Mit dem Lada nach Afrika

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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florian schmidt
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von florian schmidt »

servus,

lada-diesel:
wenn der richtig eingestellt ist rüttelt er auch nicht - das können aber die wenigsten. förderbeginn / ventilspiel und öffnungsdruck der einspritzdüsen korrekt einstellen und die kiste läuft ruhig.

sandbleche:
wie kommst du auf € 300?
die 3 meter stahlsandbleche kosten €15.- wenn du so eines erst der länge nach teilst und dann halbierst hast du 4 handliche bleche.

bonne route
florian
Mashmakhan
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Mashmakhan »

Naja, ich habe in den Därr-Katalog geschaut.
Da kostet ein 150cm-Blech 110Eur, und dann brauche ich denke ich auch noch etwas Material um einen Halter zu schweißen...


Wo bekommt man denn so Stahlsandbleche für 15eur?
florian schmidt
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von florian schmidt »

daerr :-))

diese kataloge nimmt man am besten dazu her unterwegs ein feuerchen zu schüren...
stahlsandbleche gibts beim eisenwarenhändler/schrottplatz/ebay/militariahandel..etc..
alles was man sonst an technischer ausrüstung braucht oder glaubt zu brauchen findet man ebenfalls bei oben genannten adressen.

wo kommst du her?
könnte dir günstig sandbleche anbieten.

grüsse
florian
Mashmakhan
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Mashmakhan »

Dann werde ich mal Schrottplätze abklappern wenn's soweit ist!;-)

Komme aus der Nähe von München!
Gerhard Göttler
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Gerhard Göttler »

... aber Sandbleche musst Du auf alle Fälle dabei haben, auch wenn alles Piste sein soll! Ein Halt zum Pinkeln, die Suche nach einem Nachtplatz - und schon ist man versackt und kommt ohne nicht mehr in die Gänge. Und wenns dann ganz lustig wird, verbrennt der Anfänger bei solchen Gelegenheiten gleich noch die Kupplung! Also: In die Wüste nur mit Sandblechen, Schaufel, Luftpumpe, Ersatzschläuchen ... Alles andere ist dann schon wieder Luxus.

Gerhard Göttler
Jürgen Kempe
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Jürgen Kempe »

@ Mashmakham:
Auch Asphalt kann sich unter grossen Dünen tarnen!
Bei einem nicht so schweren Auto (wie Lada) kannst Du anstelle von Sandblechen auch stabilen Maschendraht nehmen, den rollst Du für den Transport auf. Bei Gebrauch kannst Du ggf. die Gummimatten drauflegen. Das Drahtgeflecht sollte entrollt nicht länger als der Abstand zwischen den Rädern sein. (Gilt auch für Sandblech-Länge!) 4-fach (Vorder- und Hinter-Räder) ist besser als doppelt. Nicht zu breit das Geflecht zuschneiden, es wird sich (auch) zu den Seiten biegen und könnte sich dann unterm Fahrzeugboden verhaken. (Würde in der Sandkuhle trainieren mit 3-facher Reifenbreite.) Klar, immer erstmal nicht nur die Räder, auch die Achsen freischaufeln.
Die Stahl-Sandbleche, die so wenig kosten, würde ich nicht nehmen, sind sauschwer, sowohl für den Transport im Auto, als auch zum Hinterherschleppen. Alu-Bleche -insbes. die besonders stabilen und leichtesten (nicht nur die Zacken, auch die Langlöcher wegflexen, das reicht auch bei meinen 285ern in der Breite; keine halben Löcher beim Teilen stehen lassen: Verletzungsgefahr!) von dt. Ex-Wehrmacht kosten den von Dir genannten Preis und sind nur noch selten zu haben.
Kritisch ist immer, auf die Unterlagen draufzukommen, also (die beim Lada nur vorhandene Zentral-)Sperre 'rein und baldmöglich -zur Schonung der Achsen- wieder ausschalten. Ggf. mit Wagenheber -möglichst grosses, stabiles Unterlegbrett nich vergessen!- Fahrzeug anheben und Anfahrhilfe drunterlegen. (Besser ist immer mit 2 Fahrzeugen unterwegs zu sein, schleppen lernst Du schätzen, wenn Du zum x-ten mal gegraben hast.)

Viel Spass! Jürgen Kempe (der auch 'mal so angefangen hat)
Holger Barth
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Holger Barth »

Also ich habe auch mit Lada Niva angefangen.Damals (1986)gab es nur die Benzinversion mit ca 72 PS.Ausschlaggebend war auch bei mir der Preis.Ich war mit dem Lada in Norwegen,Island,Libyen(Erg Ubari,Waw en Namus,Mandara... und in Algerien Östlicher Erg Djanet Südumfahrung nach Tam... Mit dem Niva geht fahrerisch alles was mit großen und teuren Geländewagen auch geht.ImGelände ist er diesen teilweise überlegen,da er ein geringes Gewicht hat .
Ich blieb natürlich auch nicht von einigen Pannen verschont:
Zuerst habe ich die Kreuzgelenke der Kardanwellen ausgetauscht gegen solche aus der Landwirtschaft(Zapfwelle).Die kann man Mittels Schmiernippel abschmieren und dann halten sie ewig.Die Originalen wurden vermutlich handgeschnitzt.Ein oder zweimal innerhalb von 80 000
km ist das Zündschloss durchgeschmort.Ich hatte immer Ersatz dabei.
Die Federn sind etwas weich und sind mir auf der Libyentour gebrochen.Die Spiralfedern setzen sich aber inneinander,so daß ein weiterfahren möglich war.Lada schreibt dazu:"Die weiche Radaufhängung des Wagens ermöglicht eine gute Schwingungsdämpfung und erzeugt ein angenehmes Gefühl sogar bei schneller Fahrt auf unebener Fahrbahn"
Leider ist die Öaulität der russischen Materialien nicht die beste gewesen.
So trennte ich mich bei 90000km von meinem Niva,weil sich kein Ventilspiel mehr einstellen ließ.An den Nocken der Nockenwelle fehlten fast 2mm.
Aber das Preis Leistngsverhältnis war und ist unschlagbar auch vor dem Hintergrund,daß der Wagen wenns blöd läuft mal in der Wüste bleibt
Horst
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Horst »

Hallo Mashmakham,

jetzt muß ich auch noch meinen Senf zum Sandblech geben:

Ein Standard-Eisensandblech mit 3 Meter Länge wiegt ca. 28 kg. Wie Florian schon sagte, halbierst du es zuerst quer und dann ein Teil nochmal längs. Du nimmst dann diese zwei Teile á 1'50m und halber Standardbreite mit.
Jedes Teil wiegt 7 kg. Und die lassen sich meiner Meinung auch eine längere Strecke gut hinterhertragen (Arbeitshandschuhe nicht vergessen!) und wären bei schmalem Geldbeutel der beste Kompromiss.

Zu Sandblechen (wie auch zum Thema Reifen) kann man in jedem Wüstenforum sofort einen Mega-Thread aufmachen. Such doch mal im Buschtaxi-Forum nach Sandblech bzw. Sandbleche :-))

Ansonsten schließe ich mich der Prioritätenliste von Gerhard G. an.

Gute Reise,
Horst
Roger-Tecumseh
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Salut,

obwohl bei Dir ja sowieso schon eine gewisse Skepsis gegenüber Lada anklingt, noch diesen Hinweis: der Benziner ist extrem durstig. Du mußt also schon einen soliden Vorrat an Bord haben. Gewicht!! Mit all der übrigen Ausrüstung (auch wegen der Länge Deiner Reise) wird der Wagen im Tiefsand (und der lauert, wie hier zu Recht schon gesagt wurde, oft schon direkt neben Piste oder Asphalt) öfter mal versinken. Deshalb rate ich von Maschendraht unbedingt ab. Du würdest ihn, verbogen und verdreht, fluchend und suchend aus dem Sand klauben müssen (stabile Arbeitshandschuhe würde ich sowieso mitnehmen :) ) und sehr schnell in einer Mülltonne entsorgen. Im Tiefsand braucht man keine "Anfahrhilfe", sondern eine solide, starre Unterlage, auf der Du dann auch bei der Rad-Montage den Wagenheber positionieren kannst.
Gefährliches Dachzelt? Ist alles sehr relativ. Der Gelegenheitsdieb wird - auch das stand hier schon - u.U. auch aktiv, wenn Du unten im Wagen liegst. Beim echten Überfall ist die Situation generell anders und nicht immer gelingt die schnelle Abfahrt, nur weil Du im Wagen schläfst. Und dieses Ereignis findet trotz allem wirklich nur sehr sehr selten statt!!
Suche lieber die Nachplätze sorgfältig aus. Entweder in erheblichem Abstand zu Siedlungen oder, wenn Du schon zu dicht dran bist, nie am unübersichtlich dunklen Rand, sondern eher dort, wo Du mit mehreren Bewohnern Kontakt aufnehmen und evenuell auch um Rat fragen kannst.

Eines kann ich Dir versichern: Wenn Du erst ein paar Wochen unterwegs bist, wird eine wunderbare Gleichgültigkeit gegenüber den kleinen "Widerhaken" der Reise über Dich kommen und Du wirst die Sicherheit in Deinem Tun finden, die Du brauchst.

Gruß

Roger T.
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Uwe Schmitz
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Uwe Schmitz »

@roger t:
sehr schön geschrieben, das mit der gleichgültigkeit und sicherheit, es trifft den nagel auf demn kopf!

trotzdem ist vorher gut informieren und richtig ausgerüstet sein wichtig.
und dafür gibts ja gerade hier massig tipps für euch...

toitoitoi
uwe
Gerhard Göttler
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Indianerhäuptling! (Klär doch bitte mal über Deinen Namen auf!)

In einem Punkt muss ich widersprechen! Maschendraht! Wenn Du den richtigen hast, ists eine Wucht! Auf meinen frühen Reisen mit dem VW-Bus hatte ich den "richtigen" dabei! War speziell angefertigt (d.h. geflochten, lässt sich vermutlich auch heute noch über Zaunbauer bestellen), musst dann aber eine 50 m Rolle abnehmen. Diese abgelängt ergibt zwei Maschendrahtbahnen à 25 m und die dann jeweils vor eine Radseite gelegt. Drauffahren mit Hilfe der Sandbleche und dann Anlauf nehmen wie auf der Autobahn! 25 Meter Anlaufstrecke! Reicht dann beim Bus auch mal für schwierigere Dünen.

Kritische Frage, die ich mir selbst stelle, weil ichs nämlich vergessen hab: Was ist der richtige Draht? Meine mich zu erinnern, die Drahtstärke habe 2 mm betragen, die Maschenweite 40 mm, also ordentlich dicht, ordentlich fest, wie ein Panzerhemd der Ritter seelig! Breit waren sie 60 cm. Die Rollen waren natürlich nicht leicht, man konnte sie nur einzeln tragen. Aber wie gesagt: Für schwierige Strecken (ich war damit z.B. von Libyen kommend in der Ténéré unterwegs) und mit dem Bus - damals ein tolle Lösung, weil mein Bus auch sonst sehr spartanisch eingerichtet war und immens viel Platz bot. Das Bett bestand z.B. aus Gipserdielen, die dann im Fall des Falles als zusätzliche Sand-Bretter Verwendung fanden.

Später hatte ich die Idee, das Drahtgeflecht mal in Alu machen zu lassen! War aber nicht praktikabel: Der Draht ist zu weich, er streckt sich; die Räder drehen den Draht unter sich durch, ohne dass sich der Wagen auch nur einen Zentimeter vorwärts bewegt.

Insgesamt aber und deshalb hab ich heute sowas nicht mehr dabei: Viel zu aufwendig! Lieber rasch mal den Luftdruck noch etwas reduziert und dann die Bleche eben zwei, drei Mal legen.

Viel Spaß im großen Sandkasten!

Gerhard Göttler
Roger-Tecumseh
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Salut G.G.,

wie Du schreibst: eine Art "Panzerhemd" und schwere 25!! m! :D DAS ist natürlich nicht Opa's Maschendraht vom Gemüsegarten. (Ähnliches hast ja vielleicht auch Du als wesentlich unstabilere "Unterlage" uralter, verlassener Franzosen-Pisten noch befahren. Das war dann fast wie im Kolonialzeit-Museum.) Und außerdem hast Du noch - wie Du ehrlicherweise sagst - Sandbleche verwendet. Na ja.... :) .


Drahtlose Abendgrüße! :lol:

Roger T.
Birgitt
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Birgitt »

hallo simon,

weitere meinungen zum thema sandbleche
findest du auch :arrow: HIER

gruß :)
birgitt
christelle
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Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von christelle »

Hallo,

wir haben uns damals Sandbleche in Dakhla/Marrokko zusammenschweissen lassen. Die sehen aus wie Leiter, sind leichter als herkoemmliche Bleche, verschwinden nicht so schnell im Sand und sind vieeeel billiger!

Wir sind ausserdem auch eher die Lowcost-Traveller, die keine Scheinwerfer, Zusatztanks bzw. teuere und im Prinzip nicht notwendige High-Tech- Ausruestung am und im Auto (in unserem Fall VW Bus Syncro) haben - besitzen lediglich Kanister fuer Wasser und Sprit, einen Spaten und marokkanische Sandbleche und sind immerhin bis Pointe-Noire/Kongo gekommen (na ja mit kaputtem Motor :wink: )

PS: beim Auto Schieben sich nicht hinter die Sandbleche stellen, klingt echt doof, aber ich selber hab nicht dran gedacht... :cry: Jetzt hab ich aber ne Narbe die mich dran erinnert...

Viel Spass bei eurer Reise!

Gruss,
Christelle
Chris, Heiko und RTP sind unterwegs!
http://weltstreicher.blogspot.com/
Mashmakhan
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Registriert: Do 15. Nov 2007, 17:53

Re: Mit dem Lada nach Afrika

Beitrag von Mashmakhan »

Hallo

Danke für die vielen Antworten!

So wie ich das bisher hier gelesen habe werde ich mir einfach günstige kleine Stahlbleche organisieren.
Denke mal dass das Mehrgewicht gegenüber Alublechen nicht so wahnsinnig deutlich stört beim Lada. (Bleche werden ja nicht groß, 150x40?)
Wie sieht es eigentlich mit der Befestigung aus?
Seitlich am Lada oder besser auf's Dach (unter das Zelt)?

We sieht es eigentlich mit nem Wagenheber aus?
Sollte es so ein spezieller Offroad-Heber (Jacklift?) sein?

Und wie sieht es eigentlich dann mit der Zulassung aus?
Weil wenn ich ein Dachzelt drauf habe, Sandlbleche, Kanister und Scheinwerfer, was sagen da die europ. Polizisten dazu (Würde gerne über Spanien runterfahren)?
Habt ihr alles eingetragen oder ist das nicht so wichtig?
Dass ich hier nicht jeden Tag mit Blechen und Fernscheinwerfer auf dem Dach rumfahren sollte ist mir klar..;-)


Mashmakhan war übrigends ne Band in den frühen 70ern, in echt heiße ich Simon...

Viele Grüße

simon
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