Rallye für einen guten Zweck

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Birgitt
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Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von Birgitt »

Mit uraltem Passat durch die Wüste
Andreas Glück und Isabel Lenze nehmen an "Schrottrallye" teil, die Gambia zum Ziel hat

23.10.2008 - Südwest aktiv

Im November werden Andreas Glück und Isabel Lenze an einer "Schrottrallye" teilnehmen, die von Deutschland nach Gambia in Nordwestafrika führen wird. Am Ziel werden die Fahrzeuge der Teilnehmer versteigert. Rund 7000 Kilometer trennen Dottingen von Banjul. Die Hauptstadt Gambias ist Zielort der "Dresden-Dakar-Banjul-Challenge", einer Rallye der ganz besonderen Art, die am 1. November in Dresden startet und heuer zum vierten Mal veranstaltet wird. ... mehr
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Abenteuer
Isabel Lenze und Andreas Glück starten mit ihrem alten Auto zu einer ungewöhnlichen Afrika-Rallye

Reutlinger General-Anzeiger

Am Ziel wird der Wagen 290 000 Kilometer auf dem Tacho haben, ein goldfarbener Passat, seit über zwanzig Jahren in Isabel Lenzes Familie im Einsatz und noch gut in Schuss. Er wird durch Frankreich, Spanien und Marokko gefahren sein, durch Mauretanien und Senegal bis nach Gambia. Und das wird noch nicht das Ende seiner Auto-Existenz sein. Im Fußballstadion von Banjul wird der goldene Passat von der Alb versteigert werden und mit etwas Glück noch ein paar Jährchen durch Westafrika gondeln ... mehr


Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von Kuno »

Speziell die Wüste hat es ihm angetan: "Die hasst man oder man liebt sie", weiß der 33-Jährige, der jedes Jahr Afrikatreffen organisiert.

...ich kenne da noch einige Leute, bei denen gilt weder das eine noch das andere, denen ist "die" Wüste halt schlicht und einfach egal :wink: - tönt halt nicht so "herb männlich" 8)


...von einem Freund über die so genannte "Schrottrallye" informiert, einem Gegenentwurf zu "Materialschlachten" wie der Rallye Paris-Dakar.

Ein eher untauglicher Versuch, dieser Altlastenentsorgung eine Daseinsberechtigung zu geben. Immerhin kümmert sich Dakar mittlerweile darum, dass ihr Schrott nicht mehr eifach liegenbleibt - die sog. Schrottrallyes tun sowas meines Wissens jedoch nicht. :?

Die Fahrzeuge der Teilnehmer dürfen einen maximalen Zeitwert von 1000 Euro haben. Da passte es, dass Isabel Lenze sich eh nach einem Nachfolger für ihren 20 Jahre alten VW Passat umschauen wollte. "Mit dem TÜV wäre es knapp geworden, außerdem gibt es langsam Probleme mit Ersatzteilen"

Das heisst ja dann auch, dass der, der solch eine Karre ersteigert gleich mit Problemen zu kämpfen hat - nicht zu vergessen, dass die Strapazen der Rallye wohl auch kaum zu einer Verbesserung des Zustandes des Autos beitragen werden :D

Isabel Lenze und Andreas Glück erhoffen sich gut 1000 Euro an Einnahmen

Darf ich mal fragen, wie man bei einem Wägelchen mit dem Zeitwert von Euro 1'000,. in das vor der Rallye noch maximal Euro 500.- investiert wird auf eine Verkaufssumme in Gambia von wiederum Euro 1'000.- zu kommen hofft?

...aber macht bestimmt Spass, da mitzufahren. Schade finde ich nur, dass man solchen Veranstaltungen immer noch das Mäntelchen einer "Humanitären Hilfsaktion" umzuhängen versucht.
Manfred Franz
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von Manfred Franz »

Mäntelchen einer "Humanitären Hilfsaktion" umzuhängen versucht
Es kommt ja immer darauf an, wer sich das Mäntelchen anzieht ...
In Afrika ist es warm genug.
trapperjoe
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von trapperjoe »

...aber macht bestimmt Spass, da mitzufahren. Schade finde ich nur, dass man solchen Veranstaltungen immer noch das Mäntelchen einer "Humanitären Hilfsaktion" umzuhängen versucht.
Auszug aus der Homepage Dresden- Dakar- Banjul- Challenge

Die Anmeldegebühr pro Teilnehmer beträgt € 690,-.

Da wird schnell klar wem diese "Humanitäre Hilfsaktion" wirklich hilft.
mit freundlichen Grüßen
trapperjoe
Birgitt
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von Birgitt »

Wir hatten letztes Jahr bereits eine ähnliche Diskussion :arrow: hier.

Ich bin gespannt auf weitere Meinungen zum Thema.

Gruß
Birgitt
schu achbar ?

Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von schu achbar ? »

Also, ich find diese humanitäre Nuance auch irreführend.
Aber ob jetzt Afrikaner selbst hunderte von "Schrott" Autos von Europa aus nach Westafrika verschiffen oder für das gleiche Ergebnis ein paar Low Budget Fritzen auch noch einer Tourleitung bedürfen... was solls.

Am meisten ärgert mich , egal von welcher Guppe, der hinterlassene Müll.
Abgerissene Plastikstossstangen, Ölfilter oder sogar abgeschmorte
Kupplungsscheiben passen einfach nicht zu ursprünglicher Landschaft.
:kotz:
Manfred Franz
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Ohne weiteren Kommentar

Beitrag von Manfred Franz »

Die Startgebühr für die Dresden-Dakar-Banjul-Challenge beträgt 690,-EURO pro Teilnehmer.

Hier findet Ihr alle in der Startgebühr enthaltenen Leistungen:

Reisebetreuung

Planung und Durchführung der Rallye.

Organisation der Fährüberfahrt von Spanien nach Marokko(Kosten der Überfahrt nicht enthalten),

Organisation der Übernachtungen auf dem afrikanischen Kontinent (Übernachtungskosten nicht enthalten). (Auszug)
Die Rallye versteht sich in erster Linie nicht als sportlicher Wettkampf. Sportliche Tugenden, wie Orientierungssinn, Fairness und Geschicklichkeit werden prämiert.

Bei den Anschaffungskosten des Fahrzeuges sollte bedacht werden, dass Dieses am Ende der Rallye karitativ versteigert wird und somit den Besitzer wechselt. Trotzdem sollte das Fahrzeug für die anspruchsvolle Strecke in einem technisch guten Zustand sein und mindestens 80 km/Stunde schaffen

Jedes Team ist während der Rallye grundsätzlich für sich selbst verantwortlich. Die Organisatoren begleiten die Rallye, allerdings besteht kein Rechtsanspruch, doch wie der weise Afrikaner schon wusste:
"Wer inmitten vieler Menschen in Schwierigkeiten gerät, wird Hilfe erfahren"

angldo
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von angldo »

kann die kritik teilweise verstehen, hatte selber einige vorbehalte und war bisher immer nur auf eigene faust unterwegs. werde bestimmt diesbezueglich im dez schlauer sein.

tatsache ist die wollen autofahren. alte fahrzeuge gehen auch ohne unser zutun nach gambia, wenn nicht durch uns dann auf dem seeweg durch importeure (die den gewinn vermutlich nicht spenden werden).

der humanitäre charakter besteht nicht darin daß fahrzeuge dorthin kommen, sondern daß der erlös eigenhändig von uns an organisationen unserer wahl vorort übergeben werden, in unserem fall vermutlich an ein krankenhaus.

gruss, ag
RainerW
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von RainerW »

Hallo Ihr Weltverbesserer!

Kann man nicht nur einfach akzeptieren, dass sich jemand die Arbeit macht, so eine Geschichte zu organisieren - und dass es auch Leute gibt, denen die Teilnahme an solch einem Abenteuer riesen Spaß macht !?! Schließlich macht doch jeder von Euch auch das, was er in seiner Freizeit machen möchte. Bitte nicht immer alles miesmachen.

Vor allem wenn ich lese: "Am meisten ärgert mich , egal von welcher Guppe, der hinterlassene Müll. Abgerissene Plastikstossstangen, Ölfilter oder sogar abgeschmorte Kupplungsscheiben passen einfach nicht zu ursprünglicher Landschaft." - Die ursprüngliche Landschaft, verziert mit abertausenden PET-Flaschen, Plastiktüten ... schon einigermaßen weltfremd von der ursprünglichen Landschaft zu sprechen ... sorry

Bei uns im Allgäu gibts was ähnliches wie die o. g. Veranstaltung, ist eine hammergeile Sache - und vor allem - es macht RIESEN Spaß !!!

Nachdenkliche Grüße

Rainer

http://www.allgaeu-orient.de/de/
schu achbar ?

Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von schu achbar ? »

Was die Gebiete in der Nähe von Ortschaften betrifft hast Du schon Recht mit dem Müll.
Die Ureinwohner sind da ziemlich schmerzfrei.

Allerdings meine ich die wirklich abgelegenen Gegenden, wo Dir sonst höchstens mal ne fliegende Plastiktüte von weit her begegnet.
Da setzt Du dich auf nen Stein, siehst ein Bisschen Asche vom Feuer...nett...und dann die Dose weisse Bohnen vom Lidl, eine leere Flasche DOT 3, 150 ml , zwei ölige Gummihandschuhe und ne leere Campinggaz Kartusche.... alles nicht toxisch , aber trotzdem scheisse.
RainerW
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von RainerW »

Ok, das lasse ich gelten, da hast Du sicher recht. Ich rege mich aber viel mehr über die Touris auf, die in ihren Autos für ihren wochenlangen Trip sämtliche Lebensmittel incl. Getränke dabei haben und im Reiseland selber nichts aber auch gar nichts an Geld dalassen, vom Sprit mal abgesehen --- und vom Müll

:kotz:
schu achbar ?

Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von schu achbar ? »

Natürlich habe ich auch kleine "Trost-Konserven" europäischer Küche dabei.
Für Tage, an denen man irgendwie nen schlechten Lauf hat ne gaanz wichtige moralische Stütze :lol:

Aber im allgemeinen bin ich mit arabischer Küche sehr zufrieden.
Die viel gelobte Libanesische Variante find ich jetzt garnicht so toll.
Die Golfregion hat imho das beste Essen, da dort auch mit vielen indischen Einschlägen gekocht wird und das Gemüse nicht so abartig sauer eingelegt ist.

Warum Viele das nicht machen ?
Gewohnheit, Angst vor dem ultimativen Dünnschiss oder Hepatitis.
Keine Ahnung.
Aber das ist typisch Mensch.
Hab auch noch keinen Türken in nem Deutschen Restaurant gesehen.
werneRS
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von werneRS »

Moin!


Aehem....huestelhuestel.... also..wenn sich einer die Muehe macht und das Organisiert....huestel dafuer 690 EU kassiert pro Wagen......fuer NIX (oder habe ich da was falsch gelesen??) dabei noch seine eigenen Wagen verschiebt Neee find ich auch voll sozial sowas echt jetzt und sowas von Humanitaer!!!



Und jetzt mal im ERNST!!! Wenn Du rund um Banjul in ein Dorf kommst und von den Einheimischen gefragt wirst ob Du von der Rally bist und wo denn die Geschenke sind....... dann weist Du...die haben es gelernt!!!

Gruesse Werner
Kuno
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von Kuno »

Wir müssten da schon etwas realistisch bleiben... ich gehe mal nicht davon aus, dass eine "Schrottrallye" (wenn ich es so nennen darf) durch unberührte Landstriche führt sondern dass sich die Route vielmehr an die Hauptstrecken hält. Insofern "versauen" die Teilnehmer als nicht das letzte unberührte Fleckchen Erde. Müll und Autoteile lassen sie bestimmt auch liegen - aber auch nicht mehr als andere und somit kann man dies auch nicht als herausragenden negativen Effekt bezeichnen. Spass macht es den Teilnehmern bestimmt auch; denke ich mal - sonst würden sie ja nicht teilnehmen. Wenn unterwegs die Karre versagt, dann ists halt ein bischen weniger mit dem Spass (kenne ich von meinem Landrover her). Und dass der Erlös der Veranstaltung Krankenhäusern zugeführt wird ist ja auch sehr gut. Mir kam nur der oben verlinkte Zeitungsartikel schräg rein - da wurde es so dargestellt, als sei es jetzt die ultimative Hilfsaktion. Mag sein, dass es nur der Zeitungsartikel ist. Es gibt ja mittlerweile einige solcher Veranstaltungen - und überall tut man so, als ob das "Helfen" im Vordergrund stünde. Tatsächlich ist es aber der Spass an der Veranstaltung selber. Ich finde dazu dürfte man ruhig stehen...
florian schmidt
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Re: Rallye für einen guten Zweck

Beitrag von florian schmidt »

servus,

obwohl ich lange zeit nicht begeistert war von diesen schrottrallyes habe ich jetzt selbst eine auf die beine gestellt, mit einem etwas anderen konzept hinsichtlich der startgebühr und den darin enthaltenen leistungen.

es ist wesentlich einfacher ein projekt durch so eine rallye zu unterstützen als es mit bettelbriefen zu versuchen, vom verkaufserlös einer rallye kann sich das von uns unterstützte waisenhaus in nouadhibou mehr als 6 monate finanzieren.

hier gehts zur rallye: http://www.dust-and-diesel.de

schöne grüsse
florian
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