Teilreisewarnung Äthiopien 28.05.2026 | Ausreiseempfehlung aus Regionalstaaten

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 05.11.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 05.11.2020

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Die äthiopische Regierung hat Militäraktionen gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) angekündigt und für sechs Monate den Ausnahmezustand für die Region Tigray im Norden des Landes ausgerufen. Ethiopian Airlines hat Flugverbindungen von Addis Abeba nach Mekelle, Shire und Axum bis auf weiteres gestrichen.
Auch wenn die Lage in der Hauptstadt Addis Abeba bisher ruhig ist, können landesweite Unruhen und Proteste nicht ausgeschlossen werden.

In den letzten Wochen und Monaten führten Proteste immer wieder in mehreren Landesteilen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere im Bundesstaat Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe). Auch die Hauptstadt Addis Abeba war betroffen.

Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, sollen nach aktuellen Verlautbarungen jedoch Anfang Juni bis Ende Juli 2021 stattfinden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Von Reisen in die Region Tigray wird derzeit abgeraten.
  • Meiden Sie auch Fahrten in die Region Oromia.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
  • Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil und es kommt regelmäßig zu Unruhen mit Protesten und Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden. Universitäten können Ausgangspunkt spontaner Demonstrationen sein.

Im Oktober 2019 führten Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Unabhängigkeitsbestrebungen in verschiedenen Gebieten der Südregion, insbesondere im Gebiet der Sidama, führten seit Mitte Juli 2019 zu Protesten und Unruhen mit mehreren Todesfällen. Seit Durchführung eines Referendums zur (bundesstaatlichen) Unabhängigkeit im November 2019 ist diese Region ruhig. Auch die Region Wolayta strebt nach bundesstaatlicher Unabhängigkeit.

Ein anhaltender Konflikt zwischen Issa und Afar kann jederzeit zu Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Djibouti führen.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Streitkräfte erschossen. Stunden zuvor kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara gewaltsam zu Tode.
In Folge des gewaltsamen Todes des Oromo-Künstlers Hacalu Hundeessaa am 29. Juni 2020 kam es in der Hauptstadt Addis Abeba und im Bundesstaat Oromia zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

In den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 07.11.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 07.11.2020

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Die äthiopische Regierung führt seit 4. November 2020 Militäraktionen gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) durch und hat für sechs Monate den Ausnahmezustand für die Region Tigray im Norden des Landes ausgerufen. Ethiopian Airlines hat Flugverbindungen von Addis Abeba nach Mekelle, Shire und Axum bis auf weiteres gestrichen.
Auch wenn die Lage in der Hauptstadt Addis Abeba bisher ruhig ist, können landesweite Unruhen und Proteste nicht ausgeschlossen werden. Je nach Lageentwicklung können weitere Flughafenschließungen auch in benachbarten Regionen (Amhara, Afar) nicht ausgeschlossen werden. Es kommt zu Abschaltungen des Internets.

In den letzten Wochen und Monaten führten Proteste in mehreren Landesteilen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere im Bundesstaat Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe). Auch die Hauptstadt Addis Abeba war betroffen.

Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, sollen nach aktuellen Verlautbarungen jedoch Anfang Juni bis Ende Juli 2021 stattfinden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

Von Reisen in die Region Tigray sowie die angrenzenden Regionen der Bundesstaaten Amhara und Afar wird derzeit abgeraten.
  • Meiden Sie auch Fahrten in die Region Oromia.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
  • Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist volatil, es kommt regelmäßig zu Unruhen mit Protesten und Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden.

Universitäten können Ausgangspunkt spontaner Demonstrationen sein.

In Folge des gewaltsamen Todes des Oromo-Künstlers Hacalu Hundeessaa am 29. Juni 2020 kam es in der Hauptstadt Addis Abeba und im Bundesstaat Oromia zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Im Oktober 2019 führten Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Ein anhaltender Konflikt zwischen Issa und Afar kann jederzeit zu Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Djibouti führen.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Streitkräfte erschossen. Stunden zuvor kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara gewaltsam zu Tode.

In den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
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Teilreisewarnung Äthiopien 10.11.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 10.11.2020

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray: Teilreisewarnung)
- Sicherheit (Teilreisewarnung, Tigray-Region)


Aktuelles
Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Vor Reisen in die Region Tigray sowie die angrenzenden Gebiete der Bundesstaaten Amhara und Afar wird gewarnt.

Die äthiopische Regierung führt seit 4. November 2020 Militäraktionen gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) durch und hat für sechs Monate den Ausnahmezustand für die Region Tigray im Norden des Landes ausgerufen. Ethiopian Airlines hat Flugverbindungen von Addis Abeba nach Mekelle, Shire und Axum bis auf weiteres gestrichen. Je nach Lageentwicklung können weitere Flughafenschließungen auch in benachbarten Regionen (Amhara, Afar) nicht ausgeschlossen werden. Es kommt zu Abschaltungen des Internets.
Auch wenn die Lage in der Hauptstadt Addis Abeba bisher ruhig ist, können landesweite Unruhen und Proteste nicht ausgeschlossen werden.

In den letzten Wochen und Monaten führten Proteste in mehreren Landesteilen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere im Bundesstaat Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe). Auch die Hauptstadt Addis Abeba war betroffen.

Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, sollen nach aktuellen Verlautbarungen jedoch Anfang Juni bis Ende Juli 2021 stattfinden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Meiden Sie Fahrten in die Region Oromia und die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba, besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Teilreisewarnung

Vor Reisen in die Region Tigray sowie die angrenzenden Gebiete der Bundesstaaten Amhara und Afar wird gewarnt.

Von Reisen
  • in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
  • in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region,
  • in die Region Benishangul-Gumez,
  • in die Grenzgebiete zwischen Gumez-und Oromia (West Welega und Kelem Welega) und
  • in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia
wird abgeraten.

Tigray-Region
Vor Reisen in die Region Tigray und die angrenzenden Gebiete der Bundesstaaten Amhara und Afar wird gewarnt.


In der Region Tigray sind die Spannungen zwischen der Regierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) angestiegen, es kommt zu Zusammenstößen. Die Regierung führt seit 4. November 2020 Militäraktionen durch und hat für zunächst sechs Monate den Ausnahmezustand erklärt.
  • Seien Sie auch bei Aufenthalten in den übrigen Landesteilen von Amhara und Afar besonders vorsichtig.
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Teilreisewarnung Äthiopien 12.11.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 12.11.2020

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray; Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen)


Aktuelles
Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Vor Reisen in die Region Tigray sowie die angrenzenden Gebiete der Bundesstaaten Amhara und Afar wird gewarnt.

Die äthiopische Regierung führt seit 4. November 2020 Militäraktionen gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) durch und hat für sechs Monate den Ausnahmezustand für die Region Tigray im Norden des Landes ausgerufen. Ethiopian Airlines hat Flugverbindungen von Addis Abeba nach Mekelle, Shire und Axum bis auf weiteres gestrichen. Je nach Lageentwicklung können weitere Flughafenschließungen auch in benachbarten Regionen (Amhara, Afar) nicht ausgeschlossen werden. Es kommt zu Abschaltungen des Internets.
In den letzten Wochen und Monaten führten Proteste in mehreren Landesteilen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere im Bundesstaat Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe). Auch die Hauptstadt Addis Abeba war betroffen.

Für die kommenden Tage wurden Demonstrationen zur Unterstützung der äthiopischen Streitkräfte sowohl in Addis Abeba als auch anderen Landesteilen angekündigt. Mit hoher Präsenz der Sicherheitskräfte in Addis Abeba und erheblichen Kontrollen und Checkpoints der verschiedenen äthiopischen Sicherheitsbehörden ist zu rechnen.

Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, sollen nach aktuellen Verlautbarungen jedoch Anfang Juni bis Ende Juli 2021 stattfinden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Meiden Sie Fahrten in die Region Oromia und die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba, besonders vorsichtig, vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Fahrten und beschränken Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit auf das Allernötigste.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
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Teilreisewarnung Äthiopien 14.11.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 14.11.2020

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Reisewarnung Regionen Amhara und Afar; Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray; Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen)


Aktuelles
Militäraktionen und Ausnahmezustand in Tigray, Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.

Die äthiopische Regierung führt seit 4. November 2020 Militäraktionen gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) durch und hat für sechs Monate den Ausnahmezustand für die Region Tigray im Norden des Landes ausgerufen. Ethiopian Airlines hat Flugverbindungen von Addis Abeba nach Mekelle, Shire und Axum bis auf weiteres gestrichen. Nach von äthiopischer Seite bestätigten Raketenangriffen auf die Flughäfen in Bahir Dar und Gondar wurden am 14. November 2020 auch die Flugverbindungen nach Bahir Dar, Gondar, Lalibela sowie Semera und Debre Markos eingestellt.

Es kommt zu Abschaltungen des Internets.
In den letzten Wochen und Monaten führten Proteste in mehreren Landesteilen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere im Bundesstaat Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe). Auch die Hauptstadt Addis Abeba war betroffen.

Für die kommenden Tage wurden Demonstrationen zur Unterstützung der äthiopischen Streitkräfte sowohl in Addis Abeba als auch anderen Landesteilen angekündigt. Mit hoher Präsenz der Sicherheitskräfte in Addis Abeba und erheblichen Kontrollen und Checkpoints der verschiedenen äthiopischen Sicherheitsbehörden ist zu rechnen.

Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, sollen nach aktuellen Verlautbarungen jedoch Anfang Juni bis Ende Juli 2021 stattfinden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Meiden Sie Fahrten in die Region Oromia und die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba, besonders vorsichtig, vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Fahrten und beschränken Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit auf das Allernötigste.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
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Teilreisewarnung Äthiopien 12.01.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 12.01.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit
- Natur und Klima
- Reiseinfos
- Gesundheit (Impfschutz)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara (einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, nach Konso und East- und West-Wollega (Region Oromia) wird abgeraten.


Die Lage in der Region Tigray im Norden des Landes bleibt äußerst volatil. Die seit 4. November 2020 gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) durchgeführte Militäraktion dauert an. Es werden weiterhin militärische Auseinandersetzungen außerhalb der Regionalhauptstadt Mekelle gemeldet.

Der Ausnahmezustand für Tigray gilt fort.

Am 14. November 2020 wurde ein Raketenangriff der TPLF auf die Flughäfen von Gondar und Bahir Dar in der Amhara-Region verübt.

Das Internet in Tigray ist weiter abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren nur in Mekelle. Flugverbindungen nach Mekelle sind unregelmäßig, Shire und Axum werden nicht angeflogen.

Ende Dezember 2020 wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region Benishangul-Gumuz (in der Nähe der Stadt Bulen) mehr als 200 Menschen getötet. Zurzeit findet in der Metekel-Zone eine Militäraktion der äthiopischen Armee statt. Die Lage bleibt sehr volatil.

Im November 2020 wurden bei neuerlichen Auseinandersetzungen in Konso (Region Southern Nations Nationalities, and Peoples Region, SNNPR) über 60 Menschen getötet. Proteste in mehreren Landesteilen führten in den letzten Monaten immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere in der Region Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe).

Auch die Hauptstadt Addis Abeba war zuletzt im Juli 2020 von Ausschreitungen betroffen.

Die ursprünglich für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen sollen am 5. Juni 2021 stattfinden. Im zeitlichen Umfeld der Wahlen ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land, einschließlich in Addis Abeba, zu rechnen.

Die bewaffneten Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und Oromia (v.a. East und West Welega) dauern an. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt.

In den letzten Wochen kam es im Grenzgebiet zum Sudan (an der Grenze der Bundesstaaten Amhara und Tigray) zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der äthiopischen Armee und lokalen Sicherheitskräften mit sudanesischen Streitkräften und lokalen Sicherheitskräften.

Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen.
  • Meiden Sie Fahrten in die oben genannten besonders unsicheren Regionen/Gebiete und rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte.
  • Seien Sie bei Überlandfahrten und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba, besonders vorsichtig.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Informieren Sie sich zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen
  • in die Regionen Tigray,
  • die angrenzenden Gebiete der Regionen Afar und Amhara (nördlich von Gondar, Lalibela und Woldya, dem Grenzgebiet zum Sudan)
wird gewarnt.

Von Reisen
  • in das unmittelbare Grenzgebiet der Afar-Region nach Eritrea,
  • in die Region Benishangul-Gumuz,
  • in die Grenzgebiete zwischen Benishangul-Gumuz und der Region Oromia (West Welega und Kelem Welega),
  • nach Konso (Region SNNPR),
  • in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
  • in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia
wird abgeraten.

Terrorismus

In den vergangenen Jahren wurden in Äthiopien vereinzelt Bombenanschläge verübt bzw. konnten Anschlagsversuche vereitelt werden. Die erhöhte Gefahr von Anschlägen besteht fort. Durch das militärische Engagement Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab werden regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder bekundet. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU) und zahlreiche Büros der Vereinten Nationen, erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.
  • Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.
  • Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit Beginn der Militäraktion im Bundesstaat Tigray besonders volatil. Die Kampfhandlungen in Tigray dauern an. Die Lage in den Grenzgebieten zu den Regionen Amhara und Afar bleibt volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen mit Protesten und Straßenblockaden mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt, vor allem in Metekel (Region SNNP). Die bewaffneten Auseinandersetzungen in den Grenzgebieten zwischen Benishangul-Gumuz und Oromia (Welegas) dauern an.

Im Juli 2020 forderten gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Hauptstadt Addis Abeba und der Region Oromia Todesopfer und Verletzte.

Im Oktober 2019 führten Proteste in Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Djibouti.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen, zuletzt auch zu militärischen Auseinandersetzungen mit der sudanesischen Armee.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Region Tigray und in die an Tigray angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets mit dem Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Überlandfahrten in das direkte Grenzgebiet zwischen Afar und Eritrea wird abgeraten.


In Tigray führt die äthiopische Regierung seit 4. November 2020 Militäraktionen durch und hat für zunächst sechs Monate den Ausnahmezustand erklärt. Kampfhandlungen finden außerhalb der Regionalhauptstadt Mekelle weiter statt. Die Lage bleibt äußerst volatil.

Sicherheitskräfte und lokale Milizen aus Amhara und Afar sind an den aktuellen Kampfhandlungen in Tigray beteiligt. Es besteht die Gefahr eines Übergreifens der Kampfhandlungen auf an Tigray angrenzende Gebiete.

Im November und Dezember 2020 kam es im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage bleibt äußerst volatil. Im direkten Grenzgebiet und in der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.
  • Unternehmen Sie Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden.
Region Benishangul-Gumuz
Von Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten.


Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee derzeit eine Militäraktion durch. Die Lage ist sehr volatil.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt.

Oromia-Region
Von Reisen nach West Oromia wird abgeraten.


In der Oromio-Region kommt es regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Hinzu kommen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Bevölkerungsgruppen. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Nekemte, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) im Grenzgebiet zu Benishangul-Gumuz bewaffnete Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen mit äthiopischen Sicherheitskräften statt.
  • Lassen Sie bei Fahrten in diese Gebiete besondere Vorsicht walten.
Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.
  • Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.
Southern Nations, Nationalities and Peoples Region (Konso und Süd-Omo-Zone)
Von Reisen nach Konso wird derzeit abgeraten.


Bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im November 2020 in Konso zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben Im November 2016 erfolgte ein bewaffneter Überfall auf eine europäische Reisegruppe. Am 29. Februar 2020 wurden bei Protesten in Turmi (Maji District) sechs Menschen getötet.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.


Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch; es bestehen zudem Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.

Rund um Moyale (Region Oromia) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße, zuletzt am 2. April 2020.

Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone). Rund um den Grenzübergang Moyale führten gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen sowie mit den Sicherheitskräften mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu zahlreichen Todesopfern.
  • Seien Sie bei Reisen in das Grenzgebiet besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
Kriminalität
In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Insbesondere stehen Ausländer als lohnendes Ziel im Fokus von Kriminellen. Solche Straftaten sind auch in anderen Städten und auf dem Landmöglich. Zuletzt mehrten sich Meldungen über Raubüberfälle in entlegenen Teilen von öffentlichen Parks oder auf Spaziergängen bzw. Wanderungen im Raum Addis Abeba.
Zusätzlich führen Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen.
Bei Anmietung von Wohnraum und Mietwagen verlangen Vermieter häufig eine Passkopie, z.T. zur Weitergabe an Behörden.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Natur und Klima
Äthiopien liegt in einem moderat erdbebengefährdetem Gebiet – aufgrund der baulichen Gegebenheiten insbesondere in den großen Städten ist nicht auszuschließen, dass auch kleinere Beben zu erheblichen Schäden führen würden.

Bis 1.000 Meter Höhe ist das Klima feucht- oder trockenheiß, zwischen 1.000 und 2.500 Meter Höhe gemäßigt und über 2.500 Meter kühl. Die Regenzeiten im Hochland erstrecken sich von Juni bis September und von Februar bis April. In dieser Zeit können Überschwemmungen zu unpassierbaren Straßen und Brücken führen.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben und Vulkanen vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund der Sicherheitslage und von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt außer einer modernen Eisenbahnverbindung von Addis Abeba nach Dschibuti nur eingeschränkten Zug- und Busverkehr. Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden.
Insbesondere in den Grenzregionen und abseits regelmäßig befahrener Straßen ist von einem erhöhten Risiko durch Überfälle und weiter auch durch Landminen auszugehen. Zudem sind hier die Möglichkeiten, bei Verkehrsunfällen Hilfe zu erhalten, äußerst beschränkt.

Der Grenzübertritt mit einem Privatfahrzeug nach Äthiopien ist in der Zeit von Freitag, 18 Uhr bis Montag, 6 Uhr und unter der Woche in den Nachtstunden zwischen 18 und 6 Uhr grundsätzlich nicht möglich.
  • Wägen Sie Urlaubsreisen abseits der Hauptstrecken in die Regionen Oromia und Amhara vorsichtig ab.
  • Verzichten Sie grundsätzlich am späten Nachmittag, bei Dämmerung und bei Dunkelheit aus Gründen der Verkehrssicherheit auf Überlandfahrten.
  • Holen Sie vor Reisen ins Landesinnere genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage im Einzelfall ein.
  • Schalten Sie möglichst immer ortskundige Führer ein und stimmen Sie ggf. auch die Reise mit den örtlichen Behörden ab.
  • Bereiten Sie Überlandreisen entsprechend mit Proviant, Wasser und sinnvoller Ausrüstung (Powerbank, Ersatzreifen, Starthilfekabel etc.) vor.
Führerschein
Für das Führen von Fahrzeugen in Äthiopien ist ein äthiopischer Führerschein vorgeschrieben. Für Ausländer wird dieser nur in Addis Abeba ausgestellt, so dass Ausländer bei erstmaliger Einreise ihr Fahrzeug nicht selbst nach Addis Abeba fahren können. Für die Beantragung eines äthiopischen Führerscheins ist die Vorlage eines von der äthiopischen Botschaft Berlin (oder dem äthiopischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main) legalisierten deutschen Führerscheins erforderlich. Zusätzlich kann eine Konsularbescheinigung verlangt werden, die von der deutschen Botschaft in Addis Abeba gebührenpflic
htig ausgestellt wird.

LGBTIQ
Homosexuelle Handlungen sind in Äthiopien strafbar und können hohe Haftstrafen nach sich ziehen.
  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen geahndet, diesbezügliche gerichtliche Verfahren können sich monatelang hinziehen.

Die gesetzliche Strafandrohung für jeglichen Drogenbesitz beträgt je nach Schwere der Tat zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Drogenschmuggel wird mit Gefängnisstrafe bis zu 17 Jahren geahndet. Dies gilt auch für das Schmuggeln sogenannter „weicher“ Drogen wie zum Beispiel Marihuana.

Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Eisenbahn, Brücken, Regierungsgebäude usw.) und Militär/Polizei zu fotografieren.

Der Aufenthalt in Äthiopien ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung sowie die Erwerbstätigkeit ohne Arbeitserlaubnis sind Vergehen, die in der Regel mit Inhaftierung bis zur Ausreise und Geldstrafen geahndet werden.

Homosexuelle Handlungen und sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind strafbar und können in Äthiopien mit Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu 25 Jahren geahndet werden. Bei Fällen mit Todesfolge oder schweren Verletzungen droht eine lebenslange Haftstrafe.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Birr (ETB). Reisende sollten ausreichend Euro oder US-Dollar für die gesamte Reisedauer mit sich führen. Euro werden außerhalb der Hauptstadt nur in wenigen Orten gewechselt oder akzeptiert. Innerhalb der Hauptstadt ist der Umtausch von Euro-Noten problemlos möglich. Beim Kauf von US-Dollar-Noten sollte darauf geachtet werden, möglichst neue Noten zu erwerben, da Scheine älterer Serien in Äthiopien nicht akzeptiert werden.
Die äthiopische Nationalbank hat neue Birr-Geldscheine eingeführt (Denominationen: 200 ETB, 100 ETB, 50 ETB, 10 ETB), alte Birr-Scheine sind als Zahlungsmittel nicht mehr gültig.

Versuche, Geld auf dem Schwarzmarkt zu tauschen, sind strafbar und können mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet werden.

Geldabheben per Kreditkarten ist an Geldautomaten in den großen Hotels in der Hauptstadt möglich, und vielfach auch in den mittleren und größeren Städten Äthiopiens. Bei Banken kann mit Kreditkarte Geld abgehoben werden, jedoch gegen hohe Gebühren. Außerhalb der Hauptstadt werden Kreditkarten in größeren Hotels akzeptiert.

Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung ist jedoch dringend für alle Personen ab einem Alter von neun Monaten empfohlen, da ein Großteil Äthiopiens Gelbfieberinfektionsgebiet ist. In den Provinzen Afar und Somali besteht ein minimales Gelbfieberrisiko, eine Impfung ist dort nur in besonderen Fällen notwendig. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.

Reisende unter vier Wochen Reisezeit sollten einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle zehn Jahre haben. Einwohner und Langzeitreisenden über vier Wochen wird gemäß WHO eine Auffrischimpfung vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise empfohlen, siehe Merkblatt Poliomyelitis .
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.
Auswärtiges Amt

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Teilreisewarnung Äthiopien 20.04.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 20.04.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen und Proteste in mehreren Landesteilen

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara (einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, nach Konso und East- und West-Wollega (Region Oromia) wird abgeraten.


Die Lage in der Region Tigray im Norden des Landes bleibt äußerst volatil. Die gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) durchgeführte Militäraktion dauert an. Es werden weiterhin militärische Auseinandersetzungen gemeldet; auch der Ausnahmezustand für Tigray gilt fort. Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren nur in Mekelle. Flugverbindungen nach Mekelle sind unregelmäßig, Shire und Axum werden nicht angeflogen.

Seit dem 14. April 2021 kommt es in den Oromo Special Zones North Shoa und South Wollo in der Amhara-Region (u.a. Städte Ataye, Kemise und Shewa Robit) entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle) zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Das äthiopische Verteidigungsministerium hat am 19. April 2021 die Kontrolle über diese Zonen (rund um die Stadt Ataye) übernommen und den Ausnahmezustand verhängt.

Am 5. Juni 2021 sollen Parlamentswahlen stattfinden. Im zeitlichen Umfeld der Wahlen ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land, einschließlich in Addis Abeba, zu rechnen.

Ende Dezember 2020 wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region Benishangul-Gumuz (in der Nähe der Stadt Bulen) mehr als 200 Menschen getötet. Zurzeit findet in der Metekel-Zone eine Militäraktion der äthiopischen Armee statt. Die Lage bleibt sehr volatil.

Im November 2020 wurden bei neuerlichen Auseinandersetzungen in Konso (Region Southern Nations Nationalities, and Peoples Region, SNNPR) über 60 Menschen getötet. Proteste in mehreren Landesteilen führten in den letzten Monaten immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere in der Region Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe).

Die bewaffneten Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und Oromia (v.a. East und West Welega) dauern an. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt.

In den letzten Monaten kam es im Grenzgebiet zum Sudan (an der Grenze der Bundesstaaten Amhara und Tigray) zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der äthiopischen Armee und lokalen Sicherheitskräften mit sudanesischen Streitkräften und lokalen Sicherheitskräften.

Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen.
  • Meiden Sie Fahrten in die oben genannten besonders unsicheren Regionen/Gebiete und rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte.
  • Seien Sie bei Überlandfahrten und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba, besonders vorsichtig.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Informieren Sie sich zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
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Teilreisewarnung Äthiopien 12.05.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 12.05.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, geplante Wahlen im Juni 2021)
- Sicherheit - Teilreisewarnung (alle Abschnitte in Innenpolitische Lage; Kriminalität)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, geplante Wahlen im Juni 2021

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara (einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) sowie die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In der Region Tigray im Norden des Landes dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) an. Der Ausnahmezustand für Tigray gilt fort.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren nur in Mekelle. Flugverbindungen gibt es nach Mekelle.

Am 5. Juni 2021 sollen Parlamentswahlen stattfinden, am 12. Juni 2021 soll in Addis Abeba und Dire Dawa das Regionalparlament gewählt werden. Im zeitlichen Umfeld der Wahlen ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land, einschließlich in Addis Abeba, zu rechnen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray und angesichts der im Juni 2021 geplanten Wahlen besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt. In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Region Tigray und in die an Tigray angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara (einschließlich des Grenzgebiets mit dem Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Überlandfahrten in das direkte Grenzgebiet zwischen Afar und Eritrea sowie Reisen in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati) wird abgeraten.

Von Reisen in die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In Tigray führt die äthiopische Regierung seit 4. November 2020 Militäraktionen durch und hat für zunächst sechs Monate den Ausnahmezustand erklärt. Kampfhandlungen finden außerhalb der Regionalhauptstadt Mekelle weiter statt, gelegentlich auch bis nach Amhara hinein. Die Lage bleibt äußerst volatil.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In den Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo in der Amhara-Region (u.a. Städte Ataye, Kemise und Shewa Robit) kam es zuletzt zu bewaffneten Auseinandersetzungen entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
  • Meiden Sie Zonen, für die die Übernahme der staatlichen Gewalt durch das Militär zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eingerichtet und öffentlich bekannt gegeben werden (sog. „Command Post“).
Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie in das Grenzgebiet zwischen den Regionan Afar und Somali wird abgeraten.

Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.
  • Unternehmen Sie Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden.
Region Benishangul-Gumuz
Von Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten.

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Von Reisen nach West Oromia (die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora Zonen) sowie die Zonen Guji und West Guji (Süd-Oromia) wird abgeraten.


In der Oromio-Region kommt es regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Hinzu kommen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Bevölkerungsgruppen. Betroffen waren zuletzt vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Nekemte, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Im Gebiet West-Oromia und Grenzgebiet zu Benishangul-Gumuz finden bewaffnete Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen mit äthiopischen Sicherheitskräften statt. Die Kämpfe haben sich mit nicht nur vereinzelten Vorfällen auf die Zonen Jimma, North Shewa, Illubador, Horo Guduru Wellega ausgeweitet. Auf der Hauptverbindungsstraße zwischen Asosa und Nekemte wurden mehrere Regierungsfahrzeuge, Ambulanzwagen und ein Fahrzeug einer internationalen NRO angegriffen.

Am 5. Mai 2021 erklärte die Oromo Liberation Army (OLA) der äthiopischen Regierung den Krieg. Mit bewaffneten Maßnahmen gegen staatliche Akteure v.a. in der Oromia-Region ist zu rechnen.
  • Lassen Sie bei Fahrten in diese Gebiete besondere Vorsicht walten.
Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.
  • Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan
Southern Nations, Nationalities and Peoples Region (Konso und Süd-Omo-Zone)
Von Reisen
nach Konso wird derzeit abgeraten.

Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht erforderlichen Reisen
in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.

Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze ist weiterhin hoch.

Rund um den Grenzübergang Moyale (Region Oromia) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen sowie mit Sicherheitskräften.

Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone).
  • Seien Sie bei Reisen in das Grenzgebiet besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
Kriminalität
In Addis Abeba, aber auch in anderen Städten und auf dem Land, kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Ausländer. Zuletzt mehrten sich Meldungen über Raubüberfälle in entlegenen Teilen von öffentlichen Parks oder auf Spaziergängen bzw. Wanderungen im Raum Addis Abeba.
Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse führen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen auf Ausländer.
Bei Anmietung von Wohnraum und Mietwagen verlangen Vermieter häufig eine Passkopie, z.T. zur Weitergabe an Behörden.
  • Seien Sie in touristischen Gegenden und Ausgehvierteln in Addis Abeba besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
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Teilreisewarnung Äthiopien 21.05.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 21.05.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen, Wahlen am 21.06.2021)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, geplante Wahlen im Juni 2021

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) sowie die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In der Region Tigray im Norden des Landes dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) an. Der Ausnahmezustand für Tigray gilt fort.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren nur in Mekelle. Flugverbindungen gibt es nach Mekelle.

Am 21. Juni 2021 sollen Parlamentswahlen stattfinden. Im zeitlichen Umfeld der Wahlen ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land zu rechnen. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray und angesichts der für den 21. Juni 2021 geplanten Wahlen besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt. In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Teilreisewarnung Äthiopien 19.06.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 19.06.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Einreise und Zoll (Visum)
- Gesundheit (Impfschutz)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, geplante Wahlen im Juni 2021, Aussetzung E-Visa/Visa on arrival

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) sowie die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In der Region Tigray im Norden des Landes dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) an. Der Ausnahmezustand für Tigray gilt fort.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren nur in Mekelle. Flugverbindungen gibt es nach Mekelle.

Am 21. Juni 2021 sollen Parlamentswahlen stattfinden. Im zeitlichen Umfeld der Wahlen ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land zu rechnen. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Aussetzung E-Visa/Visa on arrival
Mit Wirkung vom 19. Juni 2021 hat die äthiopische Einwanderungsbehörde unangekündigt die Erteilung von „E-Visa" und „Visa on arrival" vorübergehend ausgesetzt.

Passagiere, die nach Äthiopien einreisen wollen, müssen über ein gültiges Visum oder eine „Residence ID" verfügen.

Einreise und Zoll
Visum

Ein Visum ist erforderlich. Das Visum kann vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Berlin oder dem äthiopischen Generalkonsulat in Frankfurt beantragt werden.

Mit Wirkung vom 19. Juni 2021 hat die äthiopische Einwanderungsbehörde unangekündigt die Erteilung von „E-Visa" und „Visa on arrival" vorübergehend ausgesetzt.

Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung ist jedoch dringend für alle Personen ab einem Alter von neun Monaten empfohlen, da ein Großteil Äthiopiens Gelbfieberinfektionsgebiet ist. In den Provinzen Afar und Somali besteht ein minimales Gelbfieberrisiko, eine Impfung ist dort nur in besonderen Fällen notwendig. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohner und Langzeitreisenden über 4 Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Merkblatt Poliomyelitis. Falls Sie kürzer als 4 Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Äthiopien 25.06.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 25.06.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, Wahlen am 21. Juni 2021)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, Wahlen im Juni 2021

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) sowie die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In der Region Tigray im Norden des Landes dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) an. Der Ausnahmezustand für Tigray gilt fort.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren nur in Mekelle. Flugverbindungen gibt es nach Mekelle.

Am 21. Juni 2021 haben Parlamentswahlen stattgefunden, mit einer Bekanntgabe der Wahlergebnisse ist frühestens 10 Tage nach der Wahl zu rechnen. Im zeitlichen Umfeld der Bekanntgabe der Wahlergebnisse ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land zu rechnen. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray und angesichts der am 21. Juni 2021 durchgeführten Wahlen besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt. In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
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Teilreisewarnung Äthiopien 01.07.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 01.07.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, Wahlen im Juni 2021

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) sowie die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In der Region Tigray im Norden des Landes dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) an. Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine Flugverbindungen nach Tigray.

Am 21. Juni 2021 haben Parlamentswahlen stattgefunden, mit einer Bekanntgabe der Wahlergebnisse ist frühestens 10 Tage nach der Wahl zu rechnen. Im zeitlichen Umfeld der Bekanntgabe der Wahlergebnisse ist mit einer volatilen Sicherheitslage im ganzen Land zu rechnen. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
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Re: Teilreisewarnung Äthiopien 01.07.2021

Beitrag von Achim Vogt »

Ursprünglich dachte ich, die plötzliche Aussetzung der E-Visa und Visa on Arrival (VoA) in Äthiopien am 18. Juni sei vielleicht den für den 21. Juni angekündigten Wahlen geschuldet. Aber es scheint, dass nicht nur die Landgrenzen (zumindest nach Sudan und Kenia) geschlossen sind, sondern inzwischen auch die Einreise per Flugzeug nicht mehr möglich ist, da die äthiopischen Botschaften offensichtlich keine Touristenvisa mehr ausstellen. Dies wurde zum Beispiel vom äthiopischen Konsulat in Frankfurt gemeldet.

Hier noch genauere Vorgaben von Ethiopian Airlines, die eigentlich maximal noch eine Nacht im Transit zu ermöglichen scheinen:

Ethiopian Transfer 2.jpg
(Quelle: Ethiopian Airlines Webseite)


Viele Grüße
Achim
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Teilreisewarnung Äthiopien 21.07.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 21.07.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, Wahlen am 21. Juni 2021


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen, Wahlen im Juni 2021

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) sowie die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


Nach militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes hat die Regierung ihre Streitkräfte aus der Region zurückgezogen und eine einseitige humanitäre Waffenruhe erklärt. Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine Flugverbindungen nach Tigray und auch der Landweg ist abgeschnitten.

Am 21. Juni 2021 hat die erste Runde der Parlamentswahlen stattgefunden, am 16. Juli wurden die Wahlergebnisse bekanntgegeben. Eine zweite Wahlrunde wird am 6. September 2021 stattfinden. Im zeitlichen Umfeld der Bekanntgabe der Wahlergebnisse der zweiten Wahlrunde kann sich eine volatile Sicherheitslage im ganzen Land entwickeln. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwenige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
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Teilreisewarnung Äthiopien 29.07.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 29.07.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen)
- Sicherheit- Teilreisewarnung (Regionen Tigray, Amhara und Afar)


Aktuelles
Militäraktion und Ausnahmezustand in Tigray, gewaltsame Auseinandersetzungen in vielen Landesteilen

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(einschließlich des Grenzgebiets zum Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia) die North Gondar Zone, Wag Himra Zone, Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara), Sitti (Region Somali) sowie Zonen 2 und 4 (Region Afar) wird abgeraten.


Nach militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes hat die Regierung ihre Streitkräfte in die angrenzenden Regionen zurückgezogen. Mittlerweile wurden aus verschiedenen Landesteilen regionale Sicherheitskräfte an die Grenze zur Region Tigray verlegt. Die Kampfhandlungen finden mittlerweile auch außerhalb der Region Tigray (z.B. in Amhara und Afar) statt.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine Flugverbindungen nach Tigray und auch der Landweg ist abgeschnitten.

Am 21. Juni 2021 hat die erste Runde der Parlamentswahlen stattgefunden, am 16. Juli wurden die Wahlergebnisse bekanntgegeben. Eine zweite Wahlrunde wird am 6. September 2021 stattfinden. Im zeitlichen Umfeld der Bekanntgabe der Wahlergebnisse der zweiten Wahlrunde ist eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage im ganzen Land möglich. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwenige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte
Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen
  • in die Region Tigray,
  • die angrenzenden Gebiete der Regionen Afar und Amhara (nördlich von Gondar, Lalibela und Woldya, dem Grenzgebiet zum Sudan)
wird gewarnt.

Von Reisen
  • in das unmittelbare Grenzgebiet der Afar-Region nach Eritrea,
  • in die Region Benishangul-Gumuz,
  • in die Grenzgebiete zwischen Benishangul-Gumuz und der Region Oromia (die Zonen Kelem Welega, West Welega, East Welega, Horo Gudru Welega, Ilu Aba Bora und Kelem Welega),
  • in die North Gondar Zone, Hag Himra Zone, Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara),
  • in die Zonen Guji und West Guji in der Oromo-Region
  • in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati), sowie die Zonen 2 und 4
  • die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
  • in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia
wird abgeraten.

Regionen Tigray, Amhara und Afar

Vor Reisen in die Region Tigray und in die an Tigray angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara (einschließlich des Grenzgebiets mit dem Sudan) und Afar wird gewarnt.

Von Überlandfahrten in das direkte Grenzgebiet zwischen Afar und Eritrea
sowie Reisen in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati) wird abgeraten.

Von Reisen in die North Gondar Zone, Hag Himra Zone, North Wollo Zone, Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In Tigray führt die äthiopische Regierung seit 4. November 2020 Militäraktionen durch und hat den Ausnahmezustand erklärt. Kampfhandlungen finden auch außerhalb der Region Tigray, bis nach Amhara (North Gondar Zone, Hag Himra Zone, North Wollo Zone) hinein, statt. Die Lage bleibt äußerst volatil.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In den Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo in der Amhara-Region (u.a. Städte Ataye, Kemise und Shewa Robit) kam es zuletzt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unbekannten Bewaffneten und Sicherheitskräften entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
  • Meiden Sie Zonen, für die die Übernahme der taatlichen Gewalt durch das Militär zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eingerichtet und öffentlich bekannt gegeben werden (sog. „Command Post“).
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Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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