Afrika mit Campingbus

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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ferdi
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von ferdi »

Hallo Katrin,
Willkommen an Bord!
Sehe das doch optimistisch, meine Jungs haben es ohne handwerkliche Erfahrungen für weit unter 10.000 Euro bis Malaysia geschafft -jetzt könnten sie das meiste auch selbst reparieren und organisieren ;-)
www.boardtheworld.de
Gruß aus Hiroshima
Ferdi
picco
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von picco »

Hoi Katrin

Lass es Dir nicht ausreden, aber komm eher weg vom Campingbus, denn dafür braucht Ihr wohl mehr Geld.
In Ostafrika sehe ich vor allem Toyotas aller Art, viele Landrover, viele Tata, und einige Nissan sowie Mercedes, seltener auch Subaru.
Ich denke das sind die Marken an die Ihr Euch halten solltet.
Meine erste Wahl wäre ein Toyota Hiace 4x4 der Generationen wo man noch über dem Motor sass.
Aber da einen brauchbaren für 10'000 zu finden ist schon schwirig...
Deshalb solltet Ihr vieleicht eure handwerklichen Fähigkeiten nochmals übderdenken bzw. was dazu lernen in die Richtung.
Dann wäre auch z.B. ein Subaru Forester (klick mich) eine Möglichkeit.
Bei speziell dem Auto könnte man recht einfach ein Hochdach/Aufklappdach aufkleben, eine kleine rausnehmbare Gasküche und ein Porta-Potty sowei einen Wassertank rein und schon hättet Ihr einen für fast alle Pisten dieser Welt tauglichen Camper mit Allradantrieb, Sperrdifferenzial, grosser Zuverlässigkeit und das für wenig Geld...
Dank des Panoramadaches wäre sogar der Durchstieg nach oben schon vorhanden ohne dass Ihr die Blechschere in die Hand nehmen müsstet.
Ihr müsstet einzig ein passendes Dach suchen oder eines passend machen...z.B. das hier ab etwa 1100€: Klick mich, müsste in der Länge angepasst werden, die Breite könnte ev. passen, ansonsten passend machen...
Alles natürlich mit der MFK/TÜV vorab absprechen, aber wenn ich bei einem Hiace ein Hochdach aufkleben durfte wo ich ja sogar das Dach wegschneiden musste dann dürfte das Hochdach aufkleben ohne Blech wegzuschneiden kein Problem sein.
Infos wie man so was macht findet Ihr in der Womobox (klick mich).
Surfy
Beiträge: 585
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von Surfy »

Hier kommt ja doch noch Fleisch an den Knochen - für auch für budgetbewusste Reisende!

Was braucht es denn wirklich und zwingend?

Zelt, Isomatte, Schlafsack, 2x Wasser Kanister, Kocher, Bratpfanne, Pfanne, Teller, Besteck, Kelle, Schwamm, Minipackung Spülmittelkonzentrat, Faltschüssel, Trockentuch, Multi-Tool, Spanngurte, grosse leichte Plastik-Plane (ersetzt Markise), 1-2 Pastikboxen zum verstauen, Taschenlampe / Stirnlampe.

Das geht erstmal mit jedem Fahrzeug. Und mit kleinem Budget.

Wichtig ist das Fahrzeug vor der Fahrt überholen zu lassen, Komponenten prüfen zu lassen die mit der gegebener Kilometer Anzahl gerne mal fällig werden. Das Fahrwerk unbedingt auf das Reisegwicht abstimmen :!:

Gegebenenfalls Komponenten vorsorglich tauschen lassen. Die F(l)oristen in den Fahrzeug-Markenforen helfen euch da gerne weiter.

Wenn nun noch Budget über ist, kann man die Komfort-Seite angehen:
Klappstühle, Klapptisch, 12v Kompressor Kühlbox, bessere Matratze, eventuell Dachzelt etc

Das ist der Budget-Pfad.. Wer merkt das "mehr" drin liegt, kann nun bei der Fahrzeugwahl etwas wählerischer sein.

In einem Kombi Fahrzeug kann auch im Fahrzeug übernachten (alleine Komfortabel, zu zweit etwas beengt) - und so zumindest die schlechtwetter Phasen überbrücken.

Mit einem mittleren Budget kann man auch über Fahrzeug Modifikationen nachdenkn wie Picco sie genannt hat. Mit einem Bus und Klappdach käme viel Wohnraum dazu. Auch ein alter Liefer/Kastenwagen und ein minimal Ausbau zusammen mit der Hilfe des örtlichen Schreiners - kann viel Wohnraum bringen. Das womobox Forum ist da wirklich eine Fundgrube an Ideen, Lösungen und hilfsbereiten Teilnehmern.

So gesehen sind 10`000 Euro Budget schon eine komfortable Basis für ein Reisesetup :wink:

Surfy
indelandy
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von indelandy »

Nun ja,hier ist ja schon viel geschrieben worden,
mir scheint das wichtigste zu sein.

Mit einem gut gewarteten KFZ zu starten!

Fahre jetzt 294 000 km mit meinem Defender und
bin noch nie(trotz kleinerMängel ) irgendwo liegengeblieben.

Gruß Jürgen
PeterC
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von PeterC »

In Surfys Liste fehlt noch ein vernünftiger 12V Kompressor.
Mit wenig Luftdruck kommt man auch mit einem 4x2 verblüffend gut durch, aber das Aufpumpen anschließend muss mit einem Kompressor der 250€ Klasse erfolgen. Mit dem Baumarktgerümpel ab 20€ ruiniert man sich, weil es einfach nicht funktioniert, eher die Reifen da man nicht genug hinein bekommt. Die Fußpumpen geben im Sand auch schnell den Geist auf.

Ein weiterer Punkt ist ein Motor, der auch bei niedriger Drehzahl vernünftig Leistung bringt.
Die schwachen Wagen muss man meist mit zuviel Geschwindigkeit irgendwo durch jagen. Mit dem Erfolg, dass der Wagen springt wie ein Känguruh und dadurch Schäden entstehen oder man sich irgendwo festfährt, wo man nie mehr allein raus kommt. Manche hängen der irrigen Meinung nach, man käme rückwärts problemlos raus wo man sich vorwärts mit Schwung fest gefahren hat. Lokale Bergehelfer gehen auch ins Geld, wenn ich so manche Reiseberichte lese.

Andererseits: wer auf Asphalt bleiben will, und das scheint mittlerweile weitgehend möglich zu sein, kann auf beides verzichten.

Dazu haben wir bisher nichts gelesen.

Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Turi
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von Turi »

Hallo Wüschigemeinde
Da kommen Tips vom Zelt mit Motorrad, von diversen Fahrzeugen aller Art, über Ausrüstung die die erwähnten 10 000 Euro übersteigen usw.
Grundsätzlich gilt doch, wie will ich reisen, hier scheint ein Camper gemeint, 10 000 Euro :shock: .
Dann die Frage, wohin will ich reisen, Afrika it's so different :!: und unendlich gross.
Wieviel Km sollen's den sein, wir haben im Moment 64 000, das summieren sich auch die Unterhalts und Reifenkosten.
Und wer meint, der kann zB. im südlichen Afrika noch mit abgefahrenen "Schlappen" herumgurken, der hat sich geirrt, der zahlt dann bei diversen Kontrollen das Lehrgeld, das funktioniert noch von Marokko bis zum Congo, dann ist Schluss mit lustig.
Da wird dann mit verschiedenen Masstäben gemessen, schwarz 5$ weiss 50$.

Wie Peter schon erwähnt hat, lässt sich's von Nord nach Süd und Süd nach Ost fast alles auf Asphalt fahren.
Hat man die Zeit, kann man eine Regenperiode "aussitzen".

Bleibt die Frage nach dem Fahrzeug, ich hatte in der Firma einen Hiace 4x4, gutes Auto, aber..., haben die mal 150 000 km gelaufen ist, wie übrigens bei allen anderen Fahrzeugen auch, ist ein grösserer Service angezeigt, da reicht nicht ein Öl und Filterwechsel, da müssen praktisch alle Gummis an den Aufhängungen, usw, ersetzt werden, will man unterwegs nicht gröbere Probleme, da ist der Motor bzw die Teile um den Motor zu ersetzen oder zu revidieren.

Unsere Freunde sind mit einem T4 im Moment in Ruanda, der 2. Satz Stossdämpfer ist dahin, die Zahnriemen,Teile der Antriebseinheit mussten ersetzt werden usw. dies alles bei nunmehr ca 180 000 km auf dem Tacho.
Da summieren sich dann schon mal Reparaturkosten auf 4-6000 Euro.

Ich will hier niemand vom Reisen abhalten, ganz im Gegenteil, wir sind nun seit 22 Monaten unterwegs.

Man sollte allerdings den finaziellen Aufwand nicht unterschätzen.

Entweder man investiert vor der Abfahrt, oder man muss unterwegs, teilweise tiefer in die Tasche greifen als zu Hause, vor allen Dingen, wenn man technisch nicht versiert ist und gewisse Leute die Notlage ausnützen, und das ist nicht die Ausnahme sondern eher die Regel.

Die 4x4 Mercedes von der Gemeinde resp. von der Feuerwehr sind alle samt mit einem 2,3 ltr Benzinmotor ausgerüstet, da muss man thermisch ein wenig nachhelfen und darf die Kanister nicht vergessen, da sind schnell mal 30 Liter auf 100 km im Gelände oder Sand, verbraten.
Abgesehen davon, habe lange einen gesucht, bis heute noch keinen gefunden.

Lange Rede kurzer Sinn,
entweder man startet mit "gut" revidiertem Fahrzeug von zu Hause, oder man rechnet für unterwegs einige Wochen Zwanspause und nicht unerhebliche Kosten für Reparatur und Ersatzteilbeschaffung ein.
Oder.... man fliegt nach Hause, da das Fahrzeug irreparabel irgendwo verlassen werden muss.
Das was zu Hause in 5 Jahren kaputt geht konzentriert sich auf einer Afrikareise, wenn man ab und zu mal Sand- und Pistenetappen fährt, auf 1 Jahr.
Dann kommt noch die Frage des Carnets :?:
Ich kenne niemanden, von denen, die wir unterwegs getroffen haben, dabei viele Langzeitreisende, die ohne Schäden gefahren sind.
Das lustige ist, dass die Meisten während oder nach ihrer Reise praktisch nichts davon berichten, wieso auch immer.

Wenn man ein extrem knappes Büdget hat, ist am ehesten noch Backpacker angezeigt.

Mit dem Fahrzeug summieren sich alleine schon die Diesel oder Benzinkosten, ausser man ist nur in Algerien oder Angola unterwegs :wink:

Gruss aus Tansania
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
albrecht willems
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von albrecht willems »

Ist naturlich eine Geschmacksache, und Hauptsachlich etwa Technische Kenntnis daruber :wink: Bin wie man sagt: einen "begeisterte" VW Bulli fahrer seit '68...geht von T1/T2/T3/T3 Syncro/T4 Syncro, km afrika: 151243 Nord Amerika:
80648 Sud Amerika: 49849 Naher Osten: 43670 + einige tausende innerhalb Europa. Sowieso war/ist basteln-on-the-road, etwas das dazu gehort :!:=ersatzteile/werkzeug dabei :!: kupplung wechsel/getriebe wechsel/lagern wechseln usw....fast immer was los :wink:
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ferdi
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Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von ferdi »

Na ja Turi,
die Reifen bzw. die Strafen dürften nicht das Budget sprengen.
Einen Bus (MB 100, 20x, 30x oder T3 Diesel) gibt es für 1-2 TEuro, rechnest mit 3TEuro zusammen mit Ausbau und Verschleißteilwechel, 40 Tkm ca. 4 TEuro Spritkosten, Visa und Versicherungen Afrika 200 Euro für 2 Leute pro Monat, Verpflegung sparsam das gleiche. 10 Euro für eine Fuß- und Handpumpe auch noch und 400 Euro für neue Reifen. Sind ca. 11 TEuro für ein Jahr abzgl. ggf. Verkaufserlös-Rückflug.
Gruß
Ferdi
tjenni@osb
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Registriert: Sa 31. Dez 2011, 14:11

Re: Afrika mit Campingbus

Beitrag von tjenni@osb »

nun kommt noch der senf von tömu mit dem 309 4x4 bus :lol:

ich hab damals zum guten glück nicht auf das gehört was alle sagten, und zwar das ich krank im kopf sei und mir dabei den hals brechen werde.

fürs afrika bereisen braucht man heute (auser mann wil weis gott wo in den bush) kein allrad mehr.

wenn ihr so ein 300er serie mercedes bus nehmt, den motor vom 309d ist n gutes motörchen. Ca 10 bis 15cm höherlegen und die stahlfelgen vom Puch G und die landrover Standartgrössenbereifung 235 /85 R 16 aufzihen und ihr könnt 95% von meiner tour mitmachen. Hat n paar Typen im Busfreaks.de forum die so unterwegs sind.
Hier ein link http://www.busfreaks.de/strohrum/techni ... post474960

von marokko her bis nach Demokratische republik Congo hin hatte ich immer alle teile problemlos gefunden.

hoffe hat geholften!

Gruss Tömu
Antworten