Ketzer hat geschrieben:Hallo in die Runde
Der Ton macht die Musik, also wie immer.
Und einige hier sind ziehmlich unmusikalisch.
Ich finde die Frage gar nicht so verwerflich.
Die IS und der Terror sind nicht weg zu diskutieren.
Und ich überlege auch ob es Marroko oder Tunesien wird oder ob ich lieber nach Spanien oder Korsika fahre.
Nehmt die fragen ernst aber nehmt Euch nicht so ernst.
Von Fragen lebt dieses Forum von Wichtigtuern nicht.
Schönen Abend
Ich soll ja wohl einer von den angesprochenen sein (auch, wenn ich der Angegriffene war)
Ich weiß ja nicht, ob jemand, der sich selbst den Namen Ketzer gibt, hier den Friedensstifter geben kann.
Dabei möchte ich gar nicht den unbeweisbaren Fragen nachgehen, was unmusikalisch ist und wie schlimm IS Terror für die westliche Welt ist.
Ich empfehle dir Spanien und Korsika

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aber informiere Dich besser nicht, wieviele Anschläge, Bomben und Tote auf das Konto der ETA und der Korsischen Separatisten gehen. Sowas dämliches zum Vergleich . . . .
Aber genau das habe ich ja in dem angegriffenen Beitrag sagen wollen.
Diese Diskussion hier ist reines Medienecho. Würden gleichwertige Bedrohungen unserer Sicherheit von den Medien auch gleich behandelt, sähe das hier anders aus.
Als im Yemen (glaube ich) ein GI hinter einem Auto - vor Augen der Kameras der Welt - hergezogen wurde, waren amerikanische Boulevardblätter mit dem Finger am Atombombenknopf. Hätte man eine Volksabstimmung gemacht . . . .
Das selbe in DE, wenn ein Kindesmissbrauch, Taximord stattfindet - gibts in den Medien eine Mehrheit für die Todesstrafe.
Und hier?
Wir bilden uns ein, die Kenner und Freunde der Wüstenländer zu sein
Was spielt sich hier ab?
Ich glaube, einen schlimmeren Dienst können wir denen, die uns bei unseren Reisen Gastfreundschaft gewährt haben, die uns offen und freundlich entgegengekommen sind, denen wir seit den vielen Jahren unserer Reisen begegnen, deren Kinder wir mittlerweile kennen - nicht erweisen.
Schlimmere Feinde, als uns hier, können diese Leute, die wir vorgeben zu kennen und zu mögen, gar nicht haben, im Lager derjenigen, von denen sie eher Hilfe erwarten dürften.
Wir sorgen dafür und das noch mit dem Brustton der Überzeugung die Kenner zu sein, dass diesen Menschen eine sehr wichtige Lebensgrundlage aus dem Tourismusgeschäft entzogen wird.
Zucken wir dann mit den Schultern, wenn das tunesische Zimmermädchen und der marokkanische Basarverkäufer dann auch noch vor Lampedusa ersaufen. In unserem Diavortrag beim Grillabend waren sie für eine Anekdote gut . . .
Ich schäme mich dafür, was hier abgeht.
Wer hat hier so ein Theater abgezogen, als ein Paar Deutsche Mietwagenkunden in USA getötet wurden?
Die amerikanische Touristenlobby hat es besser verstanden, mit unseren Hysterien umzugehen. Die spanische Touri - Lobby kann es auch.
Bei meiner letzten Reise sprach mich ein langjähriger marokanischer Freund an, was in DE los sei, er könne aus seinem Laden seine Familie nicht mehr ernähren. Er tat, was er sonst nie getan hätte. Er bat mich, aus seinen Souvenirladen etwas zu kaufen, unter Einkaufspreis, wie er mir versprach - nur damit er etwas Geld in die Finger bekam. Ich habe es getan, er tat mir leid - aber eigentlich war er eher ein Wohlhabender - aber eine Lobby, wie in USA oder Spanien hat er nicht.
Und wir beteiligen uns hier an einer Hysterie, die sich auf eine Handvoll pressewirksamer Fernsehhinrichtungen, mit vorweggegangenen Entführungen begründen.
Der Eintritt der Amerikaner, der Briten und Franzosen in die IS Luftbekämfung, wird sicher Folgen haben, was Anschläge des IS in diesen Ländern zur Folge haben wird.
Nichts einfacher als das - der Logik dieser Forumsdiskussion folgend, räumen wir dann noch ein paar Turnhallen zusätzlich für die armen Franzosen, die dann ja in ihrem Land nicht mehr leben können und zu uns fliehen - hier gibt es ja nur Anschläge auf Bahnhöfe, wo die Bomben gar nicht explodieren konnten.
Nee, Leute, da find ich die Besucher des Oktoberfestes intelligenter, als diese Angstdiskussion der "Wüstenfreunde" hier. Die lassen sich ihren Spass nicht nehmen, obwohl man in so ein Event sicher eine Menge hinein interpretieren könnte als Ziel für Terror & Co - wenn man es denn wollte und wenn ein Geschäft damit zu machen wäre.
Besser als eine Diskussion, wer hier unmusikalisch ist (und wer substantiell hier garnix beiträgt), täte uns eine Diskussion, wie wir unseren Freunden helfen und was hier auf gar keinen Fall passieren darf.
Ich meine damit nicht, die Informationen und Hinweise, die dieses Forum zu einem großen Teil ausmachen.
Ich bitte auch einmal zu bedenken, ob wir das wollen, unsere Reisen und dieses Forum selbst abzuschaffen.
Ich meine die Diskussionen, die uns ahnungslose Medien, oder Reporter mit $$ in den Augen verpassen wollen.
Wir wissen es doch, in Spanien und Korsika hat es in den letzten 20 Jahren zig mal so viele Anschläge und Tote gegeben, wie beispielsweise in Marokko (da fallen mir 2 ein) - und wer diskutiert das ??? Die Millionen auf Malle sicher nicht!
Bei meiner nächsten Reise nach Nordafrika, bin ich einerseits froh diesen Leuten nicht mehr zu begegnen andererseits gerate ich in Erklärungsnot den vielen Fragen gegenüber, was in unserem Land los ist.