Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Birgitt
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von Birgitt »

Freut mich, wenns euch gefällt :)
dann gehts auch gleich weiter ...

Viele Grüße und euch schöne Weihnachtstage!
Birgitt
Birgitt
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Jordanien 2018 - Übernachtung in und um Wadi Moussa/Petra

Beitrag von Birgitt »

Wieder geht es auf den Desert Highway

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aber nur für ein kurzes Stück. Dann biegen wir links ab auf den Kings Highway in Richtung Wadi Moussa, dem Gate zur alten Nabatäersiedlung Petra

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Die schmale Straße windet sich auf dem Berggrat durch Windkraftanlagen

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und Dörfer bis Wadi Moussa

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In Wadi Moussa und Umgebung hat man zahlreiche Übernachtungsoptionen. Eins vorweg: Fahren muss man immer, egal wo man wohnt ! Es gibt günstige große Hotels mit ausreichend hoher Bettenkapazität direkt am Petra Haupteingang. Morgens früh kann man also sofort fußläufig in den Siq starten. Um abends einigermaßen gut und dazu auch noch preiswert essen zu gehen, muss man dann aber wieder das Auto bewegen, denn Wadi Moussa ist extrem steil und die bezahlbaren Restaurants liegen im Stadtzentrum, oben!

Es gibt einige preisgünstige Hotels oberhalb des Stadtzentrums. Die haben den Charme, dass ich die Lokal-Restaurants um die Ecke habe, dafür aber zum Petra Gate fahren muss. Oder weit laufen. Morgens hinab geht das ja, aber abends nach einem anstrengenden Tag in Petra wieder hinauf nach Wadi Moussa ist das eine Herausforderung.

Viele Traveller wohnen außerhalb Wadi Moussa, beispielsweise im Örtchen Um Sayhun. Dort gibt es einige Gästezimmer bei den Beduinen. Der Petra Nebeneingang liegt nah. Ohne anstrengende - da steile - Lauferei und Fahrerei kommt man aber auch hier nicht wirklich weiter. In der Nähe von Little Petra gibt es in Al Bayda weitere Gästezimmer. Und in der Nähe sogenannte "Beduinencamps". Die Camps liegen wildromantisch angeschmiegt an die für die Region so typischen Knubbelfelsen. Wir haben uns einige der Camps angesehen und einen Tee getrunken dort. Die mit gefühlten tausenden kleinen Lämpchen illuminierten Felsen rundherum sind wunderhübsch anzusehen. Der Beschallung der Musikanlage kann man sich leider nirgends so richtig entziehen. Und bei der momentan mehr als guten Touristenauslastung heißt es nicht nur anstehen beim Frühstücks- und Dinnerbuffet, sondern auch an den Gemeinschaftsduschen, Toiletten etc. Die festen Zeltunterkünfte stehen eng und dicht an dicht beeinander, so dass man nachts zwangsläufig jedes räuspern des anderen hört. Uns ist hier zu viel los, die wenigen "Beduinen" gehen momentan unter in der Menge an Touristen

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Wer eine feine luxuriöse Alternative sucht, für den ist das wohnen in futuristischen Bubbles mit Blick auf die Felslandschaft von Little Petra das richtige! Auch wenn das Camp von weitem eher einer Ansiedlung einer fernen Galaxie gleicht, so sind die Bubbles momentan hier äußerst beliebt. Ganz in der Nähe dieser Petra Bubble sollen weitere zwei Bubble Hotels entstehen. Es ist wirklich erstaunlich, welche Blüten Tourismus treiben kann. Die Bubbles aus Plexiglas bieten sämtlichen Comfort, selbst einen eigenen Jacuzzi darf jede Bubble ihr eigen nennen

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Neben den kleineren Wohnblasen gibt es selbstverständlich auch eine Riesenbubble, die Rezeption und Restaurant beherbergt. Für den Gepäcktransport oder aber als Shuttle von Bubble zu Bubble stehen Golf-Caddys zur Verfügung ;-)

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Da wir hier in der Gegend sowieso immer irgendwie aufs Auto angewiesen sind, mieten wir uns genau an der anderen Seite von Wadi Moussa in einem kleinen Weiler bei Valeria und Mahmoud im Petra Farmhouse ein. Kontakt mobil/whatsapp: +962 7 7618 3385, E-Mail petrafarm@outlook.it. Petra Farmhouse haben zwei Gästezimmer, es ist ruhig und die beiden sind herzliche Gastgeber. DZ für 2 Personen inkl. Frühstück 60 Euro/Nacht. Das Bad ist mit den Gästen des anderen Gästezimmers zu teilen, die beiden großen Wohnräume stehen jedem zur Verfügung

Foto: Website AirBnB Petra Farmhouse
Foto: Website AirBnB Petra Farmhouse

Übrigens: Mahmouds Schwestern sind gute Köchinnen. Das Beduin-BBQ auf orientalischem Reis, gewürzt mit 15 verschiedenen köstlichen Zutaten, kann ich jedem wärmstens empfehlen ;-) Und nach einem langen und anstrengenden Tag in Petra schmeckts doppelt gut!

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Unterwegs in El Barid / Little Petra

Beitrag von Birgitt »

Den Nachmittag nutzen wir zur Einstimmung auf das, was uns morgen "in groß" erwartet. Wir besuchen El Barid, besser bekannt als "Little Petra", den Vorposten der alten Nabatäerstadt Petra (Eintritt frei)

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Die meisten Touristen hier haben keine Zeit. Sie hetzen schnell hierhin, lassen sich von einem der unzähligen Guides durch das doch sehr überschaubare Areal treiben, und sind genauso schnell auch wieder weg

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Den Hauptpfad säumen Souvenirstände

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Von den alten Nabatäern in den Fels gehauene steile Treppenstufen führen hinauf aufs Felsplateau

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

wo man Tee trinken oder weiter shoppen kann ;-)

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Jordanien 2018 - El Beidha - Bayda Neolithic Village

Beitrag von Birgitt »

Außerhalb Little Petra, sozusagen einmal um den Block, liegt fußläufig die Ausgrabungsstätte El Beidha

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Reste einer neolithischen Siedlung, die ca. 7000 - 6650 v.Chr. bewohnt war, wurden hier gefunden. Jahrtausende später nutzten die Nabatäer das fruchtbare Land, nicht aber die aufgegebene Siedlung

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Der Zutritt ist derzeit frei, das Gate zur Ausgrabungsstätte offen, das ehemalige Kassenhäuschen zerstört. Intakt sind die mit Hilfe von USAid aufgestellten Erklärungstafeln

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Ein paar Kamele trotten vorbei. Mein gezückter Fotoapparat bringt die Kamel-Besitzerin auf den Plan, die auf einem Esel reitend wie aus dem Nichts hinter einem Fels auftaucht, die Hand aufhält und "Camel Foto Five Dinar" zischt. Ein Geschäftsmodell?

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Ziemlich anstrengende Ecke hier ;-) Wir lächeln, ignorieren ihr Ansinnen, lassen sie schimpfen, und freuen uns statt dessen lieber an der tollen Landschaft, bevor die Sonne für heute verschwindet

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Petra - Durch den Siq zur Khazne Faraun

Beitrag von Birgitt »

Petra. Es gibt Tickets zu 50, 55 oder 60 JOD p.P., je nachdem ob man 1 Tag, 2 Tage oder 3 Tage Petra besuchen möchte. Hat man ein 3-Tages-Ticket, dann ist der 4. Tag inkludiert. Gleiches gilt für den Jordan Pass, der Preis beträgt 70, 75 oder 80 JOD, je nach gewünschter Aufenthaltslänge in Petra. Wir haben das max.-Ticket, besser ist besser.

Petra Main Gate öffnet morgens um 6 Uhr. Kurz nach 6 sind wir am Tor. Wir decken uns mit den im Preis inbegriffenen Petra Flyern ein.

Hinweis:
Der deutsche Flyer ist unbrauchbar, da in der Übersichtskarte lediglich innerer und äußerer Siq dargestellt sind. Die englische Version ist gut, die beste Übersichtskarte ist jedoch auf der chinesischen Version gedruckt!

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Noch vor dem Siq, nur wenig hinter dem Obelisk Tomb und dem Triclinium, zweigt links des Bachbettes ein schmaler Pfad ab, der zum Hochplateau Al-Madras und weiter zum Zibb Atuf mit dem großen Opferplatz führt. Ein sehr wichtiger Mensch stellt sich uns in den Weg und hält uns einen in arabisch ausgestellten Ausweis, den sein Passfoto ziert und den er an einem Schlüsselband um den Hals trägt, unter die Nase. "This trail is not allowed for tourists". Ok. Gestern im Ort wurde uns genau dieser Trail ans Herz gelegt, der sehr schön und nicht überlaufen sein soll. Unsere Argumentation wischt er mit einer Handbewegung zur Seite und meint "It's by law" und zeigt auf eine lediglich in arabischer Sprache ausgestelllte Hinweistafel im Gebüsch. Das ganze kommt uns um so befremdlicher vor, wie er uns sofort eifrig seine Dienste anbietet und uns begleiten möchte. Über den Preis für seine Dienste würde man sich anschließend schon einig, meint er. Wir sollen einfach geben, was es uns wert sei. Um seine Reaktion zu testen, schlage ich 10 JOD für uns beide vor. Bis zum Opferplatz. Er wird regelrecht laut und meint es seien 20 JOD p.P. bis oben und weitere 20 JOD p.P. bis zum Opferplatz. Er könne aber einen "special price" anbieten und uns beide für 50 JOD bis zum Opferplatz bringen. Wir versuchen kurz, an ihm vorbei zu kommen. Keine Chance. Wir haben auch keine Lust auf Spielchen dieser Art, lassen ihn stehen und laufen Richtung Siq. Hinter uns hören wir, wie die nächsten mit ihm diskutieren ...

Wie wir später erfahren, sind diese arabischen Ausweise wohl die Lizenzen für die Pferde- und Droschkenbesitzer. Eine Art "Taxi-Lizenz", die ihnen den Gästetransport per Pferd/Kutsche vom Visitor Center zum Schatzhaus und zurück erlaubt. Möchte man mit Guide wandern, sollte man ausschließlich die offiziellen im Visitor Center buchen!

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Es ist ein erhebendes und ganz besonderes Gefühl, durch den Siq zu laufen

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Der Moment, in dem wir Khazne Faraun, das Schatzhaus, erblicken, ist zwar auch toll. Aber dadurch, dass man diesen Anblick auf Fotos schon tausendfach gesehen hat, weniger bewegend als gedacht

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Noch ist kaum etwas los vor dem Treasury. Wir erwischen eine freie Bank, setzen uns und inhalieren diesen Augenblick

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Petra - Vom Schatzhaus zum Opferplatz

Beitrag von Birgitt »

Petra ist voll in der Hand von Jack Sparrows, die hier Narrenfreiheit genießen. Einer sieht aus wie der andere, einer ist perfekter geschminkt als der andere

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Unser Ziel ist nach wie vor der große Opferplatz. Links vom Schatzhaus führen die Treppen der alten Nabatäer hinauf auf den Zibb Atuf und weiter zum Opferplatz. Aber wie sollte es anders sein? "This trail ist not allowed for tourists!". Fünf Sparrows versperren uns den Weg. Ein junger gut durchtrainierter Tourist sprintet vorbei, die Stufen hoch. Ein paar Sparrows hinterher. Wir schauen dem - mittlerweile auch lauten - Handgemenge, das sich auf halber Höhe abspielt, interessiert zu. Der Trail ist zwar angeblich aus Sicherheitsgründen für Touristen nicht erlaubt, aber selbstverständlich kein Problem in Begleitung eines Sparrows. Sogar Kinder-Sparrows scheinen als Sicherheit ausreichend. Der Preis p.P. sinkt mit zunehmender Tageszeit. Sind es morgens noch 20 JOD p.P., die man für die Begleitung nach oben verlangt, so sind es am Nachmittag nur noch 10 JOD p.P. Auf unsere Frage, wo denn geschrieben stehe, dass man diesen Weg nicht alleine gehen darf, heißt es nur wieder: "Its by law" und wir sollen doch bitte in den Petra-Flyer schauen. Ok - wenn es danach geht, dürfen deutsche Touristen nur den Siq gehen. Die Chinesen überall hin ;-)

Die Touristenpolizei, die hier stationiert ist und die wir ansprechen, um zu erfahren, was denn nun "Law" ist und was nicht, ist machtlos gegen die Sparrow Family. Das geben sie unumwunden zu. Die Sparrows machen hier drin ihr eigenes Ding und ihre eigenen Gesetze. Wir haben auch keine Lust auf Diskussionen und nervende Auseinandersetzungen, dafür ist uns einfach die Zeit zu schade. Wir spazieren weiter, durch den äußeren Siq

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und finden kurz danach einen weiteren Einstieg zum Opferplatz. Ganz unbehelligt genießen wir unseren Aufstieg am frühen Morgen

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An nicht ganz eindeutigen Wegegabelungen weisen Steinmännlein die Richtung

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Der Ausblick von hier oben ist überwältigend!

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Ab und zu bieten uns Eseltreiber ihre Dienste an. Wir fühlen uns sicherer zu Fuß. Auch stören uns die Musikboxen am Esel

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Zum Abstieg wählen wir die landschaftlich wunderschöne östliche Farasa-Schlucht. Vorbei am Relief eines kopflosen Löwen

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vorbei am Gartentempel

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und an massenhaft Grabanlagen

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Berauschendes Farbspiel der Felsen

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Jordanien 2018 - Petra - Königswand und El Khubtha

Beitrag von Birgitt »

Unten angekommen, blicken wir auf die sogenannte Königswand

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Um zu den Königsgräbern zu gelangen, muss man sich zunächst durch die Souvenirstraße arbeiten

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Er ist müde und betrachtet das Geschehen aus der Entfernung

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Wir mobilisieren unsere letzten Kraftreserven und steigen links vom Palastgrab die Treppen hinauf aufs El Khubtha Massiv. Immer aufs neue faszinierend, wie die Nabatäer damals Stufe für Stufe in den weichen Fels geschnitzt haben. Eine wie die andere, schön gleichmäßig und auch heute noch bequem zu laufen

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Nur wenige Passagen sind witterungsbedingt mit der Zeit und zunehmender Eseldichte ;-) glatt gehobelt

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Den Ziegen macht das alles gar nichts, sie springen munter um uns herum

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Der Aufstieg wird belohnt mit einem sagenhaften Blick auf das römische Theater

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Wer einen noch sagenhafteren Ausblick erleben möchte, der geht noch etwas weiter über das Plateau

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und am Ende der Felskante in das kleine Beduinen-Café. Von dort hat man einen wirklich spektakulären Blick auf das Schatzhaus von oben! Verzehrt man im Café etwas (Preise durchaus moderat), so ist der Ausblick kostenfrei, ansonsten ist 1 JOD p.P. für die schöne Aussicht fällig - wie gesagt, in Petra gelten eigene Gesetze ;-)

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Jordanien 2018 - Überflutungen in Petra

Beitrag von Birgitt »

Wir können froh sein, dass wir Petra bei diesem Traumwetter erleben dürfen. Genau eine Woche später müssen hier mehr als 3.500 Touristen evakuiert werden. Das Wasser stand teilweise bis zu 4 m hoch

Felsstadt Petra evakuiert - Mindestens zwölf Tote bei Überflutungen in Jordanien
10.11.2018 - FAZ

So sah es also genau eine Woche später in Petra aus

Birgitt
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Jordanien 2018 - Petra - Von Um Sayun zum Kloster Ed Deir

Beitrag von Birgitt »

Der Rückweg am späten Nachmittag durch den Siq ist etwas stressig. Massen an Menschen schieben sich durch die schmale Schlucht zurück zum Visitor Center und zu den Parkplätzen. Das wäre alles kein Problem, wenn zu der Tageszeit nicht die Pferdekutschen und Reiter ebenfalls mit einem Affenzahn durch den Siq donnern. Oft hilft nur ein beherzter Sprung zur Seite.

Heute gibt es Petra von hinten ;-) Wir parken unseren Wagen im Dorf Um Sayun, gleich am "Petra Nebeneingang". Von hier oben kann man die steile Asphaltstraße, die den Kioskbetreibern, Cafés und Restaurants innerhalb des Petra-Komplexes als Versorgungsstraße dient, durch Olivenhaine hinab ins Herz von Petra laufen

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Noch sind die meisten Pferde und Esel "geparkt"

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Aber die ersten sind bereits im Einsatz. Mutig lassen sich die Touristen hinauf auf die Plateaus transportieren. Und genauso auch hinab. Abgesehen vom Sicherheitsaspekt tun mir die Viecher einfach nur leid, die hier steilste - teils völlig ausgewaschene - Stufen hoch und runter schlittern müssen. Eine liebevolle Behandlung scheint nicht immer gewährleistet zu sein, da man ab und zu Hinweistafeln mit einer Tierschutzhotline sieht, der man entsprechende Verstöße melden kann

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Wir gehen wieder zu Fuß, sind wir doch gerade gut im Tritt - schön eingelaufen von gestern ;-) Durch traumhafte Landschaft geht es stetig bergauf in Richtung Ed Deir, dem "Kloster"

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Ich werfe einen Blick zurück, passe einen Moment nicht auf - und kann ab sofort für den Rest der Reise nur noch Handybilder liefern ;-) Meinen Fotoapparat hat es zwischen Fels und Feschfesch zerschreddert ...

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800 Stufen sollen es sein bis zum Kloster, so steht es in jedem Reiseführer. Wir wagen das zu bezweifeln. Gegenüber dem, was wir gestern gelaufen sind, kommt uns der Weg zum Kloster wie ein Sonntag-Nachmittag-Spaziergang vor. Der Weg ist auch frequentiert wie ein sonntägliches Nahausflugsziel

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

mit entsprechendem Souvenirrummel links und rechts des Weges. Eins muss man den Händlern dort allerdings lassen: sie sind (noch) nicht aufdringlich

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Viel schneller als gedacht stehen wir plötzlich vor dem Monastery. Der Anblick der prächtigen Fassade ist überwältigend! Er übertrifft für mich den Anblick des Khazne Firaun bei weitem. Wir lassen uns fürs Picknick in einem gegenüber liegenden kleinen Felsvorsprung nieder und staunen. Zu gerne wären wir jetzt wieder in der Zeitmaschine, um einen kurzen Blick in das Leben vor Jahrhunderten werfen zu können

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Vom Kloster Ed Deir nach Little Petra

Beitrag von Birgitt »

Wer nicht durch den Trubel zurück möchte, der wandert vom Monastery zum Petra-Hintereingang und weiter nach Little Petra. Den Einstieg in diesen Wanderpfad zu finden ist etwas tricky. LocusPro unterstützt uns bestens, ausgewiesene Höhenlinien sei Dank! Hat man den Einstieg erst gefunden, orientiert man sich am besten an den blauen Farbkleksen, die ab und zu auf dem Pfad versprenkelt sind, so als hätte jemand den Weg markieren sollen und hat einfach den Farbquast zwischendurch in den Eimer blauer Farbe getunkt und dann etwas rumgespritzt und rumgewedelt damit ;-)

Zunächst führt der Weg durch schroffe Gebirgslandschaft und gibt zwischendurch immer wieder den Blick frei auf das Wadi Araba

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Gottesanbeterin beim Sonnenbad

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Manchmal sind wir unsicher, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind

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Wir blicken zurück, die Felskante entlang, und erkennen kaum, wo wir hergekommen sind

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Ein kleiner Souvenirstand unter einem Felsvorsprung gibt uns Sicherheit - wir müssen richtig sein ;-)

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Geröll, Stufen, Ziegen ... Stufen hinab, und Stufen wieder hinauf ...

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Besonders kritische Stellen des Wanderpfads sind kürzlich ausgebessert worden

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Die Stufen werden breiter

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Der Weg auch

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Wir erreichen die Ebene, die nach Little Petra führt. Hier setzen die 4x4-Fahrzeuge die Touristen ab, die mit Guide zum Kloster Ed Deir eskortiert werden und von dort dann alleine zum Main Gate in Wadi Moussa laufen. Ein Stück weiter ist das Gate des Petra Hintereingangs. Man bietet uns an, uns ein Taxi zu besorgen, das uns zurück nach Um Sayun bringt. 25 JOD soll das kosten. Wir verzichten ;-) Wir spazieren lieber weiter, noch ein Stückchen in Richtung Little Petra, dann verlassen wir uns wieder auf die ausgewiesenen Tracks bei LocusPro, halten uns rechts und erreichen nach einiger Zeit und durch weiterhin spektakuläre Landschaft die Verbindungsstraße zwischen Little Petra und Um Sayun. Ein Beduine, der dort gerade sein Vieh tränkt, nimmt uns für 5 JOD in seinem Wagen mit zurück nach Um Sayun zu unserem Auto

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Kreuzritterburg Shaubak / Shobeq Castle

Beitrag von Birgitt »

Die Wolken hängen gefühlt auf Augenhöhe heute, es ist windig und es ist kalt. Unser nächstes Etappenziel heißt Madaba. Auf dem Kings Highway geht es in Richtung Norden

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zunächst zum Shobeq Castle. Eintritt 1 JOD p.P., freier Eintritt mit Jordan Pass. Ein kurzer Blick ins Visitor Center - neu und schön anzusehen, aber wenig informativ

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Dann steigen wir hinauf auf den Hügel, auf dem Balduin I., König von Jerusalem, 1115 die erste Kreuzritterburg in Transjordanien erbauen ließ: die Burg Shaubak

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Wir sind die einzigen Besucher. Kein Wunder, hier oben pfeift und zieht der kalte Wind heute heftig. Es ist unangenehm und wir sitzen schnell wieder im Auto

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Carlo
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von Carlo »

Hallo Birgitt,

ein gutes und gesundes neues Jahr!

Wieder mal tolle Eindrücke die du zeigst! Die Flut in Petra sieht ja richtig schlimm aus :shock:

Ciao, Carlo
Burckhard
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von Burckhard »

Hallo Birgitt,
sieh mal die Sache mit den Eseln aus meiner Sicht: wenn die nicht gewesen wären hätte ich die Monastery, das schönste Bauwerk von Petri, nicht besuchen können, nicht jeder ist so jung und sportlich wie Du! Und so ganz ungefährlich und bequem ist die Sache auch nicht, runter bin ich lieber gelaufen.
Und aus der Sicht der Esel: wenn es keine zahlenden Touris gäbe wären die schon längst in der Suppe :shake:
Also entscheide Dich:lieber jeden Tag zur Arbeit oder einen Kurztripp zu den Andamanen ?
Alles Gute im Neuen Jahr und viele schöne Reisen
Burckhard
Birgitt
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Reisebericht Jordanien 2018 - Ruinen Khirbet ed Dharih

Beitrag von Birgitt »

Zum Wind kommt für die nächsten Kilometer noch Nieselregen. Das Dana Naturschutzgebiet können wir nur erahnen. Erst hinter Tafila lichtet sich der dichte nasse Nebel, die Wolken brechen etwas auf. Das passt gut, denn wir wollen uns die Ruinen von Khirbet ed Dharih anschauen. Bei Al Laban biegen wir beim Schild "Qasr ed Dharih" rechts ab. Völlig unaufgeräumt und wirr erscheint uns die Ausgrabungsstätte auf den ersten Blick

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Wild vertreut liegen hier die Reste einer nabatäischen Tempelanlage aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Es macht Spaß, zwischen den Steinen umherzulaufen und immer wieder neues zu entdecken. Schnell erkennen wir, dass hier doch eine gewisse Ordnung herrscht und die Archäologen schon sehr viel sortiert haben. Das ganze gleicht einem riesigen Puzzle

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Grundrisse wurden nachgebildet

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

und der Tempel in den 80er Jahren von französischen Archäologen weitgehend freigelegt und stellenweise restauriert

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Nun gilt es aus den herumliegenden Puzzleteilen die richtigen zusammenzusetzen

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Der Eintritt ist frei, wir sind die einzigen Besucher weit und breit. Außer uns streift nur eine kleine Landschildkröte hier umher

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Grabmoschee Jafar Bin Abi Taleb in El Mazar

Beitrag von Birgitt »

So richtig vorwärts kommen wir heute nicht ;-) In Al-Mazar sehen wir die prächtige Mehrfachmoscheen-Anlage und schaffen es nicht, einfach daran vorbei zu fahren

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Um einen schönen mit Springbrunnen verzierten Innenhof gruppieren sich die Hauptmoschee und die Schreine der bei der Schlacht von Mutah im Jahre 629 gefallenen Märtyer. Unter ihnen ist auch Jafar Bin Abi Taleb, der erste Cousin Mohammeds

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