Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 16.04.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 16.04.2026

Beitrag von Birgitt »

MODERATOR-NOTE:   Da die Reise-/Sicherheitshinweise für Guinea seitens AA vollständig überarbeitet wurden, haben wir diesen neuen Thread gestartet. Die Hinweise vom 27.01.2006 - 10.08.2011 findet ihr unter: Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 27.01.2006 - 10.08.2011

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 15.11.2011

Letzte Änderung:
- Landesspezifischer Sicherheitshinweis


Landesspezifische Sicherheitsinweise
Aufgrund der für den 29. Dezember 2011 geplanten Parlamentswahlen ist mit zunehmenden Spannungen zwischen Opposition und Regierung zu rechnen, die bereits am 27. September 2011 in den Armenvierteln Conakrys zu Ausschreitungen anlässlich eines Protestmarsches geführt haben. Dabei kamen mindestens 3 Menschen ums Leben. Bei Reisen nach Guinea ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Eine touristische Infrastruktur existiert nur in Ansätzen. Conakry weist mehrere Hotels mit europäischem Standard auf. Attraktivstes Ausflugsziel sind die der Hauptstadt vorgelagerten Inseln. Im Landesinnern gibt es nur einfache Hotels.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Geteerte Straßenverbindungen bestehen zwischen Conakry und Boké, Labé, Kourémalé (Grenzübergang nach Bamako/Mali) und Forécariah. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel (Taxis, Busse) ist wegen des technischen Zustands der Fahrzeuge nicht ohne Risiken. Schwere Unfälle sind häufig.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Für die Einreise nach Guinea ist ein Visum erforderlich, ebenso Impfpass mit Nachweis der Gelbfieberimpfung.

Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja mit gültigen Visum
Vorläufiger Reisepass Ja mit gültigem Visum
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja mit gültigem Visum
Reisepass Ja mit gültigem Visum
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit gültigem Visum, es wird aber davon abgeraten diesen weiterhin zu benutzen.

Weitere Anmerkungen
Alleinreisende Kinder/ Jugendliche sollten eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten in französischer Sprachfassung, die sog. „Authorisation Parental“ bei sich führen.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt zulässig. Devisen sind bei Einreise zu deklarieren. Die Ausfuhr von guineischer Währung sowie die Einfuhr von Waffen und Drogen ist verboten.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Homosexuelle Handlungen werden mit Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 3 Jahren und einer Geldstrafe bestraft. Wenn diese Handlung mit einem Minderjährigen unter 21 Jahren durchgeführt wird, muss stets die Höchststrafe verhängt werden. Wurde bei der vollendeten oder versuchten Handlung Gewalt angewandt, ist Haft von 5 bis 10 Jahren zu verhängen.
Es ist verboten, folgende Sicherheitsbereiche (einschließlich der dort Beschäftigten) zu fotografieren und zu filmen: Kasernen, Polizeistationen (Kommissariate, Gendarmeriebrigaden), Flughäfen, Seehafen, Zoll, Feuerwehr. Bei Verstößen ist die Beschlagnahme des Geräts und/oder des Films/Chips zu erwarten. Mit Schwierigkeiten beim ungefragten Ablichten von Privatpersonen muss ebenfalls gerechnet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet vorgeschrieben, Ausnahmen: Kinder unter einem Jahr, siehe auch http://www.who.int/ith/countries/en/index.html). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden verlangt.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtige Amtes empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen Tetanus, Diptherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Meningokokken-Krankheit (ACWY), Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Gelbfieber
In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10-20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste.

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
2005 waren in Guinea 1,5 % der erwachsenen Bevölkerung, ca. 4,2 % der Schwangeren und ca. 40 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera:
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber

kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen

Lassa-Fieber
In Guinea genauer in Waldguinea kommen Lassa-Fieber-Infektionen vor; es kommt immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, wobei aber vermutlich viele Infektionen nicht diagnostiziert werden. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur einzelne Privatkliniken in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Guinea haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente häufig europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Touristen, die nach Guinea kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de)
Auswärtiges Amt

Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 22.12.2011

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea:
Stand 22.12.2011 (Unverändert gültig seit: 22.12.2011)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise
Aufgrund der innenpolitischen Kontroverse um die geplanten, im Moment auf unbestimmte Zeit verschobenen Parlamentswahlen ist mit anhaltenden Spannungen zwischen Opposition und Regierung zu rechnen, die bereits am 27. September 2011 in den Armenvierteln Conakrys zu Ausschreitungen anlässlich eines Protestmarsches geführt haben. Dabei kamen mindestens 3 Menschen ums Leben. Bei Reisen nach Guinea ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 11.05.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea:
Stand 11.05.2012 (Unverändert gültig seit: 11.05.2012)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach, und momentan auf unbestimmte Zeit verschobenen Parlamentswahlen, hat die Opposition für die kommenden Monate die Durchführung von sogenannten Friedensmärschen angekündigt, bei denen, wie zuletzt am 10.05.2012, mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden muss. Bei Reisen nach Guinea ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 03.09.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea:
Stand 03.09.2012 (Unverändert gültig seit: 03.09.2012)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach, und momentan auf unbestimmte Zeit verschobenen Parlamentswahlen muss mit Demonstrationen und Unmutsbekundungen gerechnet werden, bei denen, wie zuletzt am 27.08.2012, mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden muss. Bei Reisen nach Guinea ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 03.01.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea:
Stand 03.01.2013 (Unverändert gültig seit: 03.01.2013)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach verschobenen und nunmehr für den 12. Mai 2013 geplanten Parlamentswahlen muss mit Demonstrationen und Unmutsbekundungen gerechnet werden, bei denen oder in deren Folge mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden muss. Bei Reisen nach Guinea ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 01.02.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 01.02.2013
(Unverändert gültig seit: 01.02.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitsinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach verschobenen und nunmehr für den 12. Mai 2013 geplanten Parlamentswahlen muss mit Demonstrationen und Unmutsbekundungen gerechnet werden, bei denen oder in deren Folge mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden muss. Bei Reisen nach Guinea ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 06.03.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 06.03.2013
(Unverändert gültig seit: 06.03.2013)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit dem mit den geplanten Parlamentswahlen im Zusammenhang stehendem Protestmarsch vom 27.02.2013 in Conakry gibt es täglich immer wieder Akte des Vandalismus; auch nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Häuser und Geschäfte verübt. Die Sicherheitskräfte versuchen, dies mit Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr, von streunenden Kugeln getroffen zu werden, steigt. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Wegen der militärischen französischen Intervention in Mali sowie der guineischen Beteiligung an dieser Intervention, können Vergeltungsakte einzelner islamistischer Gruppen gegen Staatsangehörige der EU auch in den Nachbarstaaten nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Darüber hinaus sollte von nicht notwendigen Reisen und Aufenthalten im guineisch-malischen Grenzgebiet abgesehen werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 20.03.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 20.03.2013
(Unverändert gültig seit: 20.03.2013)

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung vorgeschrieben ist. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist jedoch vorgeschrieben für alle Reisenden, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ausgenommen sind Kinder unter einem Jahr (www.who.int). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch häufig nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden unabhängig der Herkunft verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen Tetanus, Diptherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Meningokokken-Krankheit (ACWY), Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Gelbfieber
In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10-20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
2010 waren in Guinea 1,3 % der erwachsenen Bevölkerung, ca. 4 % der Schwangeren und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. 2012 auch in der Hauptstadt Conakry. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen
Lassa-Fieber
In Guinea -genauer in Waldguinea- kommen immer wieder Lassa-Fieber-Infektionen vor. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur zwei Privatkliniken in Betracht, die auch begrenzt intensivmedizinische Behandlungen gewährleisten können. Eine Privatklinik unterhält auch einen Ambulanzdienst, auf den bei Unfällen im Stadtgebiet zurückgegriffen werden kann.
Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen zu empfehlen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Guinea haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente häufig europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Touristen, die nach Guinea kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 17.05.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea:

Stand 17.05.2013 (Unverändert gültig seit: 17.05.2013)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise Landesspezifische Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise


Seit Ende Februar 2013 gibt es in Conakry immer öfter Akte des Vandalismus und bandenmäßiger Gewaltkriminalität; auch nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen dies mit Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Wegen der vereinten militärischen Intervention in Mali sowie der guineischen Beteiligung daran, können Vergeltungsakte einzelner islamistischer Gruppen gegen Staatsangehörige der EU auch in den Nachbarstaaten Malis nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Darüber hinaus sollte von nicht notwendigen Reisen und Aufenthalten im guineisch-malischen Grenzgebiet abgesehen werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach verschobenen und nunmehr für den 30. Juni 2013 geplanten Parlamentswahlen muss auch weiterhin mit organisierten Demonstrationen und anderen Protestaktionen gerechnet werden in deren Folge es regelmäßig zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt. Generell ist daher bei Reisen nach Guinea erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 15.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 15.07.2013
(Unverändert gültig seit: 15.07.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Parlamentswahlen


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach verschobenen und nunmehr für die letzte Septemberwoche 2013 geplanten Parlamentswahlen muss auch weiterhin mit organisierten Demonstrationen und anderen Protestaktionen gerechnet werden in deren Folge es regelmäßig zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt. Generell ist daher bei Reisen nach Guinea erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 17.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
tand 17.07.2013
(Unverändert gültig seit: 17.07.2013)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise – Waldguinea


Aktuelle Hinweise
Seit Ende Februar 2013 gibt es in Conakry immer öfter Akte des Vandalismus und bandenmäßiger Gewaltkriminalität; auch nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen dies mit Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Aufgrund der jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzung in Waldguinea (Guinée Forestière) insbesondere in und um die Stadt N’Zerekore wird bei Reisen in das Gebiet zu erhöhter Vorsicht geraten. Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in die Region sollte im Moment abgesehen werden. Darüber hinaus sollten Reisende sich stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.
Wegen der vereinten militärischen Intervention in Mali sowie der guineischen Beteiligung daran, können Vergeltungsakte einzelner islamistischer Gruppen gegen Staatsangehörige der EU auch in den Nachbarstaaten Malis nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Darüber hinaus sollte von nicht notwendigen Reisen und Aufenthalten im guineisch-malischen Grenzgebiet abgesehen werden.
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Re: Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 17.07.2013

Beitrag von skrewdriver »

hallo
schade das von guinea zu hören.
bin im jan 2013 von ghana,elfenbeinküste durch guinea hoch in den senegal mit einenem fahrzeug(deutsche zulassung).
hatte wirklich intressante und nette unterhaltungen mit leuten vor ort und auch insbesondere mit den grenzbeamten.
hatte nirgends probleme oder irgendwelche geldforderungen.meine papiere waren aber auch vollständig.
war aber nicht in der hauptstadt sondern nur im bereich der durchfahrtsroute.
gruss matthias
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 26.09.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 26.09.2013
(Unverändert gültig seit: 26.09.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Seit Ende Februar 2013 gibt es in Conakry immer öfter Akte des Vandalismus und bandenmäßiger Gewaltkriminalität; auch nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen dies mit Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Aufgrund der gewaltsamen Auseinandersetzung in Waldguinea (Guinée Forestière) im Juli 2013 insbesondere in und um die Stadt N’Zerekore wird bei Reisen in das Gebiet zu erhöhter Vorsicht geraten, da die Lage weiterhin angespannt ist. Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in die Region sollte im Moment abgesehen werden. Darüber hinaus sollten Reisende sich stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die bereits mehrfach verschobenen und nunmehr für den 28. September 2013 geplanten Parlamentswahlen muss insbesondere in Conakry mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden. Generell ist daher bei Reisen nach Guinea erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 04.10.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 04.10.2013
(Unverändert gültig seit: 04.10.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Seit Ende Februar 2013 gibt es in Conakry immer öfter Akte des Vandalismus und bandenmäßiger Gewaltkriminalität; auch nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen dies mit Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Aufgrund der jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzung in Waldguinea (Guinée Forestière) im Juli 2013 insbesondere in und um die Stadt N’Zerekore wird bei Reisen in das Gebiet zu erhöhter Vorsicht geraten, da die Lage weiterhin angespannt ist. Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in die Region sollte im Moment abgesehen werden. Darüber hinaus sollten Reisende sich stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Kontroverse um die Parlamentswahlen vom 28. September 2013 und der ab dem 04. Oktober 2013 geplanten Bekanntgabe der Wahlergebnisse muss insbesondere in Conakry mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden. Generell ist daher bei Reisen nach Guinea erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 02.12.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 02.12.2013
(Unverändert gültig seit: 02.12.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Seit Ende Februar 2013 gibt es in Conakry immer öfter Akte des Vandalismus und bandenmäßiger Gewaltkriminalität; auch nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat im letzten Quartal 2013 zugenommen. Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen diese schwere Kriminalität ihrerseits mit Einsatz von Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Aufgrund der jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzung in Waldguinea (Guinée Forestière) im Juli 2013 insbesondere in und um die Stadt N’Zerekore wird bei Reisen in das Gebiet zu erhöhter Vorsicht geraten, da die Lage weiterhin angespannt ist. Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in die Region sollte im Moment abgesehen werden. Darüber hinaus sollten Reisende sich stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Vor dem Hintergrund der anhaltenden innenpolitischen Kontroverse um die Parlamentswahlen vom 28. September 2013 und der erst am 15. November 2013 erfolgten Bestätigung der umstrittenen Wahlergebnisse durch das oberste Gericht, muss insbesondere in Conakry mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet werden, wie sie sich zuletzt am 25. und 26. November 2013 ereigneten. Generell ist daher bei Reisen nach Guinea erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Auswärtiges Amt

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