Wieder geht es auf den Desert Highway
aber nur für ein kurzes Stück. Dann biegen wir links ab auf den Kings Highway in Richtung Wadi Moussa, dem Gate zur alten Nabatäersiedlung Petra
Die schmale Straße windet sich auf dem Berggrat durch Windkraftanlagen
und Dörfer bis Wadi Moussa
In Wadi Moussa und Umgebung hat man zahlreiche Übernachtungsoptionen. Eins vorweg: Fahren muss man immer, egal wo man wohnt ! Es gibt günstige große Hotels mit ausreichend hoher Bettenkapazität direkt am Petra Haupteingang. Morgens früh kann man also sofort fußläufig in den Siq starten. Um abends einigermaßen gut und dazu auch noch preiswert essen zu gehen, muss man dann aber wieder das Auto bewegen, denn Wadi Moussa ist extrem steil und die bezahlbaren Restaurants liegen im Stadtzentrum, oben!
Es gibt einige preisgünstige Hotels oberhalb des Stadtzentrums. Die haben den Charme, dass ich die Lokal-Restaurants um die Ecke habe, dafür aber zum Petra Gate fahren muss. Oder weit laufen. Morgens hinab geht das ja, aber abends nach einem anstrengenden Tag in Petra wieder hinauf nach Wadi Moussa ist das eine Herausforderung.
Viele Traveller wohnen außerhalb Wadi Moussa, beispielsweise im Örtchen Um Sayhun. Dort gibt es einige Gästezimmer bei den Beduinen. Der Petra Nebeneingang liegt nah. Ohne anstrengende - da steile - Lauferei und Fahrerei kommt man aber auch hier nicht wirklich weiter. In der Nähe von Little Petra gibt es in Al Bayda weitere Gästezimmer. Und in der Nähe sogenannte "Beduinencamps". Die Camps liegen wildromantisch angeschmiegt an die für die Region so typischen Knubbelfelsen. Wir haben uns einige der Camps angesehen und einen Tee getrunken dort. Die mit gefühlten tausenden kleinen Lämpchen illuminierten Felsen rundherum sind wunderhübsch anzusehen. Der Beschallung der Musikanlage kann man sich leider nirgends so richtig entziehen. Und bei der momentan mehr als guten Touristenauslastung heißt es nicht nur anstehen beim Frühstücks- und Dinnerbuffet, sondern auch an den Gemeinschaftsduschen, Toiletten etc. Die festen Zeltunterkünfte stehen eng und dicht an dicht beeinander, so dass man nachts zwangsläufig jedes räuspern des anderen hört. Uns ist hier zu viel los, die wenigen "Beduinen" gehen momentan unter in der Menge an Touristen

Wer eine feine luxuriöse Alternative sucht, für den ist das wohnen in futuristischen Bubbles mit Blick auf die Felslandschaft von Little Petra das richtige! Auch wenn das Camp von weitem eher einer Ansiedlung einer fernen Galaxie gleicht, so sind die Bubbles momentan hier äußerst beliebt. Ganz in der Nähe dieser
Petra Bubble sollen weitere zwei Bubble Hotels entstehen. Es ist wirklich erstaunlich, welche Blüten Tourismus treiben kann. Die Bubbles aus Plexiglas bieten sämtlichen Comfort, selbst einen eigenen Jacuzzi darf jede Bubble ihr eigen nennen
Neben den kleineren Wohnblasen gibt es selbstverständlich auch eine Riesenbubble, die Rezeption und Restaurant beherbergt. Für den Gepäcktransport oder aber als Shuttle von Bubble zu Bubble stehen Golf-Caddys zur Verfügung
Da wir hier in der Gegend sowieso immer irgendwie aufs Auto angewiesen sind, mieten wir uns genau an der anderen Seite von Wadi Moussa in einem kleinen Weiler bei Valeria und Mahmoud im
Petra Farmhouse ein. Kontakt mobil/whatsapp: +962 7 7618 3385, E-Mail
petrafarm@outlook.it. Petra Farmhouse haben zwei Gästezimmer, es ist ruhig und die beiden sind herzliche Gastgeber. DZ für 2 Personen inkl. Frühstück 60 Euro/Nacht. Das Bad ist mit den Gästen des anderen Gästezimmers zu teilen, die beiden großen Wohnräume stehen jedem zur Verfügung

- Foto: Website AirBnB Petra Farmhouse
Übrigens: Mahmouds Schwestern sind gute Köchinnen. Das Beduin-BBQ auf orientalischem Reis, gewürzt mit 15 verschiedenen köstlichen Zutaten, kann ich jedem wärmstens empfehlen

Und nach einem langen und anstrengenden Tag in Petra schmeckts doppelt gut!