Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Süd-Sudan, Äthiopien, Somalia, Senegal, Gambia, Bissau, Guinea, Sierre Leone, Liberia, Cote d' Ivoire, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrika, Eritrea, Djibouti

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ATLAS
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Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von ATLAS »

Hallo, wir reisen seit drei Jahren im 1978er Mercedes 407 und waren letzten Winter in Marokko.

Es hat uns sehr gefallen und wir sollen diesen Winter weiter in den Süden, Gambia klingt interesant.
Es gibt hier massige Beiträge teilweise auch älter, also erlaube ich mir mal neu nachzufragen.

Die Sicherheitshinweise zum Senegal hab ich auch gesehen, was gibt es sonst noch,
was kann vorab organisiert werden (vielleicht sogar aus Deutschland / sind grad mal wieder hier)
was benötige ich an Papieren?

Meine Frau ist Amerikanerin mit deutschem Titel, Besonderheiten? Ich spreche französisch, wir sehen nicht nach Geld aus :)

Ansonsten freue ich mich über Tipps z.B. die drei Tage Senegal in 10Tage zu verwandeln, möchte einmal Dakar sehen.
Wie komme ich ums Carnet herum?
Abstecher nach Mali zu empfehlen?
schnorr
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von schnorr »

ATLAS hat geschrieben: Meine Frau ist Amerikanerin mit deutschem Titel,
was kann ich darunter verstehen?
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
skrewdriver
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von skrewdriver »

hallo atlas
war vor ca. 3 jahren dort und bin auch weiter nach gambia,auf dem campplatz ,banjul,von joe,kann ich dir empfehlen.habe dort das auto mehrer monate stehen lassen und bin anschliessend mehrere mal zum auto geflogen.
warum willst du das carnet umgehen?
das gibt doch sicher nur probleme-mit läuft alles entspannt ab.
auch mali kann ich dir empfehlen-habe mich allein in dogontal zwei wochen aufgehalten.
wegen der sicherheit,das muss jeder selbst entscheiden.wir hatten keine probleme.
bin jetzt inzwischen mit meinem fahrzeug in kamerun.
gruss matthias
doncarlos
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von doncarlos »

Hi Atlas,
freut mich echt dass sich mal wieder jemand da runter nach Westafrika traut und das noch dazu mit einem alten Benz-Transporter. Wenn Ihr Sorgen wg. des alten Vehikels und möglicher Reparaturprobleme hättet so könnt Ihr diese garantiert vergessen, denn auf der ganzen Route darunter gibt es wohl die weltweit größten Spezialisten gerade für diese Sorte von automobil - und auch alle möglichen Ersatzteile lassen sich dort sogar eher (und billiger) auftreiben als hier im Mutterland von Benz.
An papieren brauchst du eigentlich gar nichts besonderes, d.h. ich setze voraus daß du einen EU-Pass und Deine Begleiterin auch und/oder sogar einen US-Pass hat und das Vehikel auch authentische Wagenpapiere. Eigentlich könntest Du gleich reinsitzen und losfahren nur macht momentan in der Regenzeit das Fahren im Sahel (zumindest auf Pisten) weniger Spaß -obwohl die gelegentlichen Tropengewitter schon ganz schön grandios sind.
Versicherungen musst Du sowieso ab Marokko für jedes Land gleich an der grenze jeweils neu abschließen, die auch nicht übermäßig teuer sind. Früher kriegtest Du auch an jeder Grenze ein Laissez-passer vom Zoll, aber jetzt geht dies nur noch in MA kosten- und komplikationslos. Dies reicht dann auch für die Westsahara und erst in mauretanien bzw. erst recht an der senegalgrenze wird's wieder komplizierter. Dafür ist dann Gambia aber gänzlich unproblematisch.
Senegal verlangt jetzt auch kein Visum mehr dafür macht hier der Zoll für Touristen mit älteren Vehikeln (als 9 jahre) schon beträchtliche Schwierigkeiten. Zwar kannst du für knapp 200 € mit Zolleskorte durchs Land, hast aber dafür nur 1 tag und das ist für Touristen uninteressant. Daher holst Du Dir doch am besten über den ADAC gleich ein Carnet, wofür du im wesentlichen nur eine Bankgarantie vorzeigen musst und die Ausstellungskosten übersteigen auch nicht die zollgebühr im Senegal. aber genaueres erzählt Dir dann sicher der ADAC oder die Wüschi-gemeinde. Aber wenn Du schon beim ADAC bist lässt Du dann am besten auch gleich für Deine Frau eine "Procuration" ausstellen, damit diese im Notfall (wenn du fahrunfähig werden solltest) das Vehikel auch alleine durch die Grenzen fahren darf.
Das Visum brauchts mittlerweile nur für Mauretanien, das kriegst Du aber jetzt auch an der grenze, allerdings für einen happigen preis (120 €). Jedenfalls ist es unnötig dies schon von hier aus an der berliner Botschaft zu besorgen.
Ob du tatsächlich noch einen Abstecher nach mali machen willst, wie dies skrewdriver empfiehlt überlasse ich Deinem -und deiner Frau- Wagemut. Immerhin gibt es dort reale Kämpfe mit Tuareg- und Dschihad-Kämpfern, die ich mir bei aller Sehnsucht nach diesem wirklich tollen Land zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht antun möchte.
In Gambia ist momentan jedoch alles problemlos und ich rechne eigentlich auch für diesen Herbst/Winter trotz anstehender Präsidentenwahlen mit keinen nennenswerten politischen Auseinandersetzungen und daher rührenden Gefahren für Touristen (die in Gambia ja fast eine heilige Kuh sind, weil die einzigen wirklichen Devisenbringer). D.h. dort sind die Behörden (außer vielleicht die Militärs in bestimmten Gegenden) wirklich durch die Bank touristenfreundlich, insbesondere wenn du ab und zu auch ein kleines Geschenk machst. Damit möchte ich aber nicht gleich wieder die alte heftige Debatte die hier in der Wüschi-gemeinde darüber tobt, entfachen. Daher bitte auf keinen fall Geldgeschenke und ich würde auch keine Cola -ob gekühlt oder pisswarm- oder dgl. verschenken. Ich denke eher an eine Zigarette oder auch eine (marokkanische) Orange oder auch Datteln. Das macht das reisen dann schon viel angenehmer, führt es doch häufig auch zu freundlichem Plausch mit den Beschenkten, und um solche Kommunikation mit den Leuten vor Ort sollte es uns ja doch in allererster Linie gehen meint doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
Canadier
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von Canadier »

Carnet:

ADAC-Mitglieder ca. 180,- € Schreibgebühr, sonst ca. 280,- €
Kaution je nach Fahrzeugwert : 5000,- € bei Fahrzeugwert bis 5.000,- €
Abwicklung am besten direkt über München. In Regionalbüros wissen die Mitarbeiter nicht immer alles richtig ...
todo
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von todo »

Canadier hat geschrieben:Carnet:
ADAC-Mitglieder ca. 180,- € Schreibgebühr, sonst ca. 280,- €
nö,
adac mitglieder 200,- , sonstige 300,- euro
https://www.adac.de/_mmm/pdf/DE-Antrags ... _18335.pdf

Canadier hat geschrieben: Kaution je nach Fahrzeugwert : 5000,- € bei Fahrzeugwert bis 5000,- €
nö,
für (west)afrika bei fahrzeugwert bis 7500,- kaution : 2500,-,
(falls der anhänger mit soll, brauchst du nochmal das gleiche :shock: )
https://www.adac.de/_mmm/pdf/DE-Antrags ... _18335.pdf

Canadier hat geschrieben: Abwicklung am besten direkt über München. In Regionalbüros wissen die Mitarbeiter nicht immer alles richtig ...
korrekt



aber völlig unerheblich, weil,
er schrieb er möchte kein carnet... :wink:

ps:

atlas:
spezielle 407 spezifische ersatzteile sind auf der strecke eher dünn bis nicht vorhanden,
der 407 ist nicht so beliebt dort. ( im gegensatz zu den 508/608)
ATLAS
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von ATLAS »

Danke vorab für die interessanten Meldungen.

Meine Frau hat nen amerikanischen Pass mit deutschem Aufenthaltstitel... ich nen deutschen Reisepass.
Wir leben seit Jahren eine Reise und haben sehr begrenzte Finanzen, deswegen sind Kautionen nicht machbar. (Ausserdem sind auf dem Anhänger noch zwei Motorräder) das sprengt jeden Rahmen. Kann man irgendwo solche ein Carnet-blanko-Zettel erwerben? Ist doch auch nur PApier...

Wegen der Technik mache ich mi Null Sorgen, bin selbst Mechaniker und hab alles wichtige dabei, Helfe gerne anderen unterwegs. Unser Bus macht weniger Probleme als jeder Hilux oder sonstiger Neumodischer Quatsch, zu viel Elektronik.

Vom CP bei Joe hab ich schonmal gehört... kann ne Reservierung an der Grenze schon helfen?
Ansonsten nur noch grundlegend ob die Route an der Küste oder im Inland cleverer ist,
Bäärti
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von Bäärti »

ATLAS hat geschrieben:...
Vom CP bei Joe hab ich schonmal gehört... kann ne Reservierung an der Grenze schon helfen?
nein
ATLAS hat geschrieben:Ansonsten nur noch grundlegend ob die Route an der Küste oder im Inland cleverer ist,
Küste

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
todo
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von todo »

tach,

amerikanischer pass: schlau machen über eventuelle visumspflicht in den einzelnen ländern.

falsche carnet: lass es, geht heutzutage überwiegend nach hinten los, speziell im senegal,die laufende nr. und das schriftbild werden gerne per fax beim ausstellenden club gegengeprüft.

407: klar, technik recht problemlos, aber fahrwerk und einbauten können arg leiden, sämtlicher rost wird wegvibriert unterwegs :lol:
anhänger zerbröselt auch gerne auf den rüttelstrecken.

papiere: genügend ` fiche` (muster findest du in der forumssuche) mitnehmen.

gruß
todo

nachtrag:
anhänger + 407 + 2 motorräder = 4 carnets bzw.
4 x transit.
kosten für transit jeweils abhängig von geduld, tageslaune, verhandlungsgeschick, aber immer teuer weil du nach senegalesischem verständnis mit typischem verkaufsfahrzeug unterwegs bist, auch wenn es "nur" ein 407 ist.
doncarlos
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von doncarlos »

Hi Atlas,
viel Spaß mit eurem Gespann !! Glaubt aber ja nicht dass es besonders günstig wird, damit durch alle diese Länder zu kommen.
Auch wenn Ihr gerne den Senegal touristisch kennenlernen wolltet werdet Ihr bei dieser Konstellation ordentlich bluten müssen. Ich würde versuchen, eine Gesamt-Verzollung, d.h. ein Zolldokument für das gespannte Gespann zu bekommen, auf dem dann nicht nur KFZ-Daten des schleppenden Transporters eingetragen sind sondern auch die der Motorräder und des Hängers. Natürlich habt ihr dann halt auch nur eine ganz begrenzte Durchfahrtszeitdauer, nämlich 1 Tag von Rosso bis Kaolack, Zollstation. Dies ist bei den ca. 400 km auch zeitlich kein Problem aber natürlich nicht ganz in eurem Sinne. Aber dann müsst Ihr euch wirklich fragen, was euch wichtiger ist: die langsame und touristisch viel interessantere Fortbewegung mit häufigem Mopedfahren oder die Begrenzung eurer Ausgaben.
Tja, Afrika ist mit dem Kfz heutzutage nicht mehr billig, aber das liegt halt auch daran, daß mittlerweile die ganzen afrikanischen Boat-people von Europa aus wieder mit Schrottautos in die Heimat zurückfahren und diese natürlich gut verkaufen wollen. Früher war diese strecke halt eine Exklusivveranstaltung für weiße Europäer.
Ciao Doncarlos
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todo
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von todo »

doncarlos hat geschrieben: Tja, Afrika ist mit dem Kfz heutzutage nicht mehr billig, aber das liegt halt auch daran, daß mittlerweile die ganzen afrikanischen Boat-people von Europa aus wieder mit Schrottautos in die Heimat zurückfahren und diese natürlich gut verkaufen wollen. Früher war diese strecke halt eine Exklusivveranstaltung für weiße Europäer.
:lach:
so eine frechheit aber auch von den
bösen afrikanern

doncarlos
deine beiträge sind nicht zu toppen... :h:

ps: die "schrottautos" kommen per schiff(weil sie die überlandstrecke gar nicht schaffen),überwiegend verschifft von geschäftstüchtigen libanesen aus europa.

die von dir so herablassend als boat-people bezeichneten afrikaner haben natürlich auch "früher" schon fahrzeuge runtergebracht.

aber hauptsache mal nen bisschen
stimmung gemacht, nicht wahr :lach:
doncarlos
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von doncarlos »

Hi Todo,
wenn hier etwas nicht mehr zu toppen ist dann ist es diese Böswilligkeit der Falschinterpretation Deinerseits.
Bald macht es keine Lust mehr, sich überhaupt noch hier im Forum zu äußern wenn man quasi das Wort im Munde rumgedreht bekommt, nur damit man in das Interpretationsschema von Menschen wie Dir passt, welche die Welt immer so gern in gute und böse Menschen unterteilen möchten. Wer es wagt von deiner päpstlichen Hochmoral auch nur sprachlich abzuweichen, dem kann es ja nur um Stimmungsmache gehen. Man möchte eigentlich lachen wenn es nicht zum Weinen wäre.
Ich frag mich wirklich ob es Dir bei diesem Wahrnehmungsschematismus überhaupt noch möglich ist, eine Faktendarstellung -auch wenn sie einem nicht passen sollte- als solche erstmal wahrzunehmen ohne daß gleich der Kamm schwillt. Für mich ist der Begriff "Boat-people" per se keinesfalls herabwürdigend. Es wäre mal interessant zu sehen wie es mit der Begriffssensibilität der Wüschi-gemeinde bei diesen Ausdrücken aussieht. Aber natürlich gibt es noch mehr Leute wie Du, denen die "Politische Korrektheit" über alles geht und die dann auch womöglich schon den Begriff "Schwarzer", "Afrikaner" etc. für verdammenswürdig finden.
Aber schwinge ruhig weiter diese moralische Keule und dresche damit auf Mitdiskutanten ein wenn es für Deine "Selbstbefriedigung" wichtig ist. Dem Erkenntnisgewinn, um den es mir bei meinen Beiträgen geht, dienen diese sprachpolizeilichen Interventionen jedenfalls nicht.
Nochmal zur Sache selbst: ich fahre schon seit über 30 Jahren durch die Sahara und dies mit Vehikeln, die man durchaus heute als Schrottautos bezeichnen würde, und zwar in erster Linie aus sportlichem Ehrgeiz und ethnologischem Interesse für Land und Leute. Manchmal blieben diese Kisten auf der Strecke, was das ganze dann auch zu einem echten Abenteuer machte. Damals war eigentlich -zumindest nach meiner Erinnerung- kein 'Schwarzafrikaner mit ähnlichen Kisten unterwegs. Durch den Ausbau der Wüstenhighways kann heute natürlich jeder x-beliebige durch die Sahara fahren, d.h. es hat durchaus eine Demokratisierung dieses früher eher exklusiven Unternehmens stattgefunden. Dies hat nichts mit Frechheit zu tun, die ich natürlich keinem unterstelle meint Doncarlos
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todo
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von todo »

doncarlos hat geschrieben: Bald macht es keine Lust mehr, sich überhaupt noch hier im Forum zu äußern
tu dir keinen zwang an :wink:
doncarlos hat geschrieben: Für mich ist der Begriff "Boat-people" per se keinesfalls herabwürdigend.
für mich per se auch nicht,
nur in dem kontext in dem du den begriff benutzt.
doncarlos hat geschrieben: Nochmal zur Sache selbst: ich fahre schon seit über 30 Jahren durch die Sahara und dies mit Vehikeln, die man durchaus heute als Schrottautos bezeichnen würde, und zwar in erster Linie aus sportlichem Ehrgeiz und ethnologischem Interesse für Land und Leute. Manchmal blieben diese Kisten auf der Strecke, was das ganze dann auch zu einem echten Abenteuer machte.
och, wenns hilft:
das kann ich toppen, bei mir sinds über 35 jahre :h: , allerdings nicht nur durch die sahara, das wär mir dann doch etwas öde. ich hab schon immer mal nen abzweig in andere winkel der welt genommen. immer mit altfahrzeugen aber nie mit schrott, vielleicht sind deshalb auch alle angekommen.
allerdings kann ich nicht mit sportlichem ehrgeiz oder ethnologischem interesse aufwarten,sondern "nur" als autoschieber...


die "höheren kosten" würde ich mal auf die einfachheit der taxiroute westafrika ab ende konvoi bzw. ab fertigstellung der straße schieben, damals kaum visaprobleme, kein carnetzwang, keine baujahrsbegrenzung und relativ günstiger importzoll in vielen ländern, schnelle erreichbarkeit und günstige rückflüge haben doch viele leute auf die idee gebracht, "schnell mal" nen fahrzeug runterzubringen und zu verkaufen. die haben dann teilweise ordentlich geblutet finanziell,
aber bestimmt nicht die afrikaner die runterfahren, die minimieren ihre kosten sehr effektiv...






@atlas:
die sache mit der eskorte läßt sich natürlich auch tageweise dehnen,
alles eine frage des verhandlungsgeschicks und der kosten.
mit einer sache immerhin hat doncarlos recht: günstig wird das alles nicht.

papiere: gelbfieberimpfung wird auch gerne mal geprüft unterwegs...

gruß
todo
doncarlos
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von doncarlos »

Hi Todo,
[quote][/quote]
schön dass du schon so weit herumgekommen bist und diese Erfahrung erkennt man auch daran, dass Du Dich nicht nur auf der Ebene der Begriffspolemik a la Political correctness bewegst sondern auch noch zum eigentlichen Thema der Beratung des Fragestellers Atlas über mögliche Kosten seiner Westafrika-tour substanziell etwas beiträgst.
Mir ging es mit der Anführung meiner langen Afrika (und übrigens auch Orient) Erfahrungen nicht ums Herumstrunzen, daher brauchen wir eigentlich nicht gegeneinander aufzutrumpfen.
Was deine historische Erklärung der Kostendynamik auf der Westsahararoute angeht bin ich auch mit dir d' accord.
Viel mehr interessieren würde mich aber was Deine Beobachtungen und Erklärungen dafür sind, warum in der letzten Zeit ganz überwiegend gebürtige Westafrikaner auf dieser Westroute anzutreffen sind.
Ich unterhalte mich immer mit denen und erhalte dadurch ein relativ eindeutiges Bild dieses eher neuen Phänomens.
Die meisten kommen aus Spanien, d.h. haben überwiegend Altautos (ich rede jetzt nicht mehr von Schrottautos wenn dies hier allgemein als despektierlich empfunden wird) und gelangten in der Vergangenheit meistens auf Booten (span. pateras) über die Meerenge bzw. die Kanaren dorthin. Dort konnten sie aber wirtschaftlich keinen Fuß auf den Boden bekommen und versuchen jetzt ihre wirtschaftliche existenzsicherung als autoschieber (dies verstehe ich auch nicht despektierlich sondern würde mich wie Du ja auch als solchen bezeichnen). Dass die afrikanischen Chauffeure dabei ganz souverän ihre Kosten reduzieren (durch Beladung mit allerlei Trödel und dessen verkauf auf der ganzen route) kann ich ebenfalls bestätigen und ich finde dies sicher nicht negativ sondern ich bewundere eher diese Überlebenstechnik.

Wenn Du und andere Vielfahrer vielleicht auch noch Beobachtungen zu diesen doch ziemlich auffälligen Veränderungen auf unserer Hausroute besteuern kannst, dann wäre ich Dir im Interesse eines Erkenntnisgewinns dankbar.
Aber warum muß man denn bei diesen Beschreibungen der faktenlage immer gleich die Streitaxt ausgraben, fragt sich Doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
ATLAS
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Re: Jan Feb 2017 Route Marokko - Gambia / Tipps gesucht

Beitrag von ATLAS »

Manchmal schmökert man gerne in Erinnerungen. Im letzten Winter hatte es nicht geklappt, da kam ja in Gambia was mit Armee und Regierung in die Quere... ließen wir lieber bleiben.

Diesen Winter flohen wir aus Marokko in den Süden, die Reise durch Mauretanien nach Mali und rüber nach Guinea und Bissau steht nun aktuell in der Casamance mit Kompass auf Rücktour.

Alles habe ich wie üblich im blog niedergeschrieben, bin mit nem Kumpel unterwegs, zwei alte DüDos und auch ohne Carnet bisher unproblematisch. Die Korruptionsgeschichten diskutieren wir geduldig aus und auch ne Zusammenfassung meiner Reisekosten liegen online auf meinem Blog. Visas in den Hauptstädten der Nachbarländer organisiert hat bisher den zweitgrößten Posten nach Treibstoff ausgemacht...

Vielen Dank erneut, dass ihr mir damals nicht meinen Traum ausgeredet habt, die Route über Guinea werde ich eher nicht nochmal so machen, der Rest hat sich bisher aber echt gelohnt.
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