Kuno hat geschrieben:... und obwohl man da mittlerweile auch gut Oel fördert - ich zähle nicht zu denen, die gebetsmühlenhaft erklären und bestehen, dass es immer nur ums Oel geht
Wer behauptet, dass es nur ums Öl geht ? - in diesem Thread niemand.
Es gibt sicher noch andere Gründe - Spekulanten in London und an der Wallstreet könnten Dir auch ein paar nennen und die Aktienkurse von Rüstungsfirmen korrespondieren auffällig mit der Nachrichtenlage.
Verhaltensforscher wären sicher auch schnell in der Lage, das Verhalten "grosser Staatsmänner" und ganzer Nationen auf das Verhalten einer Pavianhorde vor ihrem Pavianbaum zu reduzieren. Worum es da geht ? - Ganz einfach - der mit dem großten A..... darf oben sitzen.
Wolfgang hat geschrieben: ........ Aber, Dir ist noch nicht mal klar was ich an Deinen Erklärungen hinterfrage
... komme jetzt bitte nicht mit deinem Hinweis auf Analogie vs. Kausalität. Das ist nun doch etwas zu schwach, um darauf einzugehen.
Wolfgang hat geschrieben:Im Ernst: Ich würde Dich genau so aufs Korn nehmen
Solltest Du vielleicht weniger „Leute aufs Korn nehmen“ oder weniger dich darauf konzentrieren, Gedanken anderer zu hinterfragen, sondern eher selbst ein paar Gedanken entwickeln ? Sag´ mal, bist du Journalist ?
Wolfgang hat geschrieben:Du hast mich weiter oben mal gefragt was ich denn denke, was in der Ukraine gerade passiert und wer daran "schuld" ist.
Nein, hab´ ich nicht. Wenn ich unterstellte, du wüsstest mehr als andere, würde ich dich vielleicht fragen WAS passiert ist - und die Frage „wer daran Schuld ist“ wäre mir in der Formulierung zu banal, also etwas mehr Trennschärfe bitte .....
Kuno hat geschrieben:... und obwohl man da mittlerweile auch gut Oel fördert - ich zähle nicht zu denen, die gebetsmühlenhaft erklären und bestehen, dass es immer nur ums Oel geht
Wer behauptet, dass es nur ums Öl geht ? - in diesem Thread niemand.
Lieber Lothar - entweder gibt es hier zwei Lothare, die schreiben oder der eine von denen hat ein etwas eingeschränktes Erinnerungsvermögen, welches keine 48 Stunden weit zurückreicht.
Also, zuerst den Schwamm leicht anfeuchten und dann zur Auffrischung einfach mal das lesen:
Lothar hat geschrieben:Ja, so sieht es aus. Nun könnte man fragen, ob die Motive möglicherweise auch die gleichen sind. In Afrika ging es ja immer irgendwie um Rohstoffe, hauptsächlich Erddöl. Welche anderen Motive könnte es geben ?
Lothar
gleich kommt: "nur" ist etwas anderes als "hauptsächlich"
Meine persönliche Einschätzung zu den Gründen:
Bodenschätze: häufig, wobei die Russen fast alles selber haben und sich deshalb darauf beschränken können die anderen vom Zugang abzuhalten.
Durch die Chinesen werden, nicht nur in Afrika, die Karten neu gemischt.
Macht,
Einflussgebiete abstecken,
Militärbasen nutzen können,
dem anderen nichts gönnen: funktioniert immer und schon sehr lange. Egal welcher Staat.
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Macht,
Einflussgebiete abstecken,
Militärbasen nutzen können,
dem anderen nichts gönnen: funktioniert immer und schon sehr lange. Egal welcher Staat.
Eine Zutat gehört im Ukraine Konflikt noch dazu: Dummheit – das Gegenstück zum Masterplan.
Die politische und wirtschaftliche Unterstützung der Ukraine seitens Europa und den USA war in meinen Augen mehrfach kurz dran von Russland und der Ukraine als der berühm- berüchtigte Blankoscheck verstanden zu werden. Manchmal kommt mir die europäische Politik regelrecht berauscht von den Erfolgen der Bündnispolitik in Form der EU Integration ehemaliger Ostblockstaaten vor. Auch wenn der einigende Charakter solcher Bündnisse besonders auch Westeuropa lange Frieden geschenkt hat, ist man dennoch darauf angewiesen, dass Bündnismitglieder das nicht missbrauchen. Es sollte jetzt allen klar sein, dass eine „Westintegration“ der Ukraine möglicherweise im politischen das einbringt, was Griechenland im wirtschaftlichen Kontext bedeutet.
Auch wenn Russlands militärische Intervention nicht legitim ist, so ist sie doch logisch.
Ob der Putsch für Putin Anlass oder Grund war, sprich ob es wirklich als Bedrohung gesehen hat oder sich nur die Blöße aus innenpolitischen Gründen nicht geben konnte weiß niemand. Über das was tatsächlich in Köpfen vorgeht lasse ich lieber die Aluhüte spekulieren.
Was mir wirklich Sorgen macht ist neben der militärischen Konfrontation und der möglichen Ausweitung eine nicht zu unterschätzende Nebenwirkung der Sanktionen: Die zwangsweise wirtschaftliche Entflechtung mit Russland. Ich meine dabei nicht kurz- oder mittelfristige konjunkturelle Aspekte, sondern dass gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit und Verflechtung auch vor unnötigen Auseinandersetzungen schützt und so beiderseitige wirtschaftliche Vorteile aus der Hand zu geben.
Das Problem ist, dass man die Karte nur einmal spielen kann. Wenn die Abhängigkeiten mal reduziert sind ist auch die gegenseitige Beißhemmung längerfristig weg.
also wie jetzt - geht es hier um meine vermeintliche Gedächnisschwäche oder eher um deine offensichtliche Leseschwäche.
Wenn ich schreibe „hauptsächlich“, meine ich auch „hauptsächlich“. Wenn ich „immer nur" meine, schreibe ich „immer nur“ oder „ausschließlich“.
Möglicherweise geniesst man in deiner Wohngegend „wo andere Ferien machen“ ja gerne die „Leichtigkeit des Seins“, wofür ich durchaus Verständnis empfinde, beim geschriebenen Wort muss aber Schluss sein mit der „Leichtigkeit der Interpretation“.
Wir können gerne die Kriege in Afrika durchgehen - ich warte gerne auch noch eine Weile, bis du dich eingelesen hast, mit Angola hast du ja offensichtlich schon angefangen - und dann verstehst du hoffentlich, warum ich das Wort „HAUPTSÄCHLICH“ verwendet habe.
Also bitte etwas besser Lesen und Nachdenken, bevor du hier solche Sachen raushaust.
Wolfgang hat geschrieben:Eine Zutat gehört im Ukraine Konflikt noch dazu: Dummheit – das Gegenstück zum Masterplan.
Die politische und wirtschaftliche ........
na, da haben dem „Journalisten“ doch noch die Finger gejuckt ..................................... schön, schön, schön.
Darf ich deine Ausführungen zur Ukraine-Krise noch um ein paar belanglose Randnotizen ergänzen - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht - es geht um das gleiche Thema:
Lothar hat geschrieben:Wir können gerne die Kriege in Afrika durchgehen - ich warte gerne auch noch eine Weile, bis du dich eingelesen hast, mit Angola hast du ja offensichtlich schon angefangen
Danke für das sicher gut gemeinte Angebot, Lothar.
Ich möchte es allerdings zur Zeit lieber nicht in Anspruch nehmen.
Nichts für ungut.
Der ukrainischen Armee droht im Kampf gegen die Separatisten im Donbass ihre bislang schwerste Niederlage. Etwa 8000 Soldaten sollen in der strategisch wichtigen Kleinstadt Debalzewo eingekesselt sein. Die einzige bislang freie Straße aus der Stadt sei unter Dauerbeschuss, wie es in bislang nicht offiziell aus Kiew bestätigten Berichten heißt. mehr...
Für die Ukrainer stellt sich die Frage: ist die ukrainische Regierung nur inkompetent oder nimmt sie die Einkesselung ihrer Soldaten bewußt in kauf?
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Ich habe es schon vor ner Weile geschrieben, Putin wird nicht aufhören.
Seine Ziele hat er fast erreicht. Nach der dem Anschluß der Krim wird sich die Ostukraine abspalten. Es geht nur noch um das wie. Ob er dann Ruhe gibt? Wünschen würde ich es mir, dran glauben? Nein. Sämtliche Vereinbarungen hat er bisher gebrochen, warum sollte er jetzt damit anfangen? Der Westen wird einen hohen Preis für einen Waffenstillstand bezahlen, die Integrität eines souveränen Staates wird geopfert. Die Verhinderung eines Krieges wird dem Westen wichtiger sein. Bin mal gespannt, wie das in der Bevölkerung ankommt.
Putin hat das Pokerspiel um die Ukráine gewonnen, so einfach ist das. Seine Mittel waren gezinkte Karten und Vertragsbrüchigkeit. Die Naivität des Westens wurde hier ja schon mehrfach beklagt. Mal sehen, was sich Herr Putin als nächstes ausdenkt, um von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken. Noch geht sein Spiel auf. Darauf ausruhen wird er sich sicher nicht.
Joachim
Der Versuch der Natur sich ein denkendes Wesen zu leisten, muß als gescheitert angesehen werden.
Hallo Joachim,
das ist eine sehr einseitige Sichtweise der Dinge.
Man sollte die Rolle der USA und deren geostratigische Ziele in der Ukraine nicht aussen vor lassen. Die haben viel dafür getan, dass eine gwählte Regierung in Kiew gestürzt wurde und "zufällig" der Wunschkandidat der USA installiert wurde. Ohne diese vorgezogene "Nato-Osterweiterung" wäre die Krim heute vermutlich nicht russisch.
Man sollte auch die Rolle der EU nicht vergessen, die noch der alten Regierung in Kiew mit dem Assoziierungsabkommen quasi die Pistole auf die Brust gesetzt haben: Russland oder EU.
Putin ist ganz sicher kein lupenreiner Demokrat, ihn aber jetzt als durchgeknallten und größenwahnsinnigen Diktator darzustellen, der allein Schuld an allem Übel ist - das ist primitives Bildzeitungsniveau.
Herr Putin ist nicht größenwahnsinnig. Er hängt nur an der Macht, wie jeder andere Politiker auch. Die unterscheiden sich nur im Einsatz ihrer Mittel voneinander.
Wo steht was von nem größenwahnsinnigen Putin? Du hast meine Zeilen so interpretiert, geschrieben habe ich davon nix.
Der Westen hat geblufft und Herr Putin will sehen. So einfach ist das.
Die Rolle beider Parteien in dem Konflikt gefällt mir nicht. Völlig einseitig ist das nicht.
Joachim
Der Versuch der Natur sich ein denkendes Wesen zu leisten, muß als gescheitert angesehen werden.
Vielleicht noch ein Wort zum Einsatz Ihrer Mittel:
Da kommen die Russen in der gesamten Statistik der letzten 70 Jahre erheblich besser weg, als die USA.
USA: Zig Kriege und bewaffnete Konflikte, Korea, Vietnam, Irak, Kosovo ... usw. Drohnenkillerkommandos in aller Welt, die grad den Nachwuchs für ISIS generieren, Waffenlieferungen an zweifelhafte Adressen, nur weil die Empfänger momentan wirtschaftlich oder geostrategisch nutzen ... dagegen nehmen sich die Russen als Chorknaben aus, auch wenn die längst keine weiße Weste haben. Übrigens haben die USA nirgendwo blühende Landschaften mit "westlichen Werten" hinterlassen.
Bleibt zu hoffen, dass auf allen Seiten bei den Protagonisten ein Funke Verstand einsetzen möge, dass es zum Frieden keine Alternative gibt, dass auch Wirtschaftswachstum, Shareholdervalue und Großmachtsvisionen á la Zbigniew Brzezinski keinen Krieg auf der Welt rechtfertigen.
Waffenlieferungen an zweifelhafte Adressen, nur weil die Empfänger momentan wirtschaftlich oder geostrategisch nutzen ... dagegen nehmen sich die Russen als Chorknaben aus
Obwohl das alles jetzt alles – wie 70% des ganzen Freds - nix mit der Ukraine und der militärischen Intervention Russlands dort zu tun hat, muss ich mich noch mal kurz vergewissern, ob Dir klar ist aus welchen Fabriken die Waffen stammen mit denen ganz Nordafrika, Ostafrika und der Sahel aufgemischt werden?
Aber es ist müßig mit Leuten zu diskutieren, die mit aller Gewalt versuchen alle Konflikte in der Welt auf einen Nenner zu bringen. Da seid Ihr Amiphoben gedanklich nicht weiter als die paranoiden "Kommunistenjäger" der McCarthy-Ära, die hinter jeder sozialen Bewegung, jedem Humanisten, Künstler und jeder sozialen Errungenschaft die kommunistische Weltrevolution witterten. Diese Paranoiker gibt es zwar heute noch, aber sie geben nicht mehr den Ton an.
Übrigens haben die USA nirgendwo blühende Landschaften mit "westlichen Werten" hinterlassen.
Doch, und wir hocken gerade mitten in einer solchen drin, was Dir erlaubt Dich hier unbehelligt zu äußern. Das tragische daran ist, dass viele in den USA immer noch glauben das auf Länder des Nahen Ostens übertragen zu können und das eigene Sendungsbewusstsein teils unbewusst, teils aber bewusst und gewissensflexibel tatsächlich in den Dienst anderer Interessen stellen. So geschehen beim Überfall auf den Irak. Das jetzt blind auf die derzeitige Aministration zu übertragen zeugt von einer Fixierung die wahrscheinlich sogar noch der Welt des kalten Krieges entspringt.
Da kommen die Russen in der gesamten Statistik der letzten 70 Jahre erheblich besser weg.
Keiner der Kontrahenten ist der gleiche wie zuvor. Es ist auch Unsinn Stalins Schreckensherrschaft und das Russland Putins als Kontinuität in einen Tpof zu werfen (70Jahre). Es wäre vollkommen unsachlich Putin Millionen Opfer Stalins vorzuhalten. Wer so argumentieren mag, soll das tun, aber mich langweilt es.
Jeder Konflikt auf der Welt hat seine eigene Anatomie. Die einzige absolute Kontinuität – quasi fast unverrückbare physikalische Konstante - sind die Leute die zu jedem Konflikt mit dem gleichen Blabla daherkommen.