Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

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Jürgen Kempe
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Jürgen Kempe »

Ich schäme mich, weil ich -wie ich hier jetzt gelesen habe- wie alle Anderen ein "Rassist" bin. (Einige wissen es, nur ich hab's noch nicht erkannt.)

Ich bin -entsprechend der Interpretation einiger oben gemachter Aussagen- naiv, weil ich einige Familien in Tunesien unterstütze, ohne ihnen eine Perspektive zur Selbsthilfe zu bieten /bieten zu können.

Ich bin fehlgeleitet, weil ein grosser Teil meiner Freunde -gut gestellte und bedürftige- Mohamedaner -auch "Schwarze"- dort vor Ort sind. (Und ich hab' sie nicht zu Hause im Sessel oder vor Kurzem auf kurzen Reisen an Badestränden kennengelernt. Die Eitelkeit ( :oops: ) gebietet mir, darauf hinzuweisen, aber auch, um auf einige vorherige Aussagen zu reagieren, dass ich schon seit fast 50 Jahren die Sahara nicht nur bereise, sondern dort auch schon jahrelang gearbeitet habe.)

Ich bin nicht stolz darauf, ein Deutscher zu sein; zum Einen ist es nicht mein Verdienst, dass ich hier (zufällig) geboren bin, zum Andern gibt die jüngere deutsche Geschichte für mich nicht überwiegend Argumente für einen ausgeprägten Nationalstolz her.

Ich gestehe, dass ich nur intensive Kontakte zu den Bewohnern im Norden Afrikas habe (aber mich schon gelegentlich überzeugt habe, dass die weiter südlich Ansässigen auch Menschen sind).

'mal so von der Seele geschrieben...Jürgen Kempe
thorshammer
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

Peter Franz hat geschrieben:
thorshammer hat geschrieben: Das Tagebuch ist, wie es ist - unverbluemt und direkt von der Seele geschrieben, odinseidank......
......und deshalb lässt es tief blicken.

Zitat:

Auf dem Weg dahin fanden wir eine Abzweigung zu einer heissen Quelle/Hotel und im Schwinden des Tageslichtes sahen wir Warzenschweine und Hasen, bevor wir dort ankamen. Wir schlugen unser Zelt auf (beobachtet von unzaehligen Augenpaaren!) und gingen in's Bett. Am naechsten Morgen fuehrte uns unsere aethiopische Zecke (ein Junge, der JEDEN unserer Schritte ueberwachte) zur Quelle, die sich als Massenansammlung voller dreckiger, ungewaschener Aethiopier entpuppte, die nur darauf warteten, sich ein Bad mit uns zu teilen. Nein Danke!

:mrgreen: jetzt wird's aber wirklich laecherlich, Franz! Hast du nun einen neuen persoenlichen Feind gefunden??? :mrgreen: Das laesst tief blicken...IQ bezogen. Es geht hier nicht um mein Tgebuch! Die Aethiopier waren ungewaschen und dreckig! Der Junge war wie eine Zecke. Was ist daran falsch, das zu sagen???

Find ich absolut laecherlich von dir, sorry, aber kann dir nicht mehr schreiben, denn mein Respekt fuer deine Person ist unter null!

Letzte Frage, die du mir schon mehrmals unbeantwortet gelassen hast: SCHONMAL DA GEWESEN???

Schnell, weiterlesen und mehr hierherziehen, bitte! :kotz:

:mrgreen:

@Kuno:

Ich stimme mit allem, was du sagst ueberein, und biun dankbar, dass es Leute gibt, die so etwas sehen. Ich denke, dafuer ist auch Nordafrika ein gutes Beispiel. Araber sind gegenueber Schwarzen SEHR rassistisch! (Sogar im Genozidumfang in Sudan!!!!!)

Aber es ist wie es ist: Menschen verteidigen aus Stolz ihre falsche Position, weil sie zu stolz sind, einen Schritt zurueckzugehen. Kenn ich selbst auch nur zu gut.

Trete deshalb meinen Schritt zurueck, wer mich hier mit meinem Tagebuch beleidigen will, soll das tun, ich denke, genuegend von euch haben noch eine gute Portion gesunden Menschenverstandes, um genau zu verstehen, was ich meine, die anderen zaehlen eh nicht, da sie nicht aus ihren Wohnzimmern herausgekommen sind und wahrscheinlich ihre persoenliche Aergernisse und "Unbefriedigungen" auf mich umleiten.

Gruss
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Lothar
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Lothar »

Also ich weiss nicht, ob hier nicht „Rassismus“ und „Toleranz“ miteinander vermischt wird.

Jemand, der sich auf anderen Pfaden als ein Pauschaltourist in „exotischen“ Ländern bewegt, sollte natürlich frei von „ausgeprägten rassistischen Tendenzen“ (mal ganz schwammig ausgedrückt) sein.

ABER

Er sollte auch verinnerlicht haben, WAS es bedeutet, Menschen anderer Mentalität/Kultur zu begegnen. Solche Begegnungen können manchmal schon verdammt schockierend für Leute sein, die noch recht unbefangen an die Sache herangehen.

Afrika ist eben nicht nur ein tolles Abenteuer mit dem eigenen 4x4. Es gibt Situationen, da steht man als „Westler“ fassungslos davor. DANN zeigt es sich, in wie weit man es wirklich verstanden hat, es mit anderen Mentalitäten/Kulturen zu tun zu haben und wie bereit man ist, den Grund und auch den Sinn dieses uns fremden Verhaltens zu verstehen - und auch tolerieren zu wollen.

Dieses ist m.E. ein Lernprozess

Lernt man es nicht innerhalb einer gewissen Zeit, tut man sich keinen Gefallen mehr, solche Länder zu besuchen.

Gruss
Lothar
Alexander
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Alexander »

Definition für Rassismus laut Wikipedia:

(Evtl. sollte man den Begriff Rassismus richtig definieren bzw interpretieren, bevor man ihn anwendet.)

Rassismus deutet „Rasse“ in der einfachsten, biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften. Der Begriff Rassismus entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der kritischen Auseinandersetzung mit auf Rassentheorien basierenden politischen Konzepten. In anthropologischen Theorien über den Zusammenhang von Kultur und rassischer Beschaffenheit wurde der biologische Begriff der Rasse mit dem ethnisch-soziologischen Begriff „Volk“ vermengt.

Rassismus zielt dabei nicht auf subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit und im Extremfall die Existenz der anderen in Frage. Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen.

Unabhängig von seiner Herkunft kann Rassismus jeden Menschen betreffen. Die Konvention der Vereinten Nationen unterscheidet nicht zwischen rassischer und ethnischer Diskriminierung. Ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien mit einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit, institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere. Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Herrschaftsverhältnissen und der Mobilisierung von Menschen für politische Ziele. Die Folgen von Rassismus reichen von Vorurteilen und Diskriminierung über Rassentrennung, Sklaverei und Pogrome bis zu sogenannten „Ethnischen Säuberungen" und Völkermord.

Grüsse
Alexander
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pantoffelos
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von pantoffelos »

Moin moin,

ich wurde in Zimbabwe (damals noch Rhodesien) geboren und als "Rhodie" erzogen. Während des Bürgerkrieges sind wir (mein Vater ist deutsch) nach Deutschland gezogen. Hier habe ich dann Demut kennengelernt, denn hier war ich nicht mehr der "Master Steve". Ich war der Ausländer aus Afrika, der vermutlich fliessendes Wasser und Strom aus der Steckdose nicht kennt.

Das war hart aber gut für mich weil ich gerlernt habe, dass jede Münze 2 Seiten hat.

Nun, Jahre später dachte ich, ich hätte meine Lektion gelernt. Leider ein Irrtum dennich merke immer noch, dass ich nicht ganz frei von Vorurteile und Überheblichkeit bin - sosehr ich auch dagegen ankämpfe.
Wenn ich es erkenne kann ich es bekämpfen - aber wie oft habe ich es nicht erkannt?
Also denke ich, so wie ich ist fast jeder - und ich glaube auch Ghandi könnte sich, würde er noch leben, davon nicht freisprechen.
Ich kann mir das nur so denken, es ist uns angeboren. Sippenverhalten und Verteidigung.
Und ich denke, Rassismus ist ein Teil davon.

Erleben wir nicht gerade in Deutschland so eine Art Rassismus gegenüber zBs. den Hartz 4 Empfängern?
Ich beziehe selbst kein H4 aber ein Freund von mir, und ich erlebe wie er - obwohl 30 Jahre lang gearbeitet - Spiessrutenlaufen in der Nachbarschaft über sich ergehen lassen muss.

In Zim sind es die Shona gegen die Ndebele. Dann gab es noch die Inder, die in Zim die Rolle unserer Türken einnahmen. Die Goffles u.v.m.
Jedes Land, egal wo, hat seine Minderheiten und wenn es Hart auf Hart kommt, dann knallt es eben.

Wir sind weit vom Thema Zim und seine Kornkammern - aber - und da bin ich mir sicher - auch hier in Deutschland wird es ehr früher als später krachen.
Einer der Gründe - aus meiner Sicht, ist die Art und Weise wie hier das Ausländertum gehandelt wird.
Wenn zBs. türkische Männer in deutsche TV Talkshows sagen wie scheisse blöd die deutschen Frauen sind und nur zum f.....n da sind.

Im Großen wie im Kleinen, wer mein Haus betritt und sich daneben benimmt fliegt raus - egal ob Deutscher, Türke, Tscheche oder Shona, Ndebele. Man kann es dann Rassismus nennen. Wenn das so ist dann bin ich der Meinung ein klein wenig Rassismus ist für jedes Land gut

Gruß
Steve
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thorshammer
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

:mrgreen: Daumen hoch!!!!!

Und ja, wir sind weit vom Thema abgekommen. Was genau Alexander's Definition von Rassismus nun hier sucht, ist mir unklar, wie gesagt, sind wir von Z wie Zimbabwe nach A wie Aethiopien gekommen, was nicht Sinn und Zweck war.

Konnte mir hier ein gutes Bild machen, wer wohin gehoert. Danke!

Gruss
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schu achbar ?

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von schu achbar ? »

Neger ist an sich auch kein schlechtes Wort,ich finde sogar schade, dass es den Jordan runter ging. Ich würde es allerdings nicht benutzen, weil mein Gegenüber das als persönliche Beleidigung empfinden könnte.
Und warum ?
Weil es aufgrund der Konnotation einfach ausgemustert wurde.
Will man Keinem was schlechtes , dann benutzt man es halt nicht.

Genauso ist das mit Zecken und Bälgern und schmutzig und ungewaschen.
Ich mag zwar klare Ansagen , aber es spricht eigentlich nix dafür sowas
in seinem Reiseblog zu verwursten.
Du bist mir jetzt nicht unsymphatisch geworden u. wichtig ist es auch nicht, da in Deutschland ganz andere Kaliber an diskriminierenden Ausdrücken auch von ganz anderer Seite benutzt werden.
Etwas deplaziert finde ich es allerdings schon.

Was Äthiopien betrifft bist Du aber nicht der Einzige, der ziemlich angenervt war.
Sicherlich kanns so oder so kommen, aber ich kenne auch völlig "gute"
und über jeden anti Afro-Rassismus erhabene Linke, die dort in den Teppich gebissen haben.
Ein Körnchen scheint also dran zu sein.
Wenn ich mal dort war werde ich meine Eindrücke gern schildern.
Lothar
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Lothar »

Ja, ziemlich vom Thema abgekommen, aber immerhin nicht den Kontinent verlassen ..... :D

Ein paar Anmerkungen möchte ich aber zu Äthiopien noch nachschieben:

Äthiopien ist ein tolles Reiseland und die Äthiopier sind sehr freundliche und liebenswerte Menschen, wenn man mit ihnen näher in Kontakt kommt. Dieses Spießrutenlaufen, diese Attacken auf Fahrzeuge ist ein Phänomen, welches für uns in dieser Heftigkeit unerklärbar ist, aber nicht übertragbar auf das Wesen der Äthiopier allgemein. Wir haben sie sonst in keinster Weise fremdenfeindlich erlebt. Bei denen, die so einen Spießrutenlauf mitgemacht haben, hinterlässt das natürlich einen prägenden Eindruck – menschlich verständlich – ist doch klar.

Äthiopien war nie kolonialisiert, aus diesem Grunde unterscheiden sich ihre Verhaltensmuster eben noch deutlicher von unseren.

Beispiel „Intimsphäre“:

Wir campen abseits der Piste (Äthiopien), um uns herum das obligatorische Empfangskommando (ca. 20 Personen). Nach reichlich Konversation haben wir uns ins Fahrzeug zum Abendessen zurückgezogen und es passiert etwas, was in gleicher Situation in anderen Ländern nie wieder geschah. Da Fahrzeug wackelte leicht, jemand kam die Eingansleiter hoch, ein paar Hände schoben das Moskitonetz vor dem Eingang zur Seite und es tauchten ein paar Frauenköpfe auf, um zu beobachten, was wir in unserer Hütte so trieben. :shock:

Andere Reisende haben berichtet, dass sie ihr „Geschäft“ nicht machen konnten, weil sie immer von Leuten umringt waren, egal wohin sie gingen. :mrgreen: :mrgreen:

Andere Länder, andere Sitten ..... mehr nicht !


Gruss
Lothar
schu achbar ?

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von schu achbar ? »

Vermutlich ist es das.
Einfach diese Null Distanz, die die Leut dann irgendwann auf die Palme bringt.
Spätestens, wenn man Dir in den Hintern reinschaut :mrgreen:
Muss man halt mitmachen.
pantoffelos
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von pantoffelos »

Also, diese Unsitte mit der Steinewerferei ist keine Erfindung der Äthiopier. Das gleiche konnte Dir vor jahren in Algerien passieren. Wie es heute aussieht kann ich nicht sagen. War schon jahre nicht mehr da.
Aber es war so schlimm, dass wir Alubleche mit Sehschlitze für die Seitenfenster angefertigt haben.

Was die Neugier angeht, da ist ganz Afrika befallen von :-). Ja, es nervt ab und zu aber man kann mit Leben solange sie nur schauen.
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Birgitt
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Birgitt »

Wir zappen uns hier quer durchs Alphabet -
von Z über A nach S - Steinewerfer ...

Stimmt, in Algerien musste auch unsere Heckscheibe dran glauben.
Zaouia Sidi Moussa ... Kinder ... gefühlte hunderte!

Im vergangenen Jahr hatten wir steinewerfende Schulkinder in Tansania in der Nähe von Marangu am Kilimanjaro,
und gerade vor zwei Wochen hat es ein paar Travellern die Heckscheibe in Ruanda zerschlagen durch Steine.

So was kann überall mal passieren.

Wenn Kindern die Hormone durchgehen, kommen sie auf die verrücktesten Ideen - hier bei uns aber auch!

ABER:

Steinewerfer findest du auch auf deutschen Autobahnen ;-)
Und das sind nicht unbedingt Kinder :?

Man muss aufpassen, dass man nicht pauschalisiert, nur weil einmal ein Stein geflogen ist.

Gruß
Birgitt
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von pantoffelos »

Aber jetzt mal zurück zu Afrikas Kornkammer.
Ich glaube fest daran, dass Mugabe alleine nicht das Problem ist. Dahinter steckt eine Interessengemeinschaft die von Mugabes Macht profitieren. Diese IG liegt also wenig am Frieden im Lande solange sie abkassieren können (wie auch immer sie da tun!).
Lange Zeit dachte ich, man müsste ein Sniperteam entsenden aber was würde das bringen – und, die vielleicht wichtigste Frage, wer soll es tun? Die Amis sind da ja recht gut drin – siehe Südamerika. Aber Unrecht kann man nicht mit Unrecht begegnen.

Wer übernimmt dann anschließend die Verantwortung dass der Nachfolger nicht genauso korrupt ist? Das haben wir doch in Afrika alles schon gehabt.
Die Natur sitzt uns allen im Nacken. Mugabe wird also sowieso bald gehen. Sein Nachfolger sitzt aber sicherlich schon im Startloch.

Mein Fazit ist, dass wir leider den Zeitpunkt an der wir effektiv hätten eingreifen können verpasst haben. Embargos haben ohnehin nicht gefunzt.

Hätte Zim Ölfelder vorzuweisen, wäre die Nato oder so längst vor Ort. Hätte Zim Ölfelder wäre sie allerdings auch keine Kornkammer. Ein Dilemma!

Ich glaube, es geht den afrikanischen Weg :-(.
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thorshammer
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

...jo, unsere zimbabwischen Freunde habenauch alle gemeint dass nur Zim Zim helfen kann, was miraber leider bitte austoesst, denn es ist ein weiteres Beispiel fuer unsere "verkommene" westiche Welt. Schade eigentlich! :(

Nunja, Aethiopien, was hab ich blos wieder angerichtet? :lol: Habe ja geschrieben, dass wir gerade im Omo Tal gute Erfahrungen hatten, also nicht alles schlecht ist.

Wehre mich aber gegen die Meinung, dass ich "ungewaschen" und "schmutzig" nicht in meinem Tagebuch verwenden sollte. Muss ich dann meine Photos auch dementsprechend retuschieren??? :wink:

Es ist doch nun mal so, dass man so realitaetsnah wie moeglich berichten sollte, oder??? Und das genau sehe ich als Problem hier, falsche Eindruecke entstehen, weil viele Geschehnisse einfach weggelassen oder beschoenigt werden!!! Keiner ist neutral, ist mir klar, so sehr er sich auch anstrengen mag...

Genug nun, ich denk mir was anderes aus! :lol: :lol: :lol:
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Lothar
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Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Lothar »

Hallo,

da fällt mir ein Witz ein, den mir jemand aus ZIM erzählte:

Wieder mal eine Endlosschlange vor einer Tankstelle, alle sind entsprechend genervt, einem platzt der Kragen:

"Ich hab´jetzt genug, jetzt reicht es, ich hole jetzt meine Knarre, fahr zum Präsidentenpalast und knall den Mugabe über den Haufen",

sagt es und verschwindet .....

Nach eine halben Stunde ist er wieder zurück, total niedergeschlagen.

"Und, was ist, hast du den Hund erwischt ???"
"Keine Chance, die Schlange vor dem Präsidentenpalast ist noch länger als diese hier".

Aber zurück zum Ernst der Lage:

Es heisst, seine Frau "Grace" hat längst die Hosen an und denkt für ihren Robert mit.

Ausserdem ist Mugabe nicht alleine, er hat jede Menge Gesinnungsgenossen "all over Afrika". Wenn man schon sieht wie sich Südafrika und Namibia verhält ...

Man sagt, viele afrikanischen Präsidenten waren gemeinsam auf der gleichen sozialistischen Kaderschule und sind auch sonst familiär mit einander verbandelt.

Bei so einer Gemengelage würde ich als ehemalige Kolonialmacht auch sehr vorsichtig mit dem Gedanken einer militärischen Einmischung umgehen, das kann auch schnell nach hinten losgehen, mit fatalen Folgen für ganz Afrika.

Was wir aber vermissen, ist humanitäre Hilfe der westlichen Welt, wo waren/sind die Hilfsorganisationen ? Wir haben viele weisse Zimbabwer in kleinen Zeltlagern auf Campingplätzen gesehen, alte Leute, die übernacht aus ihren Häusern gejagt wurden und Hilfe für sich selbst organisieren mussten indem sie z.B. irgendwie Kontakt zu ausländidschen Bekannten oder Verwandten aufzunehmen versuchten.

Funktioniert das Helfersyndrom in manchen Fällen nicht mehr ?
Wenn man jetzt zynisch sein wollte, könnte man sagen, dass die Hilfe für die weissen Zimbabwer nicht lukrativ genug ist/war ?


Lothar
schu achbar ?

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von schu achbar ? »

Quote Lothar
Was wir aber vermissen, ist humanitäre Hilfe der westlichen Welt, wo waren/sind die Hilfsorganisationen ? Wir haben viele weisse Zimbabwer in kleinen Zeltlagern auf Campingplätzen gesehen, alte Leute, die übernacht aus ihren Häusern gejagt wurden und Hilfe für sich selbst organisieren mussten indem sie z.B. irgendwie Kontakt zu ausländidschen Bekannten oder Verwandten aufzunehmen versuchten.

Funktioniert das Helfersyndrom in manchen Fällen nicht mehr ?



Frag doch mal Claudia.
Vielleicht hat sie neben Guantanamohäftlingen u. Mumia al Gamal auch noch etwas Zeit für diese Leute.
Ich vermute aber, dass diese weissen Farmer nicht so recht ihr Interesse wecken können.
Sarkasmus Off.....
http://www.abgeordnetenwatch.de/claudia ... -6018.html
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