Seit zwei Wochen üben verschiedene Bevölkerungsgruppen in Bolivien (Arbeiter, Bauern, Lehrer, Indigene, Transportunternehmer ...) Druck auf die Regierung aus. Die Forderungen reichen von Lohnerhöhungen über die Stabilisierung der Wirtschaft bis hin zum Verzicht auf die Privatisierung staatlicher Unternehmen. Die Proteste haben sich gestern verschärft: Es kam zu mindestens 67 Straßenblockaden, dem Start eines Marsches, der Hunderte von Kilometern zurücklegen soll, sowie zu Demonstrationen im Zentrum von La Paz.
Im Mittelpunkt der Proteste stehen die Städte La Paz, Sitz der Regierung, und El Alto, wo sich der wichtigste internationale Flughafen befindet; beide sind lahmgelegt und haben keine Straßenverbindung zum Rest des Landes ... ... übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) ...
Auswärtiges Amt hat geschrieben:Seit dem 6. Mai 2026 ruft die regionale Transportgewerkschaft von La Paz zu einem unbegrenzten Streik auf. Auch andere Gewerkschaften und soziale Bewegungen haben z.T. landesweite Protest- und Blockadeaktionen angekündigt, deren Ziel zumeist die Unterbrechung aller Verkehrsströme ist. Derzeit ist der Verkehr auf folgenden Strecken in Folge von Straßenblockaden unterbrochen:
Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee)
Zwischen La Paz und Oruro
Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
Zwischen La Paz und Rurrenabaque
Zusätzliche Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen. Vermeintlich alternative Routen auf schlecht erschlossenen Nebenstraßen können ebenfalls unterbrochen oder nicht bis zum Ziel befahrbar sein. Die staatlichen Behörden unterstützen nur in Ausnahmefällen bei der Umgehung von Blockaden bzw. der Fortsetzung der Reise ...
In La Paz ist es bei Protesten von Bergleuten zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Demonstrierenden versuchten, den Regierungspalast zu stürmen. Sie warfen nach Angaben der Zeitung La Razón Dynamitstangen in Richtung der Polizei. Diese setzte Tränengas ein, um die Bergleute daran zu hindern, zum zentralen Platz vor dem Parlament und Regierungsgebäude zu gelangen ...
In den frühen Morgenstunden starteten Polizei- und Militäreinheiten Operationen auf mehreren Straßen des Departements, um Blockaden aufzuheben, den Verkehr wiederherzustellen und die Einfuhr von Lebensmitteln, Treibstoff und anderen Versorgungsgütern nach La Paz und El Alto zu ermöglichen. Im Laufe des Vormittags organisierten sich die Blockierer jedoch neu und erlangten die Kontrolle über mehrere Abschnitte zurück. In Huajchilla, im Süden des Departements, rückten die Demonstranten auf die Polizeisperre zu und durchbrachen die Kontrolllinien. Von nahegelegenen Hügeln aus warfen sie Steine und setzten Dynamitstangen ein, um den Vormarsch der Einsatzkräfte aufzuhalten, außerdem entzündeten sie Feuer auf der Straße. Die Polizei reagierte mit Tränengas, um die Gruppen zu zerstreuen und die Kontrolle über das Gebiet zurückzugewinnen ... Übersetzt mit DeepL (kostenlose Version) ...
In Bolivien haben sich die Proteste gegen die Regierung zu regelrechten Krawallen aufgeschaukelt. Inmitten einer schweren Wirtschaftskrise steht vieles auf dem Spiel. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen ...
Laut Reisehinweisen des AA vom 12.06.2026 ist der Verkehr wegen Straßenblockaden zuletzt auf folgenden Strecken unterbrochen:
Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee) sowie Desaguadero (Grenze zu Peru)
Zwischen La Paz und Oruro
Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
Zwischen La Paz und Rurrenabaque
Zwischen La Paz und Cochabamba
Zwischen Cochabamba und Santa Cruz
Zwischen La Paz und Potosí
Zwischen Santa Cruz und Beni
Zwischen Uyuni und Sucre
Es gibt Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln, Kraftstoff und Medikamenten insbesondere in La Paz. Zahlreiche Tankstellen sind geschlossen, vor geöffneten Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Kliniken verfügen u.a. kaum noch über den auch zur Behandlung von Höhenkrankheit nötigen Sauerstoff.