Unsere grosse Reise rund um Afrika
Bericht RC und DRC 1.Teil
Auf der RC Seite angekommen, freundliche Behördenmitglieder , ohne Stress wurden die Pass und Carneteinträge erledigt und ab ging’s.
Auf „saumässiger“Piste, bis nach 1 Km das grosse Wasser/ Schlammloch kam, rein und runter, zurücksetzen und mit Schwung raus und schon war der Massif patiniert und min 10 kg schwerer.
Die Landschaft wird immer grüner, viele Bergrücken bzw. Hügelrücken sind rundherum grün, so als ob sie angemalt worden wären.
Eine sehr schöne Landschaft und mit allen negativen Berichten, die wir vom Congo gelesen hatten, sind wir sehr positiv überrascht, von der Landschaft und der Bevölkerung.
Ein paar km weiter und mit einem Knack war der hintere linke Antriebsflansch aberissen.
Mit Allradantrieb, bzw mit 3 Rad Antrieb unter Einsatz der Sperre haben wir unseren ersten Schlafplatz im Congo, direkt an der Piste, bezogen.
Nach einer ruhigen Nacht, am Morgen, der 2. Schreck, rechtes Hinterrad platt.
Also Reifen flicken und weiter auf der Piste bis Mila Mila einem kleinen Dorf mit einem Truckcamp der Chinesen, auch dort, alle hilfsbereit und freundlich, sofort wurde uns der Flansch geschweisst, nach weiteren 2 Km, knack, die Schweisserei war abgerissen.
Zurück zum Camp, Flansch ausgebaut und erneut geschweisst, man glaubte mir nicht, dass es sinnvoller wäre den Flansch auszubauen vor der Schweisserei.
Also, erneut geschweisst und Flansch wieder eingebaut.
Wir fuhren noch 10 km in die Nacht hinein und haben dann wieder am Rand der Piste geschlafen.
Am Morgen ging’s auf guter Piste weiter nach Dolisiè, davor der grosse Kreisel, rechts nach Pointe Noire, links nach Brazzaville, ab hier bester Asphalt.
Zuerst machten wir eine Stadtrundfahrt, Flughafen, Internetcafe (Fehlanzeige), DHL Station (geschlossen), aber das Café hatte offen mit feiner Patisserie und perfektem Kaffee.
Übernachten kann man im Sala Ngolo mit Dusche und WC, Restaurant und Kirche, geführt wird das im Moment als Schule und Ausbildungsplatz fungierende Gelände von einem freundlichen Prister, der mir erlaubt hat die Adresse weiterzugeben, er nimmt gerne Reisende auf, möchte aber, dass keine grossen „Feste“ abgehalten werden, es ist genug Lärm von den umliegenden Bars, in denen die halbe Nacht ziemlich Lärm verursacht wird.
S 04. 12. 353 E 012. 40.196.
Von hier aus kann man zu Fuss praktisch alles erreichen.
Die Angola Embassy ist 200 Meter entfernt, was aber nichts heissen soll, Visa haben wir trotzdem nicht bekommen.
Es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten, auch auf dem grossen Markt in der Mitte der Stadt, man muss sich allerdings an die Preise gewöhnen, Niveau wie in der Schweiz, Milch, Butter und Säfte ca. doppelt so teuer als zu Hause, auch das Gemüse und Früchteangebot ist teuer nicht nur am Markt, nein auch bei den kleinen Händlern an der Strasse.
Am nächsten Morgen, schon wieder ein Schreck, das andere Hinterrad ist platt, ein Metallspan hat sich durch einen Stollen durch die Decke reingefressen.
Beide Plattfüsse konnten vor Ort in weniger als 15 Minuten repariert werden, soll heissen,
immer schlauchlos fahren und ein gutes Reparaturset für Schlauchlosreifen mitnehmen , mit den Schnüren hab ich schon Löcher, in der Grösse einer M 8 Schraube repariert und die Gummis bis zum Ende runtergefahren.
Dolisie haben wir als eine gemütliche Kleinstadt empfunden und uns wohl gefühlt bei unseren täglichen Rundgängen.
Von hier aus geht eine hervorragende Strasse bis nach Pointe Noire.
In einer Steigung, knack, der hintere Antriebsflansch ist wieder ab und die Verzahnung ausgedreht.
Auf dem Tennisplatz des Jachtclubs haben wir es uns gemütlich machen dürfen, um von hier aus die Reparatur der Achse und die Visageschichte anzugehen.
S 04. 47. 354 E 011. 50. 895
Das WC hier ist zwar eine Katastrophe, aber es gibt Wasser und in der Nacht ist es relativ ruhig.
Den Militärs und dem Nachtwächer, die uns bewacht haben, jedem ein Bier und 1000 CFA und gut war’s.
Von hier kann man mit dem Taxi für 1000CFA zum angolanischen Konsulat fahren.
In 5 Minuten ist man in einem guten, sauberen, Restaurant wo man einfach essen kann und eine saubere Toilette hat …. und eine gute Kaffeemaschine gibts auch.
Dort haben wir am Abend einen Franzosen kennengelernt, der hier unten arbeitet.
Er hat die Teile mitgenommen, da der Flansch irreparabel gebrochen war, konnte er mir kurzerhand einen neuen machen lassen, es geht doch nichts über gute Mechaniker.
Weiter zur angolaanischen Botschaft.
Für das Angolavisum S 04. 47.508 E 011.51. 548 braucht es
Formular 3- seitig, nur das Dortige ist gültig.
Passkopien aller benutzten Seiten
Passkopien des kpl. Impfpasses
1 Passfoto
Ein Brief : Demande de Visa de Tourisme, mit Angabe der Reiseroute etc. der richtig formuliert sein muss,
den man dort erhält:
Patex Partner u Express
No 124 Rue Mpanzou
Zu Fuss, 5 Minuten, in der Nähe der Botschaft, für 2200 CFA pro Brief.
Für die Visaerteilung konnten wir mit dem Vizekonsul, Herrn Andrè Nsinga ein freundliches Gespräch führen.
Er meinte das Visum für 30 Tage ab Grenze wäre überhaupt kein Problem und freut sich, uns das Visum ausstellen zu dürfen.
Für Touristenvisa darf man Dienstags und Donnerstags vorsprechen, wir gingen am Donnerstag und werden die Pässe am Montag wieder abholen (50 000 CFA pro Visa).
Soweit der 1. Teil der „Congogeschichte“
Es geht sicher spannend weiter, nur der Druck betreffend des Angolavisums ist verschwunden
So ist Afrika, es gibt fast immer einen Weg und wir haben bis jetzt,
ausser im Senegal, absolut keine Korruption gespuert.
bald geht es weiter in die DRC, wir freuen uns darauf.
Gruss aus Pointe Noire
Turi und Stina
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!