Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Israel und Palästinensische Gebiete
Stand: 20.06.2025
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- Aktuelles (Sicherheitslage)
Aktuelles
Sicherheitslage
Die Sicherheitslage im Land ist äußerst angespannt.
Israel führt seit dem 13. Juni 2025 Militärschläge gegen iranische Nuklearanlagen und die iranische Militärführung aus. Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in verschiedenen Teilen des Landes. Es muss jederzeit mit Angriffen durch Drohnen und mit Raketenbeschuss gerechnet werden. Israel hat für das ganze Land den Ausnahmezustand ausgerufen; die Bevölkerung ist aufgerufen, in geschlossenen Räumen und in der Nähe von Schutzmöglichkeiten zu bleiben.
Durch die andauernde militärische Auseinandersetzung hat sich die Sicherheitslage in der gesamten Region verschärft. Eine regionale Ausweitung des Konflikts kann nicht ausgeschlossen werden. Im Zusammenhang mit dem Konflikt kann es auch in Israel und den Palästinensischen Gebieten jederzeit zu zusätzlichen sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen.
Die Übergänge in das Westjordanland sind zum jetzigen Zeitpunkt gesperrt; die Dauer der Sperrung ist nicht absehbar. Grundsätzlich sollten auch im Westjordanland und Ost-Jerusalem die Hinweise der israelischen Sicherheitsbehörden beachtet und die Situation über die Medien genau verfolgt werden.
Die Grenzübergänge nach Jordanien sind derzeit geöffnet, können aber jederzeit und auch kurzfristig geschlossen werden.
Israel hat die Militäroperation im Gazastreifen, die infolge des Angriffes der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 begonnen hatte, am 18. März 2025 wieder aufgenommen. Seitdem wurde Israel wieder mehrmals von der Huthi-Miliz in Jemen sowie aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen.
Die am 27. November 2024 zwischen Israel und Libanon geschlossene Waffenruhe wird weitgehend eingehalten. Es kam aber zu einzelnen Raketenangriffen auf Israel von libanesischem Staatsgebiet, die sich auch wiederholen können. Dies gilt insbesondere für den Norden Israels, aber auch für Zentralisrael. Einige Einwohnerinnen und Einwohner sind inzwischen in ihre Ortschaften entlang der Grenze zu Libanon zurückgekehrt.
Es besteht weiterhin ein hohes Risiko einzelner terroristischer Anschläge; in den letzten Wochen wurden in Israel, einschließlich in Tel Aviv, mehrfach terroristische Anschläge verübt. Die israelische Armee hat eine große Anzahl von Truppen in das Westjordanland verlegt; es kommt regelmäßig zu Militäreinsätzen und in der Folge zu massiven gewalttätigen Ausschreitungen mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten.
Zudem wurde im Westjordanland eine große Zahl sogenannter „fliegender“ Checkpoints eingerichtet; darüber hinaus wurde die Kontrolle an den bestehenden Checkpoints verschärft, einige wurden über längere Zeit geschlossen. Angriffe israelischer Siedler auf ausländische Besucher und Aktivisten haben, insbesondere in der Nähe von Nablus und Hebron deutlich zugenommen.
Die Sicherheitslage, insbesondere an Feiertagen, kann sich schnell und ohne Vorwarnung weiter verschärfen.
- Beachten Sie die geltende Reisewarnung.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind und ergänzen Sie diese im Zweifelsfall. Sollten Sie Israel und die Palästinensischen Gebiete inzwischen verlassen haben, so vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
- Beachten Sie die Sicherheitshinweise im Abschnitt Sicherheit – Terrorismus.
- Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) und Hinweisen des israelischen Zivilschutzes vertraut.
- Befolgen Sie ggf. die Anweisungen des israelischen Zivilschutzes Home Front Command (nur in Israel aufrufbar) oder erkundigen Sie sich telefonisch unter der Rufnummer 104 in englischer Sprache.
- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte, verfolgen Sie Meldungen in Medien aufmerksam, laden und nutzen Sie die App „Red Alert (Nofzam)“ vor Ort.
- Suchen Sie beim Ertönen von Alarmsirenen umgehend (innerhalb von 90 Sekunden) nahegelegene Schutzräume auf und verweilen sie dort für mindestens zehn Minuten nach Abklingen der Sirenen. Sollten keine Schutzräume zur Verfügung stehen, halten Sie sich im Inneren des Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern.
- Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf.
- Sollten Sie eine Ausreise auf dem Landweg erwägen:
Prüfen Sie, ob dies in eigenverantwortlicher Abwägung Ihrer individuellen Situation für Sie infrage kommt oder Sie an Ihrem derzeitigen Aufenthaltsort mit der entsprechenden Schutzinfrastruktur verbleiben wollen. Für alle Fahrten gilt, dass Sie diese nur nach Abwägung aller Risiken antreten und dabei insbesondere auf die Empfehlungen des israelischen Zivilschutzes achten sollten. Stellen Sie sicher, dass der gewählte Grenzübergang sowie ggf. auf der Strecke befindliche Checkpoints tatsächlich geöffnet/passierbar sind und Sie eine erforderliche Einreiseerlaubnis für das Zielland vorab beantragt und erhalten haben.- Verfolgen Sie die Lageentwicklung aufmerksam.
- Sollten Sie die vom israelischen Touristenministerium angekündigte Ausreiseunterstützung wahrnehmen wollen, nutzen Sie bitte die entsprechende Registrierungsplattform. Nähere Informationen zur Form der Ausreiseunterstützung liegen derzeit nicht vor.
Gruß
Birgitt


