Genozid - Völkermord in Ruanda

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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25 Jahre nach dem Genozid in Ruanda

Beitrag von Birgitt »

Auf den Spuren des Völkermords in Ruanda. In einer ehemaligen Schule liegen 800 Leichen. Sie dienen als Beweis für das Geschehene. Nun will man sie identifizieren – mit deutscher Hilfe ...
Der süßliche Geruch von Verwesung hängt noch immer in der Luft – 25 Jahre nach dem Massenschlachten. Rund 800 mumifizierte Leichen liegen aufgebahrt in den Klassenzimmern und Schlafsälen der ehemaligen technischen Sekundarschule von Murambi. Viele davon sind Kinder. Die Völkermord-Gedenkstätte im Südwesten Ruandas ist bis heute eine der bedrückendsten Erinnerungsorte in dem kleinen Land im Herzen Afrikas, in dem vor 25 Jahren über eine Million Menschen ermordet worden waren, die meisten davon Tutsi. Murambi ist mehr als nur eine Gedenkstätte. Es ist der einzige Ort, in dem mumifizierte Leichen aufgebahrt sind.
25 Jahre nach dem Genozid in Ruanda - Auf den Spuren eines Völkermords
03.04.2019 - taz

Grüne und Linke verlangen eine Untersuchung der Rolle Deutschlands in Ruanda beim Völkermord 1994. Die damalige Passivität sei unerforscht ...
Kern des Antrags „25 Jahre Völkermord in Ruanda – unabhängige historische Aufarbeitung in Deutschland“ ist die Forderung nach der Einrichtung einer „interdisziplinären historischen Kommission“, die alle deutschen Aktivitäten in Ruanda in den Jahren vor dem Völkermord untersucht. Die Kommission soll „umfassenden Zugang zu den Archiven“ erhalten und bis 2021 Bericht erstatten.
25 Jahre nach Völkermord in Ruanda - Deutsche Rolle unaufgeklärt
03.04.2019 - taz

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Ruandas Nachbarschaftskrise: Geprägt vom Völkermord-Erbe

Beitrag von Birgitt »

Der Völkermord von 1994 beeinflusst Ruandas Verhältnis zu den Nachbarländern bis heute. Auch nach 25 Jahren spielen ethische Kategorien und alte Verbindungen in der Region noch immer eine wichtige Rolle ...
Ugandas Präsident Yoweri Museveni und Ruandas Paul Kagame waren einst Vertraute. Kagame war eine Schlüsselfigur in der Rebellenorganisation und heutigen Regierungspartei Ruandas "Rwandan Patriotic Front" (RPF), die Museveni 1986 zur Machtübernahme verhalf. Sie war aus Musevenis "National Resistance Movement" (NRM) hervorgegangen. Als die RPF-Rebellen 1994 in Ruanda einmarschierten, den Völkermord stoppten und Paul Kagames Weg an die Spitze des Landes ebneten, erhielten sie aktive Unterstützung von Uganda. Seither haben sich die Beziehungen zwischen den früheren Kampfgenossen verschlechtert. "Präsident Museveni und seine Generäle glauben, die Regierung in Ruanda schulde ihnen etwas" [...] Museveni ist nicht die einzige afrikanische Führungsperson, die mit Kagame im Streit liegt. Auch die politischen Spannungen zwischen Ruanda und dem südlichen Nachbarstaat Burundi sind gewachsen.
Ruandas Nachbarschaftskrise: Geprägt vom Völkermord-Erbe
03.04.2019 - DW World

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Ruanda | Völkermord an den Tutsi - Macrons blinder Fleck

Beitrag von Birgitt »

Ruanda begeht den 25. Jahrestag des Völkermords an den Tutsi – allerdings ohne Macron. Er sagte wegen "Terminschwierigkeiten" ab. Macron will Frankreichs Mitschuld weiterhin nicht einsehen ...
Seit Jahrzehnten wird darüber gestritten, ob Frankreich durch seine massive militärische Unterstützung für Ruandas damalige Armee den Aufbau der Mordmaschinerie ermöglicht hatte, die ab dem Abend des 6. April 1994 in Aktion trat [...] Besonders umstritten: die französische Militärintervention „Opération Turquoise“ ab dem 22. Juni 1994, nach Monaten der internationalen Untätigkeit angesichts der Massaker in Ruanda. Da besetzte Frankreichs Armee den Südwesten Ruandas, während im Rest des Landes die Tutsi-Rebellenarmee RPF (Ruandische Patriotische Front) gegen das Völkermordregime auf dem Vormarsch war. Offiziell war dies eine „humanitäre Intervention“, um dem Morden ein Ende zu setzen. Tatsächlich schützte der französische Einsatz Hutu-Völkermordtäter vor vorrückenden Tutsi-Kämpfern und ermöglichte ihnen den geordneten Rückzug in das benachbarte Zaire, heute Demokratische Republik Kongo. Dort wurden sie weiter mit Waffen ausgerüstet.
Völkermord an den Tutsi - Macrons blinder Fleck
06.04.2019 - taz

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Genozid | Völkermord in Ruanda - Überlebende erinnern sich

Beitrag von Birgitt »

Akribisch war der Völkermord in Ruanda vorbereitet worden, am Ende waren fast eine Million Menschen tot. Auch heute, am 25. Jahrestag, zeigt sich: Das Land tut sich schwer mit der Aufarbeitung des Genozids. Überlebende erinnern sich ...
Alphonse Habimana. Er war fünf Jahre alt, als die Mörder kamen [...] "...Meine Mutter hat versucht, ihnen zu sagen, sie sei Hutu. Aber sie sagten: 'Sei still, wir wissen, dass du Tutsi bist'. Dann haben sie ihr den Kopf mit einer Machete abgeschlagen. Meinen kleinen Bruder, den sie auf dem Rücken trug, haben sie an der Wand zerschmettert.". Der fünfjährige Alphonse konnte schwer verletzt fliehen. Sein Vater starb kurz nach dem Genozid an gesundheitlichen Folgen. Wie so viele andere wuchs Alphonse als Waise auf.
Völkermord in Ruanda vor 25 Jahren - "Es war wie das Ende der Welt"
07.04.2019 - tagesschau

Auch Rene Mugiraneza hat den Genozid als Kind erlebt. Er erzählt Aljazeera seine Geschichte ...



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Genozid - Völkermord in Ruanda | Urteil gegen Fabien Neetse

Beitrag von Birgitt »

Ein belgisches Gericht verurteilt den ehemaligen Direktor der ruandischen Kaffeebehörde, Fabien Neetse. Es ist das erste Völkermordurteil Belgiens ...
Neretse organisierte laut Gericht die Ermordung seiner Tutsi-Nachbarn in Kigali und finanzierte den Aufbau von Milizen. Er floh später nach Frankreich, aber überlebende belgische Angehörige seiner Opfer spürten ihn auf und erwirkten Anklage gegen ihn. Vor Gericht trat er als freier Mann auf und erklärte sich für unschuldig.
Urteil in Belgien zu Tutsi-Ermordung - Ruander wegen Völkermord verurteilt
20.12.2019 - taz

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Genozid - Völkermord in Ruanda | Félicien Kabuga gefasst

Beitrag von Birgitt »

Alexander hat geschrieben:
Di 13. Mai 2008, 19:15
Die Fahndung nach den Verantwortlichen für den Völkermord in Ruanda wird verlängert. Zu den Gesuchten gehört auch Félicien Kabuga, der im Radio zur Tötung aller Tutsi aufgerufen hatte ...
Félicien Kabuga ist gefasst. Gelebt hat der 84-Jährige unter falscher Identität in Asnières-sur-Seine in der Nähe von Paris. Dem Millionär wird vorgeworfen, den Genozid vor 26 Jahren finanziert und die Interahamwe-Milizen gegründet zu haben - die bewaffnete Gruppe, die hauptsächlich für den Völkermord an den Tutsi im Jahr 1994 verantwortlich gemacht wird ...

Mutmaßlicher Drahtzieher des Völkermords in Ruanda festgenommen
16.05.2020 - Spiegel

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Ruanda | "Hotel Ruanda"-Held Paul Rusesabagina festgenommen

Beitrag von Birgitt »

Paul Rusesabagina wurde international als Held gefeiert, weil er vielen Menschen in Ruanda das Leben gerettet haben soll. Sein Leben war sogar Stoff für einen Hollywood-Film. Jetzt wird ihm Terrorismus vorgeworfen ...

Terrorverdacht: "Hotel Ruanda"-Held festgenommen
31.08.2020 - tagesschau

Hotel Rwanda film hero Paul Rusesabagina held on terror charges
31.08.2020 - Aljazeera

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Terrorprozess in Ruanda: Filmheld oder Terrorist?

Beitrag von Birgitt »

In Ruanda steht die als Terrorgruppe eingestufte Rebellenarmee FLN vor Gericht. Prominentester Angeklagter: ihr Chef Paul Rusesabagina ...
Teile der Weltöffentlichkeit, vor allem in den USA, sehen in Rusesabagina ausschließlich den Filmhelden. Erst am 11. Februar nannte das EU-Parlament ihn in einer Resolution einen „international anerkannten Menschenrechtsaktivisten“ und erinnerte daran, wie es überhaupt dazu kommt, dass der seit 2000 in Belgien lebende Ruander jetzt in Ruanda vor Gericht steht: am 27. August 2020 stieg er in Dubai in ein Flugzeug, von dem er dachte, dass es nach Burundi fliege, nur um in Ruanda zu landen und nach der Ankunft festgenommen zu werden. „Gekidnappt und unrechtmäßig festgehalten“ nannte Rusesabagina das selbst am Mittwoch vor Gericht. Doch in Ruanda, wo eine Vereinnahmung des Völkermordes durch Hollywood gar nicht gut ankommt, ist Rusesabagina vor allem der Exiloppositionelle, der dem andauernden Kampf versprengter Völkermordtäter gegen Ruandas Regierung ein ziviles Gesicht gibt.
Terrorprozess in Ruanda: Filmheld oder Terrorist?
17.02.2021 - taz

Hotel Rwanda hero Paul Rusesabagina goes on trial in Kigali
17.02.2021 - Aljazeera

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Völkermord in Ruanda | Schwarzbuch Frankreich

Beitrag von Birgitt »

Wie tief war Frankreich in den Völkermord an Ruandas Tutsi 1994 verstrickt? Eine Historikerkommission enthüllt das Ausmaß der Kumpanei ...

Völkermord in Ruanda: Schwarzbuch Frankreich
28.03.2021 - taz

France was 'blind' to Rwanda genocide, French report says
26.03.2021 - BBC

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Achim Vogt
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Genozid - Völkermord in Ruanda | Tödliches Schweigen

Beitrag von Achim Vogt »

Heute jährt sich der Völkermord in Ruanda zum 30. Mal, genauer gesagt der Beginn des 100-tägigen Gemetzels. Noch ist vieles nicht aufgearbeitet, obwohl das "neue Ruanda" auch viele positive Entwicklungen durchgemacht hat. Unabhängig von allen Fragen nach Rechtsstaatlichkeit 30 Jahre nach dem Genozid, der rund 800.000 Menschen das Leben gekostet hat (es darf offiziell nur vom Völkermord "an den Tutsi" gesprochen werden, Gräueltaten der damaligen Befreier an Hutus werden in der öffentlichen Darstellung komplett ausgeblendet), stellt sich eben auch die Frage nach der Mitverantwortung des Auslands: der UN-Blauhelme, Frankreichs (siehe den vorherigen Post hier), der früheren Kolonialmacht Belgien - und Deutschlands!

Tödliches Schweigen - Doku über die Rolle Deutschlands und Frankreichs beim Genozid in Ruanda
(ARD Radiofeature, 7. April 2024)

Dieses sehr aufschlussreiche Feature fasst den Stand der Diskussion zusammen. Viele Elemente wurden auch in früheren Reportagen, zum Beispiel zum 20-jährigen Gedenken, verwendet:

Genozid im Giftschrank
(taz, April 2014)

In der Völkermord-Gedenkstätte in Kigali wird auch an andere Genozide erinnert. Deutschland ist zweimal vertreten, neben der NS-Zeit auch mit dem Völkermord an den Herero und Nama.
In der Völkermord-Gedenkstätte in Kigali wird auch an andere Genozide erinnert. Deutschland ist zweimal vertreten, neben der NS-Zeit auch mit dem Völkermord an den Herero und Nama.

Viele Grüße
Achim
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Genozid - Völkermord in Ruanda | Félicien Kabuga in Haft gestorben

Beitrag von Birgitt »

Birgitt hat geschrieben:
Sa 18. Jul 2020, 15:13
Félicien Kabuga ist gefasst. Gelebt hat der 84-Jährige unter falscher Identität in Asnières-sur-Seine in der Nähe von Paris ...
Nun ist Félicien Kabuga im Alter von 90 Jahren während seiner Haft in einem Krankenhaus in Den Haag gestorben. Vor drei Jahren wurde er wegen Demenz für verhandlungsunfähig erklärt. Einem Verfahren vor dem für Kriegsverbrechen in Ruanda normalerweise zuständigen Gerichtshof des IRMCT in Arusha, Tansania, hatte er sich zuvor erfolgreich entzogen mit Hinweis auf sein hohes Alter, seine schwache Gesundheit und die Corona-Pandemie ...

Geldgeber des Genozids in Ruanda in Haft gestorben
16.05.2026 - n-tv

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