LG Wi grenzenlos
The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
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grenzenlos
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Gute Infos, prima Bericht, schöne Bilder
LG Wi grenzenlos
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Grüße Wi grenzenlos
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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Nach einigen Stunden Wanderschaft erreichen wir einige Sandsteinfelsen. Da die Fahrzeuge uns immer noch nicht überholt hatten funkt Jochen die Fahrer an. Die Jungs haben einen der Toyos kräftig in den Sand gesetzt und bemühen sich, das Fahrzeug wieder freizuschaufeln. Wir warten...

Wir nutzen die Zeit, um etwas in den Felsen herumzuklettern und einige Fotos zu schießen. Die Aussicht ist super und man hat einen schönen Blick in die Ebene. Die Mittagszeit rückt immer näher...






Es ist schon eine halbe Stunde vergangen und es gibt keine weitere Meldung von den Fahrern. Ein kurzer Funkspruch verschafft Klarheit. Jetzt haben die Jungs noch den zweiten Toyo im Sand versenkt.
Also nochmal warten. Die Landschaft ist aber zu schön und ich persönlich bin froh, dass wir nicht so schnell weiter müssen.
Plötzlich der Funkspruch: wir haben es geschafft! Wir setzten unseren Fußmarsch fort in Richtung Mittagstreffpunkt

Von weitem sehen wir schon die drei Toyos, die auf uns warten. Die weißen Fahrzeuge kann man kaum vom weißen Hintergrund der Felsen unterscheiden. Wir nehmen einige Erfrischungen zu uns und legen uns in den Schatten. Nach zwei Stunden Pause geht es weiter zum Nachtlager.


"Schon wieder Touristen", denkt sich das Kamel. Nix wie weg...

Etwas verspätet erreichen wir die Dünen, in denen wir unser Nachtlager aufschlagen. Die untergehende Sonne zaubert ihre Schatten in die Landschaft. Die Farbe der Dünen wird immer intensiver. Ich klettere noch auf einige Dünen, bevor es dunkel wird.




Heute Abend gibt es frischen Fisch, den wir natürlich nicht in der Wüste gefangen haben. In einer Styroporbox gefüllt mit Eis bleibt er frisch bis zum Abend. Der Fisch wird kurz aufgenommen, gewürzt und ab auf den Grill damit. Ich setzte mich mit den Jungs etwas ab vom Rest der Truppe, um uns gemeinsam das Abendessen schmecken zu lassen.

Panoramafoto dieser Gegend. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.


Wir nutzen die Zeit, um etwas in den Felsen herumzuklettern und einige Fotos zu schießen. Die Aussicht ist super und man hat einen schönen Blick in die Ebene. Die Mittagszeit rückt immer näher...






Es ist schon eine halbe Stunde vergangen und es gibt keine weitere Meldung von den Fahrern. Ein kurzer Funkspruch verschafft Klarheit. Jetzt haben die Jungs noch den zweiten Toyo im Sand versenkt.
Plötzlich der Funkspruch: wir haben es geschafft! Wir setzten unseren Fußmarsch fort in Richtung Mittagstreffpunkt

Von weitem sehen wir schon die drei Toyos, die auf uns warten. Die weißen Fahrzeuge kann man kaum vom weißen Hintergrund der Felsen unterscheiden. Wir nehmen einige Erfrischungen zu uns und legen uns in den Schatten. Nach zwei Stunden Pause geht es weiter zum Nachtlager.


"Schon wieder Touristen", denkt sich das Kamel. Nix wie weg...

Etwas verspätet erreichen wir die Dünen, in denen wir unser Nachtlager aufschlagen. Die untergehende Sonne zaubert ihre Schatten in die Landschaft. Die Farbe der Dünen wird immer intensiver. Ich klettere noch auf einige Dünen, bevor es dunkel wird.




Heute Abend gibt es frischen Fisch, den wir natürlich nicht in der Wüste gefangen haben. In einer Styroporbox gefüllt mit Eis bleibt er frisch bis zum Abend. Der Fisch wird kurz aufgenommen, gewürzt und ab auf den Grill damit. Ich setzte mich mit den Jungs etwas ab vom Rest der Truppe, um uns gemeinsam das Abendessen schmecken zu lassen.

Panoramafoto dieser Gegend. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Morgen in der Rub al Khali
Die Sonne hatte schon damit begonnen, die Nacht über der Rub al Khali zu vertreiben, als wir uns aus unseren Schlafsäcken bemühen.

Während einige noch mit dem Frühstück beschäftigt sind, stehen andere schon auf den Dünen, um das morgentliche Farbenspiel mit der Kamera einzufangen.




An diesem Tag führe ich die Gruppe alleine. Jochen gibt mir die GPS Koordinaten unseres Mittagstreffpunkts. Und los geht es. Zunächst einen steilen Dünenabhang hinunter. Einer der Mitwanderer fragt, wo die Fahrzeuge entlang fahren werden. Ich deute nur auf den steilen Abhang und meine "sie werden uns hier folgen". An seinen zweifelnden Gesichtszügen entnehme ich seine Skepsis und ich erkläre ihm, wie man am besten steile Dünen mit dem Allrad bewältigt. Es schien mir, dass ich einiges der Skepsis ausräumen konnte

Immer wieder fragt jemand, ob wir auch wirklich richtig sind und wohin wir laufen müssen. Als Anhaltspunkt zeige ich immer wieder auf einen markanten Punkt, an dem sich die Wanderer orientieren können.


Es verblüfft mich, dass man in der Rub häufig auf grüne Sträucher, Büsche und manchmal auch auf kleinere Bäume stößt.

Gelegentlich kreuzen wir alte Spuren, die schon teilweise vom Sand überweht wurden.





Langsam gewinne ich den Eindruck, dass die Wanderer sich immer sicherer im Gelände bewegen und auch mal einen Abstecher links oder recht vom Pfad unternehmen. Irgendwann hat sich die Truppe soweit auseinander entfernt, dass wir eine kleine Wartepause einrichten müssen.


Gegen Mittag sehen wir aus der Ferne schon die Toyotas und das Schattenzelt, dass die Fahrer aufgebaut hatten. Es gibt einige Erfrischungen und wir legen uns für zwei Stunden in den Schatten, bevor es wieder weiter geht.

Die Sonne hatte schon damit begonnen, die Nacht über der Rub al Khali zu vertreiben, als wir uns aus unseren Schlafsäcken bemühen.

Während einige noch mit dem Frühstück beschäftigt sind, stehen andere schon auf den Dünen, um das morgentliche Farbenspiel mit der Kamera einzufangen.




An diesem Tag führe ich die Gruppe alleine. Jochen gibt mir die GPS Koordinaten unseres Mittagstreffpunkts. Und los geht es. Zunächst einen steilen Dünenabhang hinunter. Einer der Mitwanderer fragt, wo die Fahrzeuge entlang fahren werden. Ich deute nur auf den steilen Abhang und meine "sie werden uns hier folgen". An seinen zweifelnden Gesichtszügen entnehme ich seine Skepsis und ich erkläre ihm, wie man am besten steile Dünen mit dem Allrad bewältigt. Es schien mir, dass ich einiges der Skepsis ausräumen konnte

Immer wieder fragt jemand, ob wir auch wirklich richtig sind und wohin wir laufen müssen. Als Anhaltspunkt zeige ich immer wieder auf einen markanten Punkt, an dem sich die Wanderer orientieren können.


Es verblüfft mich, dass man in der Rub häufig auf grüne Sträucher, Büsche und manchmal auch auf kleinere Bäume stößt.

Gelegentlich kreuzen wir alte Spuren, die schon teilweise vom Sand überweht wurden.





Langsam gewinne ich den Eindruck, dass die Wanderer sich immer sicherer im Gelände bewegen und auch mal einen Abstecher links oder recht vom Pfad unternehmen. Irgendwann hat sich die Truppe soweit auseinander entfernt, dass wir eine kleine Wartepause einrichten müssen.


Gegen Mittag sehen wir aus der Ferne schon die Toyotas und das Schattenzelt, dass die Fahrer aufgebaut hatten. Es gibt einige Erfrischungen und wir legen uns für zwei Stunden in den Schatten, bevor es wieder weiter geht.

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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Nach der Mittagspause, die wir dösend im Schatten der Fahrzeuge verbracht haben, geht es weiter. Ziel ist einer der höchsten Dünen in der Rub al Khali.


Die Sonne brennt vom Himmel und die Mannschaft sucht ihren Weg durch die Wüste. Erschöpft straucheln wir über die Dünen unser Ziel vor Augen.



Heute Abend bin ich mit dem Kochen an der Reihe. Was wird passieren, wenn ich die Suppe versalze und das Essen nicht genießbar ist? Wird man mich dann in der Wüste aussetzen, nur mit einer Flasche Wasser ausgerüstet? Mir kommen große Bedenken. Versunken in meine Gedanken, ob ich den hohen Anforderungen der Wüstenwanderer gerecht werden kann, komme ich vom Kurs ab.


Doch nach ein paar Kurskorrekturen mit Hilfe des GPS treffen wir wieder auf die Fahrzeuge.




Wurde hier schon mal ein Wüstenkoch ausgesetzt, nur mit einer Dose lauwarmer Pepsi? Mir bricht der Angstschweiß aus.


Riesige Sanddünen bauen sich vor uns auf. Mit letzter Kraft überqueren wir eine Düne nach der anderen. Wir mobilisieren die letzten Reserven. Wir denken nicht ans Aufgeben.



Sind das unsere eigenen Spuren? Bewegen wir uns im Kreis?





Die Sonne brennt vom Himmel und die Mannschaft sucht ihren Weg durch die Wüste. Erschöpft straucheln wir über die Dünen unser Ziel vor Augen.



Heute Abend bin ich mit dem Kochen an der Reihe. Was wird passieren, wenn ich die Suppe versalze und das Essen nicht genießbar ist? Wird man mich dann in der Wüste aussetzen, nur mit einer Flasche Wasser ausgerüstet? Mir kommen große Bedenken. Versunken in meine Gedanken, ob ich den hohen Anforderungen der Wüstenwanderer gerecht werden kann, komme ich vom Kurs ab.


Doch nach ein paar Kurskorrekturen mit Hilfe des GPS treffen wir wieder auf die Fahrzeuge.




Wurde hier schon mal ein Wüstenkoch ausgesetzt, nur mit einer Dose lauwarmer Pepsi? Mir bricht der Angstschweiß aus.


Riesige Sanddünen bauen sich vor uns auf. Mit letzter Kraft überqueren wir eine Düne nach der anderen. Wir mobilisieren die letzten Reserven. Wir denken nicht ans Aufgeben.



Sind das unsere eigenen Spuren? Bewegen wir uns im Kreis?



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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Zum höchsten Stand der Sonne kommen wir bei unserem Mittagstreffpunkt an. Bzw. beinahe
Ich hatte beim Anblick der gigantischen Dünen und der traumhaften Landschaft übersehen, dass wir eigentlich nach rechts auf eine Sebkha Ebene hätten abbiegen sollen. Das wäre die einfache Variante gewesen. Aber nein, wir müssen steile Dünen hochklettern.
Der Umweg kostet uns fast eine Stunde. Entsprechend erschöpft kommen wir bei den Fahrzeugen an.


Während die meisten sich in den Schatten setzen und etwas Augenpflege betreiben klettere ich auf die größte Düne dieser Gegend. Sie soll mit 280 Metern die drittgrößte der Rub al Kahli sein. Erschöpft vom Fußmarsch, lege ich immer wieder Pausen ein. Ich will dort hinauf. Die Anstrengungen werden belohnt….







Ich hatte beim Anblick der gigantischen Dünen und der traumhaften Landschaft übersehen, dass wir eigentlich nach rechts auf eine Sebkha Ebene hätten abbiegen sollen. Das wäre die einfache Variante gewesen. Aber nein, wir müssen steile Dünen hochklettern.


Während die meisten sich in den Schatten setzen und etwas Augenpflege betreiben klettere ich auf die größte Düne dieser Gegend. Sie soll mit 280 Metern die drittgrößte der Rub al Kahli sein. Erschöpft vom Fußmarsch, lege ich immer wieder Pausen ein. Ich will dort hinauf. Die Anstrengungen werden belohnt….







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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Nach einem anstrengenden Wandertag aber auch mit neuen Eindrücken aus der Rub al Khali freuen wir uns auf den Abend.

Zunächst wird das Lager aufgebaut. Jeder sucht sich einen ruhigen und vor allem ebenen Platz in den Dünen und schlägt sein Zelt auf, während die Guides mit dem Aufbau der Küche beschäftig sind. Für mich gibt es diesen Abend noch keine Entspannung, denn heute bin ich mit dem Kochen dran.


Zuerst bereite ich mir aber mein Nachtlager. Im Dunkeln ist es schwer einen passenden Platz zu finden. Und nach dem ereignisreichen Tag möchte ich dann nur noch in meinen Schlafsack und die Sterne zählen, bevor ich in das Land der Träume abdrifte.

Heute gibt es zunächst französische Zwiebelsuppe. Nein, keine aus dem Beutel oder aus der Dose. Die Zwiebelsuppe ist hand gemacht. Von einem Koch, der sein Handwerk versteht.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht für so eine große Gruppe gekocht. Panik steigt auf, der Angstschweiß steht auf der Stirne. Es gibt in der Wüste keine Bäume, an dem man einen erfolglosen Koch aufhängen könnte.
Also lege ich einfach los. No Risk, no Fun.

Mit den Jungs schneide ich Zwiebeln für 15 Portionen und dünste sie in einem Alutopf mit Olivenöl an. In Ermangelung von Suppenfleisch, was man in der Wüste selten findet fülle ich den Topf mit Wasser auf und verwende Brühwürfel und Instantpulver, um die Suppe zuzubereiten. Einige Knoblauchzehen dürfen natürllich nicht fehlen. Salz und Pfeffer dazu und dann die Suppe kochen lassen und warten, was sich daraus entwickelt.

Gelegentlich teste ich natürlich die Suppe, um meine Überlebenschance auszuloten. Aber das Ergebnis überrascht sogar mich. Ich bitte die Jungs eine Geschmacksprobe zu wagen. Daumen hoch. Sie sind begeister.

Motiviert von dem Ergebnis mache ich mich locker an die Hauptspeiße. Es steht Spagetthi mit Fleischsoße auf dem Speiseplan. Ich schneide einige Zwiebeln in Würfel und dünste sie an. Die Jungs haben in der Zwischenzeit schon die Packungen mit dem Tomatenmark in eine Schüssel geleert. Ich schneide noch ein paar Tomaten klein und gebe sie mit einigen Knoblauchzehen dazu. Ich liebe Knoblauch.
und hoffe, ich stehe damit nicht alleine.
Die Soße gieße ich in den Topf mit den Zwiebeln. Leider haben wir bei unseren Einkäufen kein Estragon und Basilikum gefunden. In der Gewürztruhe liegt aber ein Beutel, von dem ich nicht weiß, welche Kräuter er enthält. Ich probiere sie und stelle fest, dass sie durchaus zur Soße passen könnten. Also alles rein damit. Jetzt fehlt noch das Fleisch. Kamele liefen uns heute keine über den Weg also verwende ich drei Dosen Corned Beef aus unserem Vorrat. Das Fleisch wird kleingedrückt und in den Topf gegeben. Da die Masse etwas dick wird, gebe ich noch etwas Wasser dazu. Ich schmecke die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Hmmmm, der Pep fehlt noch, etwas mehr Geschmack muß noch rein.

Zwichenzeitlich ist es schon Dunkel und wir kochen im Licht der Taschenlampen. Als "Geschmacksverstärker" schütte ich noch etwas scharfes Chillypulver in die Soße. Im Dunkeln sehe ich aber nicht genau, wieviel ich in den Topf gebe.
Ich rühre kräftig um und unternehme einen ersten Test. Die Soße ist scharf. Aber nicht so scharf, als dass man sie nicht essen könnte. Ganz im Gegenteil. Sie schmeckt richtig gut.

Während ich mich mit der Soße beschäftigte, kochten die Jungs schon die Spaghetti. Sie sind schon al dente und wir können zum Abendessen läuten.

Die Gäste warten schon ungedultig und treffen zügig am Buffet ein. Etwas skeptisch sehen sie auf die Suppe. Ok, wir versuchen sie einfach mal. Die Suppe schmeckt richtig gut, meint einer und fragt, ob er noch einen Nachschlag haben kann. Erleichterung macht sich in mir breit und ich bin mit unserem Kocherfolg absolut zufrieden. Auch die Spaghetti und die etwas exotische Soße kommen gut an und Jochen meinte nur, dass wir heute die Meßlatte ziemlich hoch angesetzt hätten.

Zufrieden mit dem Tag und den vollgeschlagenen Bäuchen legen wir uns schlafen. Am nächsten Morgen geht es weiter durch die Rub....

Zunächst wird das Lager aufgebaut. Jeder sucht sich einen ruhigen und vor allem ebenen Platz in den Dünen und schlägt sein Zelt auf, während die Guides mit dem Aufbau der Küche beschäftig sind. Für mich gibt es diesen Abend noch keine Entspannung, denn heute bin ich mit dem Kochen dran.


Zuerst bereite ich mir aber mein Nachtlager. Im Dunkeln ist es schwer einen passenden Platz zu finden. Und nach dem ereignisreichen Tag möchte ich dann nur noch in meinen Schlafsack und die Sterne zählen, bevor ich in das Land der Träume abdrifte.

Heute gibt es zunächst französische Zwiebelsuppe. Nein, keine aus dem Beutel oder aus der Dose. Die Zwiebelsuppe ist hand gemacht. Von einem Koch, der sein Handwerk versteht.

Mit den Jungs schneide ich Zwiebeln für 15 Portionen und dünste sie in einem Alutopf mit Olivenöl an. In Ermangelung von Suppenfleisch, was man in der Wüste selten findet fülle ich den Topf mit Wasser auf und verwende Brühwürfel und Instantpulver, um die Suppe zuzubereiten. Einige Knoblauchzehen dürfen natürllich nicht fehlen. Salz und Pfeffer dazu und dann die Suppe kochen lassen und warten, was sich daraus entwickelt.

Gelegentlich teste ich natürlich die Suppe, um meine Überlebenschance auszuloten. Aber das Ergebnis überrascht sogar mich. Ich bitte die Jungs eine Geschmacksprobe zu wagen. Daumen hoch. Sie sind begeister.

Motiviert von dem Ergebnis mache ich mich locker an die Hauptspeiße. Es steht Spagetthi mit Fleischsoße auf dem Speiseplan. Ich schneide einige Zwiebeln in Würfel und dünste sie an. Die Jungs haben in der Zwischenzeit schon die Packungen mit dem Tomatenmark in eine Schüssel geleert. Ich schneide noch ein paar Tomaten klein und gebe sie mit einigen Knoblauchzehen dazu. Ich liebe Knoblauch.

Zwichenzeitlich ist es schon Dunkel und wir kochen im Licht der Taschenlampen. Als "Geschmacksverstärker" schütte ich noch etwas scharfes Chillypulver in die Soße. Im Dunkeln sehe ich aber nicht genau, wieviel ich in den Topf gebe.
Ich rühre kräftig um und unternehme einen ersten Test. Die Soße ist scharf. Aber nicht so scharf, als dass man sie nicht essen könnte. Ganz im Gegenteil. Sie schmeckt richtig gut.

Während ich mich mit der Soße beschäftigte, kochten die Jungs schon die Spaghetti. Sie sind schon al dente und wir können zum Abendessen läuten.

Die Gäste warten schon ungedultig und treffen zügig am Buffet ein. Etwas skeptisch sehen sie auf die Suppe. Ok, wir versuchen sie einfach mal. Die Suppe schmeckt richtig gut, meint einer und fragt, ob er noch einen Nachschlag haben kann. Erleichterung macht sich in mir breit und ich bin mit unserem Kocherfolg absolut zufrieden. Auch die Spaghetti und die etwas exotische Soße kommen gut an und Jochen meinte nur, dass wir heute die Meßlatte ziemlich hoch angesetzt hätten.

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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
An diesem Morgen geht es auf die letzte Etappe. Wir durchqueren ein Gebiet mit grünen Büschen und es steht sogar ein kleiner Baum auf einer Düne.


Hin und wieder stoßen wir auf Sandrosenfelder.


Die Fahrer sind uns mit den Toyos wieder vorausgeeilt und warten auf der Piste auf uns. Mit den Allrädern geht es zurück nach Ibri.



Hier noch einige Panoramabilder. Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken.




Zurück in der kleinen Ortschaft Ibri trenne ich mich von Jochen und der Gruppe und nehme den Bus nach Nizwa, wo ich übernachte und am nächsten Tag ein Sammeltaxi nach Muscat nehme.
Für mich war es die erste Reise in den Oman und mit Sicherheit nicht die letzte. Dank Jochen (aka Sindbad hier im Forum) wurde die Reise ein spannendes Erlebnis. Auch wenn ich meine Wüstenwanderung nicht so zum Abschluß bringen konnte, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Jetzt habe ich allerdings noch eine Rechnung offen mit der Rub al Khali. Ich komme wieder. Darauf kannst du dich verlassen...
Viele Grüsse
Alexander


Hin und wieder stoßen wir auf Sandrosenfelder.


Die Fahrer sind uns mit den Toyos wieder vorausgeeilt und warten auf der Piste auf uns. Mit den Allrädern geht es zurück nach Ibri.



Hier noch einige Panoramabilder. Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken.




Zurück in der kleinen Ortschaft Ibri trenne ich mich von Jochen und der Gruppe und nehme den Bus nach Nizwa, wo ich übernachte und am nächsten Tag ein Sammeltaxi nach Muscat nehme.
Für mich war es die erste Reise in den Oman und mit Sicherheit nicht die letzte. Dank Jochen (aka Sindbad hier im Forum) wurde die Reise ein spannendes Erlebnis. Auch wenn ich meine Wüstenwanderung nicht so zum Abschluß bringen konnte, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Jetzt habe ich allerdings noch eine Rechnung offen mit der Rub al Khali. Ich komme wieder. Darauf kannst du dich verlassen...
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Hier noch ein kurzes Youtube Video. Eines meiner ersten Versuche mit einer GoPro Kamera. Noch etwas verwackelt, aber es wird schon noch werden. 
Grüsse
Alexander
Grüsse
Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
das ist einfach gigantisch ! bei Windstille gibt es wohl kaum was schöneres !
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fernfieber
- Beiträge: 10
- Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:02
Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Danke für die tollen Bilder!
Les hier schon einige Zeit mit und hab mich jetzt auch mal angemeldet...War zwar noch nicht in allzu vielen Wüsten dieser Erde (Namib + Kalahari), bin mit 18 aber ja noch jung. :D
Bin ein Riesen Afrika bzw. allgemein Reise-Fan (bin zu 50% Südafrikaner)...gibt so viele Orte und Regionen, die ich in meinem Leben noch besichtigen will...
Werde die vielen Infos hier bestimmt mal zu nutzen wissen und hoffe in nicht allzu ferner Zukunft das Forum hier auch mal mit Berichten füllen zu können!...
Hoffe, meine Vorstellung ist hier nicht allzu unerwünscht, hab nur mal die Gelegenheit genutzt, mich kurz der Forengemeinde vorzustellen...
Les hier schon einige Zeit mit und hab mich jetzt auch mal angemeldet...War zwar noch nicht in allzu vielen Wüsten dieser Erde (Namib + Kalahari), bin mit 18 aber ja noch jung. :D
Bin ein Riesen Afrika bzw. allgemein Reise-Fan (bin zu 50% Südafrikaner)...gibt so viele Orte und Regionen, die ich in meinem Leben noch besichtigen will...
Werde die vielen Infos hier bestimmt mal zu nutzen wissen und hoffe in nicht allzu ferner Zukunft das Forum hier auch mal mit Berichten füllen zu können!...
Hoffe, meine Vorstellung ist hier nicht allzu unerwünscht, hab nur mal die Gelegenheit genutzt, mich kurz der Forengemeinde vorzustellen...
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Alexander
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Hallo Fernfieber,
willkommen bei uns im Wüstenschiff. Mit 18 Jahren hast du ja noch einiges vor dir
Mich freut es besonders, dass es doch noch junge Menschen gibt, die sich für diese Art von Reisen interessieren. Ich habe das gefühl, es werden immer weniger. Wir freuen uns schon auf deine Reiseberichte.
Viele Grüsse
Alexander
willkommen bei uns im Wüstenschiff. Mit 18 Jahren hast du ja noch einiges vor dir
Viele Grüsse
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
bleib dran und warte nicht ab!fernfieber hat geschrieben:...gibt so viele Orte und Regionen, die ich in meinem Leben noch besichtigen will...
Gruß Til
-
fernfieber
- Beiträge: 10
- Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:02
Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Oh, bei meiner Kurzvorstellung ganz vergessen: Mein Name ist Stefan!...Alexander hat geschrieben:Hallo Fernfieber
@Til: Erstmal Schule fertig machen und dann schaun mer mal, wohin's mich noch so verschlägt. Zeit zu verschwenden hab ich keine, das Leben ist zu kurz dafür!...
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Kuno
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- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
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Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Uii. Dann lass das mit der Wüste aber lieber gleich bleiben - da kannst du unheimlich viel Zeit verschwenden. Und zu sehen gibt es praktisch nichts. Eigentlich nur Sand. Flach oder auf Haufen.fernfieber hat geschrieben:Zeit zu verschwenden hab ich keine, das Leben ist zu kurz dafür!...
Re: The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Nein, nein lass dir von Kuno nichts einreden! Jede Minute in der Wüste ist wertvoll!
Es gibt nicht nur Sand sondern auch Steine, kleine, große und ganz große.
Viel Spaß auf deinen Reisen wünscht dir Bodo aus Thüringen
Es gibt nicht nur Sand sondern auch Steine, kleine, große und ganz große.
Viel Spaß auf deinen Reisen wünscht dir Bodo aus Thüringen




