Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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dschirr
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Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von dschirr »

Hallo zusammen,

anbei ein kurzer Erfahrungsbericht als Motorradfahrer der auf dem Landweg von Jordanien nach Ägypten wollte :evil: .

Nachdem wir sehr freundlich von den Jordaniern verabschiedet wurde sind wir frohen mutes in Richtung Israel gefahren. Nach einer anfänglich sehr höflichen Bergüssung mussten wir erst mal die Motorräder komplett absatteln damit das Gepäck durch die Scanner geschickt werden konnte. Was geärgert hat ist, dass die Damen die Koffer ohne unser beisein geöffnet haben und natürlich gleich was hinfallen lassen haeb (sonst hätten wir er vermutlich gar nicht mitbekommen). Das ärgert natürlich, wenn der Koffer dadruch kompkett durcheinander kommt und man erst mal wieder alles ordnen muss.
Dann mussten wir die Motorräder zur Inspection Hall bringen und die Schlüssel abgeben, ohne Gepäck.
Weiter ging es zur Passkontrolle, Dort hat als einziges interessiert was man 14 Tage in Syrien macht !!!!!. Während meine Freundin den Pass wiederbekam wurde meiner einbahelten, zwecks Security Check. Nichts ahnend setzten wir uns auf die Bank. Da saßen schon zwei Spanier, die ebenfalls in Syrien waren bereits seit 2 Stunden. Wir warteten dort 3 Stunden in denen nichts passiert ist, wie z.B. das die Motorrädern fertig wären :shock: . Übrigens, wir mussten heute noch mal hin (Erklärung kommt später) und das saßen wieder zwei Deutsche die in Syrien waren und wurden einenm Security Check unterzogen. SO viel dazu, dass man laut Botschaft in Berlin mit einem Syrischen Stempel im Pass keine Probleme bei der EInriese nach Syrien hat.
Naja, das leiden hat ja noch keine Ende. 3,5 Stunden ist nichts passiert und irgendwann hat sich der Zoll doch bequemt unser Mopeds zu inspizieren. Natürlich wollte der Zoll die Mopeds selber in die Halle fahren. Beim ersten hat es noch geklappt, das zweite haben Sie in der Grube voll versenkt (2 m Tief) :kotz: . Unglaublich !!!! Das Mopede its jetzt defekt, natpürlich Samstag und wir sitzen dadurch ungewollt mind. zwei Tage in Israle fest, obwohl wir nur per Transit nach Ägypten wollten.
Das schlimst dabei ist, wir haben den Ärger und die Kosten und die wollen noch nicht mal die Kosten für die Übernachtung (wucher hier) bezahlen.
Angeblich werden alle Reperaturen am Motorrad bezahlt. Wir müssen jetzt erst mal die gröbsten Schäden hier reparieren, damirt ich nach Alexandria komme und die Fähre am nächsten Sonntag bekomme. Und dann bin ich auf die Rechnung von BMW gespannt, sofern die hier überhaupt wenigsten die Felge hinbekommen und nicht mehr dran ist was unterwegs bricht.

Bild

Vielleicht hat ja jemand schon mit der Abwicklung Erfahrung und kann uns ein paar Tipps geben.

Wir sind natürlich Stinksauer und müssen erst mal alle Kosten vorstrecken. Der Urlaub leidet natürlich auch noch darunter.

Gruß

Dirk
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Achim Vogt
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Dirk,

Kopf hoch, wir denken an Euch - das ist sicher der GAU, aber man muss an der israelischen Grenze wirklich mit allem rechnen: Bei mir tropfte es aus allen Löchern, weil weder Scheibenwaschanlage noch Öl oder Kühlwasser nach dem Security Check wieder verschlossen worden waren. Und dabei musste man noch ohne Prüfung unterschreiben, dass alles in Ordnung ist, bevor es aus der Garage wieder hinausging.

Viele Grüße
Achim
dschirr
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von dschirr »

Hallo Achim,

danke Dir für die moralische Unterstützung. Wollen mal sehen ob der MEchaniker huete mein Motorrad wieder fahrbereit bekommt, damit ich nach Deutschland komme. Bin gespannt wie lange ich brauche um die Kosten für alle Reperatturen von den Israelis wieder zu bekommen. Ich hoffe meine Rechtschutzt übernimmt das.

Gruß

Dirk
Birgitt
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Birgitt »

Hallo Dirk,

eure Einreise nach Israel war ja nicht so prickelnd,
wie war denn die Ausreise von Israel nach Ägypten?

Wieder so ein Theater auf israelischer Seite oder ging das besser?

Gute Weiterreise
Birgitt
Lothar
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Lothar »

Hallo Dirk,

auf der Bank habe ich auch schon mal gesessen und gewartet, bis unser LKW durchgecheckt war. Kein schönes Gefühl, wenn man bedenkt, dass man im Wohnmobil einen kompletten Haushalt mitführt, der von der Security inspiziert wird. Im Prinzip ist das eine "Hausdurchsuchung".

Wir empfanden das als eine respektlose und arrogante Willkür.

Aber der eigentliche Punkt ist:

Ich nehme an, man wird auf der Bank mit allen Geheimdienstmethoden überwacht, zumindest sollte man davon ausgehen und keine verhängnisvollen Bemerkungen oder Äusserungen machen.

Gruss

Lothar
juwe
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von juwe »

Hallo,

auf dieser Bank in einer Art Buswartehäuschen bin ich mit meiner Frau 2000 auch ca. 2 Stunden gesessen, dabei merkten wir wie sich unter der Bank ein Spiegel bewegte um uns zu beobachten, danach durften wir zur Autoregistration weiter, da meint eder Beamte das dieses Kennzeichen 1999 auch schon in Israel eingereist ist aber eine andere Automarke.
das war richtig da ich in der Zwischenzeit ein anderes Auto gekauft hatte.

Soviel zur Überwachung.
und weil einem in der Wüste nichts gehört,
gehört einem alles.

juwe
Franz (UNI)Murr
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Franz (UNI)Murr »

Hallo Forum,

da ist dann wohl die unverschämt teure und dreckige Fähre Aqaba- Nuweiba das kleinere Übel. :shock:

Grüße

Franz
Der Mensch braucht zuweilen etwas Wüste. Das Sein in der Wüste ist wie Yoga für meine Seele.
Michael K.
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

dass man dort so behandelt wird ist doch bekannt. Wer trotzdem hinfährt ist selbst schuld.

Grüsse

Michael
laforcetranquille
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von laforcetranquille »

Ich habs mir ja verkniffen...
an keiner Grenze zu einem arabischen oder muslimischen Staat wird man so Respektlos behandelt wie in diesem Gebilde. Nicht mal in Russland zu Zeiten des "real existierenden Sozialismus" gabs das. Ach ja, vergessen hab ich´s, die USA-Grenzen sind nicht viel besser. Aber das passt ja auch zusammen.
Auf allen meinen Reisen mache ich jedenfalls einen Riesenbogen um diesen "Staat"
Gruss wim
Lothar
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Lothar »

dass man dort so behandelt wird ist doch bekannt. Wer trotzdem hinfährt ist selbst schuld.
Ho, ho, da spricht ein erfahrener Globetrotter. Wie oft warst du denn schon "NICHT" dort, um zu wissen, wie man dort behandelt wird - oder welcher "Dummkopf" war selbst Schuld, dort hin zu fahren, um dir seine Erfahrungen mitzuteilen ?


Lothar
laforcetranquille
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von laforcetranquille »

Ich glaube man muss nicht Sch.. fressen um zu wissen wie Sch.. schmeckt. Diese Forum hat ja unter anderem den Zweck Reisende über solche Vorgänge aufzukären damit Ihnen nicht dasselbe passiert und sie wissen auf was sie sich einlassen. Man kann natürlich jeden gegen die Mauer rennen lassen damit er dann weiss wie schön es ist wenn der Schmerz nachlässt.
Gruss Wim
Bäärti
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Bäärti »

laforcetranquille hat geschrieben:Ich glaube man muss nicht Sch.. fressen um zu wissen wie Sch.. schmeckt.
Sch.. - Schnitzel, Schockolade oder was? :mrgreen:


Gruss Bäärti

.
schu achbar ?

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von schu achbar ? »

Da ich von verschiedenen Leuten, die die Grenze gemacht haben, immer nur schlechtes höre scheint da wirklich was dran zu sein.
Trotzdem muss man als Kommentator mit "Gebilde" ja nicht gleich den HisbAllah- oder Ahmadinejad-Ductus übernehmen.

Mit Eurem Motorrad tut es mir wirklich leid.
Ich hoffe die Reperatur klappt u. die Behörden zahlen auch ohne Murren.
Soviel Unfähigkeit muss den Verursacher auch was kosten.
gelöscht

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von gelöscht »

schu achbar ? hat geschrieben:Da ich von verschiedenen Leuten, die die Grenze gemacht haben, immer nur schlechtes höre ......
Dann mal eine andere Version.
Bei mir liegt`s einige Jährchen zurück.
Die Einreise mit dem Motorrad war langwierig und die Kontrolle pingelig genau (Motorradstiefel ausziehen, alles ab- und auspacken usw.).
Allerdings haben sich die Kontrolleure/-innen sehr bemüht, die Dinge zu erklären und das gesamte Prozedere ist in ausgesprochen freundlicher Atmosphäre abgelaufen.

Ich denke es hat viel mit der eigenen Einstellung zu tun. Dass man an einer solchen Grenze nicht durchgewunken wird, müsste klar sein :wink:

Der geschilderte Fall ist natürlich sehr unangenehm und ich hofffe, dass die Schäden schnell und unkompliziert behoben werden.
laforcetranquille
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von laforcetranquille »

Ich habe mich in meinem Kommentar bewusst zurückhaltend geäussert und keinerlei Hisbolla-Parolen übernommen.
Zudem glaube ich mir ein wertfreies Urteil erlauben zu können.
Erstens bin ich kein Deutscher und muss mich nicht bis ins dritte Glied verfolgen und beschuldigen lassen, zweitens wimmelt es in meiner Familie deren Genealogie bis ins 17. Jh. zurückreicht ,nur so von Ariels, Joshuas und Esthers.
Es ist wohl müssig sich über das Entstehen und Bestehen des "Staates Israel" in die Haare zu kriegen, unsere Nachfahren werden in den Geschichtsbüchern lesen was daraus geworden ist.
Entscheidend hier sind die Fakten in unsere reduzierte Sichtweise der Reisenden.
Und da konstatiere ich schlicht und ergreifend: Das was hier geschildert wurde sind Massnahmen eines totalitären Systems. Das hat nichts mit Sicherheit und Terrorismus zu tun.
Diese Kritik muss erlaubt sein.
Gruss Wim
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