, denn der Konsenz alleine reicht bisher hier nicht.
Die Frage ist meiner Meinung nach also nicht, ob wer wieviel Geld wobei in die Tasche gesteckt bekommt. Kriegt dieser ja schon so. Oder ob es eine Bar in der Nähe der Arbeiter gibt. (Welche Institution ist zu erst da? Die Kaserne oder der Puff?). Die Fragen sind,
* ob es technisch möglich ist, Solarzellen zu bauen, die den Wetterbedingungen gewachsen sind.
* Ob es so viele Wolken in einer ariden Region gibt, dass Solarzellen trotzdem Strom liefern.
* Ob so viele Sandstürme auftreten, dass von dem Projekt irgendwas übrig bleibt.
* Und ob der Strom über die weite Distanz geliefert werden kann, bzw. was von dem Wirkungsgrad übrigbleibt.
Wenn an diesen Fragen ein tatsächlich begründeter Zweifel besteht, fände ich das sehr spannend für die Debatte.
Volvo C304 TGB 1314 (Forum: c303.de)
http://www.expedition-nachhaltige-entwicklung.de
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Heutige, kristaline Solarzellen mögen für das Desertec projekt tatsächlich nicht ideal sein.
Aber in den gedachten Dimsnsionen dürfte es sich eher um Solar-Thermische Kraftwerke handeln, glaube das auch bereits gelesen zu haben. Das ist simple, verfügbare, robuste Technik. Das trotzdem mit einem Wirkungsgrad von rund 16% +/-.
Die benötigte Kühlung ist denke ich der schwierigste Teil.
Ansonsten denke ich das Kuno mit dem geschilderten Ablauf eines solchen Projektes nicht falsch liegt.
Wer baut z.B. die Wasser Pipeline nach Tam? Asiaten.
"Angenehmer" Nebeneffekt mit dem sich Kinder in Algerien ihr Taschengeld aufbessern: ein erheblicher Bedarf an kleinen Haustieren zur Ergänzung des monotonen Speiseplans. Esel sind auch sehr gefragt.
Gruss, Yves
(1.8 kw Photovoltaik auf dem Dach)
Aber in den gedachten Dimsnsionen dürfte es sich eher um Solar-Thermische Kraftwerke handeln, glaube das auch bereits gelesen zu haben. Das ist simple, verfügbare, robuste Technik. Das trotzdem mit einem Wirkungsgrad von rund 16% +/-.
Die benötigte Kühlung ist denke ich der schwierigste Teil.
Ansonsten denke ich das Kuno mit dem geschilderten Ablauf eines solchen Projektes nicht falsch liegt.
Wer baut z.B. die Wasser Pipeline nach Tam? Asiaten.
"Angenehmer" Nebeneffekt mit dem sich Kinder in Algerien ihr Taschengeld aufbessern: ein erheblicher Bedarf an kleinen Haustieren zur Ergänzung des monotonen Speiseplans. Esel sind auch sehr gefragt.
Gruss, Yves
(1.8 kw Photovoltaik auf dem Dach)
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thomas.kremer
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- Wohnort: Aachen
Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
@Yves, Du liegst genau richtig:
Es handelt sich bei besagtem Projekt um solarthermische Kraftwerke und keine photovoltaischen Anlagen. Ich sehe das größte Problem für jedes einzelne Kraftwerk beim Kühlwasser. Meiner Einschätzung nach, wäre es nur in Küstennähe möglich die benötigten Kühlwassermengen zu "beschaffen".
Weiterhin halte ich es für schwer realisierbar ein Hochspannungsnetz (und nur dieses kann die enormen Entfernungen zwischen den geplantenKraftwerken und zum europäischem Verbundnetz "überbrücken") in der Region zu installieren, geschweige denn instandzuhalten.
Meiner Meinung nach, könnte man die Kraftwerke rund ums Mittelmeer bauen und vieleicht noch an der Atlantikküste (MA und RIM) und an das europäische Verbundnetz anschließen. Alles andere halte ich für bloße Utopie.
Es handelt sich bei besagtem Projekt um solarthermische Kraftwerke und keine photovoltaischen Anlagen. Ich sehe das größte Problem für jedes einzelne Kraftwerk beim Kühlwasser. Meiner Einschätzung nach, wäre es nur in Küstennähe möglich die benötigten Kühlwassermengen zu "beschaffen".
Weiterhin halte ich es für schwer realisierbar ein Hochspannungsnetz (und nur dieses kann die enormen Entfernungen zwischen den geplantenKraftwerken und zum europäischem Verbundnetz "überbrücken") in der Region zu installieren, geschweige denn instandzuhalten.
Meiner Meinung nach, könnte man die Kraftwerke rund ums Mittelmeer bauen und vieleicht noch an der Atlantikküste (MA und RIM) und an das europäische Verbundnetz anschließen. Alles andere halte ich für bloße Utopie.
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Hallo Ihr Antidesertecler!
Zu Euren technischen Bedenken kann ich nichts sagen - ich kenne mich da einfach nicht aus. Es ist mir aber ziemlich piepegal, ob die Anlagen von Chinesen oder Koreanern gebaut werden. Ob die dabei Know-How verwenden, das in Europa entwickelt und dann von denen abgekupfert wurde. Das Know-How bei Öl und Gas (und Wasser) kommt weitgehend aus den USA (sofern ich hier richtig informiert bin) und bei den fossilen Rohstoffen selbst sind wir von den arabisch-nordafrikanisch-russischen Ländern abhängig. Was also? Ziel ist doch nicht, diese Abhängigkeiten zu vermeiden (auch wenn man dies gerne als Nebeneffekt hätte), Ziel ist ein gobales: Es muss was fürs Klima getan werden! So lese ich dies gerade in einer Schweizer Zeitschrift (in einem etwas anderen Kontext): "Der Mensch ist zu einem geologischen Faktor geworden. Veänderungen, die sich über Jahrmillionen hinzogen, passieren in einem historisch überblickbaren Zeitraum." Und weiter: "Es kann jetzt nur noch darum gehen, mit allen Mitteln die Klimaerwärmung zu verlangsamen." (Die Weltwoche Nr. 21). Und das ist aus meiner Sicht der springende Punkt.
Technische Fragen? Ich denke, dass bei einem Stromtransport per Leitung nicht Hoch- sondern Niederspannung genutzt werden soll (versteh ich zwar nicht ganz, aber wenns die technisch richtigere Lösung ist). Leitungs-Verluste? Die Solar-Fläche entsprechend vergrößeren. Kühlprobleme? Die werden sich schon irgendwie in den Griff bekommen lassen. Angedacht ist doch auch die Umwandlung in Wasserstoff. Die dabei auftretenden Probleme sind mir teilweise geläufig. Aber auch hier werden sich technische Lösungen finden. Wie bei allen Dingen, mit denen irgend jemand Geld verdienen will.
Irgendwo habe ich auch mal gelesen, eine solare Stromerzeugung mit positiver Gesamtenergiebilanz (nach aktueller Rechnung) lasse sich in Europa nur dort realisieren, wo 1600 Irgendwas-Flächeneinstrahlungs-Watt vorhanden sind - und das gilt nur für die Hyeres-Inseln vor der südfranzösischen Küste. Ein bisschen wenig Fläche dort für einen wesentlichen Teil Strom im Netz! ;-))
Prodesertecler: Gerhard Göttler
(50 Watt Solar auf einem meiner Dächer; für mehr als LED-Licht reichts nicht!)
Zu Euren technischen Bedenken kann ich nichts sagen - ich kenne mich da einfach nicht aus. Es ist mir aber ziemlich piepegal, ob die Anlagen von Chinesen oder Koreanern gebaut werden. Ob die dabei Know-How verwenden, das in Europa entwickelt und dann von denen abgekupfert wurde. Das Know-How bei Öl und Gas (und Wasser) kommt weitgehend aus den USA (sofern ich hier richtig informiert bin) und bei den fossilen Rohstoffen selbst sind wir von den arabisch-nordafrikanisch-russischen Ländern abhängig. Was also? Ziel ist doch nicht, diese Abhängigkeiten zu vermeiden (auch wenn man dies gerne als Nebeneffekt hätte), Ziel ist ein gobales: Es muss was fürs Klima getan werden! So lese ich dies gerade in einer Schweizer Zeitschrift (in einem etwas anderen Kontext): "Der Mensch ist zu einem geologischen Faktor geworden. Veänderungen, die sich über Jahrmillionen hinzogen, passieren in einem historisch überblickbaren Zeitraum." Und weiter: "Es kann jetzt nur noch darum gehen, mit allen Mitteln die Klimaerwärmung zu verlangsamen." (Die Weltwoche Nr. 21). Und das ist aus meiner Sicht der springende Punkt.
Technische Fragen? Ich denke, dass bei einem Stromtransport per Leitung nicht Hoch- sondern Niederspannung genutzt werden soll (versteh ich zwar nicht ganz, aber wenns die technisch richtigere Lösung ist). Leitungs-Verluste? Die Solar-Fläche entsprechend vergrößeren. Kühlprobleme? Die werden sich schon irgendwie in den Griff bekommen lassen. Angedacht ist doch auch die Umwandlung in Wasserstoff. Die dabei auftretenden Probleme sind mir teilweise geläufig. Aber auch hier werden sich technische Lösungen finden. Wie bei allen Dingen, mit denen irgend jemand Geld verdienen will.
Irgendwo habe ich auch mal gelesen, eine solare Stromerzeugung mit positiver Gesamtenergiebilanz (nach aktueller Rechnung) lasse sich in Europa nur dort realisieren, wo 1600 Irgendwas-Flächeneinstrahlungs-Watt vorhanden sind - und das gilt nur für die Hyeres-Inseln vor der südfranzösischen Küste. Ein bisschen wenig Fläche dort für einen wesentlichen Teil Strom im Netz! ;-))
Prodesertecler: Gerhard Göttler
(50 Watt Solar auf einem meiner Dächer; für mehr als LED-Licht reichts nicht!)
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Kuno
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Waere es dir auch egal, wenn dein Reisefuehrer "Libyen" von mir kopiert und zu 25% billiger verkauft wuerde?Gerhard Göttler hat geschrieben:Es ist mir aber ziemlich piepegal, ob die Anlagen von Chinesen oder Koreanern gebaut werden. Ob die dabei Know-How verwenden, das in Europa entwickelt und dann von denen abgekupfert wurde.
Genau diese Abhaengigkeit soll mindestens reduziert werden. Ganz vermeiden laesst sie sich wohl nie. Je knapper die Energie (und Wasser) Reserven werden, desto mehr werden sie als politisches Druckmittel eingesetzt werden.Gerhard Göttler hat geschrieben:Ziel ist doch nicht, diese Abhängigkeiten zu vermeiden (auch wenn man dies gerne als Nebeneffekt hätte)
Das ist vielleicht das, was auch der "Verpackung" von DESERTEC steht. Das Ziel derer, die das Projekt promoten ist aber tatsaechlich das: Geld verdienen. Wenn es der Wirtschaft tatsachlich darum ginge, das Klima zu erhalten, dann wuerden sie zB. von sich aus Motoren auf den Markt bringen, die nicht nur gerade die minimalen Bedingungen in Bezug auf Umweltschuts erfuellen sondern viel besser waeren. Tun sie aber nicht.Gerhard Göttler hat geschrieben:Ziel ist ein gobales: Es muss was fürs Klima getan werden!
Sag ich ja.Gerhard Göttler hat geschrieben:Aber auch hier werden sich technische Lösungen finden. Wie bei allen Dingen, mit denen irgend jemand Geld verdienen will.
Da zitiere ich dich gleich selber:Gerhard Göttler hat geschrieben:Irgendwo habe ich auch mal gelesen, eine solare Stromerzeugung mit positiver Gesamtenergiebilanz (nach aktueller Rechnung) lasse sich in Europa nur dort realisieren, wo 1600 Irgendwas-Flächeneinstrahlungs-Watt vorhanden sind - und das gilt nur für die Hyeres-Inseln vor der südfranzösischen Küste. Ein bisschen wenig Fläche dort für einen wesentlichen Teil Strom im Netz!)
...wenn man genau soviel Aufwand in die Weiterentwicklung der Moeglichkeiten zur Nutzung der nichtfossilen Energiequellen setzen wuerde, wie man es fuer die fossilen Quellen tut, dann saehe die Situation in recht kurzer Zeit anders aus.Gerhard Göttler hat geschrieben:Aber auch hier werden sich technische Lösungen finden. Wie bei allen Dingen, mit denen irgend jemand Geld verdienen will.
Das wird man aber nicht machen, solange, das Oel & Gas weiterhin so billig verkauft wird.
Der Verbrauch wird aber in den kommenden Jahren stark ansteigen, da die Laender wie China, Indien etc. massiv mehr Oel verbrauchen werden. Der Preis wird wellenfoermig, tendentiell aber doch stetig ansteigen. Das Oel wird demzufolge in der Reserve immer weniger, schwieriger / aufwaendiger zu foerdern und somit fuer den Verbraucher teuerer - ergo werden die alternativen Energiequellen automatisch interessnter. Fuer die Politik, die wirtschaft und auch fuer den Verbraucher.
Zudem bin ich der Meinung, dass, wenn man die Abhaengigkeit von den Oelfoerderlaendern nicht gleich noch mit einer weiteren Abhaengigkeit erweitert sondern diese durch die Nutzung von Alternativen auf Europaeischem Boden reduziert, diese Laender ueber kurz oder lang vielleicht doch noch einmal zu einer nachhaltigen Entwicklung uebergehen koennten. Damit waere nicht nur dem Weltklima geholfen.
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Kuno
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Man muss ja auch die Abhozung der Waelder bedenken. Deshalb kein 'Raubdruck' von Goettler's Reisefuehrer "Libyen" sondern hier ueber das Internet:
Gratisdownload aller 'Goettlerrouten'
Gratisdownload aller 'Goettlerrouten'
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Hans Frommelt
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Nicht Hoch- oder Niederspannung, sondern DC oder AC
Guten Morgen Gerhard Göttler
Sie schreiben, dass sie sich in technischen Fragen nicht auskennen. Ein paar Sätze danach meinen Sie, dass man den Stromtransport wohl am besten mit Niederspannung bewerkstelligen soll. Ihr Vokabular zeigt da eindeutig, dass sie sich in der technischen Materie absolut nicht auskennen. Folglich wäre es angebrachter, wenn wir unsere Meinungen über Themen tauschen, wo man mitreden könnte.
Wenn wir in der Schweiz ein Elektrogerät kaufen, so muss man die Entsorgungsgebühr bereits im voraus bezahlen. Ist auch richtig so.
Beim DESERTEC Solarkraftwerk – Projekt suchte ich vergebens nach Hinweisen, was mit den Gestellen, Zellen, Reflektoren, Containern, etc. passiert, wenn die Anlagen so in etwa 30 Jahren ausgedient haben. Können wir dann die schwarzen, blanken Metallteile über Googel-Earth als grösste Industrieruine der Erde betrachten? Wir könnten natürlich bereits heute einen Fond schaffen für die vorgezogenen Entsorgungsgebühren. Dann kommt natürlich sofort die Folgefrage: Wer verwaltet die nächsten 30 Jahren die hunderte von Millionen Euro Entsorgungsgebühren. Vielleicht haben sie mir eine Antwort, nachdem sie eine Liaison mit der DESERTES und Greenpeace eingegangen sind.
Ein weiteres Thema, welches wir diskutieren könnten, wäre die Ornithologie. Greenpeace hat dieses Thema vollkommen ausgeblendet – vermutlich hängt diese Organisation heute nicht nur am Tropf der DESERTEC sondern auch an potentiellen Lieferanten von Solarkraftwerksteilen. Anders ist die totale Ausblendung der Ornithologie nicht erklärbar. Wie sehen sie dieses Thema. Bucht man dieses Thema einfach ab oder markiert neue Flugrouten für die Zugvögel? Sie haben mir sicherlich eine plausible Erklärung zur Thematik. Sie sehen, es gäbe für die Saharaspezialisten viele Themen, die man diskutieren sollte. Ob DC- oder AC-Stromübertragung ist beim vorliegendem Projekt eine wichtige Sache. Was besser ist, können wir getrost den zuständigen Ingenieuren überlassen, denn ein möglicher, schädlicher Einfluss auf die Umwelt, ob AC- oder DC-Übertragung, ist gering.
Bei der Diskussion über die Sinnhaftigkeit müssen wir nicht auf technische Ausdrücke zurückgreifen. Es ist in etwa derselbe Argumentationskatalog wie bei der Windnutzung, Atomnutzung, Grosswasser-Kraftwerksbau, etc.
Grüsse Frommelt Hans
Sie schreiben, dass sie sich in technischen Fragen nicht auskennen. Ein paar Sätze danach meinen Sie, dass man den Stromtransport wohl am besten mit Niederspannung bewerkstelligen soll. Ihr Vokabular zeigt da eindeutig, dass sie sich in der technischen Materie absolut nicht auskennen. Folglich wäre es angebrachter, wenn wir unsere Meinungen über Themen tauschen, wo man mitreden könnte.
Wenn wir in der Schweiz ein Elektrogerät kaufen, so muss man die Entsorgungsgebühr bereits im voraus bezahlen. Ist auch richtig so.
Beim DESERTEC Solarkraftwerk – Projekt suchte ich vergebens nach Hinweisen, was mit den Gestellen, Zellen, Reflektoren, Containern, etc. passiert, wenn die Anlagen so in etwa 30 Jahren ausgedient haben. Können wir dann die schwarzen, blanken Metallteile über Googel-Earth als grösste Industrieruine der Erde betrachten? Wir könnten natürlich bereits heute einen Fond schaffen für die vorgezogenen Entsorgungsgebühren. Dann kommt natürlich sofort die Folgefrage: Wer verwaltet die nächsten 30 Jahren die hunderte von Millionen Euro Entsorgungsgebühren. Vielleicht haben sie mir eine Antwort, nachdem sie eine Liaison mit der DESERTES und Greenpeace eingegangen sind.
Ein weiteres Thema, welches wir diskutieren könnten, wäre die Ornithologie. Greenpeace hat dieses Thema vollkommen ausgeblendet – vermutlich hängt diese Organisation heute nicht nur am Tropf der DESERTEC sondern auch an potentiellen Lieferanten von Solarkraftwerksteilen. Anders ist die totale Ausblendung der Ornithologie nicht erklärbar. Wie sehen sie dieses Thema. Bucht man dieses Thema einfach ab oder markiert neue Flugrouten für die Zugvögel? Sie haben mir sicherlich eine plausible Erklärung zur Thematik. Sie sehen, es gäbe für die Saharaspezialisten viele Themen, die man diskutieren sollte. Ob DC- oder AC-Stromübertragung ist beim vorliegendem Projekt eine wichtige Sache. Was besser ist, können wir getrost den zuständigen Ingenieuren überlassen, denn ein möglicher, schädlicher Einfluss auf die Umwelt, ob AC- oder DC-Übertragung, ist gering.
Bei der Diskussion über die Sinnhaftigkeit müssen wir nicht auf technische Ausdrücke zurückgreifen. Es ist in etwa derselbe Argumentationskatalog wie bei der Windnutzung, Atomnutzung, Grosswasser-Kraftwerksbau, etc.
Grüsse Frommelt Hans
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Guten Morgen auch, Herr Frommelt,
ja klar, ich schreibe, dass ich mich da nicht auskenne und nenne dann Beispiele, die von den Planern den Gegnern entgegengehalten werden - z.B. Nieder- statt Hochspannung. Aber da ist es halt wie mit fast allem in diesem Themen-Bereich: Wer ist "Kenner" und wer äußert nur eine "Meinung"? Ich bin beileibe kein Kenner der Klimaentwicklung, meine aber dennoch, dass in Anbetracht von dem, was hierzu zu lesen ist, einfach gehandelt werden m u s s .
Vogelzug: Das hatte ich tatsächlich noch nicht bedacht. Eine gute Lösung fällt mir hierzu nicht ein, aber Zug-Routen sollten natürlich vermieden werden. Wie stellen sich denn diese Probleme in anderen Solar-Parks dar?
Auch bin ich der Meinung, dass man sich nicht die gesamte Sahara in endlosen Flächen von Solarzellen zugepflastert vorstellen darf. Das werden vermutlich regionale Parks sein, die untereinander mittels Leitungen verbunden sind. Und wie gesagt: Ein Band am besten in West-Ost-Ausdehnung. In den Achtziger Jahren war ich mal mit dem damaligen Leiter des Freiburger Planungsamtes in der Sahara unterwegs. Der hatte solche Gedanken schon damals geäußert. Auf meine Einwendungen, hinsichtlich Übertragungsverlust, meinte er nur: Macht man das Feld halt ein paar Meter größer.
Und Kuno: Meinethalben darfst Du den "Göttler" gerne unter Preis verkaufen. Wie der Verlag reagieren wird - keine Ahnung. Dein Link funktioniert bei mir leider nicht. Vielleicht mach ich ja was falsch.
Mein Standpunkt ganz knapp: Wo immer sinnvoll und möglich, fossile Energie durch regenerative ersetzen. Und dies so schnell wie möglich.
Ich hoffe auf Verständnis, dass ich mich hiermit aus diesem Thema ausklinke. Ist nicht eigentlich meines und kostet mich zu viel Zeit. Danke.
Gerhard Göttler
ja klar, ich schreibe, dass ich mich da nicht auskenne und nenne dann Beispiele, die von den Planern den Gegnern entgegengehalten werden - z.B. Nieder- statt Hochspannung. Aber da ist es halt wie mit fast allem in diesem Themen-Bereich: Wer ist "Kenner" und wer äußert nur eine "Meinung"? Ich bin beileibe kein Kenner der Klimaentwicklung, meine aber dennoch, dass in Anbetracht von dem, was hierzu zu lesen ist, einfach gehandelt werden m u s s .
Vogelzug: Das hatte ich tatsächlich noch nicht bedacht. Eine gute Lösung fällt mir hierzu nicht ein, aber Zug-Routen sollten natürlich vermieden werden. Wie stellen sich denn diese Probleme in anderen Solar-Parks dar?
Auch bin ich der Meinung, dass man sich nicht die gesamte Sahara in endlosen Flächen von Solarzellen zugepflastert vorstellen darf. Das werden vermutlich regionale Parks sein, die untereinander mittels Leitungen verbunden sind. Und wie gesagt: Ein Band am besten in West-Ost-Ausdehnung. In den Achtziger Jahren war ich mal mit dem damaligen Leiter des Freiburger Planungsamtes in der Sahara unterwegs. Der hatte solche Gedanken schon damals geäußert. Auf meine Einwendungen, hinsichtlich Übertragungsverlust, meinte er nur: Macht man das Feld halt ein paar Meter größer.
Und Kuno: Meinethalben darfst Du den "Göttler" gerne unter Preis verkaufen. Wie der Verlag reagieren wird - keine Ahnung. Dein Link funktioniert bei mir leider nicht. Vielleicht mach ich ja was falsch.
Mein Standpunkt ganz knapp: Wo immer sinnvoll und möglich, fossile Energie durch regenerative ersetzen. Und dies so schnell wie möglich.
Ich hoffe auf Verständnis, dass ich mich hiermit aus diesem Thema ausklinke. Ist nicht eigentlich meines und kostet mich zu viel Zeit. Danke.
Gerhard Göttler
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schu achbar ?
Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?
Interessanter Thread...
Leider hab ich keine Elektriker u. Anlagenbauerkompetenz, deshalb halte ich mich da raus.
Über diesen Wunsch /diese Absicht kann ich mich aber sehr wundern:
Das Öl solle besser im Boden bleiben...
Es ist doch eher realistisch, dass es bis zum letzten Tropfen rausgeholt wird. Warum auch nicht, wenn man es für Hochwertigeres , als für`s
Verbrennen benutzt, zB zur Kunststoffherstellung.
Zur Energiegewinnung ist es tatsächlich zu Schade.
Und das ist für mich auch der eigentliche Grund, warum man alternative
Energien oder , je nach Geschmack, Kernkraft nutzen sollte.
Aber interessanterweise wird von eigentlich Jedem und Jeder das
Argument des Treibhauseffektes gebracht.
Leider bin ich kein Naturwissenschaftler im betreffenden Fachbereich.
Es ist mir jedoch nicht entgangen, dass es zahlreiche Wissenschaftler gibt, die den Erkenntnissen des Klimarates widersprechen u. den Anstieg der
CO 2 Konzentration als nicht ursächlich für den Klimawandel betrachten.
Interessanterweise wird dieser Fraktion in den Massenmedien kein Platz eingeräumt, statdessen eine Art Ersatzreligion geschaffen, mit denen schon die Grundschüler indoktriniert werden.
Ich bin nicht kompetent, um zu entscheiden was richtig ist.
Mich wundert nur, dass eine wirklich offene Debatte mit anschliesendem Ergebnis u. Schlussfolgerungen von der Politik anscheinend nicht
gewünscht wird.
Leider hab ich keine Elektriker u. Anlagenbauerkompetenz, deshalb halte ich mich da raus.
Über diesen Wunsch /diese Absicht kann ich mich aber sehr wundern:
Das Öl solle besser im Boden bleiben...
Es ist doch eher realistisch, dass es bis zum letzten Tropfen rausgeholt wird. Warum auch nicht, wenn man es für Hochwertigeres , als für`s
Verbrennen benutzt, zB zur Kunststoffherstellung.
Zur Energiegewinnung ist es tatsächlich zu Schade.
Und das ist für mich auch der eigentliche Grund, warum man alternative
Energien oder , je nach Geschmack, Kernkraft nutzen sollte.
Aber interessanterweise wird von eigentlich Jedem und Jeder das
Argument des Treibhauseffektes gebracht.
Leider bin ich kein Naturwissenschaftler im betreffenden Fachbereich.
Es ist mir jedoch nicht entgangen, dass es zahlreiche Wissenschaftler gibt, die den Erkenntnissen des Klimarates widersprechen u. den Anstieg der
CO 2 Konzentration als nicht ursächlich für den Klimawandel betrachten.
Interessanterweise wird dieser Fraktion in den Massenmedien kein Platz eingeräumt, statdessen eine Art Ersatzreligion geschaffen, mit denen schon die Grundschüler indoktriniert werden.
Ich bin nicht kompetent, um zu entscheiden was richtig ist.
Mich wundert nur, dass eine wirklich offene Debatte mit anschliesendem Ergebnis u. Schlussfolgerungen von der Politik anscheinend nicht
gewünscht wird.
-
Hans Frommelt
- Beiträge: 202
- Registriert: So 29. Mär 2009, 11:58
Sahara ist bei G.G. nur ein Konsumgut
Nochmals Guten Morgen
Sie machen es sich einfach, wenn es um Antworten zur Ornithologie, Rückbau der ausgedienten Solarkraftwerke, allg. Umweltschutz geht, hauen sie einfach ab und wollen schweigen.
Sie schreiben, dass sie kein Kenner der Klimaentwicklung sind. Das nehme ich ihnen nicht ab.
Bereits vor ca. 30 Jahren warnten wenige vor dem Abschmelzen der Eisflächen am Nordpol mit den Folgen für die Küstenregionen. Es waren nicht Leute, welche allabendliche vor der Klotze oder ihre Freizeit auf den Tribünen verbrachten (Jedem das sein und jeder soll nach seinem Gusto glücklich werden) . Es waren Leute, welche sich auf Grönland, Spitzbergen, im Norden von Canada herumtollten. Meinen sie, Klimaentwicklung bzw. Klimaveränderung macht vor der Sahara halt und lässt den Sand in Ruhe dort liegen wo er die vergangenen hunderte von Jahre, wenn nicht tausende von Jahre, war? Auch die Sandregime werden sich verändern, so wie das Eis im Meer und auf den Gletschern wegschmilzt.
Bei den Gletschern waren es nicht die Seilbahntouristen, welche auf das Wegschmelzen der Gletscher, auf das Auftauen des Permafrostes aufmerksam machten, sondern sensibilisierte Berggänger.
Und nun denke ich, dass die Saharafahrer in solchen Beziehungen eine wichtige Aufgabe hätten und auf die möglichen oder drohenden Veränderungen aufmerksam machen sollten. Das wäre eine tolle Aufgaben für das Wüstenschiff und Desert-Info. Solches kann man nicht Messen in einem Labor des Freiburger Frauenhoferinstitutes. Solches muss zusammengetragen werden von uns Saharafans. Und da wollen sie kneifen! Schaden, denn ich denke, dass sie da manche Aussage von anderen Saharafans, auch meine, in ein richtiges Licht stellen könnten. Solches nennt man Meinungsfindung (Es gäbe auch andere Synonimbegriffe dazu). Schade, dass sie bei dieser Thematik kneifen wollen. Scheinbar ist bei ihnen die Sahara nur ein Konsumgut.
Grüsse Frommelt Hans
Sie machen es sich einfach, wenn es um Antworten zur Ornithologie, Rückbau der ausgedienten Solarkraftwerke, allg. Umweltschutz geht, hauen sie einfach ab und wollen schweigen.
Sie schreiben, dass sie kein Kenner der Klimaentwicklung sind. Das nehme ich ihnen nicht ab.
Bereits vor ca. 30 Jahren warnten wenige vor dem Abschmelzen der Eisflächen am Nordpol mit den Folgen für die Küstenregionen. Es waren nicht Leute, welche allabendliche vor der Klotze oder ihre Freizeit auf den Tribünen verbrachten (Jedem das sein und jeder soll nach seinem Gusto glücklich werden) . Es waren Leute, welche sich auf Grönland, Spitzbergen, im Norden von Canada herumtollten. Meinen sie, Klimaentwicklung bzw. Klimaveränderung macht vor der Sahara halt und lässt den Sand in Ruhe dort liegen wo er die vergangenen hunderte von Jahre, wenn nicht tausende von Jahre, war? Auch die Sandregime werden sich verändern, so wie das Eis im Meer und auf den Gletschern wegschmilzt.
Bei den Gletschern waren es nicht die Seilbahntouristen, welche auf das Wegschmelzen der Gletscher, auf das Auftauen des Permafrostes aufmerksam machten, sondern sensibilisierte Berggänger.
Und nun denke ich, dass die Saharafahrer in solchen Beziehungen eine wichtige Aufgabe hätten und auf die möglichen oder drohenden Veränderungen aufmerksam machen sollten. Das wäre eine tolle Aufgaben für das Wüstenschiff und Desert-Info. Solches kann man nicht Messen in einem Labor des Freiburger Frauenhoferinstitutes. Solches muss zusammengetragen werden von uns Saharafans. Und da wollen sie kneifen! Schaden, denn ich denke, dass sie da manche Aussage von anderen Saharafans, auch meine, in ein richtiges Licht stellen könnten. Solches nennt man Meinungsfindung (Es gäbe auch andere Synonimbegriffe dazu). Schade, dass sie bei dieser Thematik kneifen wollen. Scheinbar ist bei ihnen die Sahara nur ein Konsumgut.
Grüsse Frommelt Hans



