Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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martin1101
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von martin1101 »

Uwe Schmitz hat geschrieben:
Mo 28. Dez 2020, 08:57
Esme ist die Frau von Stefan. :lach:
Sorry, das wusste ich nicht :bang:
Uwe Schmitz hat geschrieben:
Mo 28. Dez 2020, 08:57
Wer zur Seder St. kommt, der richte bitte viele grüße aus an die beiden.
Mach ich gerne, wenn wir hoffentlich dorthin kommen :mrgreen:

Martin
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Uwe Schmitz
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Uwe Schmitz »

Auf dem Weg nach Norden sind wir im Etosha Nationalpark angekommen. Wir haben noch einige Tage Zeit, bis unsere Freunde hier oben sind, so bummeln wir zwei Tage durch den Park und geben uns ganz den Tiersichtungen hin.
Nach Halali oder Namutoni, 2 Restcamps
Nach Halali oder Namutoni, 2 Restcamps
Spitzmaulnashorn mit Kind
Spitzmaulnashorn mit Kind
Aua! Wenn's doch dem Spitzmaulnashorn schmeckt...
Aua! Wenn's doch dem Spitzmaulnashorn schmeckt...
Elefant beim Baden und Puddern
Elefant beim Baden und Puddern
Streit unter Zebras ...
Streit unter Zebras ...
... da geht's hart zur Sache!
... da geht's hart zur Sache!
Auch bei Straußens gibt's Differenzen.
Auch bei Straußens gibt's Differenzen.
Schwarz-Weiß, immer wieder schön!
Schwarz-Weiß, immer wieder schön!
Was macht das Gnu mit seinem Kollegen?
Was macht das Gnu mit seinem Kollegen?
Das natürliche Wasserloch Chudob
Das natürliche Wasserloch Chudob
Giraffen in Massen
Giraffen in Massen
Angst vor den Enten?
Angst vor den Enten?
Sind Zebras wirklich so klein?
Sind Zebras wirklich so klein?
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Wir machen Mittagspause in Namutoni und essen im Restaurant einen Salat. Kaum sind wir fertig, und es ist abgeräumt, da erhalten wir Besuch am Tisch.
Erdhörnchen kommt Naschen
Erdhörnchen kommt Naschen
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Impalas (Schwarzfersenantilopen) und Springböcke kommen normalerweise nicht in den selben Gegenden Afrikas vor. Nur im Etosha Park treffen beide Spezies aufeinander, da kann Herr Impala mal Frau Springbock besuchen.
Impala und Springböckchen zusammen!
Impala und Springböckchen zusammen!
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Auch an Vögeln gibt's einiges zu sehen, hier der seltene Kerl, ein junger wood-hoepoe (gehört zu den Hopfen, wie der Wiedehopf). Der schöne Greifvogel über uns kann gerade nicht bestimmt werden ...
65-2020-12-07_PP010817.jpg
66-2020-12-08_PP010973.jpg
Leopard am Abend am Wasserloch
Leopard am Abend am Wasserloch
.
Die kleine Regenzeit aus Angola kommend rückt langsam näher, so fahren wir wieder raus aus dem Park und üb ernachten auf der Campsite des Sophienhof.
Dicke Wolken über dem Osten Etoshas
Dicke Wolken über dem Osten Etoshas
grüne Rasenplätze zum Campen auf dem Sophienhof
grüne Rasenplätze zum Campen auf dem Sophienhof
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Weiter geht's in den Norden, bald gehts hier weiter mit neuen Geschichten und Bildchen ... :h:
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Uwe Schmitz »

Von Outjo und Khorixas geht es nochmals ein klein wenig nach Süden. Wir lieben die Landschaft mit den Kugelfelsen dort und die wunderschön dazwischen gelegene Madisa Campsite, sogar mit einem kleinen Pool, und an der Bar sitzend können wir sehr gut den Webervögeln bei ihrer Arbeit zusehen.
Granitkugelfelsen auf dem Camping in Madisa
Granitkugelfelsen auf dem Camping in Madisa
Madisa vom Look Out Point
Madisa vom Look Out Point
Maskenweber beim Nestbau
Maskenweber beim Nestbau
Maskenweber am fertigen Nest
Maskenweber am fertigen Nest
Sunset über Madisa
Sunset über Madisa
Unser Nachtplatz in Madisa (mit dem Scharfstellen bei stockfinsterer Nacht happert es noch ...)
Unser Nachtplatz in Madisa (mit dem Scharfstellen bei stockfinsterer Nacht happert es noch ...)
.
Von Madisa fahren wir runter von der D-Pad auf kleine Pisten, um den Weg zu finden, den wir im März - vom Doros-Krater kommend - nach Twyfelfontein hin (und am Burnt Mountain vorbei) nicht gefunden haben.
Erst geht's durch sandige Täler.
Erst geht's durch sandige Täler.
Der Hubschrauber soll uns den Weg weisen? Na denn ...
Der Hubschrauber soll uns den Weg weisen? Na denn ...
Weiter durch weite sandige Ebenen
Weiter durch weite sandige Ebenen
.
Der Weg ist gut zu finden, am Wegesrand stehen viele Welwitschien. Ständig wechselt der Untergrund, wir fahren durch ein schwarzes Kugelfeld.
Alte, aber fast blattlose Welwitschia
Alte, aber fast blattlose Welwitschia
Junge Welwitschia in Blüte
Junge Welwitschia in Blüte
Schwarze Kugelsteine säumen unseren Weg.
Schwarze Kugelsteine säumen unseren Weg.
Einsame Wüste mit Brandberg (ganz links) und Doros-Krater (ganz rechts - schwarz)
Einsame Wüste mit Brandberg (ganz links) und Doros-Krater (ganz rechts - schwarz)
.
Der Abzweig war leicht zu finden (wir waren wohl im Frühjahr mit Blindheit geschlagen!), :bang:
und so schaffen wir das letzte Stück der grobsteinigen Piste bergauf und -ab zum Burnt Mountain (2016 sind wir die Strecke ein kleines Stück mit unserer Ente rein, wollten aber - allein fahrend - kein Risiko eingehen - und das war gut so!)
Unser nächster freier Nachtplatz hinter Twyfelfontein
Unser nächster freier Nachtplatz hinter Twyfelfontein
Der nächste Morgen
Der nächste Morgen
.
Twyfelfontein ist Weltkulturerbe wegen seiner Felsgravuren, die wir dieses Mal nicht besichtigt haben (Fotos dazu siehe unseren Beitrag von 2016), entsprechend viele Touristen kamen in Vor-Corona-Zeiten hier hin. Jetzt sind viele Souvenir-Verkaufsstände verwaist, und auch der gutgemachte Rest-Stop an der C39 Richtung Palmwag hat es wohl hinter sich ...
Überreste eines Straßencafes aus besseren (coronafreien) Zeiten
Überreste eines Straßencafes aus besseren (coronafreien) Zeiten
.
Wir kommen in das Tal des Huab, schöne kleine Dünen kriechen die Felsen hoch. Doch leider ist es sehr stürmig, trotzdem biegen wir ab ins Rivier, um uns wieder einmal dort umzuschauen.
Stürmisch-sandige Weiterfahrt zum Abu Huab-Tal
Stürmisch-sandige Weiterfahrt zum Abu Huab-Tal
Im Huab Rivier, dem trockenen Flussbett
Im Huab Rivier, dem trockenen Flussbett
Stunden später hat sich der Wind beruhigt.
Stunden später hat sich der Wind beruhigt.
.
Die C39 bringt uns weiter nach Palmwag und Sesfontein, die Qualität der Straße (also Wellblech- und Wasserrillen-vorkommen) ist deutlich besser als die Jahre zuvor, vielleicht einer der wenigen Vorteile, dass so wenig Touristen unterwegs sind.
"Wüsten"-Giraffe kreuzt unseren Weg
"Wüsten"-Giraffe kreuzt unseren Weg
.
So, jetzt kommt für uns der Rückflug aus ganz frischem Risikogebiet und wieder Einleben (mit Quarantäne?) in einem Corona-Hotspot (Deutschland).
Ich wünsche Euch trotz allem einen Guten Rutsch und ein reisefreudigeres Jahr 2021, in dem sich ausgefallene Reisewünsche erfüllen werden.

.
Im Neuen Jahr schreibe ich hier dann weiter ...
viele Grüße
Uwe
martin1101
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von martin1101 »

Guten Abend Uwe,

danke nochmals für´s Mitreisen lassen - es hat unsere Vorfreude noch angeheizt.
Wir hoffen, dass wir ein paar Eurer "Leckerbissen" auch in Kürze erleben dürfen - gut 2 Wochen noch :h:
wenn hoffentlich nichts dazwischen kommt :mrgreen:

Ihr seid jedenfalls zur richtigen Zeit gefahren!

Kommt gut heim und alles, alles Gute für 2021
LG
Lisi & Martin
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Achim Vogt
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Achim Vogt »

Liebe Geli, lieber Uwe,

Ihr habt es immerhin geschafft - was sind da schon fünf Tage Quarantäne in Deutschland! Ob wir im April überhaupt fahren können, wird sich erst noch zeigen müssen ...

Wunderbare Bilder, die das Abwarten aber weiß Gott nicht leichter machen! :)

Viele Grüße aus Beirut
Achim
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Uwe Schmitz
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hallo liebe Wüstenfreunde,
zum Beginn des Neuen Jahres möchte ich Euch ein paar Wüstenbildchen zeigen,
aus unserer Traumgegend, der Sahara, Südalgerien ...
Unser Tagflug führte uns genau über Agadez und das Gassi Touil, nur: Senkrecht nach unten fotografieren geht bei echten fliegern (für Passagiere) nicht! Ich konnte unsere Flugroute aufzeichnen, daher habe ich die genauen Aufnahmepositionen der folgenden Fotos:
1. Über dem Tassili du Hoggar, ganz vorne unten dürfte das Oued Tadant sein, rechts im Bild gehts dann zum Oued Afara,
P1040066.jpg
.
2. laut Uhrzeit und Blickrichtung könnte es sich bei dem Gebirge um das Teffedest handeln, kennt jemand diese Silhouette und kann meine Annahme bestätigen?
P1040073.jpg
.
3. Da haben wir gerade die Südspitze des Erg Tiffernine überflogen, die Spitze selbst lag zum ablichten zu sehr unter der Fluglinie,
P1040075.jpg
.
4. Das ist wohl eindeutig der Gara Khanfoussa, Bestätigung von jemandem?
P1040077.jpg
.
Und mit erreichen des Atlas kamen Wolken auf und die Sonne ging über den Wolken unter ... was für ein Abschied von 2020!
P1040081.jpg
.
So, und damit ihr nicht meint, der thread wäre nun zu Ende, nein, er geht natürlich mitten (bzw. mit dem Norden) in Namibia weiter ...
In der Khowarib-Schlucht auf dem gleichnamigen Camping treffen wir unsere Reisegefährten für die nächsten Tage ins Kaokoveld. Wir machen erstmal ein Potje für alle zum Abendessen und besprechen unsere Reisepläne.
P1030975.jpg
.
Bald geht's weiter
viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Uwe Schmitz »

... weiter geht's ...
Wir haben uns also auf dem Khowarib Camping getroffen, sind am nächsten Morgen, um uns etwas die Füße zu vertreten, noch den wasserführenden Hoanib ein Stück bergauf bis zu einem kleinen Wasserfall gefolgt. Schönes Bild, plätscherndes Wasser in der Wüste.
Wasserfall in der Khowarib-Schlucht
Wasserfall in der Khowarib-Schlucht
.
Dann geht's über Sesfontein - letzte Einkäufe tätigen - in das Tal des Hoanib. Das wird eine fürchterlich staubige Sache, feiner Mergel bedeckt den Boden des Riviers (des Trockenflussbetts) - der Saharier sagt Feschfesch im Oued.
Einer fährt immer voraus ...
Einer fährt immer voraus ...
... wo isser?
... wo isser?
fast nichts zu sehen, das heißt großen Abstand halten!
fast nichts zu sehen, das heißt großen Abstand halten!
.
Das Tal wird enger, der Bewuchs nimmt in dem Maße zu, wie der Mergelstaub abnimmt. Es soll Wüstenelefanten in den Tälern hier oben geben, ohne dass hier Nationalpark oder so was ist, da sollte man denen nicht zu nahe kommen ... doch die freie Sicht fehlt hier, um Abstand halten zu können, wenn einer von denen auf der Piste stehen sollte. Wir entdecken Stellen am Boden, an denen die Elefanten (erfolgreich) nach Wasser gescharrt haben, und ihre Bollen beweisen ihr Vorhandensein.
Dicht bewachsene Piste im Hoanib-Tal
Dicht bewachsene Piste im Hoanib-Tal
Elefanten haben hier nach Wasser gesucht (und gefunden).
Elefanten haben hier nach Wasser gesucht (und gefunden).
Hier gibt es wirklich Elefanten!
Hier gibt es wirklich Elefanten!
.
Das Tal wird weitläufiger und übersichtlicher, dann kommt die Engstelle, The Poort, an der es zur Not durchs Wasser gehen muß (1999 im Winter so erlebt!). Doch zur Zeit ist noch alles staubetrocken.
Tal und Flusslauf hier sehr übersichtlich.
Tal und Flusslauf hier sehr übersichtlich.
Engstelle "The Poort"
Engstelle "The Poort"
.
Bisher haben wir noch garkeine Tiere im Tal gesehen, jetzt tauchen die ersten auf: Spiessbock und Springböckchen.
Oryx und Springböckchen im Hoanib-Tal
Oryx und Springböckchen im Hoanib-Tal
.
Und nun erscheinen auch erste Elefanten, ein Muttertier mit zwei Jungen. Vorsichtig nähern wir uns ...
Erster Kontakt mit Wüstenelefanten
Erster Kontakt mit Wüstenelefanten
In großem Bogen umgehen uns die grauen Riesen
In großem Bogen umgehen uns die grauen Riesen
Ganz friedlich und überhaupt nicht nervös
Ganz friedlich und überhaupt nicht nervös
Auf der Piste schon wieder ein Elefant ... und rechts am Baum noch einer.
Auf der Piste schon wieder ein Elefant ... und rechts am Baum noch einer.
.
Doch es bleibt nicht bei Elefantensichtungen, es erscheinen auch Giraffen, Sträuße und viele weitere Oryx und Springböckchen.
Giraffe im "Unterholz"
Giraffe im "Unterholz"
Straußenballett
Straußenballett
und wieder staubt's ...
und wieder staubt's ...
... und wieder Elefanten zusammen mit Oryxen
... und wieder Elefanten zusammen mit Oryxen
Gegenüber der Oryx ist der Kleine ganz schön mutig.
Gegenüber der Oryx ist der Kleine ganz schön mutig.
Auto und Elefanten passieren ganz entspannt.
Auto und Elefanten passieren ganz entspannt.
.
Bevor wir das Ende des befahrbaren Teils (ab dort Skelettküsten-N.P.) des Hoanib-Tals erreichen, biegen wir in ein kleines Nebental ab und suchen uns einen windgeschützten Lagerplatz für die Nacht.
Der Lagerplatz vom Boden
Der Lagerplatz vom Boden
Der Lagerplatz von oben
Der Lagerplatz von oben
Das Nebennal des Hoanib für den Nachtplatz
Das Nebennal des Hoanib für den Nachtplatz
Blick über das untere Tal des Hoanib
Blick über das untere Tal des Hoanib
weiterer Versuch einer Nachtaufnahme (mit Sternenhimmel runter bis zum Horizont!)
weiterer Versuch einer Nachtaufnahme (mit Sternenhimmel runter bis zum Horizont!)
.
Es geht noch weiter ... :h:
Viele Grüße
Uwe
marylin
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Registriert: Do 29. Nov 2012, 10:56

Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von marylin »

Das Problem mit den Langzeitbelichtungen kenn ich... Auf dem Bild weiss man nicht mehr was Staub/Sandkörner waren und was die Sterne...
Ténéré
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Ténéré »

Zunächst möchte ich mich für den Reisebericht bedanken, den ich mit viel Genuß verfolge.

Bezüglich der Bilder von eurem Rückflug glaube ich nicht, dass "Bild 2" den Tefedest zeigt. Der Tefedest müsste von eurer Flugroute über 150km entfernt sein. Die Flugroute von EW1279 führt von Agadez zum waypoint ERKEL (20° 58' 00.00" N, 7° 42' 00.00" E) und von dort nach Bordj Omar Driss. Ich habe das auf dem Kartenausschnitt mal ungefähr eingezeichnet inklusive dem Kegelberg, den dein Bild im Vordergrund zeigen sollte.

EW1279.jpg
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Uwe Schmitz
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo tenere,
das mit der entfernung von 150km hatte ich nicht bedacht.
dann könnte es - in etwa 40km entfernung zur flugroute - der Djebel Telerhteba sein.
hier mal die alte ESAT-karte mit flugroute, dann noch 'ne IGN 1mio. djanet.
ESAT 1990 N-32-20
ESAT 1990 N-32-20
IGN 1:1mio Fort Charlet NG-32
IGN 1:1mio Fort Charlet NG-32
das Bild ist ziemlich genau um 14:21 GMT gemacht, aufgezeichneter Flugrouten-Punkt 427 liegt am nächsten dran.
Abweichnung der Kamerauhr zur GPS-zeit im zehnersekundenbereich.
da wir leider über dem flügel saßen, geht der Blick aus dem fenster immer in stück nach hinten.
könnte das so passen?
danke fürs miträtseln und viele grüße
uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Uwe Schmitz »

Zurück im Tal des Hoanib folgen wir ihm noch ein letztes Stück bis vor dem Engpass Amspoort, dort verlassen wir das Tal un fahren über eine weite Ebene nach Norden.
Eingewehte Sandhänge an den Talwänden des Hoanib
Eingewehte Sandhänge an den Talwänden des Hoanib
Hohe Spülkanten im Hoanib vor Amspoort
Hohe Spülkanten im Hoanib vor Amspoort
Mit Schwung den Steilhang hoch und aus dem Hoanib-Flussbett heraus
Mit Schwung den Steilhang hoch und aus dem Hoanib-Flussbett heraus
Das Flussbett des Hoanib vor Amspoort
Das Flussbett des Hoanib vor Amspoort
Auf glatter Ebene geht's zügig nach Norden.
Auf glatter Ebene geht's zügig nach Norden.
Der Untergrund wechselt, es wird staubig.
Der Untergrund wechselt, es wird staubig.
Dicht am Skeleton Coast National Park entlang nach Norden
Dicht am Skeleton Coast National Park entlang nach Norden
.
In der Karte (T4A) ist ein Viewpoint eingezeichnet, von einem Hügel soll der Blick weit in den Nationalpark gehen. Da fahren wir mal hin!
Steiler Anstieg, nur mit Untersetzung möglich.
Steiler Anstieg, nur mit Untersetzung möglich.
Oben angekommen!
Oben angekommen!
Blick vom Viewpoint über unberührte Wüstenlandschaft
Blick vom Viewpoint über unberührte Wüstenlandschaft
.
Nachdem wir das Rivier des Khumib gekreuzt haben, wird unser Weg nun von Granitfelsen gesäumt, die in fantasievollen Formen ausgeblasen sind. Was die Natur sich alles an Schönheiten einfallen lasst ...
fantasievolle Granitformationen
fantasievolle Granitformationen
Erosion in ihrer schönsten Form
Erosion in ihrer schönsten Form
Hier kann ich aufgerissene Mäuler oder Tierschädel erkennen.
Hier kann ich aufgerissene Mäuler oder Tierschädel erkennen.
.
Dann plötzlich: Stopp! Da liegt wer! Oder was?
Wir laufen hin und was entdecken wir?
Einen Steinmann, der hilflos am Boden liegt.
Ein unbekannter Künstler hat wohl aus Steinen der Umgebung und mithilfe von Eisenstangen diese Skulptur zusammengeschweißt, eine wunderschöne Arbeit und total überraschend in dieser Einsamkeit.
Der liegende Steinmann
Der liegende Steinmann
Alle schauen nach, ob er noch Hilfe braucht ...
Alle schauen nach, ob er noch Hilfe braucht ...

.
Ein weiterer Steinmannsteht an unserem Weg. Wir nennen ihn den "Wächter des Tals", weil wir an einer Talöffnung gerade eben Mittagsrast hielten und ihn hier beim weiterfahren entdeckten.
"Wächter des Tals"
"Wächter des Tals"
Nur wenige Kilometer weiter und etwas versteckt, unser Weihnachtsmann.
Nur wenige Kilometer weiter und etwas versteckt, unser Weihnachtsmann.

.
Kurz bevor wir eine weitere Senke durchqueren, das weite Tal des Sechomib, finden wir eine natürliche Wasserstelle, eine Quelle, deren Wasser einen winzigen See bildet und wenige hundert Meter weiter versickert. Laut Karte (1:250T 1812 Opuwo) ist es die einzige Wasserstelle in weitem Umkreis mit dem Namen Ogams.
Der Quellteich Ogams
Der Quellteich Ogams

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Obwohl wir uns hier in einer Vollwüste befinden, entdecken wir immer wieder Pflanzen, die hier überleben können. Leider konnte ich auch im Internet fast nichts dazu in Erfahrung bringen ...
48-2020-12-15_PP011740.jpg
49-2020-12-15_PP011737.jpg
50-2020-12-15_PP011707.jpg
51-2020-12-15_PP011710.jpg
52-2020-12-16_PP011818.jpg
-
Es geht immer weiter ...
Viele Grüße
Uwe
abacus
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von abacus »

Hallo Uwe,

da haben wir uns knapp verpasst, wir sind an Silvester angekommen und wollen Montag losfahren. Wollte euch gerade anfunken, ob sich unsere Routen wohl irgendwo auf ein Bier o.ä. treffen. Nächstes Mal vielleicht. Aber die Bilder machen Appetit, auch wenn das Wetter hier in Windhoek noch nicht überzeugt.

Grüsse
abacus
abacus
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von abacus »

Sorry 2x gepostet, tablet macht sowas ungefragt. ..
Ténéré
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Ténéré »

Oh, du hast sehr gutes Kartenmaterial und gut getrackt. Ja, "2" ist damit bestimmt. Der Tefedest hatte mich jetzt interessiert, da ich dort vor 20 Jahren mit Kamelen unterwegs war.

Hier noch 2 FR24-screenshots mit der gelb gestrichelten Flugstraße "UR978" auf eurem Flug mit den Aufnahmepositionen "1" und "4", Gara Khanfoussa kommt also hin.

Sorry wegen offtopic...

zu Bild 1, UR 978 Flugstraße
zu Bild 1, UR 978 Flugstraße
zu Bild 4, UR978 Flugstraße, BOD = Bord Omar Driss
zu Bild 4, UR978 Flugstraße, BOD = Bord Omar Driss
Angelika Baumann
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Re: Wenn es Corona gibt, gehen wir in die Wüste

Beitrag von Angelika Baumann »

Uwe Schmitz hat geschrieben:
Sa 2. Jan 2021, 20:32
51-2020-12-15_PP011710.jpg
Das ist eine Hoodia. Welche Art genau, können uns vielleicht die Experten sagen...

Zu den Steinmännern gibt es hier noch was zu lesen: https://www.travelnewsnamibia.com/news/ ... kaokoland/
Koordinaten gibt es keine, sollen auch nicht veröffentlicht werden. Es geht um's Entdecken.

Viele Grüße

Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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