Marokko - Mauretanien - Senegal
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Marokko - Mauretanien - Senegal
Marokko - Mauretanien - Dakar
Ich möchte mit meiner Frau in einem alten Bulli nach W-Afrika. Übliches Transsahara (vor dem alger. Bürgerkrieg 27x auf allen bekannten Pisten vom Atlantik bis zum Roten Meer hinter mir) kommt für mich nicht infrage. Bin aus dem Alter heraus, auch haben sich die Verhältnisse (Sicherheitslage) ja inzwischen radikal geändert. Ich möchte also ganz platt gesagt auf der neuen "Asphaltpiste" nach Dakar rollen. Ich habe aber einige Befürchtungen, was die Straße und damit auch die Route anbetrifft: Sie dürfte zum Sammelpunkt verarmter Migranten werden, die von hier aus nach Europa zu kommen versuchen. Sie dürften hier extrem "abgebrannt" sein und ohne die Mittel für Schlepper. Da die Straße in N-S-Richtung keinen Sinn macht, alle Transporte von Bodenschätzen werden in O-W-Richtung seit alters her vor allem über die Schiene an den Atlantik gebracht, kann diese nur dem Aufspüren und raschen Ergreifen von Flüchtlingen dienen. Das bedeutet, dass hier mit Polizei und Soldaten zu rechnen ist. Diese sind notorisch unterbezahlt und müssen oft Monate auf ihren Sold warten. Da sind europäische Auto-Touris durchaus eine attraktive Beute.
Wer hat Erfahrung auf dieser Strecke? Wert ist die Asphaltstraße schon einmal gefahren? Welche Erfahrungen? Was gilt es da zu beachten? Welche Probleme gibt es?
Danke für Auskünfte Wulf
Ich möchte mit meiner Frau in einem alten Bulli nach W-Afrika. Übliches Transsahara (vor dem alger. Bürgerkrieg 27x auf allen bekannten Pisten vom Atlantik bis zum Roten Meer hinter mir) kommt für mich nicht infrage. Bin aus dem Alter heraus, auch haben sich die Verhältnisse (Sicherheitslage) ja inzwischen radikal geändert. Ich möchte also ganz platt gesagt auf der neuen "Asphaltpiste" nach Dakar rollen. Ich habe aber einige Befürchtungen, was die Straße und damit auch die Route anbetrifft: Sie dürfte zum Sammelpunkt verarmter Migranten werden, die von hier aus nach Europa zu kommen versuchen. Sie dürften hier extrem "abgebrannt" sein und ohne die Mittel für Schlepper. Da die Straße in N-S-Richtung keinen Sinn macht, alle Transporte von Bodenschätzen werden in O-W-Richtung seit alters her vor allem über die Schiene an den Atlantik gebracht, kann diese nur dem Aufspüren und raschen Ergreifen von Flüchtlingen dienen. Das bedeutet, dass hier mit Polizei und Soldaten zu rechnen ist. Diese sind notorisch unterbezahlt und müssen oft Monate auf ihren Sold warten. Da sind europäische Auto-Touris durchaus eine attraktive Beute.
Wer hat Erfahrung auf dieser Strecke? Wert ist die Asphaltstraße schon einmal gefahren? Welche Erfahrungen? Was gilt es da zu beachten? Welche Probleme gibt es?
Danke für Auskünfte Wulf
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florian schmidt
- Beiträge: 225
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 13:10
- Wohnort: würzburg
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
servus,
die polizeikontrollen in marokko sind sehr zuvorkommend und freundlich, in mauretanien meist auch.
richtig ätzend wirds im senegal, da wird richtig abgezockt.
feuerlöscher und warndreieck mitnehmen und die beleuchtung des fahrzeuges checken - die werden allerdings immer irgendeinen grund finden geld zu fordern...
das stadtgebiet von st.louis umfahren, da gibts die taxipisten um die stationären polizeikontrollen zu umgehen.
grüsse
florian
die polizeikontrollen in marokko sind sehr zuvorkommend und freundlich, in mauretanien meist auch.
richtig ätzend wirds im senegal, da wird richtig abgezockt.
feuerlöscher und warndreieck mitnehmen und die beleuchtung des fahrzeuges checken - die werden allerdings immer irgendeinen grund finden geld zu fordern...
das stadtgebiet von st.louis umfahren, da gibts die taxipisten um die stationären polizeikontrollen zu umgehen.
grüsse
florian
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
St. Louis /Senegal ist in der hinsicht echt ätzend; sonst eher Touri und ganz schön. Alles was der Vorredner schon gesagt hat, und beim Anhalten vor einer Kontrolle blinken, Sicherheitsgurte anlegen, Sonnenbrillen außer Reichweite neugieriger Hände und blicke. Außerdem an Kreisverkehren blinken und extrem Aufpassen, da auch innerhalb des Stadtgebiets stark überzogen kontrolliert wird(alle 500-800m).
Die einzige Strecke, wo der Bulli etwas gefordert ist, ist die Strecke zum Damm nach Diama. Oder du fährst mit der Fähre über Rosso in den Senegal, aber das ist wieder eine andere Geschichte(Suchfunktion).
Sonst gute Reise
Flo
Die einzige Strecke, wo der Bulli etwas gefordert ist, ist die Strecke zum Damm nach Diama. Oder du fährst mit der Fähre über Rosso in den Senegal, aber das ist wieder eine andere Geschichte(Suchfunktion).
Sonst gute Reise
Flo
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Edith Kohlbach
- Beiträge: 27
- Registriert: Mi 10. Aug 2005, 14:19
- Kontaktdaten:
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
Hallo Wulf,
ich bin im letzten Jahr die Strecke von Marokko entlang des Atlantik bis zum Fluss Senegal gefahren, um für einen Reiseführer über die Asphaltstraßen Mauretaniens zu recherchieren. Ganz verstehe ich deine Meinung nicht:
Ich hatte nicht nur auf dieser Straße, sondern überhaupt auf den Asphaltstraßen des Landes sehr gute Erfahrungen, auch mit den Polizeiposten. Empfehlenswert ist es, sich schon ein "Fiche" mit den Personenangaben vorzubereiten, dann geht die Abfertigung schneller. Ich wurde nicht einmal nach Geschenken gefragt, weiss aber, dass es bei anderen übler aussieht. Es kann daran gelegen haben, dass ich im Sommer, also außerhalb der Tourisaison gefahren bin.
Es ist zwar richtig, dass es gerade in Nouadhibou ein Problem mit Migranten gibt, diese kommen aber mit den Touristen eigentlich nicht in Beziehung, zumindest ich habe keinen einzigen gesehen. Und damit auch nie einen Burschen getroffen, der mir nun ein Geschäft aufschwatzen wollte. Wenn ich Infos oder Hilfe brauchte habe ich die jeweils von den sehr netten Herbergsbesitzern erhalten.
Als Hinweis möchte ich noch sagen, dass es meiner Meinung nach zu schade ist, Mauretanien nur in N/S-Richtung zu durchqueren. Die schönen Landesteile liegen weiter östlich. Die Gegend um Atar ist ja bekannt und besucht, aber mir hat es fast besser im Süden gefallen, entlang der "Route de l'Espoir" Richtung Mali.
Kannst mich gerne ansprechen, wenn du noch gezielte Infos brauchst.
ich bin im letzten Jahr die Strecke von Marokko entlang des Atlantik bis zum Fluss Senegal gefahren, um für einen Reiseführer über die Asphaltstraßen Mauretaniens zu recherchieren. Ganz verstehe ich deine Meinung nicht:
Diese Straße macht sehr viel Sinn, es ist ein reger Lastwagenverkehr von Marokko her, denn Mauretanien hat einen großen Lebensmittelbedarf, der von den Lastwagentransporten gedeckt wird. In der anderen Richtung werden auch Waren aus Senegal nach Nouakchott gebracht, aber dieser Abschnitt ist ja auch viel älter.Da die Straße in N-S-Richtung keinen Sinn macht, alle Transporte von Bodenschätzen werden in O-W-Richtung seit alters her vor allem über die Schiene an den Atlantik gebracht, kann diese nur dem Aufspüren und raschen Ergreifen von Flüchtlingen dienen.
Ich hatte nicht nur auf dieser Straße, sondern überhaupt auf den Asphaltstraßen des Landes sehr gute Erfahrungen, auch mit den Polizeiposten. Empfehlenswert ist es, sich schon ein "Fiche" mit den Personenangaben vorzubereiten, dann geht die Abfertigung schneller. Ich wurde nicht einmal nach Geschenken gefragt, weiss aber, dass es bei anderen übler aussieht. Es kann daran gelegen haben, dass ich im Sommer, also außerhalb der Tourisaison gefahren bin.
Es ist zwar richtig, dass es gerade in Nouadhibou ein Problem mit Migranten gibt, diese kommen aber mit den Touristen eigentlich nicht in Beziehung, zumindest ich habe keinen einzigen gesehen. Und damit auch nie einen Burschen getroffen, der mir nun ein Geschäft aufschwatzen wollte. Wenn ich Infos oder Hilfe brauchte habe ich die jeweils von den sehr netten Herbergsbesitzern erhalten.
Als Hinweis möchte ich noch sagen, dass es meiner Meinung nach zu schade ist, Mauretanien nur in N/S-Richtung zu durchqueren. Die schönen Landesteile liegen weiter östlich. Die Gegend um Atar ist ja bekannt und besucht, aber mir hat es fast besser im Süden gefallen, entlang der "Route de l'Espoir" Richtung Mali.
Kannst mich gerne ansprechen, wenn du noch gezielte Infos brauchst.
Gute Fahrt
Edith
Edith
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Sebastian Schlüter
- Beiträge: 12
- Registriert: Di 21. Jul 2009, 19:42
- Wohnort: Berlin
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
Hallo Edith,
hast Du (oder jemand anderes) Infos zum Zustand der Strecke NKT-Aleg-Kiffa-Ayoun?
Würden lieber diesen Sommer die Route de l'espoir nehmen als durch den Senegal zu fahren ... (wir sind mit einem 2x4 unterwegs).
Danke und viele Grüße
Sebastian
hast Du (oder jemand anderes) Infos zum Zustand der Strecke NKT-Aleg-Kiffa-Ayoun?
Würden lieber diesen Sommer die Route de l'espoir nehmen als durch den Senegal zu fahren ... (wir sind mit einem 2x4 unterwegs).
Danke und viele Grüße
Sebastian
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
Hallo Sebastian, da treffen wir uns ja wieder ...! Erwähnte Strecke durchgehend asphaltiert, mit nur ab und zu einem Schlagloch. Ausnahme: unmittelbar östlich von Tintane ca 20 km langer Streckenabschnitt, welcher miserabel ist, will sagen sehr löchrig ist. Der Asphalt existiert hier praktisch nicht mehr. Aber kein Problem fürs Durchkommen mit einem 2x4 Fahrzeug (wenigsten in der Trockenzeit). Was in jedem Reiseführer steht ,Achtung vor Tieren (Kamele, Rinder, Esel) auf der Fahrbahn' gilt wirklich !! Zusammenfassend, Fahren erfordert trotz guter Fahrbahn Konzentration -zügiges Vorankommen möglich.
Gruss
Hans
Gruss
Hans
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Edith Kohlbach
- Beiträge: 27
- Registriert: Mi 10. Aug 2005, 14:19
- Kontaktdaten:
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
Hallo Sebastian,
war ein paar Tage verhindert und lese deine Frage erst jetzt. Was Hans sagt stimmt, aber die Straße ist wirklich für alle Fahrzeuge machbar. Mir hat es sehr gut gefallen, gerade wegen den vielen Tieren. Überall sind Brunnen und Tiere und Menschen, im Gegensatz zu der Strecke nach Atar, wo ich unterwegs kaum mal jemand sah. Die Straße ist sehr hügelig, so dass man immer nach den Kuppen gut aufpassen muss, ob dahinter irgendwelche Tiere auf der Straße stehen. Nicht nur gibt es sehr viel mehr Tiere unetrwegs als z.B. in Marokko, sie laufen auch ungehindert auf die Straße, während in Marokko immer ein Hirte dabei ist, der aufpasst.
Und die Leichen lässt man einfach am Straßenrand liegen ...

war ein paar Tage verhindert und lese deine Frage erst jetzt. Was Hans sagt stimmt, aber die Straße ist wirklich für alle Fahrzeuge machbar. Mir hat es sehr gut gefallen, gerade wegen den vielen Tieren. Überall sind Brunnen und Tiere und Menschen, im Gegensatz zu der Strecke nach Atar, wo ich unterwegs kaum mal jemand sah. Die Straße ist sehr hügelig, so dass man immer nach den Kuppen gut aufpassen muss, ob dahinter irgendwelche Tiere auf der Straße stehen. Nicht nur gibt es sehr viel mehr Tiere unetrwegs als z.B. in Marokko, sie laufen auch ungehindert auf die Straße, während in Marokko immer ein Hirte dabei ist, der aufpasst.
Und die Leichen lässt man einfach am Straßenrand liegen ...
Gute Fahrt
Edith
Edith
Re: Marokko - Mauretanien - Senegal
die einen so die anderen so.ich war zweimal in st.louis und war jeweils über ne woche dort.sind dauernd in und um die stadt herum gefahren.wir hatten nicht eine einizge polizeikontrolle.beide male.das eine mal war ende des monats.
während man uns in gambia von seiten der uniformierten so dermaßen auf den zeiger gegangen ist das wir die schnauze voll hatten und das land wieder verlassen haben nach nur wenigen tagen.
ich glaube für sowas gibs keine regel.nur ausnahmen
während man uns in gambia von seiten der uniformierten so dermaßen auf den zeiger gegangen ist das wir die schnauze voll hatten und das land wieder verlassen haben nach nur wenigen tagen.
ich glaube für sowas gibs keine regel.nur ausnahmen




