Reisewarnung Jemen 30.07.2026 | Ausreiseaufruf

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

Moderator: Moderatoren

Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 31.03.2015 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 31.03.2015

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise/Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen. Deutsche, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, wurden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die nächst gelegene deutsche Auslandsvertretung ist die Botschaft in Riad (Saudi-Arabien).


Seit dem 26. März 2015 führt eine Allianz von Staaten der Region unter der Führung von Saudi-Arabien in Jemen Luftschläge gegen staatliche (insbesondere militärische) Infrastruktur durch. Die militärischen Einsätze finden vor allem in größeren Städten des Landes statt, insbesondere in der Hauptstadt Sanaa, und stellen auch für die Zivilbevölkerung eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar.

Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch einen regionalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida. Wiederholt drohte das Netzwerk im Internet auch mit Entführungen nicht-islamischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Zuletzt kam es am 07. Januar 2015 zu einem schweren Anschlag in Sanaa. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter zwei deutsche Staatsangehörige. Am 5. Mai 2014 starb ein französischer Staatsangehöriger bei einem Anschlag in der Hauptstadt.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger.

Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
Durch den Rücktritt von Staatspräsident und Regierung am 22. Januar 2015 sind die staatlichen Institutionen landesweit nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht. Seither kommt es, auch in Sanaa, immer wieder zu Demonstrationen von Anhängern und Gegnern der Huthis.

Im September 2014 wurde ein schweres Selbstmordattentat auf eine derartige Demonstration auf dem Tahrir-Platz in Sanaa verübt. Es ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch erneute Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen, häufig bewaffneten politischen Gruppierungen. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Vor Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird auch wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada (Dammai) und Abyan geben.

Schiffsreisen/-expeditionen
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Vor dem Anlaufen jemenitischer Häfen wird im Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes gewarnt. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 06.11.2015 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 06.11.2015

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Der tropische Sturm Megh wird voraussichtlich am 7. November die Insel Sokotra im Golf von Aden und am 8. November das Festland von Jemen nahe Al Mukalla erreichen. Schwere Unwetter mit Überschwemmungen und Orkanböen im Gebiet von Aden werden erwartet. Es wird empfohlen, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten sowie Gewässer zu meiden.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 01.02.2017 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 01.02.2017

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen. Deutsche, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, wurden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die nächstgelegene deutsche Auslandsvertretung ist die Botschaft in Riad (Saudi-Arabien).


Seit dem 26. März 2015 führt eine Allianz von Staaten der Region unter der Führung von Saudi-Arabien in Jemen Luftschläge gegen staatliche (insbesondere militärische) Infrastruktur durch. Die militärischen Einsätze finden vor allem in größeren Städten des Landes statt, insbesondere in der Hauptstadt Sanaa, und stellen auch für die Zivilbevölkerung eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar.

Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Zuletzt kam es am 10. Dezember und am 18. Dezember 2016 zu schweren Anschlägen in Aden mit jeweils mehr als 50 Todesopfern. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter auch zwei deutsche Staatsangehörige. Am 5. Mai 2014 starb ein französischer Staatsangehöriger bei einem Anschlag in der Hauptstadt.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger.

Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
Der bewaffnete Konflikt in Jemen dauert nach Scheitern der letzten Friedensgespräche in Kuwait im August 2016 weiter an. Weite Teile des Landes sind von täglichen Bombardierungen, Raketenangriffen und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Laut VN-Angaben hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 Opfer gefordert.

Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht.

Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Vor Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird auch wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada (Dammai) und Abyan geben.

Schiffsreisen/-expeditionen
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Vor dem Anlaufen jemenitischer Häfen wird im Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes gewarnt. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 15.05.2017 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 15.05.2017

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise (Aktuelles: Cholera-Ausbruch)

Medizinische Hinweise
Aktuelles: Cholera-Ausbruch

Aus dem Jemen werden steigende Cholera-Fallzahlen und Cholera-Todesfälle gemeldet, der Notstand wurde ausgerufen.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil, der an Cholera infizierten Menschen, erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden, klinischen Verlauf. (Vgl. Merkblatt des Auswärtigen Amts unter www.diplo.de/reisemedizin).

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich Cholera und die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden (s.u. bei Prohylaxe).

Eine Cholera-Impfung ist verfügbar. Die Indikation für eine Impfung sollte abhängig vom individuellen Risikoprofil vor Einreise mit einem Tropen- oder Reisemediziner besprochen werden. Eine relevante Exposition ist z.B. eine geplante Tätigkeit in Krankenhäusern und Flüchtlingslagern oder bei offensichtlich zu erwartenden Lebensumständen ohne sichere Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 08.11.2017 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 08.11.2017

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen.

Deutsche Staatsangehörige, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, werden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die nächstgelegene deutsche Auslandsvertretung ist die Botschaft in Riad, Saudi-Arabien.


Seit dem 26. März 2015 führt eine Allianz von Staaten der Region unter der Führung von Saudi-Arabien in Jemen Luftschläge insbesondere auf die Infrastruktur durch. Diese wie auch sonstige Kampfhandlungen stellen auch für die Zivilbevölkerung eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Am 5. November 2017 hat Saudi-Arabien angekündigt, die Grenzen zu Jemen über Land-, Luft- und Seewege vorläufig schließen zu wollen.

Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern.

Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
Der bewaffnete Konflikt in Jemen dauert nach Scheitern der letzten Friedensgespräche in Kuwait im August 2016 weiter an. Weite Teile des Landes sind von Bombardierungen, Raketenangriffen und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Laut VN-Angaben hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 Opfer gefordert.

Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht.

Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Vor Reisen innerhalb des Landes wird auch wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es insbesondere in den neuralgischen Konfliktgebieten mit Kampfhandlungen am Boden geben.

Piraterie
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Vor dem Anlaufen jemenitischer Häfen wird im Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes gewarnt. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen, die sich trotz Reisewarnung nach Jemen begeben, wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 19.03.2018 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 19.03.2018

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise – Reisewarnung
- Medizinische Hinweise (Aktuelle medizinische Hinweise)


Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, werden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen.


Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die nächstgelegene deutsche Auslandsvertretung ist die Botschaft in Riad, Saudi-Arabien.

Seit dem 26. März 2015 führt eine Allianz von Staaten der Region unter der Führung von Saudi-Arabien in Jemen Luftschläge insbesondere auf die Infrastruktur durch. Diese wie auch sonstige Kampfhandlungen stellen auch für die Zivilbevölkerung eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar.

Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern.

Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
Der bewaffnete Konflikt in Jemen dauert nach Scheitern der letzten Friedensgespräche in Kuwait im August 2016 weiter an. Weite Teile des Landes sind von täglichen Bombardierungen, Raketenangriffen und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Laut VN-Angaben hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 Opfer gefordert.

Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht.

Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Vor Reisen innerhalb des Landes wird auch wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es insbesondere in den neuralgischen Konfliktgebieten mit Kampfhandlungen am Boden geben.

Piraterie
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Vor dem Anlaufen jemenitischer Häfen wird im Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes gewarnt. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen, die sich trotz Reisewarnung nach Jemen begeben, wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise: Diphterie-Ausbruch

Seit Ende 2017 werden Diphterie-Fälle aus dem Jemen gemeldet, leider auch mit fatalem Verlauf, die dem ungenügenden Impfschutz der Bevölkerung geschuldet sind. Die WHO hat Mitte März 2018 eine Impfkampagne gestartet.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 30.05.2018 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 30.05.2018

Letzte Änderungen:
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (Einreise aus Oman)


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt.


Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Nicht bekannt
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Nein
  • Anmerkungen: -
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Jemen ein Visum, das in Deutschland bei der Botschaft der Republik Jemen in Berlin beantragt werden muss.

Einreise aus Oman
Oman verlangt von Ausländern für den Grenzübertritt nach Jemen ein offizielles Genehmigungsschreiben der Behörden oder der Botschaft des Heimatlandes. Eine solche Genehmigung kann für deutsche Reisende grundsätzlich nicht ausgestellt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den noch im Aufbau befindlichen Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 14.08.2019 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 14.08.2019

Letzte Änderungen:
- Sicherheit - Reisewarnung


Sicherheit- Reisewarnung
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt.
Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Terrorismus

In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten Arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen.

Entführungen sind in der Vergangenheit mehrfach vorgekommen und können sich im ganzen Lande ereignen. Auch Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Der bewaffnete Konflikt zwischen Huthi-Rebellen und der Regierung und ihren Unterstützern dauert weiter an. Anfang August 2019 kam es zu schweren Gefechte zwischen südlichen Separatisten und der Regierung loyalen Truppen in der Hafenstadt Aden. Eine Fortsetzung und Ausweitung solcher Kämpfe auf südliche Nachbarprovinzen ist nicht auszuschließen.

Weite Teile des Landes sind von täglichen Bombardierungen, Raketenangriffen und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 zivile Opfer gefordert.

Die weiterhin fortdauernden Kampfhandlungen stellen für die Zivilbevölkerung weiterhin eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende des Jemen-Konflikts ist nicht absehbar.

Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht.

Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.
Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an.

Es kommt weiterhin sehr rasch zu Versorgungsengpässen und Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen und die zunehmende Fragmentierung des Landes tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Bei Reisen innerhalb des Landes und Fahrten abseits befestigter Straßen bestehen erhebliche Gefahren durch nicht eindeutig lokalisierte Minenfelder. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sanaa bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es insbesondere in den neuralgischen Konfliktgebieten mit Kampfhandlungen am Boden geben.

Piraterie
Vor den Küsten besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Arabischen Meer gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen mit Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung Somalia und die Gewässer um das „Horn von Afrika“.
Kriminalität
Die Kriminalität ist hoch. Waffen sind im Land durch den Konflikt weit verbreitet und so auch schwere Waffen im Besitz von Kriminellen.
Es besteht landesweit eine sehr hohe Gefahr, zum Opfer von bewaffneten Raubüberfällen, Entführungen und „car-jacking“ zu werden, insbesondere mit hochwertigen Fahrzeugen und Geländewagen.
  • Alle Deutschen, die sich entgegen der Reisewarnung noch in Jemen aufhalten, sollten das Land möglichst umgehend verlassen.
  • Wenn Sie sich entgegen dieser Reisewarnung nach Jemen begeben wollen, sollten Sie unbedingt ein umfassendes Sicherheitskonzept mit Notfallplan erarbeiten und auf eine in Jemen gültige Reise- und Krankenversicherung achten.
  • Bewegungen in der Dunkelheit sollten unbedingt vermieden werden.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 17.12.2020 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 17.12.2020

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (COVID-19, Impfschutz, Medizinische Versorgung)


Sicherheit
Reisewarnung

Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Innenpolitische Lage
Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Der bewaffnete Konflikt zwischen Huthi-Rebellen und der Regierung und ihren Unterstützern dauert weiter an. Anfang August 2019 kam es zu schweren Gefechten zwischen südlichen Separatisten und der Regierung loyalen Truppen in der Hafenstadt Aden. In der Folge kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen diesen Gruppen in den südlichen Provinzen Abyan, Shabwai sowie vereinzelt in Aden selbst. Daneben kommt es auch in Taizz immer wieder zu Kämpfen.
Teile des Landes sind von täglichen Bombardierungen, Raketenangriffen und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 zivile Opfer gefordert.
Die weiterhin fortdauernden Kampfhandlungen stellen für die Zivilbevölkerung weiterhin eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende des Jemen-Konflikts ist nicht absehbar.

Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht.
Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.
Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an.

Es kommt weiterhin sehr rasch zu Versorgungsengpässen und Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen und die zunehmende Fragmentierung des Landes tragen zur Instabilität des Landes bei.

Gesundheit
COVID-19

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.
  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.
Impfschutz
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Jemen ist kein Gelbfiebergebiet.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Meningokokken-Krankheit (ACWY), Hepatitis B, Tollwut, Typhus und ggf. Cholera empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend, eine Notfallversorgung mit funktionierender Rettungskette meist nicht existent. Auch in Sanaa entspricht die medizinische Versorgung nicht europäischem Standard. Es muss daher mit maximalen Einschränkungen der medizinischen Versorgung in und außerhalb der Hauptstadt Sanaa gerechnet werden.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland .
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus im Yemen siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 19.01.2024 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 19.01.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)
- Gesundheit (Impfschutz; Dengue-Fieber; Malaria)


Aktuelles
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Seit Mitte Oktober 2023 ist es durch den anhaltenden Beschuss ziviler Handelsschiffe im Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz aus den von ihr kontrollierten Landesteilen Jemens sowie durch Abwehrmaßnahmen amerikanischer und britischer Streitkräfte mit Beschuss militärischer Einrichtungen der Huthis zu einer Verschärfung der Sicherheitslage gekommen. Durch fortgesetzte Angriffe der Huthis sowie ggf. weitere Gegenmaßnahmen könnte sich die Sicherheitslage im Land weiter verschlechtern.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
Sicherheit- Reisewarnung
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Terrorismus

In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten Arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.
Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen.

Entführungen sind in der Vergangenheit mehrfach vorgekommen und können sich im ganzen Lande ereignen. Auch Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor.

Seit Mitte Oktober 2023 ist es durch den anhaltenden Beschuss ziviler Handelsschiffe im Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz aus den von ihr kontrollierten Landesteilen Jemens sowie durch Abwehrmaßnahmen amerikanischer und britischer Streitkräfte mit Beschuss militärischer Einrichtungen der Huthis zu einer Verschärfung der Sicherheitslage gekommen. Durch fortgesetzte Angriffe der Huthis sowie ggf. weitere Gegenmaßnahmen könnte sich die Sicherheitslage im Land weiter verschlechtern.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die Lage in Jemen hat sich seit einer im April 2022 vereinbarten Waffenruhe vordergründig beruhigt, bleibt aber im ganzen Land weiterhin äußerst volatil. Der Konflikt zwischen Huthi-Rebellen und der Regierung dauert an.

Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt.

Es kommt regelmäßig zu Versorgungsengpässen und Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen und die zunehmende Fragmentierung des Landes tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Bei Reisen innerhalb des Landes und Fahrten abseits befestigter Straßen bestehen erhebliche Gefahren durch nicht eindeutig lokalisierte Minenfelder. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sanaa bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es insbesondere in den neuralgischen Konfliktgebieten mit Kampfhandlungen am Boden geben.

Piraterie
Über die gegenwärtige Eskalation im Roten Meer hinaus besteht vor den Küsten weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Arabischen Meer gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Gewässern vor Somalia werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen mit Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung Somalia und die Gewässer um das „Horn von Afrika“.
Kriminalität
Die Kriminalität ist hoch. Waffen sind im Land durch den Konflikt weit verbreitet und so auch schwere Waffen im Besitz von Kriminellen.
Es besteht landesweit eine sehr hohe Gefahr, zum Opfer von bewaffneten Raubüberfällen, Entführungen und "car-jacking" zu werden, insbesondere mit hochwertigen Fahrzeugen und Geländewagen.
  • Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.
  • Wenn Sie sich entgegen dieser Reisewarnung nach Jemen begeben wollen, sollten Sie unbedingt ein umfassendes Sicherheitskonzept mit Notfallplan erarbeiten und auf eine in Jemen gültige Reise- und Krankenversicherung achten.
  • Bewegungen in der Dunkelheit sollten unbedingt vermieden werden.
Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Jemens sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Jemen ist kein Gelbfiebergebiet.
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über vier Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Poliomyelitis. Die Durchführung von Kontrollen des Impfstatus bei Ausreise aus Jemen ist derzeit nicht bekannt. Falls Sie kürzer als vier Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen. Liegt die letzte Impfung mehr als zehn Jahre zurück, sollten Sie eine Auffrischimpfung durchführen lassen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Hepatitis B, Tollwut, Typhus und ggf. Cholera empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen .
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Im gesamten Land besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, inkl. der Hauptstadt Sanaa und auf der Insel Sokotra. Der Anteil an Malaria tropica (P. falciparum) und Mischinfektionen beträgt 96%, ca. 2% sind andere und 2% Malaria-tertiana-Fälle (P. vivax). Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 31.01.2024 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 31.01.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen)


Aktuelles
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen

Seit Mitte Oktober 2023 ist es durch den anhaltenden Beschuss ziviler Handelsschiffe im Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz aus den von ihr kontrollierten Landesteilen Jemens sowie durch Abwehrmaßnahmen amerikanischer und britischer Streitkräfte mit Beschuss militärischer Einrichtungen der Huthis zu einer Verschärfung der Sicherheitslage gekommen. Für die unter deutscher Flagge fahrenden Schiffe gilt in nun für den gesamten Golf von Aden (auch internationale Gewässer) die SOLAS-Gefahrenstufe 2. Die Huthi-Miliz hat angekündigt, als Reaktion auf die militärischen Abwehrmaßnahmen alle Staatsangehörigen der USA und Großbritanniens, auch Doppelstaater, die in dem von ihnen kontrollierten Gebiet für die VN bzw. internationale (Hilfs-)Organisationen tätig sind, auszuweisen. Weitere Maßnahmen, von denen auch deutsche Staatsangehörige betroffen sein können, sind nicht auszuschließen. Durch fortgesetzte Angriffe der Huthis sowie ggf. weitere Gegenmaßnahmen könnte sich die Sicherheitslage im Land weiter verschlechtern.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Beachten Sie die Hinweise des Bundesministerium des Innern auf der Seite der Bundespolizei mit Gefahrenstufe 2 für den Golf von Aden.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 13.02.2024 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 13.02.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen: Änderung der Solas-Gefahrenstufe auf 3)


Aktuelles
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen

Seit Mitte Oktober 2023 ist es durch den anhaltenden Beschuss ziviler Handelsschiffe im Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz aus den von ihr kontrollierten Landesteilen Jemens sowie durch Abwehrmaßnahmen amerikanischer und britischer Streitkräfte mit Beschuss militärischer Einrichtungen der Huthis zu einer Verschärfung der Sicherheitslage gekommen. Für die unter deutscher Flagge fahrenden Schiffe gilt in nun für den gesamten Golf von Aden (auch internationale Gewässer) die SOLAS-Gefahrenstufe 3 (drei). Die Huthi-Miliz hat angekündigt, als Reaktion auf die militärischen Abwehrmaßnahmen alle Staatsangehörigen der USA und Großbritanniens, auch Doppelstaater, die in dem von ihnen kontrollierten Gebiet für die VN bzw. internationale (Hilfs-)Organisationen tätig sind, auszuweisen. Weitere Maßnahmen, von denen auch deutsche Staatsangehörige betroffen sein können, sind nicht auszuschließen. Durch fortgesetzte Angriffe der Huthis sowie ggf. weitere Gegenmaßnahmen könnte sich die Sicherheitslage im Land weiter verschlechtern.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Beachten Sie die Hinweise des Bundesministerium des Innern auf der Seite der Bundespolizei mit Gefahrenstufe 2 für den Golf von Aden.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 21.07.2024 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 21.07.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles


Aktuelles
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.


Am 20. Juli 2024 erfolgten israelische Luftschläge auf Gebiete rund um den jemenitischen Hafen von Hodeidah, bei denen offenbar mehrere Menschen getötet und verletzt wurden. Die Luftschläge waren eine Reaktion auf einen Drohnenangriff der Huthis auf Tel Aviv am Vortag. Die Vorfälle bergen ein Risiko für eine weitere regionale Eskalation und damit einhergehend eine weitere Verschärfung der regionalen Sicherheitslage.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen
Seit Mitte Oktober 2023 ist es zu einer Verschärfung der Sicherheitslage gekommen. Im südlichen Roten Meer sowie der Meerenge Bab al-Mandab gibt es anhaltenden Beschuss ziviler Handelsschiffe durch die Huthi-Miliz aus den von der Huthi-Miliz kontrollierten Landesteile Jemens sowie Abwehrmaßnahmen internationaler Streitkräfte.

Das Bundesministerium des Innern hat für deutsche Schiffe in jemenitischen Küstengewässern und Häfen die Gefahrenstufe 3, für Schiffe, die das südliche Rote Meer, den internationalen Schifffahrtsweg durch die Meerenge Bab al-Mandab (eingeschlossen die Küstengewässer von Eritrea und Dschibuti) und den Golf von Aden befahren, die Gefahrenstufe 2 festgelegt. Die Huthi-Miliz hat angekündigt, als Reaktion auf die militärischen Abwehrmaßnahmen der USA und Großbritanniens alle deren Staatsangehörige, auch Doppelstaater, die in dem von ihnen kontrollierten Gebiet für die VN bzw. internationale (Hilfs-)Organisationen tätig sind, auszuweisen. Weitere Maßnahmen, von denen auch deutsche Staatsangehörige betroffen sein können, sind nicht auszuschließen. Durch fortgesetzte Angriffe der Huthis sowie ggf. weitere Gegenmaßnahmen könnte sich die Sicherheitslage im Land weiter verschlechtern.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Beachten Sie die Hinweise des Bundesministerium des Innern auf der Seite der Bundespolizei mit Gefahrenstufe 3 für den Golf von Aden.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 11.04.2025 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 11.04.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit (Piraterie)
- Natur und Klima


Aktuelles
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.


Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Luftangriffe der USA gegen Huthi-kontrollierte Gebiete
Seit dem 15. März 2025 kommt es regelmäßig zu US-amerikanischen Luftangriffen auf Ziele in von der Huthi-Miliz kontrollierten Gebieten, auch in Sanaa. Menschen wurden getötet und verletzt; mit weiteren Luftangriffen ist zu rechnen. Es besteht zudem ein Risiko für eine weitere regionale Eskalation und damit einhergehend eine weitere signifikante Verschlechterung der regionalen Sicherheitslage.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen
Seit Mitte Oktober 2023 ist es zu einer deutlichen Verschärfung der Sicherheitslage gekommen. Im südlichen Roten Meer sowie der Meerenge Bab al-Mandab gibt es anhaltenden Beschuss internationaler Schiffe durch die Huthi-Miliz aus den von ihr kontrollierten Landesteilen Jemens sowie Abwehrmaßnahmen internationaler Streitkräfte.

Das Bundesministerium des Innern hat für deutsche Schiffe in jemenitischen Küstengewässern und Häfen die Gefahrenstufe 3, für Schiffe, die das südliche Rote Meer, den internationalen Schifffahrtsweg durch die Meerenge Bab al-Mandab (eingeschlossen die Küstengewässer von Eritrea und Dschibuti) und den Golf von Aden befahren, die Gefahrenstufe 2 festgelegt. Die Huthi-Miliz hat angekündigt, als Reaktion auf die militärischen Abwehrmaßnahmen der USA und Großbritanniens alle deren Staatsangehörige, auch Doppelstaater, die in dem von ihnen kontrollierten Gebiet für die VN bzw. internationale (Hilfs-)Organisationen tätig sind, auszuweisen. Weitere Maßnahmen, von denen auch deutsche Staatsangehörige betroffen sein können, sind nicht auszuschließen. Durch fortgesetzte Angriffe der Huthis sowie ggf. weitere Gegenmaßnahmen könnte sich die Sicherheitslage im Land weiter verschlechtern.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Beachten Sie die Hinweise des Bundesministerium des Innern auf der Seite der Bundespolizei mit Gefahrenstufe 3 für die jemenitischen Küstengewässer.
Sicherheit
Piraterie

Über die gegenwärtige Eskalation im Roten Meer hinaus besteht vor den Küsten weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Arabischen Meer gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf.
In den Gebieten Bab al-Mandab und Golf von Aden werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen der Schleusung von Flüchtlingen von Somalia nach Jemen gemeldet.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen mit Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung Somalia und die Gewässer um das „Horn von Afrika“.
Natur und Klima
Jemen liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und auch Vulkanausbrüchen (Jabal al-Tair, im Roten Meer) kommen kann.

Das Bergland mit der Hauptstadt Sanaa hat ein gemäßigtes Klima, die Küstenebene am Roten Meer sowie südliche und östliche Provinzen ein feuchtheißes Tropenklima. Im Norden und Nordosten herrscht ein arides Wüstenklima.

Vereinzelt ist mit Tropenstürmen (insbesondere an den Küsten) und intensiven Regenfällen vor allem in der Zeit von Juni bis September zu rechnen, die in den Bergen zu gefährlichen Sturzbächen und Überschwemmungen führen können.

Im Sommer kommt es zu Sand- und Staubstürmen.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des im Fall einer Sturmwarnung.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35251
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Jemen 17.12.2025 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen
Stand 17.12.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Vor Reisen nach Jemen wird gewarnt. Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Jemen aufgefordert.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und militärische Abwehrmaßnahmen

Seit Mitte September 2025 ist es zu einer Beruhigung der Sicherheitslage gekommen. Im südlichen Roten Meer sowie der Meerenge Bab al-Mandab haben die Huthis den Beschuss internationaler Schiffe aus den von ihr kontrollierten Landesteilen Jemens vorerst eingestellt.

Das Bundesministerium des Innern hat für deutsche Schiffe in jemenitischen Küstengewässern und Häfen weiterhin die Gefahrenstufe 3, für Schiffe, die das südliche Rote Meer, den internationalen Schifffahrtsweg durch die Meerenge Bab al-Mandab (eingeschlossen die Küstengewässer von Eritrea und Dschibuti) und den Golf von Aden befahren, die Gefahrenstufe 2 festgelegt. Maßnahmen der Huthis, von denen auch deutsche Staatsangehörige betroffen sein können, sind nicht auszuschließen; ein erneutes Aufflammen des Konflikts ist jederzeit möglich. Dies würde auch zu Abwehrmaßnahmen internationaler Streitkräfte führen. Dies könnte die Sicherheitslage im Land wieder verschlechtern.
  • Unterlassen Sie individuelle Schiffsreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern.
  • Sehen Sie unbedingt vom Anlaufen jemenitischer Häfen ab.
  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.
  • Beachten Sie die Hinweise des Bundesministerium des Innern auf der Seite der Bundespolizei mit Gefahrenstufe 3 für die jemenitischen Küstengewässer.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die Lage in Jemen hat sich seit einer im April 2022 vereinbarten Waffenruhe vordergründig beruhigt, bleibt aber im ganzen Land weiterhin äußerst volatil. Der Konflikt zwischen Huthi-Rebellen und der Regierung dauert an.

Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht gegeben.

Es kommt regelmäßig zu Versorgungsengpässen und Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen sowohl zwischen Nord- und Südjemen als auch zwischen den unterschiedlichen Fraktionen innerhalb des Südens tragen zur zunehmenden Fragmentierung und Instabilität des Landes bei.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Antworten