abacussens derzeitige Reisekutsche:
Wie viele habe ich mit Dachzelt angefangen. Aber die Gewichtsverteilung ist ungünstig, man kann nicht heizen oder drin kochen, wenns nass ist ists ekelhaft und das Zusammenfalten war eine kraftraubende Prozedur.
Dann kam die Entwicklung zu mehr Geländetauglichkeit, Bequemlichkeit, größerer Reichweite und Unabhängigkeit. Dabei stand Gewichtsreduzierung und Gewichtsverlagerung nach unten und nach vorn im Vordergrund.
Basis ist ein Pajero Baujahr 1990 mit 2,5l Turbodiesel. 95PS, keine Elektronik.
Vorteile des Mitsubishi gegenüber einem Doyoda HZJ (die einzige Alternative für mich):
- geringes Gewicht (1700kg) bei hoher Zuladung (1100kg)
- billig
- handlich
- bei Langfingern nicht begehrt
Das Auto wurde etwas optimiert:
- Zyklon vor den Luftfilter
- 2. Batterie, Solar
- hintere Stoßstange modifiziert
- Stabilisatoren entfernt
- härtere und längere Federn und Stoßdämpfer
- größere Reifen
- 2 Differenzialsperren + Druckluft
- 170l-Tank, seither sind die 4 seitlichen Kanister demontiert
Man kann zu zweit (wir sind zum Glück beide recht klein) drin sitzen und kochen, eine Standheizung sorgt für Wärme, eine 45l-Kompressorkühlbox für kalte Getränke. Der 85l Wassertank ist über die Motorabwärme beheizbar, somit gibts auch warme Duschen.
Der Umbau von Wohn- zu Schlafzimmer ist in Sekunden erledigt. Auf die Fläche kommt zum Schlafen eine doppelte Thermarest.
Man kann auch die ganzen Kisten rausnehmen und die Küchenzeile (Waschbecken, 2 Flammen) darauf stellen, so kann man bei schönem Wetter im Freien brutzeln.
Die Kisten sind aus 5mm-Spanplatten mit einem Rahmen aus 20mm Vierkantholz.
Viele kleine nutzlose Winkel wurden nutzbar gemacht. Hinter den hinteren Verkleidungen findet das Werkzeug und viel Ersatzkram Platz. In und auf der vorden Stoßstange ist ein 20l-Kanister, der Greifzug und der Hilift. Das Drahtseil des Hilifts ist im Ersatzrad untergebracht, welches selbst wiederum als Druckluftspeicher dient. Jedoch ist der Greifzug nur selten dabei.
Der Aus- und Umbau hat sich bewährt. Die Geländegängigkeit läßt keine Wünsche offen. Wo andere buddeln fahren wir noch ganz entspannt
Bei etwas heftigeren Klimaten ist das Leben im Auto mit der Zeit jedoch etwas beengt und nervig. Wir haben letztes Jahr 3 Monate in der Büchse verbracht, man konnte wegen dem Wind kaum mal einen Abend draussen sitzen, deshalb ist jetzt eine Erweiterung mit Stehhöhe geplant:
Aufbau und Innenausbau soll aus Monopan werden, das ist ein sehr leichtes und stabiles 20mm dickes PP-Wabenmaterial, das verschweißt wird. Bissl tiefergelegt (Luft aus den Reifen, Federn vorspannen) paßt er dann immer noch in einen Kontainer.
Grüße
abacus