Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Moderator: Moderatoren
Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Der Glaube, dass Menschen, die sich verirrt haben, im Kreis gehen, ist tief verwurzelt. Doch was ist dran an den alten Geschichten? Gehen orientierungslose Menschen in der Wüste wirklich im Kreis? Auch Wissenschaftler haben sich diese Frage schon gestellt - und die erste größere Untersuchung zu diesem Thema machte der Biologe Asa A. Schaeffer im Jahr 1928:
http://www.kopfball.de/stc_wueste.phtml
leider funktioniert der videolink bei mir nicht, ich habe damals die sendung nicht gesehen, vielleicht hat die ja jemand?
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leider funktioniert der videolink bei mir nicht, ich habe damals die sendung nicht gesehen, vielleicht hat die ja jemand?
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Ooops; habe "verwirrte" anstatt "verirrte" gelesen und dachte, dass mich das betreffen würde
Hatten wir das Thema nicht schon mal irgendwo hier im Forum? Da gab's doch diesen Feldversuch im Chott el-Jerid....
Hatten wir das Thema nicht schon mal irgendwo hier im Forum? Da gab's doch diesen Feldversuch im Chott el-Jerid....
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Alexander
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Ich glaube, bei einem anderen Sender wurde dieses Thema auch schon mal behandelt:
Eine schweißtreibende "Kleine Anfrage"
In der Wüste geht man immer im Kreis
Gerüchte besagen: Selbst, wenn sich der Mensch stark konzentriert, kann er ohne Orientierungshilfen keine gerade Linie laufen. Die "Kleine Anfrage" hat sich geradlinig auf die Spur dieser "Kleinen Anfrage" begeben. mehr...
Welt der Sinne: Wie funktioniert unsere Orientierung?
Wir kennen diese Situation aus vielen Filmen: Verirrte Menschen wandeln in der Wüste umher. Obwohl sie denken, geradeaus zu laufen, merken sie nach einem langen Fußmarsch, dass sie schon einmal an dieser Stelle gewesen sind. Stimmt es, dass umher irrende Menschen automatisch im Kreis laufen? Wie funktioniert eigentlich unser Orientierungssinn? Wie läuft das Zusammenspiel unserer Sinne ab? Warum sind Sinne lebensnotwendig - und warum sind viele Tiere uns Menschen in ihren Sinnen und Instinkten weit überlegen? mehr...
Grüsse
Alexander
Eine schweißtreibende "Kleine Anfrage"
In der Wüste geht man immer im Kreis
Gerüchte besagen: Selbst, wenn sich der Mensch stark konzentriert, kann er ohne Orientierungshilfen keine gerade Linie laufen. Die "Kleine Anfrage" hat sich geradlinig auf die Spur dieser "Kleinen Anfrage" begeben. mehr...
Welt der Sinne: Wie funktioniert unsere Orientierung?
Wir kennen diese Situation aus vielen Filmen: Verirrte Menschen wandeln in der Wüste umher. Obwohl sie denken, geradeaus zu laufen, merken sie nach einem langen Fußmarsch, dass sie schon einmal an dieser Stelle gewesen sind. Stimmt es, dass umher irrende Menschen automatisch im Kreis laufen? Wie funktioniert eigentlich unser Orientierungssinn? Wie läuft das Zusammenspiel unserer Sinne ab? Warum sind Sinne lebensnotwendig - und warum sind viele Tiere uns Menschen in ihren Sinnen und Instinkten weit überlegen? mehr...
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Alexander
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Feldversuch in der Sahara: Wer sich verirrt, läuft im Kreis
Feldversuch in der Sahara: Wer sich verirrt, läuft im Kreis
Wer sich in der Wüste verirrt, läuft tatsächlich oft im Kreis. Das belegen Versuche Tübinger Forscher. Auch in anderen gleichförmigen Gegenden kommen Menschen häufig vom geraden Weg ab. "Die Geschichten über Menschen, die sich verirrt haben und schließlich im Kreis laufen, stimmen wirklich", betont Jan Souman vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, dessen Gruppe ihre Versuche im US-Fachjournal "Current Biology" (online vorab) vorstellt. mehr...
Neurologie: Warum manch Wanderer planlos im Kreis läuft
Wer die Sonne nicht sieht, läuft zwangsläufig im Kreis, ob nun im deutschen Wald oder in der Wüste. Das ist das knappe Fazit von Forschern, die Wanderer beobachtet haben. Bislang schrieben Wissenschaftler das Im-Kreis-Laufen den unterschiedlichen Hirnhälften oder verschieden langen oder kräftigen Beinen zu. mehr...
Grüsse
Alexander
Wer sich in der Wüste verirrt, läuft tatsächlich oft im Kreis. Das belegen Versuche Tübinger Forscher. Auch in anderen gleichförmigen Gegenden kommen Menschen häufig vom geraden Weg ab. "Die Geschichten über Menschen, die sich verirrt haben und schließlich im Kreis laufen, stimmen wirklich", betont Jan Souman vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, dessen Gruppe ihre Versuche im US-Fachjournal "Current Biology" (online vorab) vorstellt. mehr...
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Es ist ein paar Jahre her, da hat eine andere Uni zum selben Thema auch Feldversuche gemacht. Einmal liefen die Leute mit Verbundenen augen nicht im Kreis herum und bei einem anderen Versuch -glaub ich- auf dem Chot el-jerid liefen sie ebenfalls nicht im Kreis herum. Es lebe die Wissenschaft.
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ta-rider
Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Die Frage ist nur wie gross man den Kreis sieht *lach* es ist unmoeglich auf einem runden Planet eine endlos gerade linie zu laufenKuno hat geschrieben:Es ist ein paar Jahre her, da hat eine andere Uni zum selben Thema auch Feldversuche gemacht. Einmal liefen die Leute mit Verbundenen augen nicht im Kreis herum und bei einem anderen Versuch -glaub ich- auf dem Chot el-jerid liefen sie ebenfalls nicht im Kreis herum. Es lebe die Wissenschaft.
In der Hoffnung geholfen zu haben
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
...der Vorteil waere ja, dass man immer wieder nach Hause findet 
Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
... nur wenn sich Dein Haus auf dem Kreis befindet. Wenn nicht, findest Du es nie!Kuno hat geschrieben:...der Vorteil waere ja, dass man immer wieder nach Hause findet
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Mal ernsthaft: Ist es eigentlich schon einmal jemandem passiert, dass er im Kreis gefahren / gelaufen ist?
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Bäärti
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Hoi zäme
Bei der im-Kreis-Lauferei-Theorie handelt es sich um den gleichen Blödsinn wie die Sache mit dem Treibsand, der ganze Karawanen verschluckt.
Im übrigen ist es wohl einleuchtend, dass man immer einen gekrümmte Linie läuft, denn was wäre die Alternative - eine präzise Gerade. Und eine solche hinzulegen ist wohl wesentlich unwahrscheinlicher...
Gruss Bäärti
.
Bei der im-Kreis-Lauferei-Theorie handelt es sich um den gleichen Blödsinn wie die Sache mit dem Treibsand, der ganze Karawanen verschluckt.
Im übrigen ist es wohl einleuchtend, dass man immer einen gekrümmte Linie läuft, denn was wäre die Alternative - eine präzise Gerade. Und eine solche hinzulegen ist wohl wesentlich unwahrscheinlicher...
Gruss Bäärti
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Also. Hier sind die 'Tracks' der vier Testpersonen. Einer hat tatsaechlich Kreise hingelegt. Eher Kreislein. Wer auf wenigen hundert Metern schon einen Kreis laeuft hat m.E. noch ein ganz anderes Problem. Der muss ja schon fast runden um einen einzigen Baum gedreht haben.
4 Testpersonen sind auch nicht unbedingt relevant um daraus eine allgemeine Regel abzuleiten. Und Kreise hin oder her...der suggerierte 'Grosse Kreis' ist's ja auch hier nicht.

4 Testpersonen sind auch nicht unbedingt relevant um daraus eine allgemeine Regel abzuleiten. Und Kreise hin oder her...der suggerierte 'Grosse Kreis' ist's ja auch hier nicht.

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Bäärti
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Kuno hat geschrieben:...der suggerierte 'Grosse Kreis' ist's ja auch hier nicht.
Ja Kuno - und die Wüste hab ich auch etwas anders in Erinnerung...
Gruss Bäärti
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Muss sich um eine etwas aeltere Aufnahme handeln. Damals, als die Wueste noch gruen war 
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Roger-Tecumseh
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
How Kola!
Ich vermute mal, dass die eigentlichen Kreisgeher diejenigen sind, die bei der Untersuchung des "Phaenomens" angestrengt nur von physiologischen oder physischen Ursachen ausgehen! Auch die Definition des Kreises scheint mir hier etwas muehsam: eigentlich handelt es sich ja um mehr oder weniger wirre Linien, mit zick und zack, deren Ergebnis ist, dass man sich zwar bewegt hat, aber tatsaechlich nicht - oder kaum - vorangekommen ist.
Nomadisierende Naturvoelker, die "draussen" leben, sind sicherlich keine systematischen Kreisgeher. (Mir sind weder aus der indianischen, noch aus der afrikanischen Tradition solche Geschichten bekannt, obwohl auch dort Irrwege - mit Todesfolge - vorkommen.) Sie verfuegen ueber eine inhaerente Grundsicherheit auch in unbekanntem Gelaende; sind eingebunden in ihre Umwelt.
In der franzoesischen Kolonialgeschichte der Sahara waren verirrte einheimische Soldaten ("Indigènes") keine Seltenheit. Wenn man sie noch lebendig fand, waren sie meist dicht vor irgend einem angestrebten Ziel, oder - seltener - in voellig falscher Richtung unterwegs. Wenn man sie tot auffand, ergaben ihre - zuletzt erratischen - Spuren gelegentlich kleine "Kreise", die man aber zweifelsfrei als Anzeichen der Agonie deuten konnte.
Wer ohne helfende Orientierungsmoeglichkeiten aufbricht, wie bei den Experimenten, verlaesst eine sichere (weil bekannte) Position. Die an ihn gestellte Erwartung - naemlich moeglichst gradlinig zu laufen - verunsichert ihn noch zusaetzlich. Er fuerchtet, dieser Anforderung nicht gewachsen zu sein - befindet sich also in einer Stress-Situation. Es erscheint eigentlich natuerlich, wenn er - unbewusst - an den Ort zurueckstrebt, der ihm zuletzt noch "Sicherheit" vermittelte. Da aber der Proband ein ontogenetisch recht reduziertes Wesen ist - siehe Zivilisation - (
), geschieht dies in mehr oder weniger gebogenen Linien. -
Gruss
Roger-Tecumseh
P.S. Es faellt mir schwer, dem Thema nicht noch mit einem erweiternden Gedanken einen Dienst zu erweisen: Muessten wir nicht die oben gewonnene Erkenntnis grundsaetzlicher anwenden? Wo wir biologisch herkommen wissen wir. Ist es also ein Wunder, wenn Mann unermuedlich (nicht immer begabt, gelegentlich in wirren Schlangenlinien, aber dennoch zielstrebig
) auf der direkten physischen Suche nach diesem Hort der Geborgenheit ist? Die Sache mit der Rippe ist doch nichts als die jugendfreie Verdrehung tieferer Zusammenhaenge und die angeblich primaere maennliche Promiskuitaet erfaehrt jetzt eine durchaus akzeptable, ja lyrische, Erklaerung - oder?
Und die Frauen? Nun, sie sind auf dergleichen Vorgaben nicht angewiesen - sie sind eh das staerkere Geschlecht! :D
Ich vermute mal, dass die eigentlichen Kreisgeher diejenigen sind, die bei der Untersuchung des "Phaenomens" angestrengt nur von physiologischen oder physischen Ursachen ausgehen! Auch die Definition des Kreises scheint mir hier etwas muehsam: eigentlich handelt es sich ja um mehr oder weniger wirre Linien, mit zick und zack, deren Ergebnis ist, dass man sich zwar bewegt hat, aber tatsaechlich nicht - oder kaum - vorangekommen ist.
Nomadisierende Naturvoelker, die "draussen" leben, sind sicherlich keine systematischen Kreisgeher. (Mir sind weder aus der indianischen, noch aus der afrikanischen Tradition solche Geschichten bekannt, obwohl auch dort Irrwege - mit Todesfolge - vorkommen.) Sie verfuegen ueber eine inhaerente Grundsicherheit auch in unbekanntem Gelaende; sind eingebunden in ihre Umwelt.
In der franzoesischen Kolonialgeschichte der Sahara waren verirrte einheimische Soldaten ("Indigènes") keine Seltenheit. Wenn man sie noch lebendig fand, waren sie meist dicht vor irgend einem angestrebten Ziel, oder - seltener - in voellig falscher Richtung unterwegs. Wenn man sie tot auffand, ergaben ihre - zuletzt erratischen - Spuren gelegentlich kleine "Kreise", die man aber zweifelsfrei als Anzeichen der Agonie deuten konnte.
Wer ohne helfende Orientierungsmoeglichkeiten aufbricht, wie bei den Experimenten, verlaesst eine sichere (weil bekannte) Position. Die an ihn gestellte Erwartung - naemlich moeglichst gradlinig zu laufen - verunsichert ihn noch zusaetzlich. Er fuerchtet, dieser Anforderung nicht gewachsen zu sein - befindet sich also in einer Stress-Situation. Es erscheint eigentlich natuerlich, wenn er - unbewusst - an den Ort zurueckstrebt, der ihm zuletzt noch "Sicherheit" vermittelte. Da aber der Proband ein ontogenetisch recht reduziertes Wesen ist - siehe Zivilisation - (
Gruss
Roger-Tecumseh
P.S. Es faellt mir schwer, dem Thema nicht noch mit einem erweiternden Gedanken einen Dienst zu erweisen: Muessten wir nicht die oben gewonnene Erkenntnis grundsaetzlicher anwenden? Wo wir biologisch herkommen wissen wir. Ist es also ein Wunder, wenn Mann unermuedlich (nicht immer begabt, gelegentlich in wirren Schlangenlinien, aber dennoch zielstrebig
Und die Frauen? Nun, sie sind auf dergleichen Vorgaben nicht angewiesen - sie sind eh das staerkere Geschlecht! :D
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Kuno
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Re: Gehen verirrte Menschen in der Wüste im Kreis?
Also. Wenn ich deinen letzten Abschnitt im obigen Beitrag lese, dann faengt sich bei mir auch alles an im Kreise zu drehen :?




