Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 09.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 09.07.2026

Beitrag von Birgitt »

MODERATOR-NOTE:   Da die Reise-/Sicherheitshinweise für Madagaskar seitens AA vollständig überarbeitet wurden, haben wir diesen neuen Thread gestartet. Die Hinweise vom 01.02.2006 - 31.01.2013 findet ihr unter: Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 01.02.2006 - 31.01.2013

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 11.04.2013

Letzte Änderung:
- Vollständige Überarbeitung


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität dürfte sich erst nach Wahlen (voraussichtlich 2013) einstellen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird deshalb empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden. Die Geschlossenheit der madagassischen Streitkräfte wurde in der Vergangenheit wiederholt durch Meutereien angefochten; diese führten kurzfristig zu Beeinträchtigungen des internationalen Flugverkehrs von und nach Antananarivo.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Von Reisen in und durch diese Gebiete (i.e. Region Anosy) wird dringend abgeraten.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen.

Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Kopie reicht nicht aus.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav

Allgemeine Reiseinformationen
Sprache

Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar immer wieder zu Annullierungen und, teilweise massiven, Verspätungen.
Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit dem 20.04.2010 wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Näheres dazu unter: http://ec.europa.eu/

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.
Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen völlig von der Außenwelt abgeschnitten.
Auf den Hauptachsen kommt vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis, aber auch auf LKW sowie private Fahrzeuge. Betroffen sind unter anderem die RN 1 (von Antananarivo Richtung Westen: Ampefy, Tsiroanomandidy), die RN 2 (Richtung Osten: Moramanga, Andasibe, Toamasina) aber auch die RN 7 (Richtung Süden: Antsirabe, Fianarantsoa, Tuléar).

Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.

Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten(Visa, Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.

Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, eine lokale SIM-Karte zu erwerben.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
  • Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja, mit eigenem Passfoto
Anmerkungen
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das bei Ankunft am internationalen Flughafen von Antananarivo-Ivato, aber auch an allen anderen Flughäfen mit internationalen Verbindungen (Nosy Be, Antsiranana, Toamasina, Tuléar, etc.) kostenfrei ausgestellt wird. Dieses Visum gilt nur für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen und ist grundsätzlich nicht verlängerbar.
Für Aufenthalte von mehr als 30 Tagen ist ein gebührenpflichtiges Visum zu beantragen.

Einzelheiten betreffend Verfahren und Gebühren sind bei der zuständigen madagassischen Botschaft zu erfragen.
Die Kontaktdaten der madagassischen Botschaft in Deutschland lauten: Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind, sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.

Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind „fady”, d.h. (für Ausländer) mit bestimmten, dem Brauchtum entspringenden Beschränkungen belegt oder teilweise auch völlig tabu. In Zweifelsfällen wird empfohlen, sich bei ortskundigen Personen über gegebenenfalls bestehende „Fadys“ zu informieren.

In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter.

Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz liegt auf Sexualdelikten und dem sogenannten Sextourismus. Die Täter werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und die Strafen mit empfindlichen Freiheits- und Geldstrafen geahndet.

Die Haftbedingungen in Madagaskar sind äußerst schwierig (prekäre sanitäre/hygienische Verhältnisse, überfüllte Gefängnisse, mangelhafte bis nicht existente Versorgung von Häftlingen und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten, Echsen u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe http://www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber

Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Réunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komp likationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).

Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.

Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Pest
Die Pest, eine durch den Rattenfloh übertragene v.a. Lungeninfektion, ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die letzten größeren Ausbrüche gab es u.a. 1990 (ca. 1000 Patienten) und 1996 (ca. 1600 Patienten). Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen.

Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.

Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
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Gruß
Birgitt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 03.07.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 03.07.2013

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Von Reisen in und durch diese Gebiete (i.e. Region Anosy) wird dringend abgeraten.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Kopie reicht nicht aus.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 15.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 15.07.2013

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe auch Chikungunya, Dengue) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber, Rift-Valley- und auch Dengue-Fieber

Sind von Mücken auf Menschen übertragbare Erkrankungen. In den letzten Jahren ist es immer wieder zu epidemischen Ausbrüchen dieser Erkrankungen - insbesondere in den Küstenregionen - gekommen. Schutzimpfungen gegen diese Krankheiten gibt es nicht, allein der Schutz vor Mückenstichen (s.o.) kann die Erkrankung verhindern.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht für Touristen beim Baden in Süßwassergewässern, für die Bevölkerung besonders bei Reisanbau im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Pest
Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene Erkrankung. In seltenen Fällen können Lungenpestfälle auftreten, die sehr gefährlich sind. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die Beulenpest tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf. Sie beginnt mit dem Beginn der Regenzeit (ab Oktober), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen übergehen.

Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte. Die politische Lage der letzten Jahre hat die Situation deutlich verschlechtert.

Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 20.09.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 20.09.2013

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Für den 25. Oktober 2013 ist der erste Wahlgang von Präsidentschaftswahlen vorgesehen, für den 20. Dezember 2013 Parlamentswahlen sowie ein ggf. nötiger zweiter Wahlgang der Präsidentschaftswahlen. Vor, während und nach den Wahlgängen kann sich die Sicherheitslage jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Für die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel gilt eine Ausgangssperre von 20:00 Uhr bis 5:00 Uhr. Von Reisen in und durch diese Gebiete wird dringend abgeraten.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Kopie reicht nicht aus.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 04.10.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 04.10.2013

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von Urlaubs- und Geschäftsreisen auf die Ferieninsel Nosy Bé wird derzeit dringend abgeraten.
Die sich gegenwärtig in Nosy Bé befindenden Touristen bzw. Bewohner sollten nach Möglichkeit ihr Hotel bzw. ihre Unterbringung derzeit nicht verlassen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 10.10.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 10.10.2013

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen auf die Ferieninsel Nosy Bé wird derzeit abgeraten.

Die sich gegenwärtig in Nosy Bé befindenden Touristen bzw. Bewohner sollten erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen und den Anweisungen der örtlichen Behörden unbedingt Folge leisten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten Autofahrten möglichst vermieden werden, eine Fortbewegung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad sollte in dieser Zeit ganz unterbleiben.

Darüber hinaus wird zu besonderer Wachsamkeit beim Benutzen der Strecke zum Flughafen und zu den Stränden geraten.
Menschenansammlungen sollten auf jeden Fall gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 15.10.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 15.10.2013

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 u. a. zwei Touristen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 23.10.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 23.10.2013

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Für den 25. Oktober 2013 ist der erste Wahlgang von Präsidentschaftswahlen vorgesehen, für den 20. Dezember 2013 Parlamentswahlen ein ggf. nötiger zweiter Wahlgang. Vor, während und nach den Wahlgängen kann sich die Sicherheitslage jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Für die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel gilt eine Ausgangssperre von 20:00 Uhr bis 5:00 Uhr. Von Reisen in und durch diese Gebiete wird dringend abgeraten.

Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 zwei Europäer und einen Madagassen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Kopie reicht nicht aus.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 26.11.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 26.11.2013

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Im Dezember finden in Madagaskar Parlamentswahlen und der zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahlen statt. Vor, während und nach den Wahlgängen kann sich die Sicherheitslage jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben.
Von Reisen in und durch die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel wird dringend abgeraten.

In den Nationalparks Montagne d’Ambre und Ankeranana im Norden des Landes und auf der Nationalstraße RN6 zwischen Ambilobe und Diego Suarez (Antsiranana) kommt es vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen.

Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 zwei Europäer und einen Madagassen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nicht sicher.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 17.12.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 17.12.2013

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise (Aktueller HInweis: Pest)


Medizinische Hinweise
Aktueller Hinweis

Wie bereits in den letzten Jahren sind auch in der diesjährigen Regenzeit wieder Pestfälle in Madagaskar aufgetreten. Nach Meldungen wurden bisher ca. 90 Patienten identifiziert, 39 seien verstorben. Pesterkrankungen gab es auch in einigen Dörfern, die ca. 20km von Antananarivo entfernt liegen, sowie in Soanierana Ivongo, dem Fährhafen zur Insel Sainte Marie. Aufgrund der schlechter werdenden öffentlichen Infrastruktur (z. B. der Müllabfuhr mit wachsenden Müllbergen) gibt es Befürchtungen, dass die Pest auch in Städten auftreten könnte.

Meist handelt es sich um die Beulenpest, deren Erreger nur von Rattenflöhen auf den Menschen übertragen werden. Auch die viel seltenere Lungenpest ist aufgetreten (im der Region Sofia, Provinz Mahajanga, im Norden des Landes), hier kann die Infektion von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion erfolgen. Nur bei nahem Kontakt zu Ratten oder zu Pestkranken kann diese teilweise sehr gefährliche Infektion Menschen infizieren. Menschen, die sich in den betroffenen Regionen Madagaskars länger aufhalten, könnten potenziell gefährdet sein. Für den durchschnittlichen Touristen werden Pestinfektionen nicht als Gefahr eingeschätzt: Bisher wurde weltweit noch über keinen einzigen Pestfälle bei Touristen berichtet. Weitere Informationen s. u.
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Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 17.01.2014

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Am 20. Dezember 2013 fanden in Madagaskar Parlamentswahlen und der zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahlen statt. Wegen umstrittener Wahlergebnisse sind Demonstrationen, Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Die Sicherheitslage kann sich daher jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.

Anfang Januar 2014 kam es in der Stadt Mahajanga zu Protesten und gewaltsamen Zusammenstößen mit den Ordnungskräften. In Antananarivo bleiben Universitäten geschlossen. In der Stadt Fort Dauphin ist seit 14. Januar 2014 eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht endgültig beigelegt. Die Regierungsbildung nach den Wahlen von Dezember 2013 wird erst für Februar oder März 2014 erwartet. Insbesondere in der Hauptstadt Antananarivo, aber auch andernorts sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben.

Von Reisen in und durch die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel wird dringend abgeraten.

In den Nationalparks Montagne d’Ambre und Ankarana im Norden des Landes und auf der Nationalstraße RN6 zwischen Ambilobe und Diego Suarez (Antsiranana) kommt es vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen.

Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 zwei Europäer und einen Madagassen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nicht sicher.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav
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Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 05.02.2014

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Am 20. Dezember 2013 fanden in Madagaskar Parlamentswahlen und der zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahlen statt. Wegen umstrittener Wahlergebnisse sind Demonstrationen, Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Die Sicherheitslage kann sich daher jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.

Anfang Januar 2014 kam es in der Stadt Mahajanga zu Protesten und gewaltsamen Zusammenstößen mit den Ordnungskräften. In Antananarivo bleiben Universitäten geschlossen.

Am Tage der Amtseinführung des neuen Präsidenten am 25.01.2014 kam es in der Hauptstadt Antananarivo an einer Bushaltestelle zu einem wohl politisch motivierten Sprengstoffanschlag, der zwei Menschenleben forderte. Menschenansammlungen aller Art sollten daher insbesondere in Antananarivo gemieden werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht endgültig beigelegt. Die Regierungsbildung nach den Wahlen von Dezember 2013 wird erst für Februar oder März 2014 erwartet. Insbesondere in der Hauptstadt Antananarivo, aber auch andernorts sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich.

Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben.

Von Reisen in und durch die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel wird dringend abgeraten.

In den Nationalparks Montagne d’Ambre und Ankarana im Norden des Landes und auf der Nationalstraße RN6 zwischen Ambilobe und Diego Suarez (Antsiranana) kommt es vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen.

Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 zwei Europäer und einen Madagassen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nicht sicher.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav
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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 07.04.2014

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- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Im Dezember 2013 fanden in Madagaskar Parlamentswahlen und der zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahlen statt. Wegen umstrittener Wahlergebnisse sind Demonstrationen, Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Die Sicherheitslage kann sich jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern.

Am 25.01.2014 kam es in der Hauptstadt Antananarivo an einer Bushaltestelle zu einem wohl politisch motivierten Sprengstoffanschlag, der zwei Menschenleben forderte.

Nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten hat sich die politische Lage etwas entspannt, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 14.04.2014

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Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 14.04.2014

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten hat sich die politische Lage etwas entspannt, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Immer wieder kommt es vor allem im Süden des Landes zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben.

Von Reisen in und durch die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel wird dringend abgeraten.

In den Nationalparks Montagne d’Ambre und Ankarana im Norden des Landes und auf der Nationalstraße RN6 zwischen Ambilobe und Diego Suarez (Antsiranana) kommt es vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen.

Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 zwei Europäer und einen Madagassen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nicht sicher.

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav
Auswärtiges Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 10.07.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 10.07.2014

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland, Äthiopien) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de . Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps-Masern-Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhhus und Tollwut empfohlen.

Malaria
Das Malariarisiko in der Hauptstadt ist eher gering (Höhenlage), nimmt aber deutlich zu. Es gibt ein hohes Infektionsrisiko an der Küste Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, ggf. auch Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe auch Chikungunya, Dengue) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Pest
Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene Erkrankung. In seltenen Fällen können Lungenpestfälle auftreten, die sehr gefährlich sind. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die Beulenpest tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf. Sie beginnt mit dem Beginn der Regenzeit (ab Oktober), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen übergehen.

HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber und Rift-Valley

sind von Mücken auf Menschen übertragbare Erkrankungen. In den letzten Monaten sind wieder Dengue-Erkrankungen – insbesondere in den Küstenregionen – aufgetreten. Schutzimpfungen gegen diese Krankheiten gibt es nicht, allein der Schutz vor Mückenstichen (s. o.) kann die Erkrankung verhindern.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht für Toruisten beim Baden in Süßwassergewässern, für die Bevölkerung besonders bei Reisanbau im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Nach einer möglichen Exposition sollte zu Hause ein Bilharziosetest erfolgen (tropenmedizinische Institute, niedergelassene Tropenärzte).

Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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