Von Dubai nach Al Ain legt man ca. 147 Kilometer zurück. Von Al Ain nach Abu Dhabi nochmal 171 Kilometer.
Letztes Ziel dieses Tages ist die Grand Mosque in Abu Dhabi oder Sheikh Zayed Grand Mosque, benannt nach dem ersten Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate und Hauptsponsor der Moschee.
Ich hatte von dieser Moschee schon gehört. Es soll die größte sein und sollte noch einige Rekorde brechen. Schon wenn man von der Autobahn die Ausfahrt nimmt, ist sie schon sichtbar. Und sie ist wirklich beeindruckend.
Tatsächlich ist die Grand Mosque die größte Moschee der Emirate und die achtgrößte der Welt. Das Gotteshaus wurde im Ramadan 2007 eröffnet und wurde auf einem 56 Hektar großen Grundstück errichtet. Sie bietet 40.000 Gläubigen Platz und trägt mit über 32 Metern Durchmesser die größte Kuppel der Welt. Aber eine Kuppel war nicht ausreichend, sodass weitere 82 Kuppeln (andere Quellen nennen 40 Kuppeln) gebaut wurden. Alleine die Größe der Parkplätze kann sich mit einem großen Fußballstadion messen.
Die Moschee öffnet täglich für Besucher von 9:00 – 22:00 Uhr und Freitag erst nachmittags ab 16:30 Uhr. Ich würde empfehlen eine halbe Stunde früher am Eingang zu stehen. Wer später kommt steht in einer Reihe mit einigen hunderten Wartenden.
Beim Besuch müssen einige Regeln beachtet werden. Die Moschee darf nur Barfuß betreten werden. Zigaretten müssen am Eingang abgegeben und Mobiltelefone leise gestellt werden. Auch sollte die Kleidung angebracht sein. Es werden keine kurzen Hosen akzeptiert.
Egal, wie Frauen angezogen sind, müssen diese eine Abaya tragen, also eine lange Kutte, die am Eingang ausgegeben wird.
Frauen und Männer müssen den Eingang getrennt betreten. Die Sicherheitsmaßnahmen entsprechen denen an einem Flughafen. Es wird geröntgt, durchsucht und alle Gegenstände müssen durch den Screener. Es wird wirklich genau durchsucht, bis man die Moschee betreten darf.
Hat man diese Prozedur hinter sich, kann man sich einer geführten Gruppe anschließen, oder auf eigene Faust die Moschee erkunden. Fotografiert werden kann man, bis auf eine Einschränkung. Das Grab des Scheikhs darf nicht fotografiert werden.
Bei dem Bau der Moschee wurden 15 verschiedene, darunter edelste Marmorsorten verwendet und mit Blattgold wurde auch nicht gespart.
Die Moschee wird von Wasserbecken umgeben. Der Spiegeleffekt unterstreicht die Pracht der Anlage.
Diese Abayas, die in den Farben braun, schwarz und blau ausgegeben werden müssen von den Frauen getragen werden.
Bei diesen Säulen war ich mir nicht sicher, ob sie tatsächlich mit Blattgold verziert wurden. Das Gold erschien mir zu dunkel und an einer Stelle hatte man den Eindruck, als wäre mit einem Goldbronzespray nachgeholfen worden. Das soll aber die Pracht des Gebäudes nicht mindern.
Mich würde interessieren, was man dabei empfindet, wenn man alleine durch die Säulenhallen streift und die Ruhe richtig genießen kann.
Auch bei den Kronleuchtern wurde nicht geklettert. Sie gehören zu den Größten der Welt, was summa summarum erklärt, warum die Moschee 545 Millionen US $ gekostet hat. Die Kronleuchter bestehen aus vergoldetem Messing und Edelstahl, das von Deutschland geliefert wurde und tausenden Swarovski-Kristallen. Der größte Leuchter hat eine weltrekordverdächtige Höhe von 15 und einen Durchmesser von 10 Metern.
Diese Uhr wechselt die Anzeige und zeigt Zeit und Uhrzeit für den mohammedanischen und den gregorianischen Kalender in drei Sprachen an.
Der Teppich, der den Boden der Moschee bedeckt, ist ein Rekord für sich. Der 5627 Quadratmeter große Bodenbelag wurde im Iran handgeknüpft und bring ein Gewicht von 47 Tonnen auf die Waage. Weltrekord!
Wer keinen Koran hat, was bei einem gläubigen Muslim höchst unwahrscheinlich ist, kann sich hier einen ausleihen.
Decken uns Säulen sind kunstvoll mit Blattgold und Schnörkeln verziert.
An diesem Tag habe ich 470 Kilometer zurückgelegt. Daher bin ich froh, als ich mein Hotel erkenne. Es war ein
erlebnisreicher Tag.
