Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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markus-1969
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Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von markus-1969 »

Hallo,

mag vielleicht eine dumme Frage sein, aber ...

angenommen, man hat einen Defender 110 TDI und will den afrikatauglich umbauen, was kostet es:

- Seilwinde
- Schnorchel
- 2. Batterie
- Extratank
- Dachgepäckträger
- Wasserflaschen
- Campingzeugs
- Zelt
- mitzunehmende Ersatzteile (....)
- .... ? (sagt ruhig was ich vergessen hab

Sprich: Ich frage mich, wie viel Geld ich investieren muß, will ich ein fahrbereites Fahrzeug haben zzgl. der Instandhaltungskosten am Fahrzeug selbst

nur so grob um eine Orientierung zu haben und welche Anbieter kann man dafür empfehlen ?

Bin Ecke Nürnberg.

Vielen dank und viele Grüße

Markus
dietmar.peter
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von dietmar.peter »

Hi Markus,
dumme Fragen gibt es hier im Forum nicht!
Die "Afrikatauglickeit" fängt mit der Gewichtsreduzierung an. Spar Dir die Seilwinde und den Gepäckträger und nimm ein
paar notwendige Ersatzteile und Campingausrüstung mit.
Kommt immer darauf an, was Du machen willst und welche Vorstellungen Du hast.
Gruß
dietmar
Dietmar Peter
markus-1969
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von markus-1969 »

dietmar.peter hat geschrieben:Hi Markus,
dumme Fragen gibt es hier im Forum nicht!
Die "Afrikatauglickeit" fängt mit der Gewichtsreduzierung an. Spar Dir die Seilwinde und den Gepäckträger und nimm ein
paar notwendige Ersatzteile und Campingausrüstung mit.
Kommt immer darauf an, was Du machen willst und welche Vorstellungen Du hast.
Gruß
dietmar
danke.

Das Problem ist daß es für meinen Trip mehrere Optionen gibt (Camping organisiert, selber fahren, Gruppe nehmen) und ich rechne:

1) Das Fahrzeug
2) Erweiterung Fahrzeug
3) Ersatzteile
4) Fähre Mersin
5) Fähre Assuan Wadi Haifa
6) Versicherung Afrika
7) Hinterlegung Carnet
8) Spritkosten / Reparaturen
9) Rückverschiffung von Südafrika - € 2.000

und ich brauch eine Größenordnung für 2) bis 8): € 5.000,00, € 10.000,00 ?

danke

markus
picco
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von picco »

Hoi Markus

Hast Du denn den Landy schon?
Wenn nein solltest Du Dir mal überlegen ob Du den 'Toyota-Kontinent' Afrika nicht mit einem Toyota befahren willst...wenn Du einen Landcruiser nimmst hast Du sicher das stabilste, jedoch auch ein schweres Auto dabei.
Alternativ ginge auch ein (eher älterer, weil mit wenig Elektronik) Hi-Lux, jedoch mit allfälligem Umbau auf manuelle Radnaben vorne (die automatischen Radnaben sind nur bedingt Off-Road-Geeignet).
Toyotas haben im östlichen Afrika die Land-Rover grossteils verdrängt, weil sie einfach zuverlässiger und unkapputbarer sind.
Und nur damits nicht falsch verstanden wird: Ich überlege mir momentan den Kauf eines Land-Rovers, aber für Europa als Oldtimer und zebragestreiftes Kultobjekt...
Bäärti
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Bäärti »

picco hat geschrieben:Wenn nein solltest Du Dir mal überlegen ob Du den 'Toyota-Kontinent' Afrika nicht mit einem Toyota befahren willst...
... oder kauf dir einen Toyota Hiace 4x4. Die Karre ist zwar hässlich, aber du kannst darin wohnen und das Ding fährt dich zuverlässig durch Afrika.

liebe Grüsse
Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
picco
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von picco »

Bäärti hat geschrieben:Die Karre ist zwar hässlich, aber du kannst darin wohnen und das Ding fährt dich zuverlässig durch Afrika.
Na ja, soooooo hässlich sind die Hiace auch nicht...
Bild
OK, ist nur ein 2WD, fährt aber schon seit Jahren irgendwo in Afrika rum...wenn Du ihn siehst, fotografier ihn und schick mir das Foto bitte... 8) ...war mein erster selbstgebauter Camper...
Henrik
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Henrik »

Hallo Markus,
die Frage nach den Kosten am Fahrzeug hängt ganz wesentlich vom Zustand des Fahrzeugs ab. Wir haben auch einen LR Def 300 TDI Bj 1996 und im Laufe der letzten Jahre und auch in Vorbereitung unserer langen Afrikareise im kommenden Jahr einiges an Reparaturen machen müssen. Dabei waren wir abgesehen vom Diesel-Spezialisten in keiner Werkstatt, haben so das Fahrzeug sehr gründlich kennengelernt. Erfahrungen von anderen kann man sich im blacklandy.de Forum anlesen. Aber da wirst Du eh schon reichlich nachlesen ...

Die Seilwinde haben wir uns gespart, und anstelle einen Greifzug mit Umlenkrolle zugelegt. Günstiger in der Anschaffung, und im Betrieb (keine 2. Batterie, keinen größeren oder zusätzlichen Generator, kein Ladesystem), vielfältiger einsetzbar.

Schnorchel gibts bei Paddocks, wo Du auch die meisten LR Ersatzteile bekommst.

Für das Geld eines Extratankes (im Radkasten), der zwar nett ist, aber letztlich auch nicht die Mengen (43 l) an mehr Diesel aufnimmt, die Du gerne mit Dir herumfährst. Alternativ: 4x20 l Kanister oder große Plastikkanister für chemische Flüssigkeiten auf dem Dach. Das ist günstiger und erfüllt den Zweck. Damit verdoppelst Du Deinen Aktionsradius.

Anstelle von herumfliegenden Wasserflaschen, haben wir einen großen Tank (80l) eingebaut (paßte sehr gut flach auf die Ladefläche), den wir mit Pumpe und 2 Filtern befüllen.

Dachgepäckträger und Zelte kann man auch gebraucht bekommen. Hier im Forum nachfragen oder im BL.

Für die Liste sinnvoller Ersatzteile würde ich das blacklandy Forum durchsuchen. Letztlich wirst Du selbst entscheiden müssen, welche Du aus der Flut an Empfehlungen auswählst. Im Ernstfall fehlt sowieso genau das benötigte Ersatzteil.

Zu Deiner Liste würde ich hinzufügen wollen, gutes Werkzeug (z.B. Drehmomentschlüssel), Werkstatthandbuch, Haynes Landrover Defender Owners Workshop Manual.

Bei funktionell wichtigen LR Ersatzteilen NICHT auf die Britpart zurückgreifen, auch wenn diese günstiger sind, sondern OEM oder originale LR Teile verbauen.

Camping: http://www.reimo.com
Landrover: http://www.paddockspares.com, http://www.land-rover-parts-shop.com
Greifzug http://4x4-car-point.eshop.t-online.de/ ... Categories
LR Manual: http://www.haynes.co.uk/webapp/wcs/stor ... &langId=-1

Einen Kostenvoranschlag :-) wirst Du selbst machen müssen, denn die Zahl, die Du von anderen hören möchtest, hängt zu sehr von Deinen Vorstellungen ab, wie Du Dich ausrüsten möchtest.

Das für den Moment.

Grüße
schnorr
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von schnorr »

da trittst du eine grundsatzdiskussion los!

welche strecken willst du durch afrika fahren? nur die hauptstrecken? dann brauchst du keine winch, wenn überhaupt, dann würde ein greifzug reichen.
wenn du auf den hauptstrecken unterwegs bist,kannst du dir auch in die hauptstädte ersatzteile schicken lassen. und bis dahin dich abschleppen lassen oder sonstwie die teile besorgen. nimm nur das absolut nötigste mit, mehr nicht.

liebst du luxus? dann kannst du aus deinem auto ein groschengrab machen mit ein- und umbauten, mit dachträgersystemen und so weiter,
oder reichen ein paar alukisten, darauf die matratze und gut ist. ich habe wasser immer in ortliebsäcken, die rutschen dann von alleine in die zwischenräume der kisten - reichte mir immer.
ob schnorchel oder nicht - da scheiden sich auch die geister - sieht halt cooler aus und.

als gepäckträger habe ich zwei aluschienen aus dem flugzeugbau montiert, daran war ersatzrad, sandbleche und ein paar kleinigkeiten montiert.
einen dieseltank kannst du dir bauen lassen für hinter die vordersitze, kostet nicht die welt, wenn es stahlblech sein darf.

wichtig ist, nicht zu viel mist mitzunehmen, denn viel gewicht heisst höhere belastung gleich auto geht schneller kaputt, heisst mehr ersatzteile - heisst mehr gewicht...........

viel luxus brauche ich nicht unbedingt auf der reise, soll ja auch ein abenteuer sein.
das sehen natürlich andere anders - dürfen sie auch!
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
markus-1969
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von markus-1969 »

ich bin immer noch nicht weiter weil ich die Summe die es kostet einfach nicht planen und nicht schätzen kann.

2 ) Erweiterung Fahrzeug
3 ) Ersatzteile
4 ) Fähre Mersin
5 ) Fähre Assuan Wadi Haifa
6 ) Versicherung Afrika
7 ) Hinterlegung Carnet
8 ) Spritkosten / Reparaturen

es bringt nichts, ohne Zahlen und ohne Hausnummern zu reden.

Was ist also ein vernünftiger Kostenansatz für

2 )
3 )
8 )

und Campingausrüstung ...
Kuno
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Kuno »

markus-1969 hat geschrieben:2 ) Erweiterung Fahrzeug
Koenntest du eventuell noch definieren, was man unter "erweitern" bei einem Fz verstehen muss?
Birgitt
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Birgitt »

Hallo Markus,

die Spritkosten zu beziffern kommt letztendlich darauf an, was du vorhast. Fährst du Kairo-Kapstadt auf direktem Weg auf Asphalt, was ja - bis auf das kleine Teilstück Mojale - mittlerweile möglich ist, brauchst du sicherlich weniger, als wenn du auch über Pisten fährst, die teilweise vielleicht sandig oder schlammig sind. Und dir dann möglicherweise auch Länder rechts und links des Wegs anschaust, wie Uganda etc..

In den Länderforen versuchen wir ja immer, die aktuellen Spritpreise zu sammeln:

:arrow: Dieselpreise in Afrika

Wenn du dort in meinem Posting vom 02.02.2010 die farbig unterlegten Überschriften der entsprechenden Länder anklickst, wirst du zu den jeweiligen Länder-Threads geführt, in denen wir die aktuellsten Spritpreise sammeln. Da dann bitte zum letzten bzw. neuesten Beitrag scrollen.

Zusätzlich zu den Spritkosten solltest du auch Geld einplanen für diverse Gebühren an den Grenzen wie Road-Tax, Carbon-Tax, Pollution-Tax (Sambia), Versicherung, Visa. Was ist mit Nationalparks? Möchtest du welche besuchen? Das ist auch ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Wir haben auch dazu etwas :arrow: Nationalparks in Afrika - Aktuelle Preise

Fröhliches weiterplanen!

Gruß
Birgitt
Turi
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Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
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Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Turi »

Hier wär einer:





Hierf wäre einer in Tradus inseriert

Land Rover Defender 110 DT5 MFK 15.06.2012...
CHF 13'300.00
Land Rover Defender 110 DT5 MFK 15.06.2012
Service gepflegt aus erster Hand km 160’000
Langstrecken-Fahrzeug Diesel 9,5L/100km
Chassis und Mechanik in einem einwandfreien Zustand, die Karosserie Buellen, Kratzer und die üblichen Gebrauchsspuren. Interieur und Cockpit gepflegt.
Eingetragene Sitzplätze: 9 (hintere Querbänke vorhanden aber nicht montiert).
Anhängerhacken: 3500kg, wurde nicht genutzt.
Das Fahrzeug wurde als Familienkutsche, Reisemobil (Naturstrasse ins Gebirge; Wandern und Kanufahrten) eingesetzt, kein Offroad- und Wüsten-Einsatz.

Ausstattung Defender:
- Zyklonfilter
- Reserveradhalterung an der Hintertür vorhanden aber nicht montiert.
- Dachgallerie: aus Eisen verzinkt, mit Aluriffblech ausgelegt, auf der ganzen Fläche begehbar, lässt sich wunderbar als Veranda benutzen. Ist mit Positions- und Arbeitslampen ausgestattet.
- Dachzelt: Overzone Explorer, Medium. Masse: 160x180cm, komplett mit Umkleidekabine. Sehr grosszügig für 2 Erwachsene und 1-2 Kleinkinder gut möglich. Ist 3 jährig, wurde dieses Jahr das 2. Mal benutzt. Absolut neuwertig, Umkleidekabine 1x aufgestellt als Probe.
- grosszügiges Sonnensegel (Klederschiene beidseitig montiert)
- Transport-Aluminium-Box
- Aluminium-Sandbleche (Benützung in den Bergen, vom Regen ausgewaschene Wege)
- Kühl- und Gefrierbox der Offroadmarke „National Luna Australien“: 12/24 Volt, 220 Volt, Temperatur 40° und mehr kein Problem, das Bier bleibt kühl! Ist neuwertig, 2x im Einsatz.

Dieses Fahrzeug komplett ausgerüstet wie beschrieben: sFr. 17'400.—
Nur bei Sofortkaufpreis oder ab sFr. 17'400.00 ist das Fahrzeug mit der kompletten Ausrüstung zu haben.
Der Startpreis von sFr. 13'300.00 beinhaltet: das Fahrzeug mit Schnorchel-Zyklon, und die Dachgallerie mit Positions- und Arbeitslampen. (ohne Zelt und Accessoires).

Die komplette Ausrüstung hat immer noch einen Warenwert von sFr. 8'000.00.
Das Dachzelt Overzone (Maggiolina-Group), Kühlbox etc. kann auch separat gekauft werden.
Ihr habt aber die Möglichkeit, das Fahrzeug individuell nach euren Wünschen zusammenzustellen und mir einen realistischen und fairen Preis vorzuschlagen.

Auf Wunsch: Innenausbau mit Schränke, zusätzliche Liegefläche nehme ich gerne als Auftrag an. (langjährige Erfahrung als Wohnmobilschreiner und –Techniker).

Zwischenverkauf vorbehalten.

Info, Besichtigung, Probe fahren: Tel. 079 222 34 04
Standort: 5040 Schöftland, Fahrzeug ist eingelöst

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Dieter der Raabe
Beiträge: 60
Registriert: Mi 22. Mär 2006, 17:22
Wohnort: Bad Tölz

Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Dieter der Raabe »

Hallo Markus,

zu den aktuellen Kosten kann ich nicht viel sagen, nur dass wir 1994-95 mit einem damals neuen 300er TDi Hardtop durch Afrika gefahren sind, durch die Sahara (Erg Chech) - Westafrika - Zentralafrika - Osten bis Kapstadt. Gesamt knapp 60.000 km, Durchschnittsverbrauch 10,2l bei max. 80-100 km/h auf Teer, Pisten je nach Zustand weniger.

An technischen Änderungen / Ergänzungen hatten wir:
- Zyklonfilter
- 2 Zusatztanks à 70 l in den Radkästen vor der Hinterachse
- Dachgepäckträger mit großer Aludachkoffer, dahinter haben wir prima schlafen können in der Sahara und in Südafrika.
- 2. Batterie mit Trennrelais selbst eingebaut
- einfacher Ausbau mit Liegefläche auf Höhe der Radkästen, so konnten wir drin sitzen bei schlechtem Wetter, als einzigen Luxus ein leiser Kompressorkühlschrank mit Kältespeicher. Als Matratzen Isomatten, die konnten wir auch `rausnehmen - siehe Dachgepäckträger.
- Wasser in 16 10-l-Plastikkanistern (bzw. einigen Wassersäcken), einige Kanister haben wir nach der Saharadurchquerung verkauft / eingetauscht, einige weitere nach Zaire.
- zusätzlich 10 20-l-Wehrmachtskanister (die meiste Vollen hinten drin), 8 davon haben wir nach der Saharadurchquerung verkauft.
- innen zum Schlafen ein Moskitonetz aufgehängt und auch das vorm Schlafen nach den Viechern abgesucht (oft einige erledigt), wir hatten keine Malaria im Gegensatz zu Mitreisenden...
- 2. Reserverad auf der Motorhaube
- statt der Pappendeckel- Cubbybox in der Mitte eine stabile, aus Mehrschichtplatten gefertigte, abschließbare Holzbox.
- Greifzug (1x benutzt); Winde ist unseres Erachtens zu schwer, störanfälliger und nur vorne nutzbar
- Tisch, 2 Stühle, Klamotten etc, Vorräte, Apotheke, EPAS, Sandbleche, Greifzug, Baumarkt- Kompressor, Schaufel/Spaten... im Wesentlichen alles genannt (damals gabs noch kein Internet und keine Händis;-)))
- ansonsten hatten wir Original-Reifen, Original-Federn, Original-Stoßdämpfer, Original-Sitze, Original-Achsen und und und... alles Original.

An Defekten hatten wir nur ein kaputtes Radlager (die muss man gelegentlich nachstellen) und eine kaputten Reifen. Sonst nur Verschleißteile wie Öl-Diesel-Luftfilter, die hatten wir vor Ort bekommen. Schwierig waren die Bremsklötze hinten, die hatten nur 30tsd km gehalten, und da der 300er damals neu Scheibenbremsen hinten hatte, waren die nicht aufzutreiben, wir hatten Discoklötze zurechtgeschnitzt.

Ersatzteile hatten wir wenig dabei (Radlager...), es geht eh immer das kaputt, was man nicht hat. Wichtig ist einigermaßenes Werkzeug und Improvisiermaterial wie Tape, Kleber (Sekundenkleber, Kaltmetall etc), Hammer und Zange, Draht... sowie Motor-und Getriebeöle, Fett etc.

Empfehlenswert wäre vielleicht ein Klappdach (alternativ Dachzelt), gerade wenns sehr heiß ist ist es viel luftiger als in der Blechbüxe.

Wie oben erwähnt, hängen die Kosten der Ausrüstung von euren persönlichen Bedürfnissen (Luxusausbau preislich nach oben offen, technisch kann man mit einem einigermaßen gut erhaltenem serienmäßigen Landy losfahren), der gewählten Reiseroute (erforderliche Reichweite Sprit/Wassser) und ggf. von eurem Improvisationstalent (z.B. als Scheinwerferschutzgitter hatten wir verzinkte Malerrollenabstreifgitter für 5 DM aus dem Baumarkt montiert) ab.

Aktuelle Preise findest Du bei den einschlägigen Verdächtigen Fachleuten und Ausrüstern (z.B. Nakatanenga, Rinkert, Schiebowski, einer der ganz alten bei Hannover fällt mir nicht mehr ein; für die Ausrüstung Därr, Woick, AMR, Lauche& Maas, Globetrotter und viele viele Neuere sowie natürlich ibäh - immer Preise vergelichen!).

Jedenfalls viel Spaß bei der Vorbereitung und erst recht bei der Reise!
Dieetr
russenschleuder
Beiträge: 127
Registriert: Do 31. Mär 2011, 09:40

Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von russenschleuder »

das möchte ich dir noch ans herz legen:
http://www.al75.de/ die verbindung ist zwar deutlich schwächer als das original, aber bei ausgerissenen schrauben, gebrochenen zylinderdekeln und so zeug vor allem bei temperaturen über 100°C eine wucht und relativ einfach zu verarbeiten.

nimm lieber weniger mit als zuviel. das meiste (ok, keine nanotec ultravliesjacke) kann man unterwegs bedarfsgerecht kaufen. nimm viele verschleiß, aber wenig ersatzteile mit. ein auto so zu zerschießen, dass es keinen meter weit kommt ist ein kunststück. und wenn du das geschafft hast, dann fehlt dir so oder so das richtige teil.
schau dir lieber die lösungen hier im forum an. was ein spanngurt alles ersetzen kann ist beachtlich. (getriebeschrauben, blattfedernringe, halteösen der achse...) solche lösungen helfen dir deutlich mehr als ein unpassende ersatzteil. auch unter die lichtmaschiene geklemmte bremsklötze können deren spannschrauben ersetzen zudem gibt es ja immer noch die luftbrücke in die Hauptstädte, wenn es schnell gehen muss.

wichtig ist aber auch eine regelmäßige materialbeschau. fehler treten nicht immer unbeding plötzlich auf. dinge reißen an, schlagen aus und klingen anders. bis es dann aber wirklich zu einem totalschaden kommt, dauert es lange genug, um sich vernünftig in das nächste kaff zu retten.

und denk auch an dich und nicht nur an dein auto. eine kleine heimeligkeit für zwischendurch muss unbeding mit.
sg Clemens
Surfy
Beiträge: 585
Registriert: Mo 30. Mai 2011, 12:50

Re: Kosten Umbau Defender 110 TDI --> Afrikatauglich

Beitrag von Surfy »

Da sind doch sehr differenzierte Beiträge zusammen gekommen, und das meiste ist schon angesprochen :wink: Aber ich versuche es nochmals zu verdeutlichen :wink:

Wenn Du ein bisschen recherchierst, wirst Du sehen das alles möglich ist. Die einen Fahren mit dem Fahrrad, die anderen mit einem normalen Mercedes (ohne 4x4), andere mit Vans, oder sogar mit einem Vespa Roller.

Und noch andere Fahren mit einem hochgezüchteten Geländewagen, oder mit einem 6x6 LKW mit Wohnkoffer und Zyklonfilter auf der Höhe von 2,2m.

Wichtig ist eigentlich nur das man genügend Treibstoff, Trinkwasser und Lebensmittel mitnehmen - und gemütlich schlafen kann (in, auf oder neben dem Untersatz).

Je mehr man abgelegenere Strecken beharken will desto mehr Komfort könnten zusätzliche Ausrüstungen wie Schaufeln, Sandbleche, Greifzug oder Winde, adäquate Bereifung 4x4 und Differentialsperren bieten.

Ja: das fällt unter Komfort. Denn es geht auch ohne, vielleicht muss man mal auf die Hilfe der lokalen Bevölkerung oder anderen Reisenden zurückgreifen, oder braucht mal bisschen länger um das Auto wieder flott zu bekommen.

Querfeld ein fahren die meisten auch mit mehreren Fahrzeugen, daher bleibt das Ganze auch hier auf der Komfortseite. Erst wenn Du das alleine machen willst, wäre einiges an Ausrüstung ganz hilfreich und /oder notwendig ;-)

Daher würde ich darauf achten, dass der „Komfort“ Anteil dem Geldbeutel entspricht, und am Ende nicht das Geld zum Reisen fehlt. Wenn man es bewusst für den Komfort ausgibt – auch ok ;-)
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