Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ghana
Stand 27.01.2026
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Einfuhrbestimmungen; Tiere)
- Gesundheit (Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen; kpl. Neustrukturierung Gesundheitsteil)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Siehe Aktuelles.
Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage kann es landesweit zu Demonstrationen kommen, insbesondere in den größeren Städten Accra, Kumasi, Tamale und Takoradi. In der Vergangenheit sind diese friedlich verlaufen. Aufgrund der starken Unzufriedenheit der Bevölkerung können gewalttätige Auseinandersetzungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.
In den Provinzen Northern Region, North-East, Savannah Region, Upper West und Upper East finden gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen untereinander und den Sicherheitskräften statt. Seit Ende 2024 gab es zahlreiche Angriffe und Vergeltungsaktionen mit Schusswaffen und zahlreichen Toten und Verletzten. Seit Beginn lokaler Friedensgespräche im April 2025 ist eine Beruhigung zu verzeichnen; die Lage ist aber weiterhin angespannt.
Schließungen von Geschäften und auch die Verhängung von Ausgangssperren können die örtliche Versorgungslage beeinträchtigen. Eine baldige Lösung dieser Konflikte ist zurzeit nicht absehbar.
In der Stadt Bawku und unmittelbarer Umgebung (Garu, Tempane, Nalerigu und Walewale) im Nordosten von Ghana kommt es zu ethnischen Auseinandersetzungen.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
- Seien Sie bei Reisen in die Provinzen Northern Region, North-East, Savannah Region, Upper West und Upper East besonders vorsichtig.
- Informieren Sie sich regelmäßig in lokalen und sozialen Medien über die aktuelle Lage vor Ort.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Mit Eigentumsdelikten (Raubüberfälle, Einbrüche, Diebstähle) muss aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der exponentiell angestiegenen Preise vermehrt gerechnet werden. Die Sichtbarkeit der Polizei wurde insbesondere in Accra erhöht.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommen besonders in den größeren Städten wie in Accra und Umgebung und bei kulturellen Veranstaltungen vor. Vereinzelt kommt es zu Überfällen, teils auch mit Waffengewalt.
Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu, in den wohlhabenden Wohnbezirken Cantonments, Labone und Airport Residential Area erfolgen Diebstähle und Gewaltdelikte vermehrt in den frühen Abendstunden und nachts. Opfer werden dabei häufig mit einer Waffe bedroht.
Die Täter nutzen für diese Überfälle und die Flucht zumeist Motorräder. Bei der Nutzung von Taxis und Kleinbussen (Tro-Tro) ereigneten sich vereinzelt Diebstahls- und Gewaltdelikte. Die Täter saßen dann bereits im Tro-Tro. Diese Vorfälle ereigneten sich meistens in den Abend- und Nachtstunden, auch auf Hauptstraßen.
In Hotellobbys kommt es gelegentlich zum Diebstahl von Gepäck.
An den Stränden kann es zu Eigentums- und auch Gewaltdelikten kommen.
In den vergangenen Monaten wurden verstärkt Fahrzeuge auf Hauptverkehrsstraßen gezielt ausgeraubt. Die bewaffneten Täter sind landesweit und vornehmlich in den Abend- und Nachtstunden aktiv. Schlaglöcher und Geschwindigkeitsbegrenzungen in Baustellen werden genutzt, um Autofahrer unter Androhung/Einsatz von Schusswaffengebrauch zum Anhalten zu zwingen und anschließend auszurauben.
Die Täter schrecken nicht vor dem Einsatz der Schusswaffe zurück. Es gab bereits Tote und Verletzte.
In Ghana kommt es immer wieder zu Betrugsversuchen (Scamming) unter Vortäuschen von Liebesbeziehungen oder Heiratsabsichten sowie bei vermeintlichen Geschäften wie Grundstückserwerb oder fingierten Erbschaftszahlungen. Bei persönlichem Kontakt mit Kriminellen besteht die konkrete Gefahr körperlicher Übergriffe sowie von Entführungen.
Auch Kreditkartenbetrug und Trickbetrügereien mit angeblichen Preisnachlässen sind weit verbreitet.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit. Zeigen Sie diese nicht in der Öffentlichkeit.
- Vermeiden Sie möglichst den Einsatz von Kreditkarten und geben Sie sie nie aus den Händen, sondern bestehen Sie auf Zahlung mit mobilen Terminals bzw. bleiben Sie beim Bezahlvorgang anwesend.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, bei kulturellen Veranstaltungen, im Bus, im Tro-Tro und im Taxi oder Uber sowie in Hotellobbys besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Dunkelheit und bei schlechten Wetterbedingungen.
- Verriegeln Sie die Türen des Fahrzeuges und schließen Sie die Fenster.
- Beobachten Sie Ihre Umgebung während der Fahrt, um verdächtige Situationen einer möglichen Verfolgung zu erkennen.
- Lassen Sie keine wertvollen Gegenstände im Auto zurück und bevorzugen Sie beleuchtete und bewachte Parkplätze.
- Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.
- Gehen Sie nicht alleine nach Einbruch der Dunkelheit spazieren und vermeiden Sie einsame Strände.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Liebesbekundungen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch und reisen deshalb nicht selbst nach Ghana.
- Informieren Sie sich über Scamming bei der deutschen Botschaft in Accra.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
Viele Busse und Taxis sind in schlechtem technischen Zustand. Busse der staatlichen Gesellschaft STC, des halbstaatlichen Unternehmens „Metro Mass Transit“ oder des privaten Anbieters VIP sind am verlässlichsten und klimatisiert.
Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tro) sind oft technisch nur bedingt straßentauglich und somit stark unfallgefährdet, siehe auch Sicherheit - Kriminalität.
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz ausgebauter Überlandstraßen. Die Unfallgefahr ist durch zum Teil erhebliche Straßenschäden, tiefe Schlaglöcher, unbeleuchtete und havarierte Fahrzeuge auf den Fahrbahnen und unbefestigte Teilabschnitte sehr hoch. Es kommt zu bewaffneten Überfällen, siehe auch Sicherheit - Kriminalität.
Verkehrs- oder Schutzpolizisten halten Fahrzeuge häufig aufgrund von Verkehrsverstößen oder zur Kontrolle von Führerschein, Pass und Aufenthaltsgenehmigung (Visum) an.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden. Es gibt keine Taxameter. Insbesondere bei Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt versuchen Taxifahrer, unerfahrene Besucher des Landes zu übervorteilen. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen. Fahrer lehnen beim Zahlungsmittel Kreditkarte zudem häufig Fahrten ab. Bei der Nutzung von Bolt, Yango oder Uber kann es bei Hinterlegung von elektronischen Zahlungsmitteln und Kreditkarten zu Betrugsversuchen kommen.
Meistens sind in den Wagen die Fenster hinten mit einer Sichtschutzfolie verdunkelt und dadurch sicherer.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater oder die großen Hotels) sowie markante Kreuzungen. Im Gegensatz zu Europa muss der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.
Taxis können auch tage- oder stundenweise angemietet werden. Mietwagen können auch mit Fahrer gebucht werden.
- Fahren Sie stets defensiv und vorsichtig und halten Sie sich an die Verkehrsregeln.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Dunkelheit.
- Führen Sie Überlandfahrten per Bus am besten mit der STC oder VIP durch.
- Verzichten Sie möglichst auf die Nutzung von Kleinbussen (Tro-Tro).
- Setzen Sie sich in Taxis stets nach hinten und verriegeln Sie die Türen.
- Verhandeln und vereinbaren Sie Fahrpreise für Taxis stets vor Fahrtantritt.
- Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln bereit und zahlen Sie nicht mit Devisen.
- Nutzen Sie bei Fahrten mit Uber in Accra und Kumasi als Zahlungsmethode nur Bargeld, nicht die Kreditkarte.
Einreise und Zoll
Einfuhrbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist grundsätzlich verboten. Ghanaischen Staatsangehörigen und Ausländern mit langfristigen Aufenthaltstiteln ist die Einfuhr bis zu 5.000 GHS gestattet. Fremdwährung im Wert bis 10.000 USD ein- oder ausgeführt werden; höhere Beträge müssen per Banktransaktion abgewickelt werden.
Zum eigenen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden:
- 2 l Wein,
- 1 l Spirituosen,
- 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos oder 250 g Tabak sowie
- 250 ml Eau de Toilette und 60 ml Parfum
Unbegleitetes Reisegepäck muss sofort oder innerhalb von 48 Stunden nach der Ankunft mit dem PUBD-Formular (Passenger Unaccompanied Baggage Declaration) angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Zollformulare sind am Schalter in der Ankunftshalle erhältlich. Aktuelle Informationen über Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sowie Zolltarife sind über die
Ghana Revenue Authority GRA erhältlich.
Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt auch hier die
Zollbehörde GRA.
Tiere
Zur Einfuhr von Haustieren ist eine Einfuhrerlaubnis des Ministry of Food and Agriculture erforderlich, die unter Vorlage eines amtstierärztlichen Gesundheitszeugnisses, eines internationalen Impfpasses wie des EU-Heimtierausweises unter Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung, die mind. 30 Tage und max. 12 Monate vor Einreise erfolgte, und eines amtstierärztlichen Bluttestergebnisses (bei Hunden) ausgestellt wird.
Es wird empfohlen, größere Haustiere über 8 kg als Sperr- oder Übergepäck zu transportieren, da sie ansonsten wie Fracht behandelt werden und im Cargobereich abgeholt werden müssen.
Gesundheit
Impfschutz
- Pflichtimpfungen:
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab dem Alter von neun Monaten zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll.
- Reiseimpfungen:
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.
- Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Ghana ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung ist in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und
Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Für beide Erkrankungen besteht ein ganzjährig hohes Infektionsrisiko im ganzen Land inklusive der Städte. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können:
Denguefieber,
Leishmaniasis,
lymphatische Filariosen und
West-Nil-Fieber. Es ist davon auszugehen, dass auch
Chikungunyafieber und
Zikavirus-Infektionen vorkommen.
- Schützen Sie sich den ganzen Tag über konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Eine Impfung gegen Gelbfieber ist vorgeschrieben. Es gibt eine Impfung gegen Denguefieber; lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Das in Ghana vorwiegend im ländlichen Bereich vorkommende
Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen.
- Schützen Sie sich insbesondere bei Aufenthalten im Freien vor Zecken. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle und
Shigellose auf.
Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (
Virushepatitis A und E) und
Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Ghana wurde
Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Typhus-Impfung beraten.
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
- Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe tätig sind.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
In Ghana besteht ein Risiko für
Meningokokken-Erkrankungen,
Mpox,
Lassafieber und
Tuberkulose. Auch Ausbrüche von
Marburgfieber kommen vor. Diese Erkrankungen werden durch engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen und Lassafieber treten in der Trockenzeit von Dezember bis April auf.
- Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser.
- Beachten Sie lokale Warnungen.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Meningokokken ACWY-Impfung ärztlich beraten.
HIV-Infektionen,
Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (
Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
- Es gibt keine Reiseimpfempfehlung zum Schutz vor Mpox. Lassen Sie sich unabhängig von einer Reise bzgl. einer Mpox-Impfung ärztlich beraten, wenn Sie die Kriterien der STIKO für eine Impfung erfüllen.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Hantavirus-Infektionen und
Leptospirose werden i.d.R. durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen.
Lassafieber kann darüber hinaus auch durch Kontakt mit Wildfleisch (“bush meat„) übertragen werden. Eine Ansteckung mit
Tollwut erfolgt über Hunde, Affen und Flughunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor.
- Meiden Sie auf Reisen grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Sollten Sie von einem Hund, Affen, Flughund oder einer Giftschlange gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung. Gegengifte sind in Ghana nur begrenzt erhältlich.
- Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
- Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosoma übertragen werden.
- Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Durch die Müllverbrennung besteht eine kontinuierliche Belastung. In der Harmattan-Saison kommt es im ersten Jahresquartal zur besonderen Luftverschmutzung.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
- Beachten Sie Warnungen lokaler Behörden.
- Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.