Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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TGerd
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von TGerd »

Der Gewichtsanteil des zugseitigen Waagebalkens der Konstruktion scheint mir zu einseitig. Die Wandersfrau hat viel zu schwer zu tragen, da sieht man auch an der Körperhaltung. Möglicherweise geht sie halt weiter, weil es keine Möglichkeit des praktikablen Umpackens gibt. Sieht ja fast wie eine Büßerwallfahrt aus zum نافورة من الحزن . Dabei wäre EINE Achse ja dafür prädestiniert, die/den Wandersfrau/-mann vom Gewicht zu entlasten und dabei eine agile Beweglichkeit zu fördern.

Also den heckseitigen Waagebalken nicht zu kurz bemessen und auf etwas höhergelegten Hangwinkel achten. Deichsellast am Hüft-Anlenkpunkt mit Gummiband und Knotenschnur (Gesamtgewicht 1,67g, multifunktionell einsetzbar) kontrollieren.

Bezgl. der Flächenpressung bei Betrieb im saharienischen steinigen Gelände und Sand kommt man bei dem hohen Gewicht (Wasser > 1l ~ 1kg) um jeweilige Variation des Luftdrucks nicht herum > Einsandung-/Lochstichgefahr. Also sollte eine leichte, funktionierende Luftpumpe vorgesehen werden > Mountainbikerbedarf. Dagegen hätten die breiten Kunststoffreifen auf den auch hier jetzt vorhandenen Felgen erhebliche Vorteile, die weiter oben im Fred bei einer Konstruktion gezeigt werden. Vielleicht bringt eine Anfrage beim Hersteller des Vehikels nach dem Lieferanten eine brauchbare Antwort.

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Gruß
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AndreasLidl
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von AndreasLidl »

TGerd hat geschrieben: ...نافورة من الحزن...
نافورة من الحزن = "Brunnen der Trauer"

Hallo Gerd,

willst Du als "Oberschlaumeier" erscheinen durch einfügen von "unlesbaren" Textpassagen?

Gruß Andreas
TGerd
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von TGerd »

Also, AndreasLidl,
Arabisch kann doch fast jeder Dösbaddel.

Und viele Grüße in ein Epizentrum der Humorlosigkeit. NRW, ist das in Deutschland?

Schönen Abend
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schnorr
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von schnorr »

Alexander hat geschrieben: An so eine Holzleichtbauweise hatte ich auch schon gedacht. Ob sie aber auch die nötige Stabilität besitzt?
Sollte so ein Holzteil mal brechen, dann gibt es dort draussen kaum eine Möglichkeit etwas zu reparieren.

Welche Tour macht deine Bekannte? 40 kg sind für so ein Holzkonstrukt jede Menge.
stabil ist das schon und durch die flexibilität des holzes bricht das auch nicht so leicht. auch alu kannst du nicht so einfach "draussen" reparieren. was hast du denn für den fall des falles geplant? mir fällt da nur eine rephülse mit metallkleber ein.

meine freundin läuft mit zelt und allem gedöns 9 wochen durch deutschland. ich hab mich freudmäßig verschrieben, was das gewicht angeht, sind nur ca. 14 kilo, sorry. und die sind gut schwerpunktmäßig gepackt, das schwerste auf der achse liegend. sie ist zwar nicht gut trainiert, aber die haltung ist nur eine momentaufnahme beim start, sonst läuft sie schon gerade weiter.
Viele Grüße
Jörg

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schnorr
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von schnorr »

hier noch einmal ein bild des wagens und die radaufhängung etwas näher.
sind halt handyphotos mit etwas schlechterer qualität.
und bitte keine diskussion über den reast der ausrüstung, sie durchquert nicht die sahara!

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Foto0081.jpg
Foto0082.jpg
Viele Grüße
Jörg

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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Bäärti »

schnorr hat geschrieben:hier noch einmal ein bild des wagens und die radaufhängung etwas näher.
Ein tolles Wägeli, gefällt mir besser, als die Alu/Plastik-Konstruktionen. Einzig die Schraublöcher der Radaufhängung schwächen die Konstruktion unnötig. Da gäbe es klügere Lösungen.

Sind die Wangen aus Esche?

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
schnorr
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von schnorr »

Bäärti hat geschrieben: Sind die Wangen aus Esche?
tut mir leid, kann ich erst in ein paar wochen fragen, wenn sie wieder daheim ist.

für den flieger sind natürlich zusammenlegbare wagen sinniger
Viele Grüße
Jörg

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Alexander
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Alexander »

TGerd hat geschrieben:Vielleicht bringt eine Anfrage beim Hersteller des Vehikels nach dem Lieferanten eine brauchbare Antwort.

11-14771276zk.jpg
Dabei handelt es sich leider um eine Sonderanfertigung aus den USA von einer mir nicht bekannten Firma. Die Kontaktadresse wäre auf jeden Fall interessant.

Grüsse
Alexander
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TGerd
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von TGerd »

Alex,
hast Info par courrier privé.

Hier kann man gut das erkennen, was ich als Konstruktionsmangel an der sonst guten Eschen-Bugholz-Idee sehe (siehe auch meinen Beitrag weiter oben). Die Strecken A und B müssen gleich sein, um besser packen zu können mit dem Ziel, möglichst wenig Gewicht am Hüftanlenkpunkt des Wanderers aufzubringen. Jedes Kilo zählt nach 15 km. Dazu sollte die Achse mehr nach vorn in den Mittelpunkt gerückt und die Deichsel um den selben Betrag verlängert werden, damit der Freischritt gewahrt bleibt.

Halten wird die leichte Fuhre, ähnliche Konstruktionen gibt's ja auch bei Rodelschlitten und Liegestühlen, auch nicht gerade wenig belastet, statisch wie dynamisch. Das Vermeiden von gebohrten Löchern wurde ja bereits angesprochen (Bärti).

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Und dann ab zum حاسي حب السفر

Gruß
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Albatross
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Albatross »

TGerd hat geschrieben:.... Die Strecken A und B müssen gleich sein, um besser packen zu können mit dem Ziel, möglichst wenig Gewicht am Hüftanlenkpunkt des Wanderers aufzubringen. Jedes Kilo zählt nach 15 km. Dazu sollte die Achse mehr nach vorn in den Mittelpunkt gerückt und die Deichsel um den selben Betrag verlängert werden.

...

14-14843247rg.jpg
Hier kann man geteilter Meinung sein. Möglichst viel Gewicht auf den Wagen/Achse und möglichst wenig auf die Hüfte gilt nur bei festem Untergrund. Bei Sand als Untergrund und viel Gewicht auf die Achse macht es mir als Zugpferd schwer den einsinkenden Wagen zu ziehen. Es gilt vielmehr eine Ausgewogenheit zu schaffen. Da die Hebelgesetze eine lineare Gleichung ist (nehr oder weniger ein Dreisatz) ist es doch sehr einfach die Verteilung Hüfte-Achse überschlagsmässig festzulegen. Und als erfahrener Wanderer weiss man vie viel man auf den Rücken schleppen kann (in der Ebene, auf dem Berg,... und Alexander in der Wüste). dDe einzige unbekannte ist wieviel Gewicht auf der Hüfte ist genauso schwer zu schleppen wie wieviel Gewicht in einem Rucksack (gleich viel oder etwa Mehr?)... Testreihe auf einem weichen Acker und einem Sandstrand mit verschiedenen Einstellungen würden hier einen Wohlfühlfaktor hervorbringen...
Gruß
Gruß Albatross
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Kuno
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Kuno »

Um allen Ansprüchen gerecht zu werden könnte man die Achsaufnahme natürlich auch variabel halten - je weicher der Untergrund, desto mehr Last kann dann auf das "Zugpferd" verlagert werden...
schnorr
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von schnorr »

Albatross hat geschrieben: Testreihe auf einem weichen Acker und einem Sandstrand mit verschiedenen Einstellungen würden hier einen Wohlfühlfaktor hervorbringen...
Gruß
ich denke auch, dass mehrere tests die ideale packposition hervorbringt.
eigentlich müsste die konstruktion sogar auf die körpergröße(bzw. taillenhöhe) angepasst werden.
allerdings wandert der schwerpunkt, wenn sich die steilheit der strecke ändert. von da an ist jede konstruktion ein kompromiss, und man müsste theoretisch jedesmal umpacken.
Viele Grüße
Jörg

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Alexander
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben: desto mehr Last kann dann auf das "Zugpferd" verlagert werden...
Danke Kuno, dass du jetzt nicht "Zugesel" geschrieben hast :wink:
Die veriable Achsversion habe ich mit einem Tüftler auch schon besprochen. Im Prinzip eine gute Lösung. Ich habe nur Bedenken wegen der Stabilität. Man müsste die Achse irgendwie festschrauben und/oder auf einer Schiene lagern, um sie stabil verschieben und wieder fixieren zu können. Ich werde es zunächst mit einer "Starrachse" versuchen, die also festgeschweisst ist und zwar werde ich sie im hinteren Drittel des Lastbereiches anbringen. Somit liegt das Hauptgewicht auf der Achse. Ich kann aber das Gewicht immer noch nach hinten oder weiter nach vorne verlagern. Der Vorschlag von Albatros gefällt mir daher sehr gut. Es kann aber immer noch sein, dass ich mich nach einem Test auf Feldern und Sandgruben noch umentscheiden muss.
Albatross hat geschrieben:auf der Hüfte ist genauso schwer zu schleppen wie wieviel Gewicht in einem Rucksack (gleich viel oder etwa Mehr?)...
Das vermute ich auch. Der grosse Vorteil liegt aber darin, dass die Wirbelsäule fast gänzlich entlastet wird und nur noch ab der Hüfte und natürlich den Beinen getragen werden muss. Der Bewegungsablauf des Körpers dürfte vermutlich auch ein anderer sein. Beim Rucksack trägt man das Gewicht mehr oder weniger senkrecht zur "Körperachse". Beim Wüstenwagen zieht man eher und je nach Gewicht mit einer mehr oder weniger gebeugten Haltung nach vorne.

@T-Gerd
danke für deine courrier privé. Das ist schon mal ein guter Start, um Kontakte zu knüpfen.

Grüsse
Alexander
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Kuno »

Alexander: Die beste Lösung ist immer noch, die Last an eine Trägerkolonne abzugeben :wink:
Alexander
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Re: Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie?

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Alexander: Die beste Lösung ist immer noch, die Last an eine Trägerkolonne abzugeben :wink:
Grundsätzlich hast du recht, Kuno. Für mich gehört die physische Belastung zum Abenteuer dazu. Es würde vermutlich etwas fehlen, wenn es nicht so wäre.
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