Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Alexander
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Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

Hallo Wüstenfreunde,

nur wer selbst schon in der Wüste war versteht in der Regel, warum man die Strapazen einer Wüstenwanderung auf sich nimmt. Tage der Hitze, körperliche Belastung, mangelnde Hygiene, Sand und Staub. Jedes Mal, wenn ich aus der Wüste zurückkomme, werde ich mit Fragen überschüttet, warum ich das mache.

Wer sie nicht selbst erlebt hat, die Ruhe und Einsamkeit, die unglaubliche Zufriedenheit die einem widerfährt, kann es nur schwer nachvollziehen.

Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Mit dem ersten Ruf des Muezzin, der versucht, sich gegen das Gebell der streunenden Hunde und dem Krähen der Hähne durchzusetzen, mache ich mich auf den Weg in den Süden, der Grossen Sandsee. 21 Liter Wasser, Datteln und dem Nötigsten, was man für die Wüste benötigt, befinden sich in meinem Rucksack. Alles Unnötige bleibt zurück, keine unnötigen physischen und psychische Lasten. Die Sinne konzentriert auf das, was vor mir liegt.

Am Ende der Oase wird mir bewusst, wie sich Siwa seit meinem letzten Besuch verändert hat. Eine Trasse von etwa einem Kilometer wurde in die Wüste hinausgeschoben. Links und rechts von ihr steht Neubau an Neubau. Grundstücke, die vor allem durch Europäer gekauft wurden und die sich einen Ruhesitz oder ein Urlaubsdomizil errichten.

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Eigentlich hatte ich erwartet, der Erste an diesem Morgen in der Wüste zu sein. Es gibt aber Oasenbewohner, welche die Einsamkeit der Wüste zum morgendlichen Gebet suchen.

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Die ersten 8 - 10 Kilometer sind die anstrengendsten. Mit dem schweren Gepäck auf dem Rücken, dem stetig ansteigenden Gelände und dem weichen Sand verlangt der Körper häufig nach einer Pause und einem Schluck des noch kühlen Wassers.

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Jedes schattige Plätzchen wird für eine kurze Pause ausgenützt. Schatten gibt es nicht viel in der Wüste, besonders wenn man ihn braucht.

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Am späten Vormittag werden die Etappen immer kürzer und die Pausen immer länger. Die Temperaturen scheinen dieses Jahr besonders extrem zu sein. Was würde ich jetzt für einen kühlen Schatten geben.

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Etwa 2 Kilometer weiter stoße ich auf einige Felsen. Schatten! 8)

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Das Thermometer zeigt, warum ich mich so schwach fühle. Es sind die 51 Grad Celsius, die mir zu schaffen machen.
Selbst im Schatten zeigt das Termometer immer noch 37 Grad an.

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Ich ziehe mich so weit wie möglich in den Schatten zwischen den Felsen zurück. Und glaubt es mir oder nicht, nach wenigen Minuten befinde ich mich im Land der Träume und wache erst am frühen Nachmittag wieder auf :oops:

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Wie schaffen es Pflanzen und Tiere nur bei dieser Hitze in der Wüste zu überleben?

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Spaziergang am Strand? Überall findet man Millionen Jahre alte Fossilien und teilweise in einem Zustand, wie man sie normalerweise an einem exotischen Sandstrand findet.

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Wie eine Blume strahlt das weisse Seeigelskelett aus dem Sand.

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Fortsetzung folgt

Grüsse
Alexander
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Jürgen Kempe
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Jürgen Kempe »

Ja, lieber Alexander,

bei Deinem Bericht kommen Erinnerungen auf, an gut 40 Jahre zurückliegende Strapazen mit Todes-Ahnen bei der Vorstellung, jetzt bald das letzte Wasser trinken zu müssen / trinken zu dürfen...

Du hast meine Bewunderung, Du, in Deinem Alter :oops: , diese Leistung! (Spürst Du schon den Unterschied zu früheren Jahren?)

Da grösste Wunder ist, dass man trotz Allem gleich wieder aufbrechen möchte :shake: .

Gute Erholung! Jürgen Kempe
Alexander
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

Jürgen Kempe hat geschrieben: Du hast meine Bewunderung, Du, in Deinem Alter :oops: , diese Leistung! (Spürst Du schon den Unterschied zu früheren Jahren?)
Lieber Jürgen,

ich gebe es ungerne zu. Aber es ist nicht mehr so einfach. Die Vorbereitungen, um körperlich fit zu sein, werden immer anstrengender. Auch bei den Wanderungen selbst merkt man, dass man nicht mehr der Jüngste ist und das fast von Jahr zu Jahr. Aber wenn es auch körperlich anstrengend ist. Die mentale Erholung, die man erfährt, ist enorm.
Jürgen Kempe hat geschrieben:Da grösste Wunder ist, dass man trotz Allem gleich wieder aufbrechen möchte :shake: .
Es ist wie eine Sucht. Ich war noch nicht ganz zurück, habe ich mich dabei erwischt, wie ich schon neue Pläne geschmiedet habe. Wer es noch nie gemacht hat, weiss nicht, was ihm entgeht. Und wer es gemacht hat, der ist gefangen von dieser Faszination.

Viele Grüsse
Alexander
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Chrigu
Beiträge: 989
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Chrigu »

Wow Alex, da musste ich mich grad nochmals mit dem PC anmelden!

Kann mich mit dem Android einfach nicht einloggen. Lesen geht...

Ist ja wirklich enorm packend. Einerseits was Du zu den vielaussagenden Bildern dazuschreibst, andererseits, weil es den Wunsch weckt, so etwas umgehend auf die "to-do Liste" zu setzen.

Danke! Und weiter so... :wink:
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Alexander
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

Das ursprüngliche Ziel bestand darin, möglichst nahe an den Bir Russia, Russian Spring oder Bir Rus, wie ihn die Siwi nennen, zu kommen. Aufgrund meines Wasserverbrauchs der letzten Jahre hatte ich einen täglichen Wasserbedarf von 3 - 3,5 Liter angenommen. Wie sich am Abend herausstellen sollte, betrug der Wasserverbrauch aufgrund der ungewöhnlichen Hitze 4,5 Liter. Am nächsten Tag sollten die Temperaturen nochmals einen Spitzenwert von 53 Grad erreichen und der Wasserverbrauch sich auf 4,75 Liter erhöhen. Damit stand fest, dass für dieses Mal der Bir Russia in weite Ferne gerückt war. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel ;-)

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Auch am Nachmittag läßt die Hitze nur unbedeutend nach, sodass ich jeden Schatten, der meinen Weg kreuzt, für eine Pause nutze. Das lauwarme Wasser aus der Feldflasche bietet längst keine Erfrischung mehr. Es dient nur noch dazu, den Wasserhaushalt des Körpers auszugleichen.

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Hier hat wohl eine Spinne vergessen, die Haustüre zu schließen. Oder es war ihr auch zu heiß und sie wollte nur die gute Stube lüften.

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Gegen Sonnenuntergang erhebt sich ein erfrischender Wind über die Sandebenen. Daher versuche ich so lange wie möglich meinen Marsch in die Dunkelheit zu verlängern. Doch selbst ein bis zwei Tage vor dem zunehmenden Halbmond ist es nicht einfach, den Weg zwischen den Felsen zu finden. Ich möchte auf dem unebenen Boden keine Verletzung riskieren und schlage nach knapp 20 Kilometer Fußmarsch das Lager auf.

Am nächsten Morgen, noch bevor sich die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont stehlen, bin ich unterwegs, weiter Richtung Südosten. Der Weg führt durch eine Senke, die mit grünem Gewächs übersät ist. Neben ein paar Palmen bilden sie eine willkommene Abwechslung der Farbpalette. Besonders in den Abend- und Morgenstunden sind die Farben besonders intensiv. Diese Stunden eignen sich am Besten um kontrastreiche Fotos zu schiessen.

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Diese Dünen muss ich bezwingen. Schon aus der Entfernung erahne ich, welche Kraftanstrengung notwendig werden wird, sie zu überqueren.

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Bevor es über den Dünengürtel geht, werden nochmals Kräfte gesammelt. Es ist bereits später Vormittag und das Thermometer hat die 53 Grad Marke erreicht. Es gibt keinen Schatten, keinen Fels und keinen Strauch, hinter den man sich verstecken könnte. Ich stelle meinen Rucksack so auf, dass er den größtmöglichen Schatten wirft. Dazu spanne ich eine Decke mit Silberbeschichtung, um die Sonnenstrahlen abzulenken.

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Fortsetzung folgt
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Alexander
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

Über diese Düne muss ich rüber. Die anstrengende und schweisstreibende Kletterei wird durch eine fantastische Aussicht auf die nähere Umgebung und ferne Landschaften belohnt. Dass ich von hier nicht so schnell wieder aufbreche, dürfte auf der Hand liegen. Der Ausblick ist einfach zu beeindruckend.

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Ich werde eine weitere Düne überqueren müssen, bevor ich mich auf die Suche nach einem Lagerplatz machen kann.

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Hinter einem Felsen an windgeschützter Stelle errichte ich mein Nachtquartier. Doch ist mein Tag noch nicht zu Ende. Auf einer Satelliten Karte von Google Earth hatte ich etwas entdeckt, dass wie ein Krater aussieht. Diese Formation wollte ich mir noch ansehen, bevor es in den Schlafsack geht.

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Auf der Google Karte zeichnet sich dieser Krater ab. Was mag das sein?

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Das Gebilde entpuppt sich tatsächlich als eine kreisrunde, kraterähnliche Struktur. Vermutlich handelt es sich um ein millionen Jahre altes Korallenatoll aus der Zeit, als die Wüste noch von Meer bedeckt war.

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Panoramabild: Bitte auf das Bild klicken, um es in Vollgrösse sehen zu können.

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Nach dem kleinen Umweg geht es zurück ins Lager. Den Gedanken über den Ursprung des Kraters kann ich nicht mehr zu Ende führen. Der Tag hatte meinem Körper einiges abverlangt und ich war, noch ehe ich zu einer möglichen Schlussfolgerung gekommen wäre, eingeschlafen.

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Fortsetzung folgt

Grüsse
Alexander
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majasch
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von majasch »

danke dir alexander für die spannenden erzählungen und die schönen fotos
schaue täglich nach der fortsetzung :-)
ach weckt das sehnsüchte
gruess maja
Thomas 6
Beiträge: 21
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Thomas 6 »

Vielen Dank für deinen ansprechenden u. interessanten Bericht.
Auf einem Photo hast du Wanderstiefel (?) an. Ich war noch nie in der Wüste, daher meine Fragen :
- Sind das Vollederstiefel oder haben die eine Membrane ?
- Beides wären mir viel zu warm. Weshalb trägst du diese u. z.B. keine Wüstenstiefel wie den Meindl Desert o. einen Stiefel aus Leinen/Baumwolle ?
-Mit welchen Hilfsmittel navigierst du ?
Danke für deine Antwort.
Zuletzt geändert von Thomas 6 am So 30. Okt 2011, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
Sind wir schon da ?
Birgitt
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Birgitt »

Thomas 6 hat geschrieben:- Sind das Vollederstiefel oder haben die eine Membrane ?
Hallo Thomas,

Alex hatte uns seine Schuhe vor einiger Zeit einmal gezeigt.
Im nachfolgenden Thread kannst du sie etwas besser sehen:

Schuhe zum Bergwandern und für Wüstentour?

Gruß
Birgitt
Thomas 6
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Registriert: So 13. Apr 2008, 18:43

Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Thomas 6 »

Danke für den Hinweis. Mal sehen was Alexander noch so zu erzählen hat.
Sind wir schon da ?
Birgitt
Moderator
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Birgitt »

Was mich auch noch interessiert, ist die Hose.

Alex, ich sehe auf einem Foto, dass du eine lange Jeans trägst.
Ich persönlich würde mich in einer leichten weiten "Trekkinghose" wohler fühlen, aber du hast bestimmt einen guten Grund für die Jeans. Ist das eine normale dicke Jeans, oder irgendetwas spezielles? Ich erinne mich, dass ich vor Jahren einmal eine "Expeditionsjeans" im Outdoorladen erworben hatte, die deutlich leichter und stretchiger war als die herkömmlichen.

Gruß
Birgitt
Alexander
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

Hallo Birgitt,

diese Jeans war eine ganz normale. Ich trage sie, weil sie sehr robust ist, besonders wenn man über schroffe Felsen klettert, widerstandsfähig gegen alle möglichen Stacheln und Stiche von Pflanzen und Tier und hält auch beim Waschen einiges aus, ohne dass sie danach wie ein Faltenrock aussieht.

Im Übrigen bin ich ein Gegner von diesen "Spezial" - Hosen und "Spezial" - Schuhen und was es noch so alles an "Spezial" - Zeug gibt, wenn "normales" Equipment den Zweck ebenso erfüllt. Manchmal sogar besser und preisgünstiger. Warum soll ich, wie Thomas es oben schreibt, Sandstiefel tragen, wo die alten eingelaufen Wanderstiefel mindestens den gleichen Zweck erfüllen. Besonders wenn man den Sand wieder verlässt und schroffes felsiges Gebiet durchlaufen muss. Alleine aus dem Sicherheitsaspekt würde ich meinen alten Tretern den Vorzug geben.

Meine Empfehlung: Spezialausrüstung ist nicht immer notwendig, auch wenn es einem Werbung, Verkäufer und Prospekte einreden möchten. In den Fällen, wo tatsächlich Spezialausrüstung benötigt wird, spricht natürlich nichts dagegen, dass man sie verwendet.

Grüsse
Alexander
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

Die Wüste lebt. Besonders nachts, wenn die Temperaturen erträglich sind und der Wasserverbrauch sich im überlebensfähigen Rahmen bewegt. Bizarre Spuren, hinterlassen bei der Futtersuche, beim Kampf ums Überleben. Je nach dem an welcher Stelle man an der Nahrungskette steht.

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Nein, ich bin hier niemandem ausgewichen :oops: Man verliert etwas die Konzentration, ist abgelenkt von der Natur und verliert das Ziel aus den Augen. Schon kommt man vom Kurs ab. Ein Schlenker nach Rechts und das Problem ist behoben ;-)

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Am späten Vormittag kommt die Windmaschinerie komplett zum Erliegen. Die Temperaturen steigen wieder, wie sie für einen Europäer, der eher gemässigte Temperaturen gewöhnt ist, gewöhnungsbedürftig sind. Zur Mittagszeit, wenn die Sonne am Höchsten steht, wird es noch heisser werden, sodass ich bald einen Schatten brauche.
Das Paradoxe ist, es gibt genügend Berge und Hügel. Sie werfen aber aufgrund ihrer kegeligen, nach oben spitz zulaufenden Form zusammen mit der hochstehenden Sonne keinen Schatten.

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Kurz vor Mittag erreiche ich einen langgezogenen Hügel, der auf seiner Nordseite eines im Überfluss bietet: Schatten 8)
Nicht nur für einen. Nein für eine ganze Legion. Der Hügel wurde von Sand und Wind so lange bearbeitet, bis sich ein langer Überhang gebildet hatte. Um das schattige Plätzchen erreichen zu können, muss ich zuerst etwas Kletterarbeit leisten. Der Kalkstein ist nicht nur angenehm kühl. Ich habe von der Stelle auch eine gute Aussicht. Meinen Rücken befreie ich von dem Gewicht des Rucksacks und mache es mir bequem. Meinen Blick und meine Gedanken lasse ich in die Ferne schweifen...

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Eine versteinerte Kegelmuschel im Fels

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Fortsetzung folgt

Grüsse
Alexander
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martin1101
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von martin1101 »

Hallo Alexander,

ich darf mir Deine wunderbaren Bilder nicht länger ansehen :bang:

DANKE Dir aber trotzdem dafür


sehnsüchtige Grüße aus Linz
Martin
Reisen ist tödlich ... für Vorurteile (Mark Twain)
Unsere Reisen

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Alexander
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Re: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea

Beitrag von Alexander »

martin1101 hat geschrieben:ich darf mir Deine wunderbaren Bilder nicht länger ansehen :bang:
Hallo Martin,

sorry, ich wusste nicht, was ich mit den Bilder anrichte. :mrgreen: Wenn ich dich richtig verstehe, soll ich keine Bilder mehr posten? :roll:

Grüsse nach Österreich, wo es nur Berge gibt, aber keine Dünen :wink:

Alexander
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