Von Jordanien nach Europa
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BulliFan1988
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Von Jordanien nach Europa
Ein herzliches Moin an Alle!
Ich bin ganz frisch hier im Forum angemeldet und möchte mein Anliegen und mich selbst kurz vorstellen!
Ich heiße Christian, wohne im aktuell sehr grauen Bremen und bin Doktorand im Bereich Meeresbiologie. Vor etwa zwei Jahren habe ich in meiner zweiten Heimat Jordanien einen alten VW Bulli erworben und ihn sukzessive auf Vordermann gebracht. Da ich hauptsächlich in Deutschland lebe, möchte ich den Bulli besser früher als später nach Deutschland holen. Genau hier liegt dir Krux, das Fahrzeug ist fahrbereit, hat jedoch nur jordanische Papiere und ist dort auch zugelassen. Da der Landweg via Syrien und Türkei aktuell nicht empfehlenswert ist, suche ich nach Alternativen.
Da ist mir die Idee gekommen, von Aqaba (Jordanien), Alexandria (Ägypten) oder evtl Israel nach Europa zu "fahren" - also per RoRo oder so - und dann zB in Griechenland die Reise fortzusetzen. Hat jemand von Euch Erfahrungen damit gemacht, auch was das Fahren von nicht-Eu Fahrzeugen in der EU betrifft?
Liebe Grüße aus Bremen
Christian
Ich bin ganz frisch hier im Forum angemeldet und möchte mein Anliegen und mich selbst kurz vorstellen!
Ich heiße Christian, wohne im aktuell sehr grauen Bremen und bin Doktorand im Bereich Meeresbiologie. Vor etwa zwei Jahren habe ich in meiner zweiten Heimat Jordanien einen alten VW Bulli erworben und ihn sukzessive auf Vordermann gebracht. Da ich hauptsächlich in Deutschland lebe, möchte ich den Bulli besser früher als später nach Deutschland holen. Genau hier liegt dir Krux, das Fahrzeug ist fahrbereit, hat jedoch nur jordanische Papiere und ist dort auch zugelassen. Da der Landweg via Syrien und Türkei aktuell nicht empfehlenswert ist, suche ich nach Alternativen.
Da ist mir die Idee gekommen, von Aqaba (Jordanien), Alexandria (Ägypten) oder evtl Israel nach Europa zu "fahren" - also per RoRo oder so - und dann zB in Griechenland die Reise fortzusetzen. Hat jemand von Euch Erfahrungen damit gemacht, auch was das Fahren von nicht-Eu Fahrzeugen in der EU betrifft?
Liebe Grüße aus Bremen
Christian
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marcelloperrone
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Re: Von Jordanien nach Europa
War es nicht so, das es nicht möglich ist aufgrund der Schadstoffklasse, ausser das Fahrzeug war schonmal in der EU angemeldet?
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landcruiser.
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Re: Von Jordanien nach Europa
Du kannst das Auto nicht auf Dauer mit ausländischen Kennzeichen in D fahren.
Import dürfte nur als Umzugsgut möglich sein.
https://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge ... /umzugsgut
https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/U ... _node.html
Viel Erfolg!
Import dürfte nur als Umzugsgut möglich sein.
https://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge ... /umzugsgut
https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/U ... _node.html
Viel Erfolg!
Re: Von Jordanien nach Europa
Hallo Christian,
Verschiffen ab Ägypten geht mit viel Geduld und Zeit fürs Fahrzeug alleine und du musst fliegen. Wobei das mit etwas weniger Geduld und Zeit auch für Israel gilt.
Hier ein aktueller Verschiffungsleitfaden aus Israel:
https://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/ ... 18&t=88740
Nachdem es jezt ein Visum für Saudi Arabien gibt wäre eine Alternative über Saudi Arabien, die Emirate in den Iran. Ist aber sicher nicht billiger, da die Fähre in den Iran mit ca 1000 US$ unverschämt gepreist ist.
Dann bleiben noch zwei Punkte:
- Carnet de Passage. (Falls mit jordanischer Zulassung notwendig)
- EU Versicherung (Der ADAC macht die Grenzversicherungen nicht mehr, lautForenbeiträgen bleibt wohl nur Tour Insure)
Gruss
Bernd
Verschiffen ab Ägypten geht mit viel Geduld und Zeit fürs Fahrzeug alleine und du musst fliegen. Wobei das mit etwas weniger Geduld und Zeit auch für Israel gilt.
Hier ein aktueller Verschiffungsleitfaden aus Israel:
https://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/ ... 18&t=88740
Nachdem es jezt ein Visum für Saudi Arabien gibt wäre eine Alternative über Saudi Arabien, die Emirate in den Iran. Ist aber sicher nicht billiger, da die Fähre in den Iran mit ca 1000 US$ unverschämt gepreist ist.
Dann bleiben noch zwei Punkte:
- Carnet de Passage. (Falls mit jordanischer Zulassung notwendig)
- EU Versicherung (Der ADAC macht die Grenzversicherungen nicht mehr, lautForenbeiträgen bleibt wohl nur Tour Insure)
Gruss
Bernd
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BulliFan1988
- Beiträge: 2
- Registriert: Fr 8. Nov 2019, 15:52
Re: Von Jordanien nach Europa
Moin!
Ein herzlichen Dank für die bisherigen Kommentare!
Liebe Grüße
Christian
Ein herzlichen Dank für die bisherigen Kommentare!
Das stimmt so nicht ganz. Du hast Recht, wenn wir über einen Wagen jünger als 30 Jahre reden, der die EU-Normen in Sachen Abgasausstoß oder Sicherheit nicht erfüllt. EIn bekanntes Beispiel ist der VW T2c, der bis 2012 oder 2013 in Brasilien gebaut wurde, in Deutschland aber keine Zulassung bekommen hat (es sei denn, man hat etwas getrickst und eine kurzzeitige Zulassung in UK erlangt). Bei meinem handelt es sich aber um ein Fahrzeug aus dem Jahr 1978, da ist das anders geregelt.marcelloperrone hat geschrieben:War es nicht so, das es nicht möglich ist aufgrund der Schadstoffklasse, ausser das Fahrzeug war schonmal in der EU angemeldet?
Ja, da stimme ich Dir zu. Das ist auch nicht meine Absichtlandcruiser. hat geschrieben:Du kannst das Auto nicht auf Dauer mit ausländischen Kennzeichen in D fahren.
Import dürfte nur als Umzugsgut möglich sein.
https://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge ... /umzugsgut
https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/U ... _node.html
Viel Erfolg!
Vielen Dank Bernd! Die Route über Saudi hab ich mir auch durch den Kopf gehen lassen. Aber das erscheint mir die letzte Option zu sein, was die Preise etc. betrifft. Ich schaue mir mal Deinen Link an, das erscheint mir ein gute Idee zu sein.bernd s hat geschrieben:Hallo Christian,
Verschiffen ab Ägypten geht mit viel Geduld und Zeit fürs Fahrzeug alleine und du musst fliegen. Wobei das mit etwas weniger Geduld und Zeit auch für Israel gilt.
Hier ein aktueller Verschiffungsleitfaden aus Israel:
https://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/ ... 18&t=88740
Nachdem es jezt ein Visum für Saudi Arabien gibt wäre eine Alternative über Saudi Arabien, die Emirate in den Iran. Ist aber sicher nicht billiger, da die Fähre in den Iran mit ca 1000 US$ unverschämt gepreist ist.
Dann bleiben noch zwei Punkte:
- Carnet de Passage. (Falls mit jordanischer Zulassung notwendig)
- EU Versicherung (Der ADAC macht die Grenzversicherungen nicht mehr, lautForenbeiträgen bleibt wohl nur Tour Insure)
Gruss
Bernd
Liebe Grüße
Christian
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russenschleuder
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Re: Von Jordanien nach Europa
hy,
Achim hat die selbe Strecke bereits mit seinem jordanischen Auto erledigt. frag ihn am besten direkt.
post187936.html?
laut seinem Bericht gab es eigentlich keine Probleme mit der Überfahrt.
am Einfachsten wird die Fähre mit Grimaldi über Haifa nach Italien sein (habe ich mit dem Motorrad schon hinter mir). teuer, aber problemfrei.
Zur Ummeldung in D kann ich nichts sagen.
sg
Achim hat die selbe Strecke bereits mit seinem jordanischen Auto erledigt. frag ihn am besten direkt.
post187936.html?
laut seinem Bericht gab es eigentlich keine Probleme mit der Überfahrt.
am Einfachsten wird die Fähre mit Grimaldi über Haifa nach Italien sein (habe ich mit dem Motorrad schon hinter mir). teuer, aber problemfrei.
Zur Ummeldung in D kann ich nichts sagen.
sg
sg Clemens
- Achim Vogt
- Moderator
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- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Von Jordanien nach Europa
Ich hatte von Christian eine PN bekommen und geantwortet. Jetzt wo ich den ursprünglichen Thread hier sehe, will ich noch einmal ein paar Punkte zusammenfassen:
Meine Reise von Jordanien nach Berlin habe ich unmittelbar vor Kriegsbeginn in Syrien gemacht. Die Situation ist also ganz anders als damals. Was geblieben ist, sind die Voraussetzungen fürs Auto. Im letzten Jahr bin ich ebenfalls mit libanesischem Kennzeichen nach Deutschland gefahren.
Hier die Optionen und Voraussetzungen:
1.) Von Jordanien nach Israel, möglich mit einem "normalen" jordanischen Kennzeichen über die Übergänge im Norden und im Süden, nicht über die Allenby-Brücke in der "Mitte". Die israelische Haftpflichtversicherung ist teuer, es sei denn, Du hast das Auto bereits in Deutschland (Helvetia am Hausvogteiplatz in Berlin) versichert, dann bekommst Du die "grüne" Karte und damit gibt es weder in Europa noch in Israel Probleme.
Dann von Israel entweder mit Salamis über Zypern nach Lavrio bei Athen oder mit Grimaldi direkt nach Italien (Mitfahrt möglich).
2.) Der lange Weg: von Jordanien mit dem seit September einfachen Saudi-Visum an den Golf, von den Emiraten nach Iran und dann weiter über die Türkei nach Europa. Großer Nachteil: Du brauchst für diese Route ein Carnet und das ist vor allem für den Iran teuer. Danach stellt sich die Problematik, dass Du das Auto in Deutschland einführst. Andererseits: Mit einer entsprechenden Zolleinfuhrbescheinigung kannst Du die Kaution für das Carnet auch wieder vom Royal Automobile Club in Jordanien zurückbekommen. Habe ich 2012 so bei einer Tour von Jordanien in den Sudan gemacht.
3.) Von Jordanien über Syrien: Die Route ist seit ein paar Monaten von Jordanien aus wieder offen, zumindest was den Übergang von Jordanien nach Syrien angeht. Denn unklar ist noch immer, ob Du von Syrien aus in die Türkei weiterreisen kannst. Nach meinen Infos nur über den Küstenübergang in Kassab evtl. möglich (hörte von zwei Leuten, die es geschafft haben).
Hier noch ein wichtiger Rat: Ich hörte von mindestens zwei Reisenden, die in Syrien festgenommen wurden. Einer von ihnen saß sechs Monate im Gefängnis, bevor seine Freilassung erreicht wurde. Syrien ist weiter ein Land im Krieg. Wer die einzelnen Checkpoints kontrolliert, ist oft nicht klar. Entsprechend willkürlich kann es zugehen, viele Kontrollen werden faktisch eher von lokalen Milizen als vom Staat kontrolliert. Die einzigen Ausnahmen sind die Strecken vom Libanon nach Damaskus und von Damaskus nach Jordanien.
Vermutlich leichter deshalb die Fahrt über Damaskus nach Beirut und dann von Tripoli mit der Fähre direkt in die Türkei. Von dort geht es recht einfach weiter. Ohne grüne Versicherungskarte aus Europa musst Du an den Grenzen Versicherungen abschließen. Das sollte aber kein Problem sein (eine für die Türkei und dann eine für die EU). Von der Türkei entweder die Balkanroute (dann allerdings mit neuen Versicherungen z.B. für Serbien oder Kosovo) oder aber mit der Fähre nach Griechenland und dann gleich weiter nach Italien (Autofähren von der Türkei nach Griechenland nur von Cesme nach Chios und von Bodrum nach Kos!). Für Syrien benötigst Du ein Triptic. Da bin ich unsicher, wo Du das in Jordanien herbekommst (bei mir hat es ein jord. Kollege organisiert). Aber ist eigentlich kein Problem.
Last but not least: Erkundige Dich nach den Einfuhrbedingungen in Deutschland. Wenn mich nicht täusche, ist es besser, wenn Du das Auto im Ausland schon ein Jahr auf Deinen Namen gefahren bist. Dann sparst Du Dir Einfuhrzoll und Mehrwertsteuer!
Dann noch ein Nachtrag:
Bitte bedenke, dass die Fähre vom Libanon in die Türkei mit 700 USD (ich hoffe, ein Bulli ist nicht teurer) nicht ganz billig ist. Hinzu kommt Deine Passage (100 USD, Kabine ebenfalls 100 USD) und eine Ausreisegebühr von 50 USD. Macht also im Mindestfall 850 USD. Hinzu kommt die sehr lange Fahrt durch die Türkei etc. Da läppert sich schon was zusammen. Wenn Du dann noch die ganze Türkei- und Balkanroute mit möglicherweise zusätzlichen Versicherungen nimmst, dann kann die Israel-Italien-Variante trotz der Hafengebühren interessant werden. Allerdings hast Du dann natürlich nicht die Schönheiten des Balkans, sondern lediglich eine entspannte Seereise und später die wunderbare Amalfi-Küste (wenn Du mit Grimaldi fährst). Wenn Du mit Salamis fährst, könnten die Gebühren geringer ausfallen, denn es ist eine "normale" Lkw-Fähre. Und Du kommst in Griechenland an und kannst immer noch den Balkan fahren.
Und schließlich für alle Nicht-Bulli-Fahrer: Der Libanon bleibt weiter eines der wenigen Länder, wenn nicht das einzige, in das Diesel-Fahrzeuge nicht einreisen dürfen. Ausnahmen sind Fahrzeuge ab Baujahr 2015, die Ad-Blue tanken können!
Helvetia versichert auch Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Normalerweise allerdings nur für Menschen, die beim Auswärtigen Amt oder sonst irgendwo in der Entwicklungshilfe arbeiten. Aber einen Versuch ist es wert ...
Viele Grüße aus Beirut
Achim
Meine Reise von Jordanien nach Berlin habe ich unmittelbar vor Kriegsbeginn in Syrien gemacht. Die Situation ist also ganz anders als damals. Was geblieben ist, sind die Voraussetzungen fürs Auto. Im letzten Jahr bin ich ebenfalls mit libanesischem Kennzeichen nach Deutschland gefahren.
Hier die Optionen und Voraussetzungen:
1.) Von Jordanien nach Israel, möglich mit einem "normalen" jordanischen Kennzeichen über die Übergänge im Norden und im Süden, nicht über die Allenby-Brücke in der "Mitte". Die israelische Haftpflichtversicherung ist teuer, es sei denn, Du hast das Auto bereits in Deutschland (Helvetia am Hausvogteiplatz in Berlin) versichert, dann bekommst Du die "grüne" Karte und damit gibt es weder in Europa noch in Israel Probleme.
Dann von Israel entweder mit Salamis über Zypern nach Lavrio bei Athen oder mit Grimaldi direkt nach Italien (Mitfahrt möglich).
2.) Der lange Weg: von Jordanien mit dem seit September einfachen Saudi-Visum an den Golf, von den Emiraten nach Iran und dann weiter über die Türkei nach Europa. Großer Nachteil: Du brauchst für diese Route ein Carnet und das ist vor allem für den Iran teuer. Danach stellt sich die Problematik, dass Du das Auto in Deutschland einführst. Andererseits: Mit einer entsprechenden Zolleinfuhrbescheinigung kannst Du die Kaution für das Carnet auch wieder vom Royal Automobile Club in Jordanien zurückbekommen. Habe ich 2012 so bei einer Tour von Jordanien in den Sudan gemacht.
3.) Von Jordanien über Syrien: Die Route ist seit ein paar Monaten von Jordanien aus wieder offen, zumindest was den Übergang von Jordanien nach Syrien angeht. Denn unklar ist noch immer, ob Du von Syrien aus in die Türkei weiterreisen kannst. Nach meinen Infos nur über den Küstenübergang in Kassab evtl. möglich (hörte von zwei Leuten, die es geschafft haben).
Hier noch ein wichtiger Rat: Ich hörte von mindestens zwei Reisenden, die in Syrien festgenommen wurden. Einer von ihnen saß sechs Monate im Gefängnis, bevor seine Freilassung erreicht wurde. Syrien ist weiter ein Land im Krieg. Wer die einzelnen Checkpoints kontrolliert, ist oft nicht klar. Entsprechend willkürlich kann es zugehen, viele Kontrollen werden faktisch eher von lokalen Milizen als vom Staat kontrolliert. Die einzigen Ausnahmen sind die Strecken vom Libanon nach Damaskus und von Damaskus nach Jordanien.
Vermutlich leichter deshalb die Fahrt über Damaskus nach Beirut und dann von Tripoli mit der Fähre direkt in die Türkei. Von dort geht es recht einfach weiter. Ohne grüne Versicherungskarte aus Europa musst Du an den Grenzen Versicherungen abschließen. Das sollte aber kein Problem sein (eine für die Türkei und dann eine für die EU). Von der Türkei entweder die Balkanroute (dann allerdings mit neuen Versicherungen z.B. für Serbien oder Kosovo) oder aber mit der Fähre nach Griechenland und dann gleich weiter nach Italien (Autofähren von der Türkei nach Griechenland nur von Cesme nach Chios und von Bodrum nach Kos!). Für Syrien benötigst Du ein Triptic. Da bin ich unsicher, wo Du das in Jordanien herbekommst (bei mir hat es ein jord. Kollege organisiert). Aber ist eigentlich kein Problem.
Last but not least: Erkundige Dich nach den Einfuhrbedingungen in Deutschland. Wenn mich nicht täusche, ist es besser, wenn Du das Auto im Ausland schon ein Jahr auf Deinen Namen gefahren bist. Dann sparst Du Dir Einfuhrzoll und Mehrwertsteuer!
Dann noch ein Nachtrag:
Bitte bedenke, dass die Fähre vom Libanon in die Türkei mit 700 USD (ich hoffe, ein Bulli ist nicht teurer) nicht ganz billig ist. Hinzu kommt Deine Passage (100 USD, Kabine ebenfalls 100 USD) und eine Ausreisegebühr von 50 USD. Macht also im Mindestfall 850 USD. Hinzu kommt die sehr lange Fahrt durch die Türkei etc. Da läppert sich schon was zusammen. Wenn Du dann noch die ganze Türkei- und Balkanroute mit möglicherweise zusätzlichen Versicherungen nimmst, dann kann die Israel-Italien-Variante trotz der Hafengebühren interessant werden. Allerdings hast Du dann natürlich nicht die Schönheiten des Balkans, sondern lediglich eine entspannte Seereise und später die wunderbare Amalfi-Küste (wenn Du mit Grimaldi fährst). Wenn Du mit Salamis fährst, könnten die Gebühren geringer ausfallen, denn es ist eine "normale" Lkw-Fähre. Und Du kommst in Griechenland an und kannst immer noch den Balkan fahren.
Und schließlich für alle Nicht-Bulli-Fahrer: Der Libanon bleibt weiter eines der wenigen Länder, wenn nicht das einzige, in das Diesel-Fahrzeuge nicht einreisen dürfen. Ausnahmen sind Fahrzeuge ab Baujahr 2015, die Ad-Blue tanken können!
Helvetia versichert auch Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Normalerweise allerdings nur für Menschen, die beim Auswärtigen Amt oder sonst irgendwo in der Entwicklungshilfe arbeiten. Aber einen Versuch ist es wert ...
Viele Grüße aus Beirut
Achim
Von Jordanien nach Europa
Da mich das mit den Diesel-KFZ auch brennend interessiert, fragte ich den Officer der Paßkontrolle in Beirut, als ich fluchtartig einen sehr kurzfristigen Direktflug Beirut - Prag erwischte.-Achim Vogt hat geschrieben: . . . Der Libanon bleibt weiter eines der wenigen Länder, wenn nicht das einzige, in das Diesel-Fahrzeuge nicht einreisen dürfen. Ausnahmen sind Fahrzeuge ab Baujahr 2015, die Ad-Blue tanken können!
Ich fragte also, ob sich da schon etwas geändert hat, nein war die Antwort; Diesel - KFZ sind bei der Einreise nicht zulässig.-- Das mit dem AD BLUE Tanken ab Bj '15 ist mir nicht bekannt, kam auch nicht zur Sprache.-
Sei es, wie es sei, sobald es möglich sein wird, plane ich sofort via TR - SY - in den Libanon zu fahren, meine "Angst" vor den pösen Hisbollahs / Moslem-Clans, wie in der Presse geschildert, ist einer völligen Zufriedenheit gewichen.
Übrigens, man hätte ganz bequem von Beirut nach Damaskus mit dem public Bus fahren können. Ich war auch schon auf dem "Busbahnhof" in Charles Helou-Bus-Station, war dort der einzig sichtbare "Gast", aber die Taxifahrer / Busfahrer fragten, wo ich hin wolle.
Bin dann zu Fuß weiter zum Pl. d. Märtyrer spaziert . . .
P.S.: Wenn ich diese Geschichte mal von A - Z verfolge, dann wird mir auch ganz anders: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 97931.html
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2854
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Von Jordanien nach Europa
Lieber Toni,
ich freue mich, dass Du es in den Libanon und auch wieder heraus geschafft hast! Auch Deine Initiative, einmal bei der Passkontrolle am Flughafen nachzufragen, ist aller Ehren wert. Aber es ist natürlich auch nachvollziehbar, dass der arme Kerl dort mit einer solchen Frage überfordert war. Das macht insofern nicht wirklich Sinn. Ich würde deshalb gerne noch einmal darauf verweisen, dass ich im letzten Jahr die Fähre von Tripoli in die Türkei und zurück genommen habe und bei der Gelegenheit deutsch-libanesische Autofahrer mit ihren Dieselfahrzeugen physisch getroffen habe, die mir dann die Details erklärt haben. Daran gibt es also nicht viel zu deuteln!
Ich freue mich, dass Du offensichtlich eine differenziertere Sichtweise zur Hizbullah gewonnen hast. Die von Dir erwähnten "Clans" spielen in der libanesischen Gesellschaft nicht die zentrale Rolle wie in den westlichen Medien, wo es vor allem um notorische Banden geht, die in Deutschland aktiv sind.
Von Beirut nach Damaskus kann man in der Tat mit dem Bus, mit einzelnen oder Sammeltaxis fahren - vorausgesetzt man hat ein Visum ergattert. Das ist derzeit noch sehr schwierig und wie oben geschildert als Einzelreisende(r), schon gar mit eigenem Fahrzeug auf absehbare Zeit auch absolut nicht ratsam. Mehrere (Rucksack-)Reisende haben zuletzt teils monatelang in syrischer Haft gesessen, weil sie sich nicht auskannten und in Gebiete gereist sind, wo sie dann an sicher überforderten Checkpoints festgenommen wurden. Die einzige Ausnahme ist wie beschrieben evtl. die Strecke von der jordanischen Grenze über Damaskus nach Beirut.
Viele Grüße
Achim
ich freue mich, dass Du es in den Libanon und auch wieder heraus geschafft hast! Auch Deine Initiative, einmal bei der Passkontrolle am Flughafen nachzufragen, ist aller Ehren wert. Aber es ist natürlich auch nachvollziehbar, dass der arme Kerl dort mit einer solchen Frage überfordert war. Das macht insofern nicht wirklich Sinn. Ich würde deshalb gerne noch einmal darauf verweisen, dass ich im letzten Jahr die Fähre von Tripoli in die Türkei und zurück genommen habe und bei der Gelegenheit deutsch-libanesische Autofahrer mit ihren Dieselfahrzeugen physisch getroffen habe, die mir dann die Details erklärt haben. Daran gibt es also nicht viel zu deuteln!
Ich freue mich, dass Du offensichtlich eine differenziertere Sichtweise zur Hizbullah gewonnen hast. Die von Dir erwähnten "Clans" spielen in der libanesischen Gesellschaft nicht die zentrale Rolle wie in den westlichen Medien, wo es vor allem um notorische Banden geht, die in Deutschland aktiv sind.
Von Beirut nach Damaskus kann man in der Tat mit dem Bus, mit einzelnen oder Sammeltaxis fahren - vorausgesetzt man hat ein Visum ergattert. Das ist derzeit noch sehr schwierig und wie oben geschildert als Einzelreisende(r), schon gar mit eigenem Fahrzeug auf absehbare Zeit auch absolut nicht ratsam. Mehrere (Rucksack-)Reisende haben zuletzt teils monatelang in syrischer Haft gesessen, weil sie sich nicht auskannten und in Gebiete gereist sind, wo sie dann an sicher überforderten Checkpoints festgenommen wurden. Die einzige Ausnahme ist wie beschrieben evtl. die Strecke von der jordanischen Grenze über Damaskus nach Beirut.
Viele Grüße
Achim




