Unsere grosse Reise rund um Afrika

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Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

und ab geht's in die weisse Wüste

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vor Baharia dann die schwarze Wüste
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Gruss Turi
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skrewdriver
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von skrewdriver »

hallo turi
verfolge deine berichte bis in detail.deine tips sind mir als VERFOLGER sehr hilfreich.danke dafür.
ich selbst schreibe leider nicht so gern reiseberichte .ich kann von unserer tour bis jetzt bis togo nur positives berichten.keine probleme mit land und leuten und polizei und zoll.
unsere letzte grosse etappe war von gambia-togo im november bis januar.auch ein abstecker nach guinea-bissau war dabei.
wir waren allein 4 wochen lang in mali,davon zwei komplette wochen im dogontal mit einem fahrzeug.wir haben in den zwei wochen das gesammte tal von bandiagara bis douentza und auf der falaise zurück bis sanga und wieder runter nach banani und von dort aus direkt nach koro mit unserem fahrzeug durchquert.
ein weiteres highlight in mali war die strecke kita nach bafoulabe und von dort aus bis zum senegalwasserfall richtung kayes.laut karte gelbe strasse,vor ort jedoch alte gtz-strassen,total zerfallen,fahren auf alten bahndämmen mit und ohne gleise ,eisenbahnviadukte überqueren war zum teil angesagt.zurück dann die neue strecke nach bafoulabe nach manantali zum cool camp.
da wir jedoch noch im arbeitsleben stehen gehts bei uns nur in etappen.unsere zwei bremach stehen zur zeit in togo,kpalime, in den bergen.eine wunderschöne gegend dort.
im august soll es weitergehen.wir haben einen flug nach lome und rückflug von yaounde.sind zur zeit mit visumbeschaffung beschäftigt.hoffen die hürde visum nigeria in berlin zu schaffen.ansonst müssen wir es uns in cotonou,benin,besorgen.
sind auch mit tommy und conny(· · ·)in kontakt.habe die beiden in gambia getroffen.
gruss matthias
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Achim Vogt
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Achim Vogt »

Hoi, Turi und Stina,

wie immer super Eure Berichte und Fotos! Und ein wenig Hoffnung geben die letzten Posts ja, dass Ägypten noch nicht ganz out ist für Touristen. Erinnere mich sehr gerne an meine eigene Fahrt damals, auch und gerade durch die Weiße Wüste. Bin sehr gespannt auf Eure weiteren Erzählungen!

Gute Fahrt
Achim
Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

Hallo Mathias
Normalerweise bin ich auch nicht ein so grosser Schreiber.
Habe mir allerdings vorgenommen, so viel als möglich Informationen weiterzugeben, warum?
Weil ich über Jahre hinweg viel Informationen, nicht nur für unsere grosse Reise, aus dem Wüschi Forum gezogen hab und hiermit einen Teil dazu beitragen kann, dass das Forum lebt.
Den Reisenden und denen die es werden wollen, ein wenig den Schrecken von Afrika nehmen.
Für mich ist und bleibt es einer der sichersten Kontinente und eigentlich ideal für Traveller wie uns, mit ein paar wenigen Ausnahmen betreffend der Visageschichte.

Ich schreibe auch nicht blauäugig, sondern rein aus Erfahrung und versuche so sachlich wie möglich zu bleiben.
Ansonsten könnte ich ja einen Werbeprospekt für TUI schreiben :wink:

Betreffend Mali, für uns eines der schönsten Länder, unsere nächste Reise, nicht ganz so lange, wird ganz sicher
in Richtung Mali gehen, schon alleine aus dem Grund um die Dogon wiederzusehen und natürlich das damals ausgelassene Tibouktou zu besuchen.

Wir wünschen Euch auch eine wunderbare Weiterreise, wenn auch in Etappen, wir würden heute auch eher in Etappen von 8-12 Monaten unterwegs sein.
Bereuen werdet ihr es sicher nicht.


Heute haben wir laut Ahmed vom Safari Camp einen Hitzerekord mit 47° im Schatten und weil das Klima so angenehm warm ist, durfte ich am Morgen die gebrochene Blattferder ersetzten.
:idea: da leuchtet dann die Birne

Gruss Turi
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skrewdriver
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von skrewdriver »

hallo turi
timbouktou liegt mir auch im magen,das habe ich auch aus sicherheitsgründen ausgelassen.mit einem so grossen auto,deutscher zulassung,würde ich es auch heute noch nicht machen.du fällst zu sehr auf.
aber von mopti aus auf dem niger,im boot, würde ich es heute wagen.war aber im dezeber 2014 nicht allein und mein begleider fand die tour nicht so prickelnd.dafür brauchst du hin und zurück sicher eine woche.
bin aber nächstes jahr in rente und da werde ich es halt mal zwischendurch mit dem flieger einschieben.
gruss und etwas abkühlung matthias
Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

Unsere Grosse Reise rund um Afrika

Ägypten Teil 4

Bis Farafra haben wir wieder nette Polizeibeleitung.

Zuerst suchten wir mal das Haus unserer Freunde, wo wir für ein paar Tage eine luxuriöse Unterkunft zur Verfügung gestellt bekamen.
Leider waren diese im Moment in Europa, Tamer , der Cousin hat uns liebevoll “betreut“, meldete uns bei der Touri-Polizei an, wo wir dann noch persönlich vorsprechen durften
Mit dem Hinweis jaaa nicht in der Wüste zu übernachten wurden wir in die relative Freiheit entlassen.

Farafra ist eine schöne Oase in der westlichen Wüste, die Fotos habe ich ja schon vorweggenommen.

Auch der Luxus eines grossen Bettes, einer perfekten Dusche und eines bequemen Hauses hat mal ein Ende, wir ziehen weiter.

Durch traumhafte Wüstenlandschaft nach Baharia.

Leider sind auch hier unsere Freunde nicht vor Ort, wir treffen sie später in Alexandria.
In der bekannten Travellerunterkunft „Alpenblick“ wurden wir längere Zeit einfach sitzen gelassen, so dass wir das nächste Camp aufsuchten Ahmeds Safari Camp.

Dieses ist für Traveller, die auch mit grossen Fahrzeugen unterwegs sind, zu empfehlen.
Der Stellplatz ist grosszügig, Duschen und WC sind vorhanden, in relativer Sauberkeit und Elektronaschluss.
Hat ein Restaurant wo man mit einer Stunde Vorlauf jederzeit ein Menü bestellen kann.
Ahmed ist ausgesprochen hilfsbereit, lässt sich diese aber auch bezahlen.

Meine gebrochene Blattfeder wurde, dank seiner Mithilfe, eine Werkstatt zu suchen, am gleichen Tag ersetzt zu einem sehr günstigen Preis, Ahmed liess sich die Dienstleistung mit der Hälfte des Reparaturpreises bezahlen.

Schade ist, dass Baharia so ein extrem verdreckter Ort ist, überall Abfall und Schrott vor den Häusern an der Strasse.

Uns zieht’s nach 4 Tagen weiter nach Norden, die Hitze ist auf 47° im Schatten gestiegen.

Über Kairo nach Alexandria.

Am Rande von Kairo noch ein kurzer Stop um einzukaufen im Carrefour, da bekommt man alles was das Herz begehrt und auf das wir seit Karthoum verzichten mussten, ausser Bier.
Das konnten wir jedoch in Assuan bunkern.

Nach der Abzweigung die in Richtung El Alamein führt, haben wir dann auf einem Parkplatz der Trucker eine ziemlich unruhige Nacht verbracht.
Der LKW Verkehr Richtung Alexandria läuft 24 Stunden pro Tag.

In Alexandria angekommen, Verkehr wie bei einem Stock Car Rennen, teilweise sieht man dann auch die aus der Bahn geschossenen Autos ziemlich ramponiert und mit herumfuchtelnden Leuten dekoriert auf der Strasse stehen.
Die Ägypter sind mit Abstand die chaotischsten Autofahrer die wir in ganz Afrika erlebt haben.
Da fahren die schwersten LKW mit 40 auf der 4. Spur links auf der Autobahn, da knallen die schnellen Mercedes und sonstigen Boliden auf allen Spuren, links oder rechts an einem vorbei, obwohl man selbst mit 100 km/h unterwegs ist und die Polizei macht mit.
Die Unfälle sehen dann auch dementsprechend aus.
In den Oasen fahren Kinder, die nicht älter als 8-9 Jahre sind die Pick Ups, tuk Tuks und Motorräder gehirnlos umher.
Viele der Fahrzeuge haben weder ein Zulassung noch sonst was.

Die ägyptische Polizei sollte sich mehr um die Fahrer und deren Fahrzeuge kümmern und weniger die Touristen belästigen, obwohl man sagen muss; die Polizei und das Militär sind immer überaus freundlich und hilfsbereit, denke die Kleinen haben genauso viel Angst als die Bevölkerung vor der oberen Obrigkeit.
Hier in Alexandria besuchen wir die Freunde, die wir in Baharia nicht angetroffen haben, sind gerade hier in den Ferien, aus der Oase in die hektische Grossstadt, Abwechslung muss sein, vor allen Dingen für die Jungmannschaft.
Wir haben einen gemütlichen Tag verbracht und wurden mit einem ägyptischen Frühstück fürstlich bewirtet.
Leider hat die Rennstrecke auch uns einen Obolus gekostet, ein Reifen hat es total zerfetzt, so haben wir nur noch 2 gute 2 geflickte und keinen Ersatzreifen mehr.
Wir entschlossen uns 4 Neue aufziehen zu lassen, hier in Alexandria war das kein Problem.
Auch in Alexandria haben wir keinen Bock auf die Stadt, die Promenade ist Rennstrecke, die hinteren Gassen, soweit wir beim Durchfahren gesehen haben, verdreckt.
Am Strand Sonnenschirme wie in der besten Zeit an der Adria.
Weiter nach El Alamein, vorbei an unendlich vielen Appartmenthäusern, bzw Appartmentwohnblocks und immer noch sind viele im Bau.
Jede der Trabantenstädte hat eine eigene Einkaufsmeile mit Mc Donalds und Vergnügungsparks.
Des Mittelstandägypters Feriengegend am Mittelmeer.
Absolut nichts sehenswertes an der Strecke, dort wo mal das Meer zugänglich wäre ist Militärgebiet.
In El Alamein angekommen, zum Kriegsgräberdenkmal der Deutschen.
Eine schöne Anlage sauber und gepflegt.
Was einem auch hier nachdenklich macht, die vielen jungen Soldaten manchmal kaum 18 Jahre alt, die ihr Leben lassen mussten für was??
Hinterher bekommt man ein heroisches Denkmal, was nützt das Denjenigen.
Wir wollten auf dem Parkplatz übernachten, was aber offiziell nicht erlaubt ist, in einiger Entfernung sieht man eine Militärstation und die sieht einem natürlich auch.
Wir wurden vom Wächter zum Militärparkplatz beim Militärmuseum eskortiert, konnten aber auch dort nicht bleiben.
Nach Rücksprache mit dem Obersten, der uns ausrichten liess, dass es hier viel zu gefährlich wäre und wir in ein Hotel sollten, sind wir in der Nacht wieder zurück auf den Parkplatz des Denkmals.
Wie gesagt, es ist nicht erlaubt dort zu übernachten!!
Am Morgen habt uns der Wächter des Denkmals dieses aufgeschlossen und wir konnten es besichtigen.
Es ist beeindruckend und beängstigend zugleich, wenn man bedenkt, dass dort mehr als 4000, überwiegend junge, Soldaten liegen, in einem sinnlosen Krieg gestorben.
Weiter zum Militärmuseum, das perfekt eingerichtet und organisiert ist.
Stina bekam einen französisch sprechenden Soldaten und ich einen deutsch sprechenden Soldaten an die Seite, die uns alles erklärten.
Es lohnt sich das Museum anzuschauen, hier wird sehr eindrücklich das alltägliche Soldatenleben demonstriert, in den jeweiligen Uniformen der diversen Nationen, die hier gekämpft haben, sogar die Inder und Australier sind vertreten.
Auch hier, das ganze Museum ist ein Hochsicherheitstrakt, es wird schon vor Eintritt des Selbigen das Fahrzeug und die Besucher genauestens kontolliert.
Wir fahren die südliche Verbindungsstrasse, die irgend wann wieder, in die 11 von Alexandria kommend, einmündet.
Durch die Wüste geht die Fahrt, vorbei an teilweise sehr grossen Plantagen, links und rechts der Strasse.
Dazwischen wieder mal eine genaue Kontrolle des Fahrzeugs, innen, aussen und der Papiere.
Nun Kairo hat uns empfangen wie vermutlich die Meisten, die jemals hier waren, mit Stau und Verkehrschaos.
Nach langem Suchen, da ja so ein Schlauberger in Äthiopien unser Antennenkabel abgeschnitten und den Antennenteil mitgenommen hat, kommen wir auf dem
Salma Camp N 29° 58. 186 E 031° 10. 368 an.
Ein grosszügiger Platz in der Nähe der Pyramiden.
Hier ist es, für eine so grosse Stadt, fast angenehm, ein kühler Wind weht, der Verkehrslärm hält sich in Grenzen und ein Bier gibt’s an der Bar.
Die Toiletten und Duschen funktionieren, man ist ja nicht mehr so anspruchsvoll, Hauptsache man hat relativ sauberes und vor allen Dingen genug Wasser.
Mir käme da noch was in den Sinn, ein riesiger Platz und wir ganz alleine.
Schön wäre, wenn man wieder mal Traveller treffen würde, einfach für eine wenig Gedankenaustsausch.
Wir werden die Stadt und das drumherum nicht besichtigen, irgend wann, insha allah, steht dann mal ein Städteflug an, in der Hoffnung, dass hier endlich mal wieder alles ein wenig ruhiger ist.
Weiter geht’s ……… beim nächsten Mal.

Grüsse aus Kairo
Turi und Stina
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Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

In Baharia ein schöner Platz wenn man mit dem eigenen Fahrzeug kommt, ansonsten im New Oasis Hotel,
ist näher beim Zentrum.

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hier in Baharia fahren noch einige Schmuckstücke

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auch ein Toyota stirbt, vielleicht manchmal ein bisschen später :wink:

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Gruss Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

Früchte und Gemüse auf dem Weg nach Kairo

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traditionelle Trinkwasserbehälter, da bleibt durch Verdunstungskälte das Wasser schön kühl
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und wieder mal Blattfederbruch, nun sind alle vier repariert, mal sehen wie lange
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Tankzüge bringen das zwischen Baharia und Kairo geförderte Erdöl zur Raffinerie
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Die Corniche/Strandpromenade von Alexandria, wer's mag
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in Alexandria fährt noch eine Strassenbahn

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deutsche Gedenkstätte von El Alamein

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Das Militärmuseum von El Alamein

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Gruss Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

kleine Nachlese an Fotos

so sehen viele Plätze aus von wegen Green Valley, man macht sich nicht mal die Mühe den Müll in die Wüste zu kippen,
Wir sind an einem Kreisverkehr vorbeigefahren, da hat einer seinen Schutt auf die Verkehrsinsel gekippt.
Kommt man nach Kairo beginnt der Schuttablad mehrere Dutzend km vor der Stadt, man kippt einfach links und rechts der Strasse ab.

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erkennt ihn irgend jemand wieder, wo der wohl mal gefahren ist?

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Eine Strasse hinter der Corniche in Alexandria, hier war alles schön sauber und die Ladenbesitzer haben auch die Strasse vor ihrem Laden gewischt.

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Gruss Turi
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fordfahrer
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von fordfahrer »

Hallo Turi,
danke für die schönen Bilder und interessanten Geschichten. Wie geht's dann nach Ägypten weiter?
Es hört sich an, als habt Ihr von Afrika erst mal genug ;-). Sau'di Transit nach UAE??? Doch noch Jordanien?
Gruss
Christian
Surfy
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Surfy »

Hab endlich auch mal wieder flottes Internet und kann wieder nachlesen :-)

Tolle Bilder und Bericht! Bin schon gespannt wie ihr den grossen Rest nun angehen werdet :wink:

Surfy
Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

Hallo zusammen

Wir haben das letzte Land unserer Afrikaumrundung erreicht,
schon der Sinai, den wir als nächstes angehen werden, gehört zum vorderen Orient.

Danach geht es doch noch nach Jordanien, noch ein wenig Wüste schnuppern ohne Stress und Militär, hoffentlich :?:

Und dann...... nach Israel, auch hier Freunde, die wir auf unserer Reise in Marokko kennengelernt haben, besuchen.

Von Ägypten aus gibt es im Moment keine, für uns verträgliche Möglichkeit, mit dem Fahrzeug, auf die andere Seite des Teichs zu kommen.

Israel soll ja angeblich auch schön sein, laut Aussage unserer treuen Freunde und teilweise Reisebegleiter, die im Moment dort verweilen.

Das Frachtschiff mit uns als zusätzlicher Mannschaft :wink: ist gebucht, am 3. August geht's wieder auf das europäische Festland, nach Salerno.
In Bella Italia noch ein paar Wochen Urlaub von der Reise, Freunde besuchen, im Laufe des Oktobers wieder zu Hause.

Man wird schon ein wenig reisemüde, wenn man soooo lange unterwegs ist, ohne Auszeit von der Reise.
Spannend bleibt es aber allemal und wir haben Afrika kennen und noch mehr lieben gelernt, allerdings nur als Reiseziel.

Ein Aussteigen um in irgend einem Land hier unten zu leben, käme für uns nicht in Frage.
Zu sehr vermissen wir unsere Lieben und unser Heim, eben unsere Heimat.
Nach so langer Zeit merkt man, was man zu Hause hat oder eben hier unten nicht hat, das fängt beim Brot und Butter an und hört bei der Zuverlässigkeit der Behörden noch lange nicht auf.
Das was aber der europäischen Bevölkerung immer eingebläut wird, von den Medien und den AA, dass es in Afrika gefährlich ist, das können wir absolut nicht bestätigen.

Gruss aus Kairo
Tur
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Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

Ägypten Teil 6


Wir verlassen Kairo in östlicher Richtung, in der Nähe des Flughafens ist noch ein grosses Carrefour Einkaufszentrum.
Wir decken uns noch mit den „europäischen“ Lebensmitteln ein, Bier gibt es hier leider keines.
Obst, Gemüse und Trinkwasser kaufen wir, wie üblich bei den kleinen Händlern an der Strasse.

Wir verlassen Afrika auf der Suezroad, vor dem Tunnel noch durch den alten Skanner, der neue wird gerade installiert, durch den Tunnel,der unter dem Kanal durchführt.

So, nun sind wir in Vorderasien, einen Unterschied merken wir nicht, ausser dass die Kontrollen noch intensiver wurden, was jedoch sicher nichts mit Asien zu tun hat.

In Ras el Sudr, unsere erste Übernachtung im Sinai
Hotel Concorde Royale Beach N29° 32. 277 E 032 43. 599 ,
wo wir für 150 ägypt. Pfund auf dem Parkplatz stehen konnten, freies stehen geht nicht, da schaut die Polizei schon genau drauf.
Am Abend machten wir noch einen Spaziergang am Strand und wollten an der Bar ein Bier trinken.
Für eine kleine Büchse Stella wollten die doch tatsächlich 5 Euro, wir blieben beim Tee!

Den Sinai immer Richtung Süden, gefolgt von einem Polizeifahrzeug, der ägyptische Führerschein wurde einbehalten und von Posten zu Posten weitergegeben.

Paranoya hoch 2!!

Vor Scharm el Sheik bekamen wir ihn tatsächlich wieder, Polizei und Militärkontrollen ohne Ende.

Nach der Eingangskontrolle, wieder durch einen Skanner.

Vor Sharm el Sheik suchten wir uns ein friedliches Plätzchen im
Nationalpark Ras Mohamed N 27° 47. 330 E 034° 13. 557
direkt am roten Meer, ein schöner Platz mit Aussicht auf’s Meer, ideal zum tauchen und schnorcheln, und was ganz besonders ist, wir waren am südlichsten Zipfel vom Sinai, ganz für uns alleine.
Von den Hotels bringen sie täglich Gäste für`s Tauche hierher, allerdings an den Anfang der Bucht, ist man autark, fährt man einfach 1-2 km weiter und man findet schöne, menschenleere Plätzchen in dieser Traumbucht.

Am nächsten Tag in die 10 km entfernte Stadt Sharm el Sheik, gut gingen wir früh am Morgen, so um die 9, da waren die Touris noch beim Frühstück und wir hatten den alten Markt für uns alleine, war schön dort herumzuschlendern, beim Taschenhändler aus dem Koffer zollfreie Zigaretten gekauft, Obst und Gemüse eingekauft, danach eine Pizza essen gegangen und schon sind die Touris aus dem Schlaf erwacht und wir flugs wieder Richtung unserem Privatstrand.

Ein- und Ausgangskontrolle am Park jeweils mit Fahrzeuginspizierung und Passkontrolle.
Beim Militär mussten wir jeweils noch unsere Pässe abgeben, wir hätten ja mit dem Chischtli Richtung Saudi Arabien schwimmen können.

Und schon geht’s auf der Ostseite des Sinai am Golf von Aquaba entlang zum nächsten schönen Strand.
Der Nabq NP bietet auch wunderbare Tauch- und Badeplätze, sofern man einen fahrbaren Untersatz hat.
Kein Mensch ist hier, am Anfang manchmal ein paar Quadfahrer, die von Sharm hierher gekarrt werden, weiter Richtung Norden noch 2 Nomadendörfer, ansonsten nur noch…… ein Militärposten, der uns aber weiterfahren lässt und so finden wir wieder mal einen einsamen Stellplatz direkt am Meer.
Man sieht in der Ferne ein paar Fischer und ab und zu mal ein Frachter, der scharf an der saudiarabischen Küste entlang schippert.
Kein Laut in der Nacht, der Wind hat nachgelassen und das Wasser im Golf wurde so still wie an einem ruhigen Bergsee.
Nabq Stellplatz N 28° 14. 949 E 034° 24. 903

In Dahab sind wir an die wunderschöne Bucht gefahren und wollten dort übernachten, die Polizei spielte zwar mit, der Abfall jedoch nicht.
Wir sind langsam schon etwas gewöhnt, aber hier, alle aufgestellten Abfallkontainer quollen über, der Strand und die möglichen Stellplätze kpl. verdreckt und dadurch auch voller Mücken.
Hier wollten wir nicht bleiben.

Also weiter in die Berge in die Nähe des Katharinenkloster, was man hier an Bergformationen sieht, man kann es nicht beschreiben, unglaublich schön.
Aber auch hier hoch, Kontrollen, teilweise sehr genau, man wurde nach Sat.Tel und anderen Telefonen gefragt und das Fahrzeug genau kontrolliert.
Die Pässe und die Fahrbewilligung müssen so oder so immer wieder hervorgeholt werden.
Teilweise kontrolliert die Polizei und am dahinterliegenden Militärposten, keine 20 m weiter wird alles nochmals kontrolliert.
Meine Box vorne bei der Stossstange, ca 200 Liter fassend wurde nie kontrolliert, hier zeigt sich, dass die ganze Kontrolliererei überhaupt keinen Sinn macht.
Ich hätte vom MG bis zu 200 kg Sprengstoff alles transportieren können, ohne aufzufallen.

Hier oben im Dorf St. Catherine haben wir auch wieder einen schönen Schlafplatz gefunden beim
Desert Fox Camp N 28° 33. 853 E 033° 57.503
konnten wir stehen, hatten sauberes WC und Dusche, und eine grandiose Aussicht auf das Bergmassiv.

Drei Tage später tauschten wir das Fox Campgegen ein ebenso friedliches aber feuchterem, Stellplatz am Golf von Aquaba ein.

Wieder durch grandiose Bergmassive ging’s zurück an den Golf von Aquaba.

Auf dem Freedom Camp nördlich Nuweibas waren wir alleine mit dem Owner.
Überall verlassene oder verfallene Campsites, seit die Israelis, aus Angst, hier keine Ferien mehr machen, ist alles verwaist.
Die Camps gehören überwiegend Beduinen, die zwar den Israelis gegenüber freundliche gesinnt sind, daher aber noch mehr der ägyptischen Regierung ein Dorn im Auge.
Die Beduinen wie auch die Nubier sitzen in Ägypten zwischen Stuhl und Bank, als Minderheiten.

3 Tage baden, schnorcheln und die Ruhe geniessen, ab und zu den Duft von frisch grauchtem Grass in der Nase, ein Platz zum relaxen.

Uns zieht es weiter.

Das Ticket für die Fähre nach Aquaba ist gebucht ( 2 Personen und unser „Chischtli“ 380 US $,
kein Pappenstil für 3 Stunden Fähre fahren.
In Nuweiba im Hafen die Ausreiseformalitäten erledigen, die Nummerschilder wieder abgeben (alles zusammen 65 ägypt.£), einschliesslich der 20 Trinkgeld für die freundliche Hilfe des Touristenpolizisten.
Mit Hilfe des Touristenpolizisten war das Prozedere problemlos aber zeitaufwändig, wie bei der Verlängerung der Fahrzeugpapiere, geht es von einem Büro ins andere, die aber jeweils immer am anderen Ende liegen, ein ewiges hin und herfahren im Zollgelände.

Wir verlassen Ägypten mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Einerseits ist das Land wunderschön und wäre traumhaft zu bereisen, wenn nicht die ewige Kontrollierei, Konvoifahrerei und das Misstrauen nicht wäre.
Die Polizei, wie auch das Militär waren immer freundlich und hilfsbereit, aber auch an fast allen Orten präsent.

Was wir in der ganzen Zeit in Ägypten absolut nicht bestätigen können ist, dass alles zu unserer Sicherheit geschieht.
Wir sprachen mit vielen Leuten im Land, vor allen Dingen mit den Minderheiten, die bestätigten uns, dass auch sie einer ständigen Kontrolle unterliegen.
Dass die Beduinen nicht mehr, oder nur noch selten , ohne Kontrolle, in die Wüste dürfen.
Dass für alles und jedes eine kostenpflichtige Bewilligung benötigt wird, und die vielfach nicht ohne Vitamin B zu erhalten ist.
Dass 4x4 Fahrzeuge nur noch beschränkt erhältlich sind, eben, um die Kontrolle zu erleichtern, die Strassen sind einfacher zu überwachen.

Was mich aber am bedenklichsten stimmt ist, dass über den neuen Präsident alles andere als gut berichtet wird.
Von einem Extrem (Mursi) wurde wieder ins andere Extrem Sisi umgeschwenkt.
Die Frage ist, wie lange lässt sich eine Polizei und Militärdiktatur, wie sie hier in Ägypten anscheinend herrscht, halten lässt, wie lange macht das die Bevölkerung mit?

Der nächste Aufstand ist vorprogrammiert, es wird, wie überall, nichts aus der Geschichte gelernt.

Schade um das Land und die freundliche Bevölkerung.


Grüsse aus Jordanien

Turi und Stina
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Dombybike
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Dombybike »

Danke für den interessanten und aufschlussreichen Bericht!! :)
Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitrag von Turi »

Fotos aus dem Sinai

hier gibt's auch noch richtig wilde Pisten
nur nicht erwischen lassen :wink:

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Gewächshäuser in den Bergen zum Katharinenkloster
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im Suez Kanal, was ist das ??
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"unser" Strand in Ras Muhammed
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und hier "unser" Strand im Nabq NP
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und überall Häuserruinen, niemand weiss wofür
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die Maria Schröder hat auch schon bessere Zeiten erlebt
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vor er Einfahrt in den Suez Tunnel der Skanner
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und immer wieder "neue" Häuserruinen
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daneben die Beduinen in den armseligen Hütten
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Felsformationen im Sinai, ähnlich wie wir im Wadi Rum gesehen haben
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die nördlichsten Mangroven die es gibt, nur eine Sorte gedeiht hier noch, im Ras Nabq
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bei uns fährt man mit dem "Töffli" im Sinai mit dem Kamel
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beim schnorcheln mit ganz normaler Kamera für bis 3 m Tauchtiefe in der Bucht von Ras Muhammed
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Gruss aus Jordanien
Turi
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