Tunesien bereisen - Rückkehrer berichten

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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reiseandrea
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von reiseandrea »

Hallo Zusammen
boah wenn dass hier so weiter geht ,rollen hier auch noch Köpfe!...Ganz blöder Scherz,tschuldigung!! :shock:
Aber mein Kopf raucht auf jeden Fall aufgrund der Fülle der Informationen! Danke vielmals dafür.Danke besonders Werner für Dein Angebot Euch dort besuchen zu kommen und für Deine Telefonnummer!! Es ist auf jeden Fall markiert wo Euer Camp ist und sollten wir uns trauen dann drohe ich hiermit unseren Besuch an :wink: Ich find es toll dass Du es so stehen lassen kannst und Dir den Urlaub (hoffentlich nicht) verderben lässt.
Super auch die ganzen Links ,ich weiss jetzt nur leider gar nicht mehr was tun.Ich kann irgendwo jeden verstehen der sich hier für oder gegen äussert.Ich bin wie geschrieben bestimmt kein Panicmacher sondern eher der Naseblutenderhaientgegenschwimmer aber in diesem Fall ,hab ich ein mulmiges Bauchgefühl...Wir werden uns noch genau überlegen was tun und wenn Wir zurück sind werde ich berichten wie es entweder in Tunesien od. äh viel.auf Texel war?!(was nicht heissen soll dass es auf Texel nicht schön ist!!!!!)
ganz herzliche grüsse erst mal und Danke
Andrea
Oyntzen
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Oyntzen »

Man darf sich nicht verrückt machen lassen und man sollte bei aller Vorsicht immer den gesunden Menschenverstand walten lassen. Tatsache ist - wie ich bisher noch in keinem anderen Land erlebt habe, dass sich die Leute dort sehr wohl um die Sicherheit der Touris kümmern. Z.B. Ostern 2012 mit Wohnwagen und Kind in Richtung Table de Jugurta unterwegs in der Dämmerung. Ca 15 km davor wurden wir an einer Straßenkreuzung von 3 Soldaten der Nationalgarde angehalten und wir durften im Dunkeln nicht weiterfahren. Es wurde noch ein Offizier hinzugerufen, der uns diese Entscheidung nochmal erklärte, nachdem unsere Pässe kontrolliert wurden. Alles ok, wir übernachteten am Straßenrand unter ständiger Bewachung. Vorher haben wir uns noch die Waffen und die Munition zeigen lassen, und einige Getränke übergeben. Am nächsten Tag fuhren wir auf einer Offroadstrecke weiter nach Süden, entlang der Algerischen Grenze. Auf halber Strecke, irgendwo zwischen Haidra und Bou Chebka kamen wir an einem anderen Posten der Nationalgarde nicht mehr weiter und nahmen die Asphaltstraße unter die Räder in Richtung Kasserine. Alles absolut in Ordnung. Nur im Oktober 2013 wurden wir in der Nähe von Mides gewarnt, dass einige Tage zuvor, einige Grenzsoldaten von algerischen Schmugglern abgemurkst wurden. Na ja, schnell Fotos gemacht und weiter geht die Fahrt ...dem Süden entgegen...Allerdings wurden unsere Kinder beim Kamelreiten in Ksar Ghilane abgezockt. Abends wurde trotzdem gefeiert und Silvesterraketen abgefeuert. Den Kamelen aus dem Dorf hat das nicht so gut gefallen. Wir waren zufrieden und fahren 2015 wieder hin. 8)
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen...
Kuno
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Kuno »

Doch, es hat sich etwas geändert.
Allerdings nicht absolut in der Anzahl der ermordeten Ausländer in "unseren Reisezielen".
Was anders ist ist doch ganz einfach der Umstand, dass die Drohung jetzt gegen Jeden (und wahrscheinlich Jede) in den Raum gestellt wurde. Man muss nicht mehr Amerikaner sein um angegriffen zu werden.

Die "Nemsa-Kleber" bieten keinen (eingebildeten) Schutz mehr und auch Leute, die T-Shirts mit dem Aufdruck "Free Palestine" tragen können nicht mehr damit rechnen, dass dies ausreicht, um davon zu kommen.

Panik ist allerdings nicht angesagt. Trotzdem sollten eventuell vorhanden alte Risikoabschätzungen vielleicht wieder einmal überarbeitet werden bevor man über's Mittelmeer fährt.
Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Wolfgang K »

Doch, es hat sich etwas geändert.
Was anders ist ist doch ganz einfach der Umstand, dass die Drohung jetzt gegen Jeden (und wahrscheinlich Jede) in den Raum gestellt wurde.

Die weltweiten Drohungen hat es vorher auch gegeben. Nur haben die gleichen Leute noch unter anderem Namen firmiert. (Wir reden hier von Tunesien!) Da es dort mit dem Kalifat bis dato nicht geklappt hat, wird das Land seit gut zwei Jahren ständig von AS & Co bedroht.
Was ich damit sagen möchte ist, dass es die bestimmte Gefahr schon vorher gegeben hat.
Eine weitere weltweite Drohung stellt aber nicht zwingend binnen 14 Tagen alle Realitäten in Tunesien auf dem Kopf.
Nur das möchte ich damit sagen.

Ich kann die Verunsicherung gut verstehen. Da ich selbst auf dem Sprung bin geht es mir ja nicht anders. Ich war zuletzt im April in Tunesien. Und ich würde nie schreiben, dass ich mich „sicher gefühlt“ habe, denn eine einzige komische Begegnung (auch ohne üble Folgen) könnte das Gefühl ändern. Wie nah man daran vorbei gerutscht weiß man ja nie.
Ich beobachte halt so gut es geht, ob es neuerdings eine Veränderung oder irgendwelche Anzeichen dafür gibt.

Grüße
Wolfgang
Ricca
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Ricca »

Doch, es hat sich etwas geändert.
Für mich hat sich etwas gravierend geändert. Früher war die Gefahr entführt zu werden auch existent, nur hatte man gute Chancen nach Lösegeldforderung wieder nach Hause entlassen zu werden.

Heute werden unrealistische Forderungen seitens der Entführer gestellt die mit Sicherheit nicht erfüllt werden und das wars dann.
Und das hat nichts damit zu tun was die Einheimischen erzählen und wie Land und Leute sind. Man muss nur zur falschen Zeit am falschen Ort sein.

Herzliche Grüße
Ricca
Erisch
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Erisch »

landcruiser. hat geschrieben:Erich, deine "Erfahrungen" sind Vergangenheit, begreif das mal langsam. Es hat sich in den letzten Wochen einiges verändert.
Und wenn du was zum buschtaxi zu sagen hast, dann bitte dort.
Sehr geehrter Herr Landcruiser
Als Spitzenreiter meiner Ignorierliste im BTF und neurotischer Verfolger in mehreren Foren, ist jetzt mal wieder das Maß voll.
Deswegen sage ich nochmal: Lass mich in Ruhe und befriedige Deine Neurosen anderswo.
Wenn Du ein unausgeglichenes Leben hast, musst Du Dich nicht hier und an mir abarbeiten.
Ich bin wahrhaftig hier mit meiner Meinung und Einschätzung nicht alleine - aber darauf kommt es ja auch beim Neurotiker nicht an, der ist getrieben davon andere immer in SEINE Auseinandersetzungen zu verwickeln.
H Ö R B I T T E A U F D A M I T
Schönen Gruß aus der Eifel

Erisch
(Rheinländer können kein "ch")

Toyota Hilux, GEOCAMPER Kabine
Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Wolfgang K »

Für mich hat sich etwas gravierend geändert. Früher war die Gefahr entführt zu werden auch existent, nur hatte man gute Chancen nach Lösegeldforderung wieder nach Hause entlassen zu werden.
Daher wohl die unterschiedliche Bewertung. Für mich ist eine Entführung schon der GAU, den ich nicht bereit bin in die Kalkulation mit auf zu nehmen. Daher ist die Kartoffelabschneideversion für mich nicht bedrohlicher sondern nur von Bedeutung ob es wahrscheinlicher eintritt oder nicht.

Grüße
Wolfgang
Zuletzt geändert von Wolfgang K am Di 30. Sep 2014, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
Kuno
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Kuno »

Ricca hat geschrieben:Für mich hat sich etwas gravierend geändert. Früher war die Gefahr entführt zu werden auch existent, nur hatte man gute Chancen nach Lösegeldforderung wieder nach Hause entlassen zu werden.
Gravierend?
Ich wage da doch zu widersprechen.
Schon lange befor IS in den Nachrichten war haben viele der Geiselnahmen mit der Ermordung der Opfer geendet. Aber das waren dann zumeist Franzosen und Englaender (mindestens die letzteren zahlen halt nicht) und es geschah suedlich der Sahara - da wo eh die wenigsten von uns hinwollten...
Und es scheint mir, dass die Leser und Schreiber hier im Forum bereits das furchtbare Gemetzel an den Geislen von in-Amenas im Jänner 2013 vergessen haben.

Zu reisen und Risiken auf sich zu nehmen im Vertrauen, dass man am Ende von der eigenen Regierung freigekauft wird halte ich für eine mehr als bedenkenswerte Aussage.

Vielleicht war ganz einfach die Gefährdungsanalyse, die wir uns bisher gemacht haben nicht korrekt - im Glauben, dass es eh nur die anderen erwischen würde...
landcruiser.
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Re: AW: Tunesien bereisen

Beitrag von landcruiser. »

Erisch hat geschrieben:
landcruiser. hat geschrieben:Erich, deine "Erfahrungen" sind Vergangenheit, begreif das mal langsam. Es hat sich in den letzten Wochen einiges verändert.
Und wenn du was zum buschtaxi zu sagen hast, dann bitte dort.
Sehr geehrter Herr Landcruiser
Als Spitzenreiter meiner Ignorierliste im BTF und neurotischer Verfolger in mehreren Foren, ist jetzt mal wieder das Maß voll.
Deswegen sage ich nochmal: Lass mich in Ruhe und befriedige Deine Neurosen anderswo.
Wenn Du ein unausgeglichenes Leben hast, musst Du Dich nicht hier und an mir abarbeiten.
Ich bin wahrhaftig hier mit meiner Meinung und Einschätzung nicht alleine - aber darauf kommt es ja auch beim Neurotiker nicht an, der ist getrieben davon andere immer in SEINE Auseinandersetzungen zu verwickeln.
H Ö R B I T T E A U F D A M I T
Erich, nimm dich nicht so wichtig.
Niemand verfolgt dich, dass hat dir der Arzt auch schon gesagt.
Albrecht(Vorname...)
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

wisst ihr, das problem für mich ist einfach,

wie sicher fühle ich mich?
macht´s denn noch freude, ein lagerfeuer anzuzünden?
bin ich bei begegnungen mit anderen menschen voreingenommen?
vermute ich hintergedanken bei dem, der mir begegnet?
wie nehme ich andere fahrzeuge wahr?

und da muss ich sagen, hat sich doch etwas verändert.
man kann die risiken nicht vergleichen, und sicher passiert absolut gesehen nach wie vor nichts oder wenig- von den leuten mit "unserem" reiseprofil wohl "lediglich" der frz. bergführer.
aber den möglichen urlaubsgenuss kann ich mir unter solchen bedingungen nicht mehr recht vorstellen.

so ist das.

albrecht
Ricca
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Ricca »

Zu reisen und Risiken auf sich zu nehmen im Vertrauen, dass man am Ende von der eigenen Regierung freigekauft wird halte ich für eine mehr als bedenkenswerte Aussage.
Lieber Kuno, da pickst du dir jetzt eine Stelle aus dem Zusammenhang. Es geht um die Risikoeinschätzung.
Ich war auch in den vergangenen Jahren nie an Orten in denen eine ernsthafte Bedrohung gegeben war.
Werner. K
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Werner. K »

Wir kennen auch Einheimische die noch nie Geld mit uns verdient haben und werden und trotzdem unsere Freunde sind, man hält einfach an wenn jemand eine Panne hat und hilft, so gewinnt man freunde fürs leben. Ausser dem kennen wir auch Europäher die in dem Gebiet leben und die wir immer über die Lage ausquetschen. Darum haben wir auch jetzt neu erfahren dass das Camp Le Paradies geschlossen ist. Ich ziehe mich aus der Diskussion zurück und berichte im November wie es wahr.
Andrea wenn ihr kommt am Abend anrufen dann kann ich dir genau sagen wo wir sind, es wir ziemlich viel Lossein in der Oase. Die rally el Chott ist zeitweise auch da, aber ein bischen ausserhalb.
reiseandrea
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von reiseandrea »

Vielen Dank Werner!!!!!!!!
und schon mal eine gute Reise!!!
Werner. K
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Re: Tunesien bereisen

Beitrag von Werner. K »

Andrea wünsche dir auch einen schönen Urlaub, egal wo du ihn verbringst.
Gruss Werner
PeterC
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Registriert: Mi 12. Mär 2008, 22:27

Re: Tunesien bereisen

Beitrag von PeterC »

Hallo zusammen

ich habe heute mit einem Kollegen aus Tunesien gesprochen, der bei uns arbeitet. Daher kann ich zumindest ein Interesse an meiner Kohle ausschliessen.

Im Land hat sich nach seiner Einschätzung, sein Vater arbeitet als LKW Fahrer und kommt viel rum, nichts wesentlich geändert. Die Kriminellen, wie er sie bezeichnet und und darin stimmen wir überein, werden soweit möglich verfolgt. Ansonsten ist der westliche Bereich aufgrund der Topologie schwerer zu kontrollieren und daher sollte man sich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen halten: tagsüber reisen, nachts nicht frei stehen. Der Süden sei deutlich entspannter.

Der Vorfall, bei dem die beiden Frauen erschossen worden sind, ist nach seiner Einschätzung eine sehr bedauerliche Verkettung unglücklicher Umständel. Weder der einen noch der anderen Seite kann man eindeutig die Schuld zuweisen, auch wenn dies beide Seiten probieren. Die Polizisten in einer Gegend, in der es immer wieder zu Anschlägen kommt, hatten ebenso Angst um ihr Leben wie die Frauen, die nachts nicht stoppen wollten. Anhalten kann genauso tödlich sein wie zu lange zu zögern.
Eine Kombination, in der es nur Verlierer geben kann.

Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
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