Auswärtiges Amt hat geschrieben:Nepal
Stand 14.11.2025
Letzte Änderungen:
- Natur und Klima
- Reiseinfos (Wanderungen und Trekkingtouren)
- Gesundheit (Japanische Enzephalitis)
Natur und Klima
Erdbeben
Nepal liegt in einer seismisch aktiven Zone; insbesondere das Himalaya-Gebiet gilt als stark erdbebengefährdet.
Klima
Vor allem von Juni bis Oktober kommt es während des Monsuns in ganz Nepal durch plötzlich auftretende und oft länger anhaltende Unwetter immer wieder zu Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen, die auch touristische Infrastruktur betreffen und einschränken können. Starkwetterereignisse und damit einhergehende alpine Gefahren stellen in Nepal ein zunehmendes Risiko für Wanderungen und Trekkingtouren im Hochgebirge dar. Dies trifft vor allem in den Übergangsperioden zwischen Trocken- und Regenperioden (September-Oktober; Februar-März; Mai-Juni) zu.
- Halten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen und Anweisungen der nepalesischen (Katastrophenschutz-)Behörden.
- Beachten Sie die Unwetterwarnungen des Department of Hydrology and Meteorology und verhalten Sie sich insbesondere an Berghängen und Flüssen besonders vorsichtig.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Machen Sie sich mit den Verhaltenshinweisen des Deutschen GeoForschungsZentrums bei Erdbeben vertraut.
Reiseinfos
Wanderungen und Trekking-Touren
Trekking und Bergsteigen erfreuen sich in Nepal immer größerer Beliebtheit.
Wanderende sollten ihre Strecken im Gebirge immer entsprechend ihrer individuellen körperlichen Leistungsfähigkeit wählen und sich dabei nicht überschätzen.
Im Himalaya kommt es immer wieder zu schwerwiegenden, auch tödlichen, Unfällen. Vor allem in Lagen über 3.000 m darf die Gefahr der
Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden. Kondition und Leistungsfähigkeit von Reisenden, die nicht bereits akklimatisiert sind, müssen vor einer Wanderung mit den Bergführenden besprochen und realistisch eingeschätzt werden.
Extremwetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen und Schneefall und die damit einhergehenden alpinen Gefahren stellen ein zunehmendes Risiko für Wanderungen und Trekkingtouren im Hochgebirge dar. Sie treten vor allem in den Übergangsperioden zwischen Trocken- und Regenperioden (Monsunzeit) auf, siehe Natur und Klima. Die konsequente Abfrage der Wettervorhersagen und ihre Bewertung gemeinsam mit Bergführenden oder Reiseagenturen wird dringend empfohlen. Auch der hohe Besucherandrang auf zahlreichen Routen und Gipfelstrecken erhöht die Unfallgefahr.
Zudem ist das Telekommunikationsnetz nicht flächendeckend stabil ausgebaut, sodass nicht überall Empfang herrscht. Die Mitnahme entsprechender Notfallkommunikationsmittel (z.B. eines Notfallsenders bzw. geeigneter Geräte zur Absetzung von Notfallsignalen) wird empfohlen.
Rückholungen sind kostenintensiv, aufwendig und gefährden auch die Rettungsmannschaften. Der Verzicht auf eine Rückholversicherung, die auch eine Helikopterevakuierung einschließt, kann notwendige Rettungsmaßnahmen erheblich verzögern.
Seit 2023 darf aus Sicherheitsgründen in den Nationalparks und im Hochgebirge nur noch mit zertifizierten Bergführenden getrekkt oder geklettert werden. Weitere Details können z.B. über die
Travel Updates des Nepal Tourism Board (NTP) in Erfahrung gebracht werden.
Alle Trekking-Reisenden müssen eine gültige TIMS Card („Trekkers' Information Management System“) besitzen, die bei den TIMS-Stellen des
Nepal Tourism Board (NTP) bzw. der
Trekking Agents Association of Nepal (TAAN) erhältlich ist. Reiseagenturen, die diesen Verbänden nicht angehören, müssen die Zertifikate bei NTP bzw. TAAN einholen. Für bestimmte eingeschränkte Trekking-Gebiete ist zusätzlich eine
Trekking Permit erforderlich.
Genehmigungen müssen immer den gesamten Zeitraum des geplanten Treks umfassen. Sollten die Unterlagen vor Ende des Treks abgelaufen sein, drohen
hohe Geldbußen sowie ggfs. weitere rechtliche Folgen.
Weitere Details halten z.B. die Travel Updates des Nepal Tourism Board (NTB) bereit.
Wiederholt kam es zu Erpressungen von Trekkern, die mit nicht lizenzierten Trägern ohne Versicherungsnachweise unterwegs waren. Das Einschalten einer verlässlichen Reiseagentur, eines ortskundigen und lizensierten Bergführenden sowie ggf. das Mitführen der entsprechenden Zahlungsnachweise beugen rechtlichen Schwierigkeiten vor.
- Trekken Sie im Hochgebirge und in den Nationalparks nur mit einem zertifizierten, ortskundigen Bergführenden. Informieren Sie sich über die entsprechenden Erfordernisse beim Nepal Tourism Board (NTP), in der lokalen Presse und bei Ihrer Reiseagentur.
- Beantragen Sie rechtzeitig eine gültige TIMS-Card.
- Gehen Sie keine unnötigen Risiken ein - schließen Sie vor dem Start eine Rückholversicherung ab, die eine Helikopterevakuierung beinhaltet.
- Wandern Sie nur auf bekannten Routen und in Gruppen. Weichen Sie von ausgewiesenen Wanderrouten nicht ab.
- Nutzen Sie ausschließlich seriöse Agenturen und Führer mit entsprechender staatlicher Lizenz.
- Holen Sie vor dem Besuch abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die dortige Wetter- und Sicherheitslage sowie zu Notunterkünften ein.
- Registrieren Sie sich unter Angabe der Trekking-Route und der Versicherungsdaten bzw. der Mitgliedschaft in einer Rettungsfluggesellschaft unbedingt in der Krisenvorsorgeliste.
- Unterschätzen Sie die Risiken der Höhenkrankheit nicht und steigen Sie bei den ersten Anzeichen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot umgehend wieder ab; siehe Gesundheit.
Gesundheit
Japanische Enzephalitis
Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren, siehe Japanische Enzephalitis. Ein Übertragungsrisiko für JE besteht in Nepal in den südlichen Landesteilen, vereinzelt sind auch Fälle im Kathmandu Tal aufgetreten. Ein Übertragungsrisiko für JE besteht in allen Provinzen Nepals. Die höchsten Fallzahlen werden in den südlichen Landesteilen verzeichnet. Vereinzelt sind auch Fälle im Kathmandu-Tal aufgetreten.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere nachts konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.