Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
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Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Hallo
Hab gerade in Beiträgen gesucht nach neueren Einträgen, die den Sinai betreffen. Konnte nicht viel finden außer unter den Sicherheitshinweisen:
"Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in entlegene Regionen sind genehmigungspflichtig.
Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, ... geboten. "
Meine Frage ist, ob jemand Aktuelles weiß, wie es derzeit für Touristen auf dem Sinai ist. Die Badeorte am Roten Meer sollen ja sicher sein. Aber wie sieht es aus mit Touren in den Sinai hinein? Darf man da überhaupt selbst mit einem Mietwagen herumfahren?
Wer war schon mal dort und ist selbst gefahren? Wohin? Was sind die Auflagen?
Was ist mit einem Pkw möglich (außer den Asphaltstraßen)?
Oder alternativ: was kostet es, einen Wagen mit Fahrer tageweise zu mieten?
Bitte alles schreiben, was irgendwie weiterhelfen könnte.
Gruß
ulla
Hab gerade in Beiträgen gesucht nach neueren Einträgen, die den Sinai betreffen. Konnte nicht viel finden außer unter den Sicherheitshinweisen:
"Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in entlegene Regionen sind genehmigungspflichtig.
Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, ... geboten. "
Meine Frage ist, ob jemand Aktuelles weiß, wie es derzeit für Touristen auf dem Sinai ist. Die Badeorte am Roten Meer sollen ja sicher sein. Aber wie sieht es aus mit Touren in den Sinai hinein? Darf man da überhaupt selbst mit einem Mietwagen herumfahren?
Wer war schon mal dort und ist selbst gefahren? Wohin? Was sind die Auflagen?
Was ist mit einem Pkw möglich (außer den Asphaltstraßen)?
Oder alternativ: was kostet es, einen Wagen mit Fahrer tageweise zu mieten?
Bitte alles schreiben, was irgendwie weiterhelfen könnte.
Gruß
ulla
- Achim Vogt
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Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Liebe Ulla,
theoretisch kannst Du mit dem Mietwagen ohne weiteres auf dem Sinai herumfahren.
Allerdings gilt die Halbinsel nach der ägyptischen Revolution nur als begrenzt sicher. Insbesondere das Verhältnis der Beduinen zum Staat ist noch nicht wirklich geklärt. Andererseits gibt es derzeit keine konkreten Fälle, die das Gefühl der Unsicherheit im Inneren der Halbinsel wirklich belegen können. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Beduinen bei den Anschlägen auf die israelische Hafenstadt Elat (von der auch das benachbarte Aqaba zweimal betroffen war) beteiligt waren. Diese waren vom Sinai aus ausgeführt worden.
Sorry, wenn das keine wirklich konkrete Empfehlung ist - aber mehr ist derzeit schwer zu sagen.
Viele Grüße
Achim
theoretisch kannst Du mit dem Mietwagen ohne weiteres auf dem Sinai herumfahren.
Allerdings gilt die Halbinsel nach der ägyptischen Revolution nur als begrenzt sicher. Insbesondere das Verhältnis der Beduinen zum Staat ist noch nicht wirklich geklärt. Andererseits gibt es derzeit keine konkreten Fälle, die das Gefühl der Unsicherheit im Inneren der Halbinsel wirklich belegen können. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Beduinen bei den Anschlägen auf die israelische Hafenstadt Elat (von der auch das benachbarte Aqaba zweimal betroffen war) beteiligt waren. Diese waren vom Sinai aus ausgeführt worden.
Sorry, wenn das keine wirklich konkrete Empfehlung ist - aber mehr ist derzeit schwer zu sagen.
Viele Grüße
Achim
Sinai derzeit sehr angenehm
hallo ulla,
komme gerade von einer 15 tägigen reise nach ägypten zurück. wir waren 10 tage mit dem kamel unter der leitung von beduinen in der wüste sinai unterwegs und ich kann dir sagen, dass alles für touristen absolut ruhig ist - weder in den städten noch in der wüste eine gefährdungssituation.
touren von einem tag bis sehr lange können an jedem ort gebucht werden, die erledigen auch die formalitäten und sind um dein wohl in der wüste und anderswo rührend besorgt (leben ja auch davon) - es gab sehr wenige touristen und nicht zuletzt deswegen war es eine sehr angenehme reise
liebe grüße
rudolf
komme gerade von einer 15 tägigen reise nach ägypten zurück. wir waren 10 tage mit dem kamel unter der leitung von beduinen in der wüste sinai unterwegs und ich kann dir sagen, dass alles für touristen absolut ruhig ist - weder in den städten noch in der wüste eine gefährdungssituation.
touren von einem tag bis sehr lange können an jedem ort gebucht werden, die erledigen auch die formalitäten und sind um dein wohl in der wüste und anderswo rührend besorgt (leben ja auch davon) - es gab sehr wenige touristen und nicht zuletzt deswegen war es eine sehr angenehme reise
liebe grüße
rudolf
- Achim Vogt
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Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Lieber Rudolf,
liebe Ulla,
gut zu hören, dass es mit der Kameltour unter Leitung von Beduinen so gut funktioniert hat.
Meine Infos bezogen sich mehr auf individuelle Autoreisen abseits der Hauptstraßen. Freunde von mir, die in Kairo wohnen, haben ihre vorgesehene Osterreise mit dem eigenen Fahrzeug aufgrund der ihnen vorliegenden Infos nun verschoben. Daher mein Hinweis, der aber - wie oben beschrieben - aufgrund der dürren Informationslage keine direkte Warnung sein kann.
Viele Grüße
Achim
liebe Ulla,
gut zu hören, dass es mit der Kameltour unter Leitung von Beduinen so gut funktioniert hat.
Meine Infos bezogen sich mehr auf individuelle Autoreisen abseits der Hauptstraßen. Freunde von mir, die in Kairo wohnen, haben ihre vorgesehene Osterreise mit dem eigenen Fahrzeug aufgrund der ihnen vorliegenden Infos nun verschoben. Daher mein Hinweis, der aber - wie oben beschrieben - aufgrund der dürren Informationslage keine direkte Warnung sein kann.
Viele Grüße
Achim
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Hallo Achim und Rudolf
Danke für Eure Meldungen. Das hilft doch schon mal weiter.
@ Rudolf: Ich habe es ähnlich eingeschätzt, aber von hier aus ist das schwierig. Daher freue ich mich über die positiven Nachrichten. Weißt Du mehr über evtl. notwendige Formalitäten? Du erwähnst solche.
Hat noch jemand Ideen zu möglichen Trips (außer den obligatorischen Zielen wie Katharinenkloster und Mosesberg)? Wenn möglich, mit Angabe, ob mit Pkw zu machen oder ob 4x4 nötig ist.
Und dann nochmal die Frage nach Preisen für Fahrzeugmiete mit und ohne Fahrer. Wer hat da eine Vorstellung?
Wer weiß, ob man Genehmigungen braucht, wenn man selbst fahren will?
Gruß
ulla
Danke für Eure Meldungen. Das hilft doch schon mal weiter.
@ Rudolf: Ich habe es ähnlich eingeschätzt, aber von hier aus ist das schwierig. Daher freue ich mich über die positiven Nachrichten. Weißt Du mehr über evtl. notwendige Formalitäten? Du erwähnst solche.
Hat noch jemand Ideen zu möglichen Trips (außer den obligatorischen Zielen wie Katharinenkloster und Mosesberg)? Wenn möglich, mit Angabe, ob mit Pkw zu machen oder ob 4x4 nötig ist.
Und dann nochmal die Frage nach Preisen für Fahrzeugmiete mit und ohne Fahrer. Wer hat da eine Vorstellung?
Wer weiß, ob man Genehmigungen braucht, wenn man selbst fahren will?
Gruß
ulla
- Achim Vogt
- Moderator
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- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Wir sind von Taba Heights Richtung Nuweiba und dann rechts ab zum Coloured Canyon gefahren (von Sharm kommend dann also links auf der Straße von Nuweiba nach Taba). An der Kreuzung ist ein Checkpoint, an dem man seinen Pass abgeben muss - sozusagen als Pfand, da wir von Jordanien kommend nur ein Sinai-Visum hatten, mit dem nur der Ost-Sinai bereist werden kann. Eine Genehmigung brauchten wir für die Strecke nicht.
Allerdings waren die Vermieter durchaus nicht glücklich darüber, dass wir selbst, also ohne Fahrer, unterwegs sein wollten. Das lieben sie bei den meist unerfahrenen Touristen überhaupt nicht
Solltet Ihr aus Europa direkt mit dem Flieger in Sharm el Sheikh ankommen, ist es deshalb durchaus überlegenswert, sich in Deutschland vorab ein "richtiges" ägyptisches Visum zu besorgen, da am Flughafen in Sharm meines Wissens auch nur ein Sinai-Visum ausgestellt wird. Damit wäre die Bewegungsfreiheit dann doch sehr eingeschränkt.
Viele Grüße
Achim
Allerdings waren die Vermieter durchaus nicht glücklich darüber, dass wir selbst, also ohne Fahrer, unterwegs sein wollten. Das lieben sie bei den meist unerfahrenen Touristen überhaupt nicht
Solltet Ihr aus Europa direkt mit dem Flieger in Sharm el Sheikh ankommen, ist es deshalb durchaus überlegenswert, sich in Deutschland vorab ein "richtiges" ägyptisches Visum zu besorgen, da am Flughafen in Sharm meines Wissens auch nur ein Sinai-Visum ausgestellt wird. Damit wäre die Bewegungsfreiheit dann doch sehr eingeschränkt.
Viele Grüße
Achim
Erfahrungen in der Zeit bis 10.4.11
Wir fuhren in einer Gruppe und übergaben eine Fotokopie unseres Passes an den beduinischen Führer unserer Gruppe, dieser schien uns bei der Polizei angemeldet zu haben, jedenfalls konnten wir alle checkpoints damit problemlos passieren - spezielle Kosten waren damit nicht verbunden.
Zum Ausgangspunkt und vom Endpunkt unseres Trekking wurden wir jeweils mit 4x4 Toyotas befördert, sehr viel schöner waren jedoch die Ritte und Wanderungen mit den Kamelen, wobei bei schwierigeren Passagen die Kamele mit sämtlichen Gepäck eine andere Route nahmen. Die Tagestouren bestanden aus einer Vormittagswanderung, einer ausgedehnten Mittagsrast und einer weiteren Nachmittagswanderung. Die Nacht kann entweder unter freiem Himmel und im mitgebrachten Zelt verbracht werden. Für Trinkwasser, Tee und Nahrung sorgen die Beduinen.
Es scheint viele Anbieter für derartige Touren zu geben, lonely planet ist für die Auswahl eine gute Quelle - wir organisierten dies schon von Europa aus, was dann auch in der Realität sehr gut funktionierte (Abholung in Sharm, Unterkunft in Sawa Camp, ca. eine halbe Autostunde nördlich von Nuweiba). Wir machten gute Erfahrungen mit Anis ( http://sinai4you.com ), aber auch: http://www.sinai-bedouin.com/ scheint seriös zu sein. Auch vor Ort in Nuweiba wurden wir des öfteren angesprochen, ob wir nicht eine Tour unternehmen möchten.
Herzliche Sinaigrüße
Rudolf
Zum Ausgangspunkt und vom Endpunkt unseres Trekking wurden wir jeweils mit 4x4 Toyotas befördert, sehr viel schöner waren jedoch die Ritte und Wanderungen mit den Kamelen, wobei bei schwierigeren Passagen die Kamele mit sämtlichen Gepäck eine andere Route nahmen. Die Tagestouren bestanden aus einer Vormittagswanderung, einer ausgedehnten Mittagsrast und einer weiteren Nachmittagswanderung. Die Nacht kann entweder unter freiem Himmel und im mitgebrachten Zelt verbracht werden. Für Trinkwasser, Tee und Nahrung sorgen die Beduinen.
Es scheint viele Anbieter für derartige Touren zu geben, lonely planet ist für die Auswahl eine gute Quelle - wir organisierten dies schon von Europa aus, was dann auch in der Realität sehr gut funktionierte (Abholung in Sharm, Unterkunft in Sawa Camp, ca. eine halbe Autostunde nördlich von Nuweiba). Wir machten gute Erfahrungen mit Anis ( http://sinai4you.com ), aber auch: http://www.sinai-bedouin.com/ scheint seriös zu sein. Auch vor Ort in Nuweiba wurden wir des öfteren angesprochen, ob wir nicht eine Tour unternehmen möchten.
Herzliche Sinaigrüße
Rudolf
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Hallo zusammen,
jetzt auch noch mein Senf dazu!
Ich schliesse mich voll Achim an! Die Situation hat sich seit Januar vor allem im Sinai sehr geaendert! Es ist ein Unterschied, ob ich (und sei es von Beduinen) organisiert eine Tour mache, oder selber fahren moechte - und das war hier ja eigentlich die Frage!
Anbieter fuer Tages- oder Mehr-Tages-Touren kann ich viele nennen. ...und nett und liebenswuerdig sind die Beduinen meistens - sie leben ja vom Tourismus!
Ich klaere zur Zeit, wie die Situation fuer Selbstfahrer offroad aussieht...
Ansonsten kann ich empfehlen: normalen PKW mieten, die Stellen, die per Strasse befahrbar sind, selber fahren (und das sind die meisten Sehenswuerdigkeiten)...und den Rest per Kamel vor Ort organisieren (zB Ain Hodra - ein Muss!). Auf Wunsch koennte ich Kontakte vermitteln...
Auf jeden Fall wuerde ich mich nur im Sued-Sinai aufhalten. Der Norden ist noch immer unsicher (auch wenn dort niemand etwas gegen Touristen hat - man kann dazwischen geraten!).
Melde mich bei Neuigkeiten!
jetzt auch noch mein Senf dazu!
Ich schliesse mich voll Achim an! Die Situation hat sich seit Januar vor allem im Sinai sehr geaendert! Es ist ein Unterschied, ob ich (und sei es von Beduinen) organisiert eine Tour mache, oder selber fahren moechte - und das war hier ja eigentlich die Frage!
Anbieter fuer Tages- oder Mehr-Tages-Touren kann ich viele nennen. ...und nett und liebenswuerdig sind die Beduinen meistens - sie leben ja vom Tourismus!
Ich klaere zur Zeit, wie die Situation fuer Selbstfahrer offroad aussieht...
Ansonsten kann ich empfehlen: normalen PKW mieten, die Stellen, die per Strasse befahrbar sind, selber fahren (und das sind die meisten Sehenswuerdigkeiten)...und den Rest per Kamel vor Ort organisieren (zB Ain Hodra - ein Muss!). Auf Wunsch koennte ich Kontakte vermitteln...
Auf jeden Fall wuerde ich mich nur im Sued-Sinai aufhalten. Der Norden ist noch immer unsicher (auch wenn dort niemand etwas gegen Touristen hat - man kann dazwischen geraten!).
Melde mich bei Neuigkeiten!
Gruesse aus Baharia
Stefanie
Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Stefanie
Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Hallo Achim, Rudolf und Stefanie
Danke Euch allen für Eure Tipps. So langsam klärt sich das Bild für mich. Das mit Pkw-mieten und hinfahren, wo das damit möglich ist, und den Rest mit Beduinen fahren/gehen/reiten, ist natürlich eine gute Idee.
Wäre der Coloured Canyon denn schon zu weit nördlich oder wo beginnt der Nordsinai?
Gruß
ulla
Danke Euch allen für Eure Tipps. So langsam klärt sich das Bild für mich. Das mit Pkw-mieten und hinfahren, wo das damit möglich ist, und den Rest mit Beduinen fahren/gehen/reiten, ist natürlich eine gute Idee.
Wäre der Coloured Canyon denn schon zu weit nördlich oder wo beginnt der Nordsinai?
Gruß
ulla
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Ulla,
Coloured Canyon ist in jedem Fall nicht Nord-Sinai (und ein Muss!). Da kann man ziemlich nah mit dem Auto heran fahren und den Rest eben laufen...
Coloured Canyon ist in jedem Fall nicht Nord-Sinai (und ein Muss!). Da kann man ziemlich nah mit dem Auto heran fahren und den Rest eben laufen...
Gruesse aus Baharia
Stefanie
Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Stefanie
Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Hallo Ulla,
sorry, seit Tagen habe ich vergessen meine Antwort einer Reisegagentur im Sinai weiterzugeben
:
es scheint so, dass man in den touristischen Gebieten(Sueden) ueberall ohne Einschraenkungen fahren kann. Es muessen lediglich an den Checkpoints die ueblichen Papiere vorgezeigt werden... Trotzdem halte ich es fuer sinnvoll, wenn ihr vor Ort fachkundige Guides fuer Touren ausserhalb der Strassen nehmt. Die meisten Sehenswuerdigkeiten sind eh mit einem normalen PKW zu erreichen!
sorry, seit Tagen habe ich vergessen meine Antwort einer Reisegagentur im Sinai weiterzugeben
es scheint so, dass man in den touristischen Gebieten(Sueden) ueberall ohne Einschraenkungen fahren kann. Es muessen lediglich an den Checkpoints die ueblichen Papiere vorgezeigt werden... Trotzdem halte ich es fuer sinnvoll, wenn ihr vor Ort fachkundige Guides fuer Touren ausserhalb der Strassen nehmt. Die meisten Sehenswuerdigkeiten sind eh mit einem normalen PKW zu erreichen!
Gruesse aus Baharia
Stefanie
Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Stefanie
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- Achim Vogt
- Moderator
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- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Der Coloured Canyon liegt etwas abseits der den Sinai querenden Straße. In der Regel muss man den Wagen am Polizeiposten stehen lassen und mit einem Guide zum Einstieg fahren. Vorteil: Der Guide holt einen am Ausgang des Canyons auch wieder ab, was das Zurücklaufen zum Auto spart. Die Strecke von der Hauptstraße zum Canyon ist mit einem normalen Pkw mit ein wenig Übung zu befahren. Ob die Polizei einen durch lässt, ist allerdings ein wenig vom Verhandlungsgeschick abhängig.
Viele Grüße
Achim
Viele Grüße
Achim
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbinsel?
Hallo
Bei den letzten beiden Forumseinträgen war ich leider schon unterwegs. Und ich muss gleich sagen, es war diesmal nur ein Hineinschnuppern.
Da wir keine konkreten Infos hatten, was alles mit dem Pkw möglich ist und wir dann im Endeffekt aber einen Pkw gemietet hatten, kamen wir nicht allzu weit. Klar, zum Katharinenkloster kommt man, auch zur Ruinenstätte von Nawamis geht's gerade noch, wenn man ein Stück läuft. Aber Coloured Canyon ohne 4x4 ist meiner Einschätzung nach nicht möglich mit einem Pkw. Der Sand ist oft zu tief und der Mittelwall auf den Spuren viel zu hoch. Das hätten wir ohne jede Ausrüstung nicht riskiert. Ganz zu schweigen von Ain Hodra und anderen Zielen. So haben wir die ganze Küste bis hoch nach Taba abgefahren, dabei einige schöne Schnorchelplätze besucht und waren auch im interessanten Ras Mohamed Nationalpark.
Außerdem ist es so, wie Achim schreibt: man darf gar nicht ohne Guide zum Coloured Canyon. Also haben wir in Nuweiba einen aufgetan und sind mit seinem uralten Jeep Wrangler hingefahren. Total eindrucksvolle Schlucht!!!
Fazit des Ganzen: im Herbst nochmal eine Tour mit diesem Guide machen. Er ist einverstanden, dass wir Ziele nennen und macht selbst Vorschläge, bietet alles einschließlich Übernachtung und Mahlzeiten und hat auch noch ein zuverlässigeres Fahrzeug...
Zu den Formalitäten: keine Probleme an den Checkpoints, Pässe mussten öfter vorgezeigt werden, sonst keine weiteren Papiere. Offiziell braucht man einen internationalen Führerschein, er wurde aber von uns weder bei der Fahrzeuganmietung noch sonst irgendwo verlangt. Der gesamte südliche Sinai scheint frei zu befahren sein. Wie es allerdings entlang der westlichen Küste aussieht, weiß ich nicht. Einheimische meinten, das könnte eventuell nicht erlaubt sein. Es scheint nicht sehr üblich zu sein, dass Touristen ein Fahrzeug ohne Fahrer mieten. Die Vermietstation wollte, dass wir nicht bei Dunkelheit außerhalb der Städte unterwegs sind, was aber letztendlich keinerlei Problem war.
Zur politischen Lage bzw. dem, was man davon als Tourist mitbekommt: eigentlich nichts. Alles ist ruhig, das Krankenhaus in Sharm El Sgheik, in dem sich Mubarak befindet, von viel Militär umstellt, die Checkpoints checken vor allem Sammeltaxis und Busse und deren Gepäckstücke. Die Touristenorte sind friedlich, unser Hotel war mit Gepäck sehr vorsichtig: nichts kam in die Lobby, sondern musste draußen warten, bis man ins Zimmer gebracht wurde. Sieht nach Vorsichtsmaßnahmen vor Anschlägen aus.
Hoffe, die hier geschilderten Erfahrungen nützen Anderen auch.
Ulla
Bei den letzten beiden Forumseinträgen war ich leider schon unterwegs. Und ich muss gleich sagen, es war diesmal nur ein Hineinschnuppern.
Da wir keine konkreten Infos hatten, was alles mit dem Pkw möglich ist und wir dann im Endeffekt aber einen Pkw gemietet hatten, kamen wir nicht allzu weit. Klar, zum Katharinenkloster kommt man, auch zur Ruinenstätte von Nawamis geht's gerade noch, wenn man ein Stück läuft. Aber Coloured Canyon ohne 4x4 ist meiner Einschätzung nach nicht möglich mit einem Pkw. Der Sand ist oft zu tief und der Mittelwall auf den Spuren viel zu hoch. Das hätten wir ohne jede Ausrüstung nicht riskiert. Ganz zu schweigen von Ain Hodra und anderen Zielen. So haben wir die ganze Küste bis hoch nach Taba abgefahren, dabei einige schöne Schnorchelplätze besucht und waren auch im interessanten Ras Mohamed Nationalpark.
Außerdem ist es so, wie Achim schreibt: man darf gar nicht ohne Guide zum Coloured Canyon. Also haben wir in Nuweiba einen aufgetan und sind mit seinem uralten Jeep Wrangler hingefahren. Total eindrucksvolle Schlucht!!!
Fazit des Ganzen: im Herbst nochmal eine Tour mit diesem Guide machen. Er ist einverstanden, dass wir Ziele nennen und macht selbst Vorschläge, bietet alles einschließlich Übernachtung und Mahlzeiten und hat auch noch ein zuverlässigeres Fahrzeug...
Zu den Formalitäten: keine Probleme an den Checkpoints, Pässe mussten öfter vorgezeigt werden, sonst keine weiteren Papiere. Offiziell braucht man einen internationalen Führerschein, er wurde aber von uns weder bei der Fahrzeuganmietung noch sonst irgendwo verlangt. Der gesamte südliche Sinai scheint frei zu befahren sein. Wie es allerdings entlang der westlichen Küste aussieht, weiß ich nicht. Einheimische meinten, das könnte eventuell nicht erlaubt sein. Es scheint nicht sehr üblich zu sein, dass Touristen ein Fahrzeug ohne Fahrer mieten. Die Vermietstation wollte, dass wir nicht bei Dunkelheit außerhalb der Städte unterwegs sind, was aber letztendlich keinerlei Problem war.
Zur politischen Lage bzw. dem, was man davon als Tourist mitbekommt: eigentlich nichts. Alles ist ruhig, das Krankenhaus in Sharm El Sgheik, in dem sich Mubarak befindet, von viel Militär umstellt, die Checkpoints checken vor allem Sammeltaxis und Busse und deren Gepäckstücke. Die Touristenorte sind friedlich, unser Hotel war mit Gepäck sehr vorsichtig: nichts kam in die Lobby, sondern musste draußen warten, bis man ins Zimmer gebracht wurde. Sieht nach Vorsichtsmaßnahmen vor Anschlägen aus.
Hoffe, die hier geschilderten Erfahrungen nützen Anderen auch.
Ulla
-
Hans-Jürgen
- Beiträge: 6
- Registriert: Mo 29. Aug 2005, 17:28
- Wohnort: Alling (bei München)
- Kontaktdaten:
Erfahrungen im Sinai, Stand Ende Mai 2011
Hallo,
zur aktuellen Situation im Sinai: Es ist alles ruhig und problemlos im Südsinai! Ich war von Anfang März bis vor 2 Tagen dort und lebe seit längerem über die Hälfte des Jahres dort.
Südsinai ist die gesamte untere Hälfte der dreieckigen Halbinsel; d.h. der gesamte Golf von Aqaba bis rauf nach Taba an der israelischen Grenze gehört dazu. Mit Nordsinai ist das Grenzgebiet zum Gazastreifen (am Mittelmeer) gemeint.
Mietwagen kann man problemlos übers Internet schon von Deutschland aus mieten (z.B. Sixt oder Europcar ab Airport Sharm el Sheikh). Meine Erfahrung an den Checkpoints ist eher so, dass man mit einem normalen Mietauto einfacher durch gewunken wird als mit einem Taxi oder ägyptischen Privatauto. Natürlich gibt es auch Tage, wo jeder seinen Führerschein oder die Fahrzeugpapiere zeigen muss.
Als Richtpreis für ein Taxi für einen ganzen Tag würde ich grob 50 € veranschlagen. Natürlich kann man verhandeln, vor allem wenn man den gleichen Fahrer mehrmals oder länger braucht. Da es seit der Revolution kaum Touristen gibt (und damit kein Einkommen für die Einheimischen), sollte, wer es sich leisten kann, nicht zu hart über Preise verhandeln.
Adressen von Taxifahrern (PKW, Kleinbus, Jeep, …) ab Nuweiba kann ich gern weitergeben. Generell ist es sinnvoll, sich von Deutschland aus den Mietwagen ab Flughafen zu bestellen (wenn man gerne selber fahren will) oder sich vom Hotel per Taxi am Flughafen abholen zu lassen!
Zum Visum (Beitrag von Achim 18.4.): Wenn man sich das Visum in Deutschland besorgt, kostet es (für die einmalige Einreise) 22,- € plus Porto. Bei der Einreise nach Ägypten kostet es am Flughafen weniger als 15 € (15-US-$). Das einfache Sinai-Visum ist kostenlos. Kompliziert wird es, wenn jemand anderes am Flughafen meint, man könne sich die Visagebühr sparen: dann ist es das einfachste zu sagen, man wolle nach Kairo weiterreisen. Damit erübrigen sich Diskussionen und die Bewegungsfreiheit ist gesichert.
Viele Grüße
Hans-Jürgen
zur aktuellen Situation im Sinai: Es ist alles ruhig und problemlos im Südsinai! Ich war von Anfang März bis vor 2 Tagen dort und lebe seit längerem über die Hälfte des Jahres dort.
Südsinai ist die gesamte untere Hälfte der dreieckigen Halbinsel; d.h. der gesamte Golf von Aqaba bis rauf nach Taba an der israelischen Grenze gehört dazu. Mit Nordsinai ist das Grenzgebiet zum Gazastreifen (am Mittelmeer) gemeint.
Mietwagen kann man problemlos übers Internet schon von Deutschland aus mieten (z.B. Sixt oder Europcar ab Airport Sharm el Sheikh). Meine Erfahrung an den Checkpoints ist eher so, dass man mit einem normalen Mietauto einfacher durch gewunken wird als mit einem Taxi oder ägyptischen Privatauto. Natürlich gibt es auch Tage, wo jeder seinen Führerschein oder die Fahrzeugpapiere zeigen muss.
Als Richtpreis für ein Taxi für einen ganzen Tag würde ich grob 50 € veranschlagen. Natürlich kann man verhandeln, vor allem wenn man den gleichen Fahrer mehrmals oder länger braucht. Da es seit der Revolution kaum Touristen gibt (und damit kein Einkommen für die Einheimischen), sollte, wer es sich leisten kann, nicht zu hart über Preise verhandeln.
Adressen von Taxifahrern (PKW, Kleinbus, Jeep, …) ab Nuweiba kann ich gern weitergeben. Generell ist es sinnvoll, sich von Deutschland aus den Mietwagen ab Flughafen zu bestellen (wenn man gerne selber fahren will) oder sich vom Hotel per Taxi am Flughafen abholen zu lassen!
Zum Visum (Beitrag von Achim 18.4.): Wenn man sich das Visum in Deutschland besorgt, kostet es (für die einmalige Einreise) 22,- € plus Porto. Bei der Einreise nach Ägypten kostet es am Flughafen weniger als 15 € (15-US-$). Das einfache Sinai-Visum ist kostenlos. Kompliziert wird es, wenn jemand anderes am Flughafen meint, man könne sich die Visagebühr sparen: dann ist es das einfachste zu sagen, man wolle nach Kairo weiterreisen. Damit erübrigen sich Diskussionen und die Bewegungsfreiheit ist gesichert.
Viele Grüße
Hans-Jürgen
- Achim Vogt
- Moderator
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- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Sinai - Situation für Touristen - Fahrten auf der Halbin
Habe eben mit einem Kollegen in Ägypten über die Möglichkeit gesprochen, ihn in Kairo zu besuchen. Er hat von Fahrten im Nordsinai weiter abgeraten. Die Situation sei weiterhin unklar und teilweise unsicher, vereinzelt errichteten Beduinen Straßensperren, um beispielsweise die Freilassung von Inhaftierten zu erreichen. Insgesamt sei die Situation seitens des Staates nicht völlig unter Kontrolle. Im südlichen Sinai sei es etwas besser. Am sichersten ist vermutlich die Umfahrung der Halbinsel auf der Küstenstraße.
Die Reisehinweise der Botschaft warnen allerdings nur vor Fahrten im Nordsinai.
Viele Grüße
Achim
Die Reisehinweise der Botschaft warnen allerdings nur vor Fahrten im Nordsinai.
Viele Grüße
Achim




