Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

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thstbr
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von thstbr »

Hallo,
wir wollen im Februar 23 mit der Serie Ambulance nach Tunesien und wollen zunächst runter nach Douz.
Ich bin mir nicht sicher ob ich die letzten Beiträge richtig gedeutet habe ... braucht es immer noch eine Hotelbestätigung bei der Einreise ?
Und falls ja, stellt Sophie eine "Hotel-"bestätigung aus ?

Grüße,
thomas
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frankkk
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von frankkk »

Bescheinigung ist immer gut, kann die S aber eigentlich nicht ausstellen, hat kein Hotel..Hotel musste bei d Einreise schon seit eh’und je angegeben werden, hat aber keinen Interessiert..
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gülo
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von gülo »

frankkk hat geschrieben:
Mi 14. Dez 2022, 22:13
Bescheinigung ist immer gut, kann die S aber eigentlich nicht ausstellen, hat kein Hotel..Hotel musste bei d Einreise schon seit eh’und je angegeben werden, hat aber keinen Interessiert..
...wie schon vorher geschrieben : Bei CTN reicht eine Buchungsbestätigung von Sophie, bei GNV oder anderen Fährgesellschaften müsste eine Buchung-u. Zahlungsbestätigung eines Hotels vorliegen. (zumindest war es im Frühjahr noch so )
Was in einem halben Jahr nötig ist kann keiner sagen !

Grüße............ 8)
SandLover
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thstbr
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von thstbr »

Ok, vielen Dank !

Grüße,
Thomas
Supergarfield
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von Supergarfield »

Hi , nu muß ich noch mal blöd fragen , wie lang muß die Reservierung /Buchung Hotel sein ? Was kostet das so erfahrungsgemäß ?Wir fahren im Juni das erste mal nach Tunesien , hoffe natürlich das bis dahin die Regel entfällt . Ist schon seltsam das die Fährgesellschaft entscheidet welche Hotel/Camping Buchung für Sie akzeptabel ist . Wie fahren mit GNV , wäre blöd wenn wir deswegen Hotel buchen müssen , okay wenn wir nur von 100.- reden ist fast egal aber wenns mehr wird wäre es schon ärgerlich .

Gruß Micha

Edit : Okay Hotel Preis habe ich über Buchungsportal gefunden , somit Preis Anfrage erledigt . Wo steht eigentlich das man nur mit Hotel Buchung mit Camper einreisen darf ? Hab mal die Seite der Tunesischen Botschaft durchsucht u. nix gefunden . ADAC meldt gar , garkeine Einreisebeschränkungen für Tunesien . Ich bin ein wenig verwirrt :shock:
S t e f a n
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von S t e f a n »

Der Erste der dieses Voucher sehen wollte, war im Frühjahr der Polizeibeamte in Genua im Hafen, erste Etage. Ohne dieses wäre eine Überfahrt nach Tunis nicht möglich gewesen.
Infos standen im Internetz dazu.
12 Tage Hotel im Familienzimmer 64 Euro in meinem Fall. Ich habe es finanziell wuppen können.
Aber das ist ja nun vorbei lt. anderen reisenden.

Gruß Stefan
Supergarfield
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von Supergarfield »

Danke Stefan , letztendlich bleibt nur abwarten was bis zur Abreise gilt .Deswegen meine Frage wo hat man diese Info gefunden? Ich hab nur einen Hinweis beim Auswärtigen Amt gefunden aber ohne Quelle .Meine Hoffnung ist das bis dahin noch andere Reisende von Ihren Erlebnissen berichten . Vielleicht bringt das Licht ins dunkle .
Gruß Micha
cockroach
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von cockroach »

hallo,
vergesst den voucher !!
wir sind vor 2 monaten in tunesien eingereist,
schon damals kein voucher nötig.
das ganze theater war im frühling coronabedingt.
gruess aus dem noch immer warmen tunesien.
Supergarfield
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von Supergarfield »

danke für die klare Ansage . Bleib so lang wie möglich in Tunesien , hier ist das Wetter grausig

Gr.Micha
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frankkk
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von frankkk »

Tunesien im Februar 2023

Eine Rundreise in Tunesien hat folgende Eindrücke hinterlassen und Erkenntnisse gebracht:

Die Ankunft in La Goulette ist so spektakulär oder unspektakulär wie immer, wie man´s sieht. Das Einreiseprozedere ist seit Dezember 2022 geändert, es wird keine „carte de sejour“ mehr benötigt. Das ist die weisse Karte mit persönlichen Daten, von der der untere Teil im Pass mitgeführt werden sollte und bei der Ausreise wieder abgegeben werden musste.

Im Hafen hat sich nichts geändert, der Einreiseverkehr wird nach wie vor in zwei Abteilungen getrennt, eine mit Deklaration aller Mitbringsel und eine sog. „zone priviligee“, wo normaler Weise die Fahrzeuge der Touristen abgefertigt werden. Dort in der Mitte befinden sich das Versicherungsbüro, die Wechselstube, das Zollbüro und eine kleine Kaffeebar am Ende unten.

Funkgeräte, Drohnen und sonstiges Spezialequipment wie z.B. Metallsuchgeräte dürfen immer noch nicht mitgeführt werden und müssen, wenn entdeckt, beim Zoll in La Goulette deponiert werden bis zur Ausreise.

Über den ominösen „voucher“, die Bestätigung einer Hotelreservierung, gibt es keine endgültige Klarheit. Reisende mit PKW wurden nach einer Hotelreservierung gefragt, dessen Vorlage aber nicht verlangt. Europäische Reisende mit Womo oder ausgebautem 4x4 wurden nicht dazu behelligt. Beim check-in der Abfahrt hat das niemanden interessiert. Lediglich ein return- ticket wurde dort verlangt mit der Aussage, dass eine Einschiffung mit einem one-way für Europäer nicht möglich sei. Die günstigste einfache Rückfahrt liegt im Moment bei knapp 50€ für Auto+1, Tunis-Palermo mit Grimaldi, wenn eine pro-forma Rückfahrt benötigt wird.

Bei der Ausfahrt aus dem Hafen, werden die Unterschiede zu früher deutlicher: es gibt keine freundlichen Jasminverkäufer mehr und das betriebige Cafe/die Sandwichbar gegenüber der Ausfahrt ist geschlossen, genau wie der Parkplatz die Ecke herum, der gerne zum Sammeln benutzt wurde, wenn man mit mehreren Fahrzeugen unterwegs war. Das geht jetzt in Ruhe nur noch auf dem Parkplatz am Terminalgebäude ein Stück weiter links.

Schon in La Goulette sieht man, wie auch sonst im Zentrum von Tunis, viele Sperren mit Stacheldraht und sonstigen Hindernissen, die es früher in dem Umfang nicht gab. Manche sind besetzt mit Polizei/Gendarmerie/Militär oder vom Zoll, dessen Personal es mittlerweile auch in Flecktarnkleidung und nicht nur in Dunkelblau gibt. In der Regel wird man freundlich durchgewunken. Manche Sperren sind nicht besetzt, trotzdem sollte man sich immer langsam und vorsichtig nähern.

Richtung Norden in Carthage und Sidi Bou Said gab es kaum Betrieb, die historischen Stätten und auch die Orte waren weitgehend leer, z.T. gar verwaist. Auch im Zentrum von Tunis geht es deutlich ruhiger zu als früher, weniger Verkehr, weniger Leute, weniger Geschäfte, dafür mehr Sicherheitspersonal und Barrieren.

Die Ave. Habib Bourghiba ist vor dem Hotel Africa und dem daneben liegenden Innenministerium auf der Südseite komplett gesperrt. Das Hotel hat wie eh und je den einzigen zuverlässigen und bewachten Parkplatz im Zentrum, der auch für hohe Fahrzeuge geeignet ist. Der Tarif hat sich verdoppelt auf 4-8 TND je nach Dauer. Anfahrt nur über rue de Serbie oder rue de Yugoslavie, von vorne nicht mehr möglich.

Die Restaurants „Sfaxien“, von Leuten aus Sfax betrieben, in der rue Marseille gibt es nach wie vor, der beste Ort um günstig und gut zu essen im Zentrum. Die Auswahl ist nicht mehr ganz so gross wie früher aber immer noch mehr als ausreichend. Sandwich- und Snackverkäufer finden sich um den place de Barcelone, die Preise dort sind moderat, 3-4TND für eine sättigende Mahlzeit „a la minute“, in den o.g. Restaurants um 10TND.

Die beiden Art Nouveau Hotels im Zentrum, Carlton und Majestic gibt es ebenfalls noch, beide sind renoviert und haben angenehme Zimmer, mit einem Vorteil für das Majestic auf der Ave. de Paris. Die günstigsten Möglichkeiten zur Übernachtung in einem sauberen Bett mit privatem Bad finden sich am Rand der Medina, die Hotels Roma und Qatar, mit einem Vorteil für das Roma. Auch 4 oder 5 Sterne Häuser sind relativ günstig in Tunis, wenn es etwas mehr Luxus sein soll. Die besten Hotels sind die beiden Mövenpick´s, einfach weil dort ein durchgehend hoher Standard nach europäischen Kriterien herrscht.

Wer gleich Richtung Süden fahren will, kann jetzt die „neue“ Brücke Richtung Rades nehmen und dort auf die A 1 fahren, statt über das Zentrum, das geht 15 Minuten schneller. Man verpasst dann natürlich den „echten“ ersten Eindruck von Tunis, mit seinen traditionellen Blumenverkäufern unterhalb vom Uhrturm.

Im Land selber bietet sich ein gemischtes Bild, auch daran hat sich nicht viel geändert. Manche Orte sind betriebig, manche ruhig, manche sauber, manche schmutzig. Das Müllproblem und der Umgang damit scheint das Gleiche wie immer, lediglich die Habibis, die grossen blauen Wüstenfüchse mit den Hasenohren, die die Bevölkerung an die korrekte Müllbeseitigung erinnern sollten, sind überall verschwunden. Auf Djerba findet sich dazu ein grosses Algenproblem, sicher auch eine Folge der ins Meer eingeleiteten Abwässer. Kerkennah ist immer noch vollkommen untouristisch, Individualreisende sind aber dort willkommen.

In den Touristenzentren am Meer wie Hammamet oder Monastir bietet sich ein zum Teil desaströses Bild. Viele Hotels sind geschlossen, verfallen oder gar nicht erst fertiggestellt. Einzig die Hotelketten Mouradi, Golden Yasmin und Mövenpick, wie auch einige Betreiber unabhängiger Hotels, scheinen darauf zu achten, Ihre Häuser in Schuss und betriebsbereit zu halten, auch wenn einige davon im Moment nicht geöffnet sind.

Mittler Weile gibt es viele Angebote von privaten Vermietern auf AirBnB, wie auch auf booking.com. Häufig handelt es sich hier um „Amateur“ Gastgeber, d.h. es kann sowohl sein, dass Abstriche gemacht werden müssen oder aber auch, dass es eine positive Überraschung gibt und man z.B. eine riesige Wohnung für wenig Geld bekommt und als „Familienmitglied“ aufgenommen und Bestens umsorgt wird. Die Gastfreundlichkeit der Menschen ist allgemein bekannt und es war und ist nicht ungewöhnlich, wenn man zum Beispiel nach der Frage nach einem Standplatz für die Nacht zum Essen eingeladen wird.

Die Autobahn A 1 ist bis zur libyschen Grenze fertiggestellt und sehr gut befahrbar. Die Maut ist günstig wie immer und beträgt etwa 1ct/km, auf den letzten 100 Kilometern sind die Mautstationen noch nicht fertig, dort muss also nichts gezahlt werden. Auch die National- und Regionalstrassen sind durchweg in einem guten Zustand, viele der vormaligen Pisten im Süden in den Bergen sind geteert, selbst Ksar Ghilane wird nun von Reisebussen angefahren. Treibstoff ist überall verfügbar und kostet 2,5TND für Benzin und 2TND für Diesel, z.T. deutlich weniger auf dem Schwarzmarkt bei vielen Verkäufern am Strassenrand, häufig jedoch von zweifelhafter Qualität.

Die „hotspots“ im Südosten, wie Matmata oder Guermessa ancien können in Ruhe besucht werden, Touristengruppen waren nur ganz wenige unterwegs und auch Individualreisende sind wenig zahlreich und häufig lokaler Herkunft.

Die Fans der Sahara haben spätestens in diesem Winter begonnen, mit 4x4 oder Motorrad zurück nach Tunesien zu kommen, bisher sind das vornehmlich Italiener. Individuelle Womo Reisende haben das Land für einen längeren Aufenthalt in den Wintermonaten (wieder)entdeckt, organisierte Womo-Gruppentouren finden ebenfalls statt, wenn auch noch in deutlich geringerem Umfang als früher.

In Douz gibt es jetzt die Auswahl aus mehreren Campingplätzen und einigen „Wüstencamps“, die z.T. dank der geteerten Verbindung bis Djebil auch für 2wd Fahrzeuge erreichbar sind. Das Städtchen selber war deutlich ruhiger als zu früheren Zeiten, erst diesen Winter hat der Sahara-Tourismus dort wieder etwas an Fahrt aufgenommen.

Die Station der Nationalgarde bei der Zone Touristique, wo eine Meldung erforderlich war, ist geschlossen und jetzt in der Stadt. Verschiedene Reisende haben berichtet, dass die Abfahrt von dort nach Ksar Ghilane problemlos möglich war, was bedeuten würde, dass man sich auch weiter Richtung Süden auf den Weg machen kann, z.B. nach Houdhet Rached, die nötige Erfahrung und Ausrüstung einmal vorausgesetzt. Vermutlich wird die Station bei steigendem Betrieb wieder geöffnet.

Tamerza, Chbika und Mides sind frei zugänglich und nicht mehr gesperrt für Besucher, der Lezard Rouge in Metlaoui verkehrt im Moment nicht, eine Wiederaufnahme des Betriebs gegen Sommer ist allerdings geplant. In Gafsa und Gabes, den Oberzentren der jeweiligen Region herrscht soviel Betrieb wie immer.

In Richtung Libyen hat sich die Lage beruhigt, das Chaos in Ben Guerdane besteht nicht mehr, die Stadt ist zu ihrer alten „Ordnung“ zurückgekehrt. Das Militär dort ist nach dem Angriff auf die Kaserne vor einigen Jahren offenbar massiv verstärkt worden, wie auch die Einrichtungen selber.

Im Norden war ich nicht, kann dazu also kein aktuelles Bild geben.

Insgesamt scheinen die Menschen nicht unzufriedener als vor 2011, allerdings war in Tunis auffällig, dass es offenbar eine deutlich geringere Kaufkraft gibt. Im Süden sah man das so nicht, der Betrieb war eigentlich ähnlich geschäftig wie immer.

Telekommunikation und Internet: Von den drei Anbietern ist Orange der zuverlässigste und hat die grösste Abdeckung. Im ganzen Land gab es durchgängig 4G mit einer Geschwindigkeit von durschnittlich 20M für downloads und 1M für uploads. Festinstallierte Internetzugänge, die einen Hotspot bieten, sind dagegen bis zu 90% langsamer. Eine prepaid SIM Karte von Orange kostet 3TND, Aufladungen beziehen sich entweder auf Daten- oder Telefonienutzung und kosten für 10GB 20TND und für 20GB 30TND, das ist deutlich teurer als z.B. in Italien und nur unwesentlich günstiger als in D.

Leihautos sind überall verfügbar, die Tarife sind etwa Gleich wie immer: ab 25€ für ein kleines Auto und €150 für einen 4x4, wobei die Preise im Sommer mit der Nachfrage steigen. Das Auto sollte man anschauen, bevor man bezahlt, so gibt es keine Überraschung. Einen 4x4 mit Fahrer gibt es für das gleiche Geld, man kann sich also auch chauffieren lassen, wenn man mag.

Von Versorgungsengpässen habe ich selber nichts gesehen, aber die Lokalmatadore berichten von Schwierigkeiten bei Milch, die es häufig nur zusammen mit Joghurt zu kaufen gibt. Vielleicht wird zu viel davon verarbeitet um die Industrie auszulasten ?
Ganz im Süden kommt es wohl gelegentlich vor, dass Libyer alles verfügbare Oel, Mehl oder andere Grundnahrungsmittel aufkaufen. Alkohol ist viel teuer als früher, etwa das Drei- bis Vierfache als in Deutschland mit schlechter Verfügbarkeit von int. Marken. Selbst lokaler Wein, häufig falsch gelagert und deshalb fast ungenießbar, ist viel zu teuer. Europäische Schokolade ist nach wie vor sehr willkommen als Geschenk, weil entweder nicht erhältlich oder nur zu astronomischen Preisen. Dabei geht es um "Billigqualität" wie Milka o.ä. und nicht um "richtige" Schokolade, die mag in Tunesien niemand, weil nicht süss genug.

Es schaut so aus, als mausert sich das Land, Unruhen oder schlechten Stimmungen bin ich keinen begegnet, was nicht heisst, dass diese nicht existieren. Viele Familien, denen sich die Möglichkeit bietet, haben wegen der stark gestiegenen Lebensmittelpreise zu einer Art Selbstversorgerregime gefunden und halten Hühner, Ziegen, Schafe oder betreiben eine kleine Landwirtschaft.

Auf nach Tunesien, das Land ist für jeden Besucher dankbar !
Zuletzt geändert von frankkk am Mo 27. Feb 2023, 17:14, insgesamt 3-mal geändert.
°Daniel
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von °Daniel »

Hi Frank,

Willkommen zurück und Danke für den gehaltvollen Bericht. 🙂

Gruß,
°Daniel
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frankkk
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von frankkk »

Ja thx, Daniel..das ist ja schön, wenn ich noch willkommen bin..:-)
Supergarfield
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von Supergarfield »

Hui , danke für den ausführlichen Bericht .Na da bin ich gespannt wie das ganze auf uns Tunesien Neulinge imJuly wirkt.

Gruß Micha
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frankkk
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von frankkk »

Hier noch ein ergänzender „Abschlussbericht“ zu Tunesien:

Nachdem die Reise jetzt gut 2 Monate gedauert hat, noch einige Eindrücke über die wLage und zum Reisen in Tunesien:

Zur Fährüberfahrt wurde schon in anderen Posts über das Durcheinander mit den Papieren berichtet insbesondere Hotelreservierung ja/nein, Autoerlaubnis ja/nein. Stand Ende April wird folgendes benötigt: GNV ja/ja, Grimaldi nein/nein, CTN nein/nein(ja) / Corsica nein/nein.

Bei der Einreise in La Goulette wird von beiden nichts benötigt, man wird allerdings nach einer Adresse in Tunesien und seiner Route gefragt. Wenn man das nicht auf französisch vernünftig erklären kann, sollte man eine Reservierungsbestätigung von einem Hotel oder einem Campingplatz dabei haben. Es genügt, wenn nur die erste/n Tag/e der Reise eine Reservierung haben…weil, man will ja eine Rundreise machen...

Bargeldversorgung: nur die Automaten der Banque de Tunisie (und ggf. der BIT) nehmen zuverlässig auch maestro, die anderen eher nicht. Alle Automaten nehmen visa und mastercard, von denen man ja eine eh´ immer dabei haben sollte, auf Reisen. Automaten mit klar lesbarem Bildschirm und nicht abgegriffener Tastatur sind zu bevorzugen.

Der Rücktauschschein wird noch immer benötigt, auch wenn es mittler Weile Wechselbüros ohne Bankbeteiligung im ganzen Land gibt. Verbliebens Bargeld ohne Schein muss also auf dem „marche noir“ getauscht werden. Der ist in La Goulette u.a. beim Verkäufer der „pottery“ rechts neben in der Wartespur neben den Zeltdächern aussen vor dem Zolltor, wie schon immer. Der gleiche Mann ist auch noch da, nur ein wenig älter und mit viel kleinerem Sortiment an Töpfen, Gefässen und Tellern. Die „touts“ braucht man nicht dazu, die bringen einen nur dahin, und tauschen nicht selber.

Der Treibstoff am Strassenrand, ab etwa südlich Gabes erhältlich, ist von ausgezeichneter Qualität. Diesel kann hier für moderne Fahrzeuge mit DPF etc. aber nicht getankt werden, weil viel zu Schwefelhaltig. Piloten alter Wagen und von Benzinern freuen sich dagegen über eine erhöhte Reichweite. Ich kann das nur vom Benziner bestätigen, der fährt etwa 10% weiter mit „essence Libyenne“. Lokale Dieselfahrer berichten dasselbe. Über Verschmutzungen muss man sich eigentlich keine Gedanken machen, wenn man da tankt, wo Betrieb ist. Es wird darauf geachtet, dass kein Mist in den Tank läuft und „professionelle“ Filterlösungen hat man ja auch..:-)) Der Preis liegt um 30% unter dem der Tankstelle, ein wenig abhängig von der Versorgungslage in Ben Guerdane, wo das Zeug verteilt wird.

Das Telefonnetz und Datennetz ist bei Orange im Norden und bis zur Linie Douz-Tataouine-Ben Guerdane am zuverlässigsten und schnellsten. Südlich der Linie nicht, dort hat Oreedoo eine Netzabdeckung auch in Teilen der Sahara und Tunise Telecom auch sowas wie, aber nicht auf dem gleichen Stand. Orange und Oroeedoo haben eSim, sodass man nicht die physikalische Karte wechseln muss, wenn das Gerät eSim kann.

In Monastir und Hammamet bereitet man sich auf die Sommersaison vor, hat aufgeräumt und bringt Hotels, Restaurants, Cafés, Shops wieder in Schuss und in Betrieb.

Sousse hat sich zu einer „wohlhabenden“ Stadt gemausert, wer länger nicht dort war, findet sich nicht mehr zu Recht. Verschiedene Strassen haben gar leichte Anflüge von Paris. Viele neue Apartment- und Geschäftshäuser sind überall gebaut, die Stadt ist enorm gewachsen und die Bewohner sind stolz auf die neue Weltläufigkeit. Sousse hat Sfax den Rang der „zweiten“ Stadt im Land abgerungen, auch wenn das in Sfax natürlich nicht wahrhaben will.

Mahres macht einen positiven Eindruck, schon seit langen das Zentrum für Skulpturenkünstler in Tunesien, mit jährlichem Festival, war das Städtchen friedlich und aufgeräumt, soweit es das sein kann. Wenn jemand mal beim Festival war, wäre es schön einen kleinen Bericht darüber zu lesen.

Auch in Gabes hat sich vieles verändert bis hin zu einer Shopping Mall nach amerikanischem Vorbild. Alle kleinen Restaurants in der Stadt, in denen man früher gut und günstig essen konnte, sind verschwunden und durch modernere Exemplare ersetzt.

Medenine, eher uninteressant bis auf die Logistik, ist weitgehend unverändert, ausser dass es dort jetzt das Zentrum für Autoteile, -handel und Reparaturen im Süden gibt, das sich hierhin von Gabes verschoben hat. Das hat wahrscheinlich auch mit dem Zollbüro zu tun, welches hier für die ganze Region ansässig ist (siehe dazu in einem andern Post die Formalitäten zum Auto).

Das Museum in Mareth hat, wie üblich, nur unzuverlässige Öffnungszeiten. Das Militärpersonal, welches auch die Führungen übernimmt, wohnt allerdings hintenrum, wenn man sich vorsichtig nähert und laut winkt, wird jemand kommen. Fragt man freundlich, wird das Museum gegen einen Obolus geöffnet, auch eine Führung zum Hauptquartier einige km Inland ist möglich.

Tataouine hat sich noch nicht recht wieder dem Tourismus gewidmet. Das hat mit dem Tod eines wichtigen Mannes vor Ort zu tun, weshalb die nötige Infrastruktur nicht auf Gang kommt und alle erstmal lieber Domino spielen. Lediglich das Hotel Mabrouk mit uneindeutigem Ruf ist dort aktiv. In Tataouine hat man sich in den vergangenen Jahren wieder auf „das Wesentliche“ zum Überleben konzentriert, vlt. auch deshalb einen Besuch wert.

Guermessa Ancien, Ksar Hededa, Toujane etc. können in Ruhe besucht werden. In Ksar el Hallouf gibt es eine Herberge, dort kann man mit dem Auto nach einer steilen Auffahrt im Innenhof übernachten. Von Guermessa Ancien gibt es eine Piste direkt herüber nach Ksar Ghilane. Wäre mal interessant zu wissen, wie es da aussieht.

Mit Douz konnte ich mich nie richtig anfreunden, jetzt noch immer nicht. Veränderungen gibt es bis auf einen Carrefour, mehr Wasser für die Palmen (oder auch nicht) wegen viel weniger Übernachtungsgästen in den Hotels auf Sahara Tages Tour und das übliche Gewusel, keine. Der neue Camping und die zahlreichen Camps wurden schon erwähnt. Um den „Markt“ herum waren früher noch einige „originale“ Händler, die sind jetzt alle zugunsten von „Souvenirhändlern“ verschwunden.

Kebili, 30km zurück, fand ich schon immer spannender, das ist Verwaltungssitz der Region mit weiterführenden Schulen, einer kleinen FH und allen möglichen Geschäften und Gewerken. Seit jeher wurden dort die Datteln en gros, semi-gros und en detail verkauft, d.h. das ist der beste Ort dafür. Die Dattelhändler sind am Magasin General rechts die Ecke rum.

Von Kebili gehen auch die Louage, die Sammeltaxis in alle Richtungen, ein- oder zweimal am Tag gibt’s einen direkten Bus von/nach Tunis. Nach Douz/El Faouar geht das nur über Gabes, oder eben über Kebili.

Zur Versorgung mit allem Nötigen ist Kebili ebenfalls deutlich besser geeignet als Douz, Montag/Dienstag gibt’s die beiden grossen Märkte, den (kleinen) Obst und Gemüsemarkt aber eigentlich täglich, entlang der Route B´chelli/Route El´Faouar, oder seit 10 Jahren Ave. Salah Ben Youssef...das ist alles die gleiche Strasse, nämlich die nach El´Faouar, nur der Name hat sich mehrfach geändert.

Von der Grenzregion nach Algerien gibt es immer wieder die unterschiedlichsten Berichte, Übernachtung ja/nein/vielleicht oder was immer. Das hängt mit der seit langem bestehenden Situation der Schmuggler und auch (seit 2011) mit „Terroristen“ zusammen. Die sind dabei allerdings weniger an Besuchern interessiert, aber man weiss ja nie, da wollen die verantwortlichen Organe in TUN natürlich vorsichtig sein. Normal, würde ich sagen.

Das Foreign Office UK hat dazu eine dynamische Karte, die das prima darstellt. In der Gegend werden immer wieder Aktionen der Militärs und Sicherheitsbhörden gefahren, die natürlich nicht angekündigt werden (können). Deshalb Heute ja, Morgen nein, grundsätzlich in den Rot bezeichneten Gebieten mit Bedacht.

https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/tunisia

Die Informationen vom Foreign Office zur Lage sind im Allgemeinen akkurater und zeitnaher als die des AA, nicht nur für Tunesien, für die ganze Welt.

Bis auf die Ausreise in La Goulette und den Zoll in Italien war´s das schon: Die check-in und Ticketschalter von GNV/Grimaldi und Corsica sind 50m rechts vor dem CTN Gebäude . Wird’s schwieriger mit dem Ticket, z.B. wegen Verbuchung eines Vouchers oder einer Umbuchung auf eine andere Route, kann es passieren, dass man ins Terminalgebäude, dem "Gare Maritime" ganz am Ende 400m weiter muss (nur zu Fuss zu erreichen über die überdachte Fussgängerbrücke), um das Ticket umzuschreiben. Je nach Personalstand geht das nur dort, bei CTN ist das einfacher unter einem Dach.

Die Ausreise hat sich zwar prinzipiell überhaupt nicht geändert, das kleine Tor, wo alles hindrängelt, dann Polizei (Pass) und Zoll (Auto) in einer oder zwei Reihen direkt hintereinander, aber, die schon an anderer Stelle berichtete Uneinigkeit der verschiedenen Organe wird auch hier deutlich. So gibt es zwar die „Zone Priviligee“ für die Touristenautos auch bei der Ausreise, zwar getrennt aber nicht immer eindeutig zugewiesen, d.h. es kann einem passieren, in der falschen Abteilung zu landen. Das ist nicht weiter schlimm, dauert aber länger und ist deutlich chaotischer.

Hat man die Zollinspektion des Autos hinter sich und auch die Papiere erledigt gibt es nicht weniger als 4 improvisierte „Checkpoints“ vor dem Schiff zu passieren: Polizei, Zoll, nochmal Polizei, Fähre. Die sind z.T. nur 50m auseinander und eigentlich lächerlich, wenn sich aber niemand auf den anderen mehr verlässt, macht das natürlich Sinn. Auf meine Nachfrage, was das denn soll, wollte man dann auch nicht weiter eingehen und hat mich schnell verabschiedet.

Grimaldi hat sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt einen „einwandfreien“ Eindruck hinterlassen, die Routen nach Salerno und Palermo werden z.T. mit Kombifähren bedient, die nur 50 Autos und rel. wenige Passagiere aber viel Fracht mitnehmen, das hat Vorteile in der Ein- und Ausschiffung und Nachteile durch das geringere Angebot an Bord als auf einer sog. „cruise ferry“. Mir hat die Polizei- und Zollabwicklung mit all ihren Gestalten an Bord nicht gefehlt, eher im Gegenteil. Wobei, mit einem vollen Schiff ab oder nach Civitavecchia dauert das schon ein Weilchen in La Goulette und besonders in Italien.

In Bella Italia schaut jetzt bei der Ankunft zuerst die Polizei nach den Autopapieren und zwar ganz in Ruhe und genau. Dabei gibt es offenbar eine europäische Datenbank in der die Angaben live geprüft werden können. Das dauert dann ein Weilchen und kannte ich so noch nicht. Der dann anschliessende Zoll in Salerno war supernett und umgänglich, der in Civitavecchia eher nicht und von Genua hört/e man alles Mögliche, bis zu akribischen Reservedieselkontrollen, wie hat sich das jetzt geändert ? Schreibt mal, was Ihr da so erlebt.

Viel Spass in Tunesien
Supergarfield
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller

Beitrag von Supergarfield »

So nun kann ich über unsere Anreise nach Tunesien berichten..Fähre GNV Genua -Tunis 26.06.2023 .Es gibt keine Sicherheitskontrolle mehr unter dem großen Gebäude. Es wird nicht wie früher nach gefährlichen Gegenständen gesucht ,auch die Fahrzeug Länge wird nicht mehr überprüft.Der Blödsinn mit Diagonal vermessen um Kohle zu kassieren ist Geschichte.Dafür war das Prozedere mit Ticket holen und Polizei Kontrolle der Wahnsinn , 1 1/2 Std.Wartezeit,Chaos pur bei stickig Muff im Gebäude.Fähre sollte eigentlich um 18:00 abfahren.Ein paar Tage vor Abfahrt, Nachricht von Gnv bekommen,Abfahrt erst 23:59 . Abfahrt war dann ca.2:00 am 27.06 Ankunft Tunis 19:30. Einreise Formalitäten wurde an Bord erledigt ,wieder mit sehr viel Wartezeit u.ohne Das man vom Personal Info bekommt das dies alles an Bord erledigt werden kann,keine Durchsage nix.Abfertigung in Tunis war wie von Frank beschrieben ,schnell,problemlos erledigt.Gleich nach der Hafenausfahrt ist der große Parkplatz links offen gewesen.So Das waren die aktuellen Infos zur Anreise.
Gruß Micha
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