Vergangenen Mittwoch sind bei einer Safari im Pendjari National Park im Nordwesten Benins zwei französische Touristen, die mit einem gemieteten Geländewagen (mal heißt es Ford SUV, mal Toyota 4x4) und einem lokalen Führer unterwegs waren, verschwunden. Der Guide soll erschossen aufgefunden worden sein, von den Franzosen fehlt jede Spur. Ihr Fahrzeug sei ausgebrannt keine 100 km von der Benin-Grenze entfernt im Landesinneren in Burkina Faso entdeckt worden ...
A body has been found in the search for two French tourists and their local guide who disappeared last week while on safari in north-western Benin. Sources cited in multiple reports say the body was that of the guide, but there has been no official confirmation. The group disappeared in Pendjari National Park on Wednesday. The park is on the border with Burkina Faso where Islamist militants have been increasingly active in recent months. The three were last seen driving a rented Ford SUV in the park, which is some 550km (335 miles) north of Benin's capital, Porto Novo.
"Mauritanian and Malian sources confirm that the driver was found shot dead. The vehicle carrying them was burned and was found less than a hundred kilometres from the border in Burkina Faso," according to FRANCE 24's correspondant in Benin, Emmanuelle Sodji.
Bei den beiden vermissten Franzosen soll es sich um Laurent Lassimouillas und Patrick Picque handeln. Beide sind Lehrer und wollten für 10 Tage Benin bereisen, zunächst Abomey und Ouidah im Süden, und anschließend den Pendjari NP. Pendjari sollte ihre letzte Etappe vor dem Rückflug nach Paris sein. Noch gibt es keine neuen Nachrichten über ihren Verbleib. Es wird vermutet, dass die Entführten bereits nach Mali verbracht wurden ...
Das AA hat die Reise-/Sicherheitshinweise für Benin heute entsprechend angepasst und von touristischen Reisen in den Pendjari Park wie auch in den Park W dringend abgeraten.
Nicht nur die beiden französischen Geiseln sind frei. Auch eine US-amerikanische und eine südkoreanische Geisel, von der niemand etwas wusste, konnten befreit werden. In Südkorea war wohl niemand als vermisst gemeldet. Bei der Befreiungsaktion sind leider zwei französische Soldaten ums Leben gekommen, was nicht überall für Erheiterung sorgte ...
Der 4.700 Quadratkilometer große Pendjari-Nationalpark ist eines der letzten Siedlungsgebiete von Elefanten in Westafrika. Benins Präsident Patrice Talon setzt auf den Tourismus und hat Investitionen in Millionenhöhe angezogen, um den Park professionell von der NGO African Parks verwalten und von hochbezahlten Rangern schützen zu lassen. Das Problem: Der Park grenzt an zwei andere Parks in Burkina Faso und Niger [...] Der Bürgermeister von Toulon, wo die beiden getöteten Soldaten stationiert gewesen waren, boykottierte den Empfang der geretteten Geiseln und nannte sie „gedankenlose Touristen“. Das Außenministerium in Paris behauptete, der Pendjari-Nationalpark sei schon längst als „rote Zone“ eingestuft, vor deren Besuch abgeraten wird [...] Medien enthüllten am Sonntag aber, dass Frankreichs Reisewarnung für den Park erst seit Freitag gilt [...] In Benin sorgen sich die Behörden nun, dass niemand mehr den Pendjari-Park besucht, zumal ein Parkwächter bei der Geiselnahme getötet wurde. Die Regierung will nun eine gemeinsame Militäroperation „Djidjoho“ zusammen mit Burkina Faso ausweiten.
Der Pendjari National Park grenzt an verschiedene Parks wie den Parc National du W, die mit den drei Ländern Benin, Burkina Faso und Niger innerhalb der Parks eine offene Grenze bilden. Alle Parks liegen im Norden und von Reisen dorthin wird gewarnt.
Quelle: GOV.UK
Eine Reise in diese Parks ist natürlich verlockend. Besonders in den Parc National du W, der seinen Namen von dem W förmigen Verlauf des Niger Flusses hat.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Bei einem Angriff Bewaffneter sind in der Nacht vom 24. zum 25. Juli 2024 im Nationalpark "W" im Norden Benins fünf Ranger und sieben Soldaten getötet worden. Die Herkunft der Täter ist nicht bekannt, die Region im Dreiländereck zwischen Benin, Burkina Faso und Niger ist aber seit mehreren Jahren - leider - ein NoGo für Reisende geworden.
Von Reisen in die Departements Atakora und Alibori nördlich der Linie Boukoumbé – Toukountouna – Kérou – Kandi – Segbana (einschließlich der Nationalparks „W“ und Pendjari und ihrer Randgebiete sowie der Städte Tanguieta und Kandi), in die Grenzgebiete zu Nigeria im Departement Borgou nördlich der Stadt Nikki wird dringend abgeraten, siehe auch Teilreisewarnung Burkina Faso und Niger.
Auf burkinischer, nigerianischer und nigrischer Seite der beninischen Landesgrenzen sind weiterhin terroristische Aktivitäten zu verzeichnen.
Zwei europäische Besucher wurden 2019 aus dem Pendjari Park im Norden Benins nach Burkina Faso entführt; ihr lokaler Führer wurde in unmittelbarer Nähe zur Grenze tot aufgefunden. Im gesamten Gebiet nördlich der Linie Boukoumbé – Toukountouna – Kérou – Kandi – Segbana in den Departements Atakora und Alibori besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko. Seit 2021 kam es in den Departements Atakora und Alibori zu mehreren tödlichen Anschlägen auf Militär, Polizeistationen und Nationalpark-Ranger. Im Mai 2023 kam es im Norden Benins im Randgebiet des Nationalparks Pendjari zu einem Angriff auf Zivilisten, bei dem mehr als zehn Menschen getötet wurden.