Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand 28.03.2017
Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
- Medizinische Hinweise
Aktuelle Hinweise
Aufgrund der seit August 2015 andauernden Krise in Guinea-Bissau sind Demonstrationen, Unruhen und Ausbrüche von Gewalt in Bissau möglich. Personen, die sich in Bissau befinden, sollten Kontakt mit dem Verbindungsbüro der deutschen Botschaft Dakar in Bissau aufnehmen und halten. Es wird weiterhin empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden und die aktuelle Berichterstattung zu verfolgen.
Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Nach seinem Bürgerkrieg in den Jahren 1997/1998 befindet sich das Land noch immer in der Wiederaufbauphase. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards erfordern von Reisenden angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die Infrastruktur, insbesondere das Straßensystem in der Hauptstadt, hat sich in letzter Zeit verbessert. In der Gesamtschau bleibt sie jedoch unzureichend, so etwa im Energiebereich. Die zahlreichen Pisten und nicht befestigten Landstraßen im Landesinneren sind insbesondere in der Regenzeit nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert. Die Müllabfuhr funktioniert derzeit in der Hauptstadt nur gebietsweise.
Das touristische Potential, insbesondere der Bijagos-Inseln, wird aufgrund eingeschränkter Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit des Fährverkehrs kaum genutzt. Ein Charterflug zu einigen sehenswerten Inseln (einsame Strände, Sportfischerei) ist jedoch möglich, die Kosten dafür sind allerdings relativ hoch.
Minengefahr
Nach Aussagen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dies gelte auch für die Hauptstadt Bissau, während in den nördlichen Landesgebieten (Grenzregion zur Casamance/Senegal) und Teilen des Südens nach wie vor Minengefahr bestehe.
Kriminalität
Die Straßenkriminalität in Guinea-Bissau ist in den letzten Jahren generell relativ hoch.
Zur eigenen Sicherheit sollten nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere oder verarmte Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
In Guinea-Bissau sind auch Aktivitäten von organisierter Kriminalität (auch Drogenschmuggel und - handel) erkennbar. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise: Zika-Virus-Infektion
Es gibt Hinweise, dass das Zika-Virus in Westafrika zirkuliert. Das Infektionsrisiko ist außerhalb von Ausbruchsituationen als gering einzuschätzen. Es wurden bestätigte Einzelfälle auf den Guinea-Bissau vorgelagerten auch von Touristen besuchten Bijagos-Inseln beobachtet. Schwangere Frauen und solche, die schwanger werden wollen sollten mit einem Tropen- oder Reisemediziner eine geplante Reise in die Region besprechen.
Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber, allerdings können sie für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Expositionsprophylaxe Insektenstiche
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: Zika-Virus.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr. Siehe auch www.who.int. Abweichend von der offiziellen WHO-Regelung kann bei Einreise ein Impfnachweis verlangt werden, der nicht älter als 10 Jahre ist.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio, Masern Mumps Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition (z. B. aktuelle Ausbrüche) auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken ACWY empfohlen.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (nahezu 100 % der Fälle in Guinea-Bissau) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil (z. B. Malarone®), Doxycyclin, Mefloquin) erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV / AIDS
- Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue-Fieber, Zika) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar. Es sind schätzungsweise 3% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. In Guinea-Bissau kommt eine sehr aggressive Variante des HIV-1-Virus vor, die zu schnellem Krankheitsverlauf führt. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien, aber auch jedes Jahr sporadisch mit geringeren Fallzahlen auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Ebola
In Guinea-Bissau wurde nie ein Ebolafall registriert.
Ganz Westafrika ist nach der Epidemie (2013-2016) derzeit frei von Ebolainfektionen. Ein erneutes Auftreten kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässernim gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Dengue-Fieber
kommt vereinzelt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In wenigen Fällen können insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auftreten. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt sporadisch über das ganze Jahr verteilt auf, insgesamt aber seltener als in den Nachbarländern. Bei Indikation steht ein gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung.
Tollwut
Wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere (meist Hunde, aber auch Fledermäuse, Affen oder andere Wildtiere) übertragen. Einziger möglicher Schutz ist die Impfung bzw. Tierkontakt zu meiden. Eine passive Impfung mit Immunglobulinen nach Biss oder Kontakt ist im Land nicht erhältlich.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist sehr eingeschränkt und mit Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Für den Notfall kommen sehr wenige Einrichtungen in Guinea-Bissau in Betracht. Ein zuverlässiger Ambulanzdienst existiert nicht. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist sehr beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Eine Auslandskrankenversicherung und eine zuverlässige Rückholversicherung werden dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (Kontaktadressen z.B. über www.dtg.org oder www.frm-web.de).
Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 12.02.2026
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 28.03.2017
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 23.06.2017
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand 23.06.2017
Letzte Änderungen:
- Medizinische Hinweise (Aktuelles: Zika-Virus-Infektionen)
Medizinische Hinweise
Aktuelles: Zika-Virus-Infektion
Es gibt Hinweise, dass das Zika-Virus in Westafrika zirkuliert. Das Infektionsrisiko ist außerhalb von Ausbruchsituationen als gering einzuschätzen. Es wurden bestätigte Einzelfälle auf den Guinea-Bissau vorgelagerten auch von Touristen besuchten Bijagos-Inseln beobachtet. Schwangere Frauen und solche, die schwanger werden wollen sollten mit einem Tropen- oder Reisemediziner eine geplante Reise in die Region besprechen.
Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber, allerdings können sie für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Expositionsprophylaxe Insektenstiche
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: Zika-Virus.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 13.12.2017
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand: 13.12.2017
Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Nach dem Bürgerkrieg in den Jahren 1997/1998 und nachfolgenden instabilen Regierungen befindet sich das Land noch immer in der Konsolidierungsphase. Seit 2015 wird Guinea-Bissau zudem von einer politischen Krise gelähmt, die sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Demonstrationen, Unruhen und Ausbrüche von Gewalt in Bissau sind weiterhin möglich. Auch kommt es zu Armutskriminalität, Hygienestandards sind defizitär. Reisenden insbesondere in Bissau wird empfohlen, vorsichtig zu sein, die lokalen Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden.
Kriminalität
In der Hauptstadt Bissau kommt es öfters zu Fällen von Straßenkriminalität, insbesondere Taschendiebstahl und Autoaufbrüche, seltener Raubüberfälle und Einbrüche. Im Rest des Landes ist die Kriminalitätsrate deutlich niedriger.
Zur eigenen Sicherheit sollten stets nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, vor allem bei Dunkelheit menschenleere oder verarmte Gegenden zu meiden.
In Guinea-Bissau sind auch Aktivitäten von organisierter Kriminalität (illegaler Drogenhandel) erkennbar. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Allgemeine Reiseinformationen
Zuständige Auslandsvertretung
Die deutsche Botschaft in Dakar verfügt in Guinea-Bissau über ein Verbindungsbüro, welches nicht den gleichen Umfang an konsularischen Dienst-und Hilfeleistungen bieten kann, wie die Botschaft. Entscheidungen über Anträge konsularischer Art (Hilfeleistung, Passanträge etc.) trifft ausschließlich die Botschaft in Dakar.
Deutschen in Guinea-Bissau wird empfohlen, telefonischen Kontakt mit dem Verbindungsbüro der deutschen Botschaft in Bissau zu halten und sich über die aktuelle Sicherheitslage regelmäßig zu informieren.
Infrastruktur
Die Infrastruktur, insbesondere das Straßensystem in der Hauptstadt, ist insgesamt wenig entwickelt. Die zahlreichen Pisten und nicht befestigten Landstraßen im Landesinneren sind insbesondere in der Regenzeit von Mai bis November nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert. Die Müllabfuhr funktioniert in der Hauptstadt nur gebietsweise.
Das touristische Potential, insbesondere der Bijagos-Inseln, wird aufgrund eingeschränkter Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit des Fährverkehrs kaum genutzt. Ein Charterflug zu einigen sehenswerten Inseln (einsame Strände, Sportfischerei) ist jedoch möglich, die Kosten dafür sind allerdings relativ hoch.
Minengefahr
Nach Aussagen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dies gelte auch für die Hauptstadt Bissau, während in den nördlichen Landesgebieten (Grenzregion zur Casamance/Senegal) und Teilen des Südens nach wie vor Minengefahr bestehe.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 19.03.2018
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand 19.03.2018
Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Medizinische Hinweise (Zika-Virus-Infektion)
Aktuelle Hinweise
Im Grenzgebiet zu Guinea-Bissau wurden auf senegalesischer Seite am 6. Januar 2018 südwestlich von Ziguinchor, der Hauptstadt der Casamance, mehrere Personen getötet, die im Wald Holz gesammelt haben. Seit dem Vorfall patrouillieren senegalesische Militär- und Sicherheitskräfte verstärkt im gesamten Grenzgebiet entlang der Straßen sowie in den Wäldern. Reisenden wird geraten, das Grenzgebiet zur Casamance im Senegal bis auf weiteres zu meiden.
Medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Guinea-Bissau mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.
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Gruß
Birgitt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 16.12.2019
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand: 16.12.2019
Letzte Änderungen
- Aktuelles
Aktuelles
In Guinea-Bissau findet am 29. Dezember 2019 die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Vor, während und nach den Wahlen ist mit Kundgebungen und Demonstrationen zu rechnen, die zu gewaltsamen Ausschreitungen und Verkehrsbehinderungen führen können, vor allem in der Hauptstadt Bissau.
Am 26. Oktober 2019 kam es bei einer Demonstration der Opposition zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die Polizei setzte Tränengas ein und es gab einen Toten und mehrere Verletzte.
- Seien Sie besonders vorsichtig.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 03.01.2020
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand: 03.01.2020
Letzte Änderungen
- Aktuelles
Aktuelles
Auch nach den Präsidentschaftswahlen am 29. Dezember 2019 kann es weiterhin zu Kundgebungen und Demonstrationen kommen, die zu gewaltsamen Ausschreitungen und Verkehrsbehinderungen führen können, vor allem in der Hauptstadt Bissau.
- Seien Sie besonders vorsichtig.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 14.10.2020
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 14.10.2020
Letzte Änderungen:
- Einreise und Zoll (Visum)
Einreise und Zoll
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor der Einreise bei der Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel bzw. über die beauftragte Bridge Corporation in Berlin beantragt werden muss.
Nur in Ausnahmefällen ist ein Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 20.04.2021
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 20.04.2021
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Visum)
- Gesundheit (Impfschutz)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Wegen der schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage kommt es immer wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen, die auch in gewalttätige Proteste umschlagen können.
Nach Aussagen der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dennoch kann in entlegenen Landesteilen (insbesondere nördliche Grenzregion zur Casamance/Senegal) eine Minengefahr nicht ausgeschlossen werden.Reiseinfos
- Seien Sie insbesondere in der Hauptstadt Bissau vorsichtig.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Verlassen Sie Straßen und Wege nicht unnötig und achten Sie auf Hinweisschilder.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Infrastruktur/Verkehr
Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.
Die Infrastruktur, insbesondere das Straßensystem in der Hauptstadt ist insgesamt wenig entwickelt. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert. Die Müllabfuhr funktioniert in der Hauptstadt nur gebietsweise.
Die zahlreichen Pisten und nicht befestigten Landstraßen im Landesinneren sind insbesondere in der Regenzeit von Mai bis November nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Es stehen Taxis für lokale Fahrten und Kleinbusse für Überlandfahrten zur Verfügung.
In der Hauptstadt werden Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen öfters von der Polizei angehalten.
Das touristische Potential, insbesondere der Bijagos-Inseln, wird aufgrund eingeschränkter Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit des Fährverkehrs kaum genutzt.Einreise und Zoll
- Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
- Führen Sie stets alle erforderlichen Papiere (u.a. Führerschein, gültigen Versicherungsnachweis) sowie die nötige Ausrüstung mit (u.a. zwei Warndreiecke, Verbandskasten, Feuerlöscher).
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor der Einreise bei der Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel beantragt werden muss.
Nur in Ausnahmefällen ist ein Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Gesundheit
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Für die direkte Einreise aus Deutschland sind zwar keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Grundsätzlich ist die Gelbfieberimpfung für alle Reisenden empfohlen und bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nachzuweisen (auch bei ausschließlichem Aufenthalt auf einem Flughafen in einem Gelbfiebergebiet), ausgenommen sind Kinder unter neun Monaten.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 09.09.2021
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Stand 09.09.2021
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Wegen der schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage kommt es immer wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen, die auch in gewalttätige Proteste umschlagen können.
Die Landgrenze nach Guinea ist bis auf weiteres geschlossen.
Nach Aussagen der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dennoch kann in entlegenen Landesteilen (insbesondere nördliche Grenzregion zur Casamance/Senegal) eine Minengefahr nicht ausgeschlossen werden.
- Seien Sie insbesondere in der Hauptstadt Bissau vorsichtig.
- Meiden Sie das Grenzgebiet nach Guinea.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Verlassen Sie Straßen und Wege nicht unnötig und achten Sie auf Hinweisschilder.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 01.02.2022
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Stand 01.02.2022
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Gewaltsame Auseinandersetzungen)
Aktuelles
Gewaltsame Auseinandersetzungen
Derzeit gibt es Berichte über Schusswechsel am Flughafen Osvaldo Viera International und im Gebiet um den Regierungspalast und den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bissau. Die Lage ist volatil und unübersichtlich.
- Bleiben Sie an einem sicheren Ort.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden und Sicherheitskräften.
- Halten Sie sich zu den aktuellen Entwicklungen über die lokalen und sozialen Medien informiert.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 03.02.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 03.02.2022
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Gewaltsame Auseinandersetzungen)
Aktuelles
Gewaltsame Auseinandersetzungen
Am 1. Februar 2022 kam es im Zuge eines Putschversuches zu Schusswechseln am Flughafen Osvaldo Viera International und im Gebiet um den Regierungspalast und den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bissau. Die Lage hat sich beruhigt, erneute Spannungen sind jedoch nicht auszuschließen.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden und Sicherheitskräften.
- Halten Sie sich zu den aktuellen Entwicklungen über die lokalen und sozialen Medien informiert.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
Hinweise zu den aktuellen Ereignissen siehe:
Putsch in Guinea-Bissau?
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Birgitt
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 01.07.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 01.07.2022
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Gewaltsame Auseinandersetzungen)
- Einreise und Zoll (Visum)
Aktuelles
Gewaltsame Auseinandersetzungen
Am 16. Mai 2022 hat Präsident Sissoco Embalo das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für Dezember 2022 anberaumt; seit dem 9. Juni 2022 führt eine Übergangsregierung die Staatsgeschäfte. Die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) hat eine militärische Schutztruppe zur Stabilisierung des Landes entsandt. Die Lage ist derzeit ruhig, aber neue politische Unruhen können nicht ausgeschlossen werden.Einreise und Zoll
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden und Sicherheitskräften.
- Halten Sie sich zu den aktuellen Entwicklungen über die lokalen und sozialen Medien informiert.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor der Einreise bei der Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel beantragt werden muss.
Es besteht die Möglichkeit, ein Visum bei Einreise am Flughafen zu erhalten (Kosten 80,- EUR für 30 Tage).
Ein Visum an der Landgrenze ist nicht erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten, wenn möglich, vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 04.11.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 04.11.2022
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Streichung des Abschnitts Gewaltsame Auseinandersetzungen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Wegen der schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage kommt es immer wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen, die auch in gewalttätige Proteste umschlagen können.
Nach einem gescheiterten Putschversuch im Februar 2022 löste Präsident Sissoco Embaló am 16. Mai 2022 das Parlament auf. Seit dem 9. Juni 2022 führt eine Übergangsregierung die Staatsgeschäfte. Die zunächst für Dezember 2022 angekündigten Parlamentswahlen werden voraussichtlich Mitte 2023 stattfinden.
Die politische Lage ist derzeit ruhig, spontan entstehende Unruhen können aber nicht ausgeschlossen werden.
Nach Aussagen der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dennoch kann in entlegenen Landesteilen (insbesondere nördliche Grenzregion zur Casamance/Senegal) eine Minengefahr nicht ausgeschlossen werden.Reiseinfos
- Seien Sie insbesondere in der Hauptstadt Bissau vorsichtig.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Verlassen Sie Straßen und Wege nicht unnötig und achten Sie auf Hinweisschilder.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Behörden und Sicherheitskräfte.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
Infrastruktur/Verkehr
Die Infrastruktur, insbesondere das Straßensystem in der Hauptstadt ist insgesamt wenig entwickelt. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert. Es kommt manchmal zu mehrtägigen Engpässen in der Stromversorgung.
Die zahlreichen Wege und nicht befestigten Landstraßen im Landesinneren sind insbesondere in der Regenzeit von Mai bis November nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Es stehen Taxis für lokale Fahrten und Kleinbusse für Überlandfahrten zur Verfügung.
In der Hauptstadt werden Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen häufiger von der Polizei angehalten.
Das touristische Potential, insbesondere der Bijagos-Inseln, wird aufgrund eingeschränkter Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit des Fährverkehrs kaum genutzt.
- Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
- Führen Sie stets alle erforderlichen Papiere (u.a. Führerschein, gültigen Versicherungsnachweis) sowie die nötige Ausrüstung mit (u.a. zwei Warndreiecke, Verbandskasten, Feuerlöscher).
Hinweise zum Corona-Virus in Guinea-Bissau siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 16.05.2023
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 16.05.2023
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage, Kriminalität)
- Gesundheit (Impfschutz, Dengue-Fieber)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Wegen der schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage kommt es immer wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen, die auch in gewalttätige Proteste umschlagen können.
Nach einem gescheiterten Putschversuch im Februar 2022 löste Präsident Sissoco Embaló am 16. Mai 2022 das Parlament auf. Seit Juni 2022 führt eine Übergangsregierung die Staatsgeschäfte. Die für Ende 2022 angekündigten Parlamentswahlen werden voraussichtlich im Juni 2023 stattfinden.
Die politische Lage ist derzeit ruhig, spontan entstehende Unruhen können aber nicht ausgeschlossen werden.
Nach Aussagen der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dennoch kann in entlegenen Landesteilen (insbesondere nördliche Grenzregion zur Casamance/Senegal) eine Minengefahr nicht ausgeschlossen werden.Kriminalität
- Seien Sie insbesondere in der Hauptstadt Bissau vorsichtig.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Verlassen Sie Straßen und Wege nicht unnötig und achten Sie auf Hinweisschilder.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Behörden und Sicherheitskräfte.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
Die Kriminalitätsrate ist insbesondere in der Hauptstadt Bissau und in von Touristen besuchten Gegenden hoch. Es kommt zu Straßenkriminalität wie Taschendiebstahl, Handtaschenraub und Autoaufbruch. Seltener sind Raubüberfälle und Einbrüche.
Im Rest des Landes ist die Kriminalitätsrate deutlich niedriger.
Organisierte Kriminalität, insbesondere illegaler Drogenhandel, ist in Guinea-Bissau weit verbreitet. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.Gesundheit
- Meiden Sie bei Dunkelheit menschenleere oder verarmte Gegenden.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Impfschutz
Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Für die direkte Einreise aus Deutschland sind zwar keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Grundsätzlich ist die Gelbfieberimpfung für alle Reisenden empfohlen und bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nachzuweisen (auch bei ausschließlichem Aufenthalt auf einem Flughafen in einem Gelbfiebergebiet), ausgenommen sind Kinder unter neun Monaten.Dengue-Fieber
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) sicher, siehe Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) sicher, siehe Poliomyelitis.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
- Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 02.11.2023
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau
Stand 02.11.2023
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Geld/Kreditkarten)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)
- Gesundheit (Malaria)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Aufgrund des Anstiegs der Lebenshaltungskosten und deren sozialen Auswirkungen kann es jederzeit zu Demonstrationen kommen, auch wenn sich die innenpolitische Situation im Nachgang der Parlamentswahlen im Juni 2023 deutlich entspannt hat.
Nach Aussagen der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau seit Ende Dezember 2011 von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dennoch kann in entlegenen Landesteilen (insbesondere nördliche Grenzregion zur Casamance/Senegal) eine Minengefahr nicht ausgeschlossen werden.Reiseinfos
- Seien Sie insbesondere in der Hauptstadt Bissau vorsichtig.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Verlassen Sie Straßen und Wege nicht unnötig und achten Sie auf Hinweisschilder.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Behörden und Sicherheitskräfte.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der CFA Franc (XOF). Kreditkarten (z.B. Visa) werden nur in größeren Hotels akzeptiert, Mastercard wird nicht mehr akzeptiert, es empfiehlt sich die Mitnahme von USD oder EUR in bar.
Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19
Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
Gesundheit
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Im gesamten Land inklusive der Städte besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko. Der Anteil an Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.
- Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
- Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
- Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
- Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
- Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
- Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Gruß
Birgitt


