Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Moderator: Moderatoren
Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Hallo ihr Reisende!
Bei uns wird es langsam konkret. Wir wollen mit unserem Defender von Europa nach Südafrika. Ein Weg wird per Fähre erledigt. Welchen wissen wir noch nicht.
Nun möchte ich ein ungefähres Budget zusammenstellen und habe trotz Googeln und Wüstenschiffeln keine aktuelle und aussagekräftige Antwort gefunden. Es ist mir bewusst, dass ein Budget sehr individuell ist.
War jemand von euch in den letzten paar Jahren in Südafrika, Namibia, Tansania, Kenia etc. unterwegs und mag mir erzählen, was für Ausgaben angefallen sind, und welches Tages oder Wochenbudget in Schnitt / Daume mal PI, realistisch wäre?
Wir reisen generell "sparsam".
- 1-2x Nationalpärke pro Land
- Tanken (Diesel)
- Übernachtungen --> wenn notwendig Camps
- Essen / Trinken
- etc.
Das wäre sehr hilfreich!
Danke euch.
Bei uns wird es langsam konkret. Wir wollen mit unserem Defender von Europa nach Südafrika. Ein Weg wird per Fähre erledigt. Welchen wissen wir noch nicht.
Nun möchte ich ein ungefähres Budget zusammenstellen und habe trotz Googeln und Wüstenschiffeln keine aktuelle und aussagekräftige Antwort gefunden. Es ist mir bewusst, dass ein Budget sehr individuell ist.
War jemand von euch in den letzten paar Jahren in Südafrika, Namibia, Tansania, Kenia etc. unterwegs und mag mir erzählen, was für Ausgaben angefallen sind, und welches Tages oder Wochenbudget in Schnitt / Daume mal PI, realistisch wäre?
Wir reisen generell "sparsam".
- 1-2x Nationalpärke pro Land
- Tanken (Diesel)
- Übernachtungen --> wenn notwendig Camps
- Essen / Trinken
- etc.
Das wäre sehr hilfreich!
Danke euch.
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Das Thema war schon vor den steigenden Preisen und Inflation ein Fass ohne Boden.
Es liegt wirklich an den jeweiligen Reisenden. Selbst mit dem gleichen Fahrzeug, dem gleichen Zeitfenster und Route -
Treibstoff, Versicherungen, Visas - sind eben nur ein Teil der Kosten.
Bei den Versicherungen fängt es schon an, mit den extrem unterschiedlichen Bedürfnissen…
Ich hab dazu mal geschrieben und das detaillierter erläutert:
https://www.4x4tripping.com/2020/07/die ... chnen.html
Surfy
Es liegt wirklich an den jeweiligen Reisenden. Selbst mit dem gleichen Fahrzeug, dem gleichen Zeitfenster und Route -
Treibstoff, Versicherungen, Visas - sind eben nur ein Teil der Kosten.
Bei den Versicherungen fängt es schon an, mit den extrem unterschiedlichen Bedürfnissen…
Ich hab dazu mal geschrieben und das detaillierter erläutert:
https://www.4x4tripping.com/2020/07/die ... chnen.html
Surfy
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Hi,ilashina hat geschrieben: ↑Mi 19. Okt 2022, 16:05
War jemand von euch in den letzten paar Jahren in Südafrika, Namibia, Tansania, Kenia etc. unterwegs und mag mir erzählen, was für Ausgaben angefallen sind, und welches Tages oder Wochenbudget in Schnitt / Daume mal PI, realistisch wäre?
Wir reisen generell "sparsam".
Hier mal ein Link mit ein paar Kosten als grobe Richtung.
https://www.einluxaufreisen.de/2021/12/ ... weltreise/
ganz unter kann man noch mehrere Monate aufrufen.
Unser Auto ist auch gerade per Container nach Cape Town unterwegs. Wir werden uns mit Unterbrechung ca. 2 Jahre im südlichen Afrika bis Kenia herumtreiben und wenn es dann die Lage erlaubt fahren wir es zurück nach Europa.
George
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2853
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Hallo Ilashina,
wie schon vorher gesagt, alles hängt von den eigenen Ansprüchen ab. Aber drei Dinge würde ich gerne ansprechen:
1.) Die Benzinpreise im östlichen und südlichen Afrika sind die höchsten auf dem Kontinent, mit Malawi, Uganda, Burundi, Rwanda und Kenia auf den ersten Plätzen (mehr siehe hier), wobei ich den Sonderfall der Zentralafrikanischen Republik und der Seschellen jetzt mal ausgenommen habe.
2.) Die Nationalparks im östlichen Afrika sind wesentlich teurer als im südlichen Afrika! Tanzania nimmt dabei einen eher unrühmlichen Spitzenplatz ein (Serengeti und Ngorongoro sind eine echte Investition für Selbstfahrende). Leider ist Uganda nun gefolgt und hat die Tagessätze für ausländische Fahrzeuge auf ärgerliche 150 US-Dollar angehoben.
Das will insofern gut überlegt sein, was Ihr wo machen wollt. Lohnenswert ist es natürlich allemal. Die Gorillas zu besuchen ist übrigens in Uganda wesentlich preiswerter als in Ruanda, aber mit 700 US-Dollar pro Person immer noch ein Kostenfaktor. Im Osten Kongos mag es preiswerter sein, aber dafür auch zur Zeit ungleich gefährlicher.
3.) Wildcampen ist im östlichen Afrika wenig verbreitet, in Namibia und Südafrika dafür umso mehr.
Vielleicht hilft das ja schon mal weiter.
Viele Grüße
Achim
wie schon vorher gesagt, alles hängt von den eigenen Ansprüchen ab. Aber drei Dinge würde ich gerne ansprechen:
1.) Die Benzinpreise im östlichen und südlichen Afrika sind die höchsten auf dem Kontinent, mit Malawi, Uganda, Burundi, Rwanda und Kenia auf den ersten Plätzen (mehr siehe hier), wobei ich den Sonderfall der Zentralafrikanischen Republik und der Seschellen jetzt mal ausgenommen habe.
2.) Die Nationalparks im östlichen Afrika sind wesentlich teurer als im südlichen Afrika! Tanzania nimmt dabei einen eher unrühmlichen Spitzenplatz ein (Serengeti und Ngorongoro sind eine echte Investition für Selbstfahrende). Leider ist Uganda nun gefolgt und hat die Tagessätze für ausländische Fahrzeuge auf ärgerliche 150 US-Dollar angehoben.
3.) Wildcampen ist im östlichen Afrika wenig verbreitet, in Namibia und Südafrika dafür umso mehr.
Vielleicht hilft das ja schon mal weiter.
Viele Grüße
Achim
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Halli hallo zusammen
Vielen lieben Dank für eure Zusammenstellungen!
Sehr hilfreich.
Ich glaube auf den Gorilla-Besuch muss ich leider verzichten
Vielen lieben Dank für eure Zusammenstellungen!
Sehr hilfreich.
Ich glaube auf den Gorilla-Besuch muss ich leider verzichten
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Hallo Ilashina,
während der Corona-Zeit (und schon davor) stand mein Auto für einige Jahre in Arusha/Tansania. Selbst in 2020 bin ich hin geflogen um den Carnet-Kram zu erledigen. In Tansania war Corona ja "kein Problem- hakuna Matata".
Aber alle Grenzen waren zu.
Die Flüge lagen meistens so zwischen 800,- und 1000,-€. Das Carnet kostet mittlerweile 230,- € pro Jahr (für ADAC-Mitglieder) und die TRA-Gebühr ((Finanzamt) manchmal auch Roadtax genannt) beträgt 20 US $ pro Monat +5 $ einmalig (Carbon-Tax). Dieselpreise lagen so bei 1,30-1,40 € pro Liter (2800Tsh).
Wenn wir so 4-5 Wochen im Land unterwegs waren, haben wir meistens auf Campingplätzen übernachtet. Im Schnitt so 10 US-$ pPN. In den Nationalparks min. 30 $ pPN. Auto mit ausländischer Zulassung kostet im NP 40 $, pro Tag. Dann noch die Eintritte. Ab und zu haben wir uns auch mal eine Lodge gegönnt. Dann aber außerhalb der NPs. Wild campen ist auch außerhalb der Parks eher schwierig. Wenn´s keine Campsite o.ä. gibt, fragen wir Leute, wo man übernachten kann. Sie sind dann immer sehr um Deine Sicherheit bemüht und zeigen Dir ein Plätzchen; manchmal auf ihrem Grundstück ("it´s a safe Place!").
Am Ende des Urlaubs haben wir dann meistens so zwischen 1000,- und 1500,-€uro pro Person (umgerechnet,für den Monat) zusätzlich zum Flug ausgegeben... Wenn wir "sparsam" waren! Tendenz steigend... Man wird ja älter und anspruchsvoller
Ach ja: US-$ sollte man cash, reichlich und in kleiner Stückelung - Noten nicht älter als 2013! - dabei haben! Ganz wichtig!
Schilling bekommst Du überall am BankoMat (ATM).
LG
Rudi
während der Corona-Zeit (und schon davor) stand mein Auto für einige Jahre in Arusha/Tansania. Selbst in 2020 bin ich hin geflogen um den Carnet-Kram zu erledigen. In Tansania war Corona ja "kein Problem- hakuna Matata".
Die Flüge lagen meistens so zwischen 800,- und 1000,-€. Das Carnet kostet mittlerweile 230,- € pro Jahr (für ADAC-Mitglieder) und die TRA-Gebühr ((Finanzamt) manchmal auch Roadtax genannt) beträgt 20 US $ pro Monat +5 $ einmalig (Carbon-Tax). Dieselpreise lagen so bei 1,30-1,40 € pro Liter (2800Tsh).
Wenn wir so 4-5 Wochen im Land unterwegs waren, haben wir meistens auf Campingplätzen übernachtet. Im Schnitt so 10 US-$ pPN. In den Nationalparks min. 30 $ pPN. Auto mit ausländischer Zulassung kostet im NP 40 $, pro Tag. Dann noch die Eintritte. Ab und zu haben wir uns auch mal eine Lodge gegönnt. Dann aber außerhalb der NPs. Wild campen ist auch außerhalb der Parks eher schwierig. Wenn´s keine Campsite o.ä. gibt, fragen wir Leute, wo man übernachten kann. Sie sind dann immer sehr um Deine Sicherheit bemüht und zeigen Dir ein Plätzchen; manchmal auf ihrem Grundstück ("it´s a safe Place!").
Am Ende des Urlaubs haben wir dann meistens so zwischen 1000,- und 1500,-€uro pro Person (umgerechnet,für den Monat) zusätzlich zum Flug ausgegeben... Wenn wir "sparsam" waren! Tendenz steigend... Man wird ja älter und anspruchsvoller
Ach ja: US-$ sollte man cash, reichlich und in kleiner Stückelung - Noten nicht älter als 2013! - dabei haben! Ganz wichtig!
Schilling bekommst Du überall am BankoMat (ATM).
LG
Rudi
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Original-Zitat eines tansanischen Finanzbeamten (TRA-Iringa):
"You have the collour of the money!" (gemeint war die Hautfarbe) "Why do you worry about money?"
LG
Rudi
"You have the collour of the money!" (gemeint war die Hautfarbe) "Why do you worry about money?"
LG
Rudi
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2853
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Lieber Rudi,
leider ist das mit dem Auto in den Nationalparks in Tanzania wesentlich teurer, es sei denn, Du bist mit einem Kleinwagen unterwegs. Das Limit wurde bewusst bei 2.000 kg gesetzt, damit die größeren Fahrzeuge den einheimischen Safari-Veranstaltern keine Konkurrenz machen. Alles über 2.000 kg liegt dann gleich bei 150 USD pro Tag! Die gleiche idiotische Politik fährt nun auch Uganda, gleiches Limit, gleicher Preis für alles darüber.
Viele Grüße
Achim
leider ist das mit dem Auto in den Nationalparks in Tanzania wesentlich teurer, es sei denn, Du bist mit einem Kleinwagen unterwegs. Das Limit wurde bewusst bei 2.000 kg gesetzt, damit die größeren Fahrzeuge den einheimischen Safari-Veranstaltern keine Konkurrenz machen. Alles über 2.000 kg liegt dann gleich bei 150 USD pro Tag! Die gleiche idiotische Politik fährt nun auch Uganda, gleiches Limit, gleicher Preis für alles darüber.
Viele Grüße
Achim
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Hallo Achim,
stimmt ja, da hast Du vollkommen recht!
Ich habe mich immer gefreut, und es bei der Anmeldung im Park auch immer gleich betont, dass mein Monterey (ISUZU Trooper) mit kurzem Radstand ein Nenngewicht (Leermasse des in Betrieb befindlichen Fahrzeuges) von 1950kg hat!
In der Tat, im Vergleich zu den ganzen Safari-Toyos, ein Kleinwagen. Aber irgendeinen Vorteil muss das ja auch haben... Und beim Verschiffen nach Capetown haben noch 4 (!)Enduros mit in den kurzen Container gepasst. Das hat die Verschiffung recht günstig gemacht...
LG Rudi
stimmt ja, da hast Du vollkommen recht!
Ich habe mich immer gefreut, und es bei der Anmeldung im Park auch immer gleich betont, dass mein Monterey (ISUZU Trooper) mit kurzem Radstand ein Nenngewicht (Leermasse des in Betrieb befindlichen Fahrzeuges) von 1950kg hat!
In der Tat, im Vergleich zu den ganzen Safari-Toyos, ein Kleinwagen. Aber irgendeinen Vorteil muss das ja auch haben... Und beim Verschiffen nach Capetown haben noch 4 (!)Enduros mit in den kurzen Container gepasst. Das hat die Verschiffung recht günstig gemacht...
LG Rudi
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Allein unter Toyos...
Serengeti 2019
Serengeti 2019
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Da steht Opel drauf und nicht Isuzu. Haben die vielleicht was miteinander?

Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! 
Viele Grüße Wolfgang
Viele Grüße Wolfgang
Re: Ostküste Afrika - Budget mit eigenem Fahrzeug
Hallo,
ja, und in England stand "Vauxhall" drauf... Die ISUZUs wurden in Deutschland eine zeitlang über Opel verkauft. Und die haben nur ihr Firmenzeichen drauf geklebt.
Ich war mal in Francistown/ Botswana bei einem OPEL/ISUZU Händler und habe nach einem Ersatzteil gefragt. Der kannte das Auto nicht bzw. meinte nur "für so alte Modelle hat er keine Teile"...
(Bj.1995)
Bei einem deutschen OPEL-Händler ist das heutzutage auch nicht anders. Dafür sind lauter japanische Standard-Teile verbaut, die fast überall sonst zu bekommen sind
.
LG Rudi
ja, und in England stand "Vauxhall" drauf... Die ISUZUs wurden in Deutschland eine zeitlang über Opel verkauft. Und die haben nur ihr Firmenzeichen drauf geklebt.
Ich war mal in Francistown/ Botswana bei einem OPEL/ISUZU Händler und habe nach einem Ersatzteil gefragt. Der kannte das Auto nicht bzw. meinte nur "für so alte Modelle hat er keine Teile"...
Bei einem deutschen OPEL-Händler ist das heutzutage auch nicht anders. Dafür sind lauter japanische Standard-Teile verbaut, die fast überall sonst zu bekommen sind
LG Rudi



