Hallo,
wir sind von Tunesien über Ägypten, Sudan, Äthiopien bis nach Kenia gefahren und mit zwei Ausnahmen kann man diese Strecke mittlerweile bequem auf Teer fahren.
Ägypten: die Autobahnen natürlich, Teer aber auch am Nil entlang. Die Strecke über die weiße und schwarze Wüste und die Oase Dakhla ist komplett geteert.
! Ägypten / Assuan nach Sudan / Wadi Halfa immer noch die Fähre und der Ponton für Fahrzeuge. Ärgerlich: Die neue Straße um den Lake Nasser ist komplett fertig, aber es dürfen nur Fahrzeuge mit Sondergenehmigung (VIPs) fahren. Und darunter war noch kein Tourist. Die ägyptische Fährgesellschaft hat schon Studien in Auftrag gegeben, wir man die Fähre vermarkten kann, wenn die Straße geöffnet wird, man rechnet also damit, irgendwann in ein paar Jahren.
Sudan: am gesamten Nil entlang neuer Teer. Auch die "Short-Cuts" von Dongola nach Meroe und Meroe nach Adbara sind tadellos. Nach Khartoum und über Gedaref zur Grenze in Gallabat ist Teer, wenn auch nicht in so tollem Zustand.
Äthiopien: Überraschung, Überraschung, vom Gernzübergang bis nach Gonder fehlen nur noch ein paar Kilometer, dann ist über Bahir Dar bis Addis und weiter nach Moyale alles Teer. Ebenso von Adikrat über Weldyia bis nach Addis und die Verbindung Weldiya - Debre Tabor (von dieser Straße geht die beste, wenn auch nicht schönste 30 km lange Piste nach Lalibella ab).
1a Teer bietet Addis - Awasha - Mile, denn hier fahren die LKWs ihre Güter zum Hafen Djibouti. Nur Dessi - Mile ist noch Piste, bei Regen nicht empfehlenswert, sonst ok
In Arbeit ist Addis - Jimma (fehlen nur noch wenige Kilometer), Addis - Arba Minch (fehlen die lezten 100 Kilometer) und Sodo - Awassa.
Die Straßen werden von Chinesen gebaut und es empfiehlt sich, in den nächsten Jahren dort zu fahren. Die Straßen sind neu schon so wellig, da dürfte es dann statt schlechter Pisten nur noch löchrigen Asphalt geben. Von Gonder in den Simien-Nationalparkt und weiter bis Axum haben die Chinesen keine Geschäftsinteressen und daher ist keine Straße in Arbeit und diese Piste auch kein Vergnügen, wenn auch landschaftlich lohnenswert. Ebenso die Strecke Yabello westwärts und alles, was um den Lake Turkana liegt.
Kenia: Ja, die Moyale - Marsabit - Isiolo Strecke bleibt eine Herausforderung. Mit dem Auto, etwas Zeit (4 Tage) und gutem Wetter (kein Regen) sind diese ca. 500 km aber nicht schwierig, nur ätzend. Bei Regen sieht das anders aus, dann werden ein paar ausgewaschene Stellen und Flußdurchfahrten zum Abenteuer. Für Motorradfahrer eklig sind die kilometerlangen Rollsplitstrecken. Aber auch hier die Chinesen: schon 80 Kilometer von Isiolo nach Norden sind gebaut. In 6 Monaten soll die Teerstraße Marsabit erreichen (das scheint aber sehr optimistisch) und dann gehts weiter nach Moyale.
Ab dann Richtung Süden gibt es die bekannten Hauptstraßen.
Viele Grüße
Bine und Bodo
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Transafrika / Ostroute (fast) ganz geteert
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