Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Birgitt
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Reisebericht Jordanien - Ruinenstadt Abila

Beitrag von Birgitt »

Bei Harta, keine 5 km von der syrischen Grenze entfernt, erstrecken sich die Ruinen der antiken Stadt Abila über zwei Hügel: Tell Abila im Norden und Khirbat Umm al-'Amad im Süden. Der Ort war seit dem beginnenden 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur Eisenzeit durchgehend besiedelt. In seleukidischer Zeit wurde der Ort neu gegründet, daher auch der Name Seleukia Abila. Laut Polybios wurde Abila 218 v. Chr. unter Antiochos III. erobert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch die Aufnahme in die Dekapolis. (Quelle: Wikipedia)

Dekapolis bezeichnet zehn antike Städte östlich und südlich des See Genezareth, zwischen Damaskus im Norden und Amman im Süden. Diese Städte waren nach der Eroberung des Gebietes durch Alexander den Großen und unter seinen seleukidischen Nachfolgern nach griechischem Vorbild gegründet oder umgeprägt worden. Sie lagen in der während der Diadochenzeit als Koilesyrien bezeichneten Region, die lange zwischen Seleukiden und Ptolemäern umstritten war. (Quelle: Wikipedia)

Der Eintritt ist (derzeit) frei. Die Grenznähe zu Syrien scheint Besucher noch abzuschrecken.

Die Säulen der Basilika Tell Umm el Ammad, abwechselnd aus Basalt und Kalkstein gefertigt

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An einigen Stellen ist der Mosaikboden noch gut zu erkennen

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Schaut man vom Hügel hinab in die Talsenke, erblickt man Reste einer byzantinischen Straße mit schwarzem Basaltpflaster

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Bei den Ruinen am Ende der freigelegten Straße sind sich die Experten noch uneinig. Manche vermuten, dass es sich bei dem Gebäude um einen Bischofspalast handelt, andere vermuten hier eher ein Theater

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Säulengang und Grundmauern einer weiteren Basilika

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Es steht und liegt noch einiges herum, was aufgerichtet und zusammengepuzzelt werden muss

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Für heute reicht es an antiken Säulen. Wir steigen ins Auto

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und fahren nun wieder entlang der Säulen der Neuzeit ;-)

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Birgitt
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Reisebericht Jordanien - Ausflug zum Tell Mar Elias

Beitrag von Birgitt »

Ein neuer Tag beginnt. Auf engen Straßen erkunden wir heute die Wälder rund um Ajloun. Im Dorf Lesteb soll der Prophet Elias geboren sein. Dass der in der Nähe (zwischen Istafeena und Wahadna) gelegene 900 m hohe Berg "Tell Mar Elias" genannt wird, wundert von daher nicht. Auf dem Gipfel wurden 1999 Grundmauern einer großen byzantinischen Kirche aus dem 6. und 7. Jahrhundert ausgegraben. Eintritt 1 JOD p.P., freier Eintritt mit Jordan Pass

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Auch Bodenmosaike wurden hier gefunden, die sehr schön sein sollen. Da man Sorge vor Verwitterung hat, und noch kein Überdach gebaut ist, sind die Mosaike leider alle mit Folie und einer dicken Schicht Sand abgedeckt

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Der Besuch des Monastery Mar Elias lohnt daher momentan nur wegen der wirklich sehr schönen Aussicht auf die hübsche jordanische Mittelgebirgslandschaft

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Wir kurven weiter, vorbei an Köhlern

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und vorbei an kleinen Weinbaugebieten

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und erreichen die Stadt Ajlun. Mittendrin thront das - vermutlich 600 Jahre alte - Minarett

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Birgitt
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Reisebericht Jordanien - Ajlun Caste - Qala'at ar Rabad

Beitrag von Birgitt »

3 km westlich Ajlun erhebt sich hoch oben auf einem Hügel die mächtige Burg "Qala'at ar Rabad". Eintritt 3 JOD p.P., freier Eintritt mit dem Jordan Pass

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Das Fort wurde zum Ende des 12. Jahrhunderts erbaut, um den Kreuzfahrern im Norden Transjordaniens zu begegnen und den Eisenerzbau rund um Ajlun zu schützen. Das Fort kontrollierte das Jordantal und drei wichtige Wadis. Bereits 1260 haben Mongolenherden die Burg zerstört, die Mamluken sie dann aber wieder aufgebaut . Die Burg lag so exponiert, dass sie auch als Nachrichten-Relaisstation für Rauchsignale und Brieftauben genutzt wurde. Die Übertragungsgeschwindigkeit war laut unserem Reiseführer erstaunlich: Nachrichten aus Nordsyrien sollen die Zentrale in Kairo innerhalb eines Tages erreicht haben.

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Wir gehen zum Eingangstor

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und dann gehts wieder los ;-) Treppensteigen ist für uns in Jordanien mittlerweile zur absoluten Selbstverständlichkeit geworden. Ohne Treppensteigen fehlt uns schon fast das gewisse Urlaubsfeeling ;-)

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Alles ist gut restauriert und extrem stimmungvoll ausgeleuchtet

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Einiges von dem, was in der Burg gefunden wurde, ist ausgestellt

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Durch viele Gänge hindurch

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erreichen wir die Waffenschmiede

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Eine Region zu kontrollieren und zu schützen ging zeitweise nicht ausschließlich mit guten Worten. Im Nahkampf kamen Schwerter zum Einsatz, im Fernkampf Pfeil und Bogen, die Pfeile versehen mit vergifteten Pfeilspitzen. Selbstverständlich gab es auch eine große Armada an Kanonen samt der dazugehörigen Kanonenkugeln

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Unterschiedliche Größen, je nach Dimension von Kanone und Feind ;-)

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Spähschlitze überall im Mauerwerk

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Größere Fensteröffnungen nur in den oberen Etagen

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Traumhafter Blick von oben in alle vier Himmelsrichtungen

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Birgitt
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Jordanien - Ajlun Forest Reserve - Biscuit House

Beitrag von Birgitt »

Mitten im Ajlun Forest Reserve liegt dieses außen wie innen architektonisch eigenwillige, aber sehr gut gelungene und an die Landschaft angepasste Gebäude

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Im Inneren wird mit dem Lichteinfall der Sonne gespielt

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Es handelt sich um die von den Khammash Architects erbaute und von USAid und E-TVET Fund mit unterstützte "Royal Academy for Nature Conservation". Im Link sind weitere Bilder, die das Spektakuläre des Gebäudes erst richtig sichtbar machen

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Die Akademie ist Ausbildungsstätte für Ranger/Naturführer, Öko-Lodge-Management sowie alle, die mit dem Naturschutz zu tun haben. Hier werden auch alte Handwerke unterrichtet, Kooperativen gegründet und fast verlorene Fähigkeiten dadurch bewahrt.

Eine Frauen-Kooperative betreibt in der Akademie das "Biscuit House". Frauen backen hier nach traditionellen Rezepten köstlichste Kekse und sichern sich durch entsprechende Vermarktung so ein eigenes Einkommen. Das Kekshaus wurde ursprünglich durch die Hanns-Seidel-Stiftung finanziert und fünf Jahre lang von der Royal Society for Conservation of Nature verwaltet. Nach dem nachweislichen Erfolg des Biscuit House wurde es ab September 2014 an die Frauen-Community übergeben, die die Produktion von RSCN Jordanian Delights-Produkten unter dem Markennamen Tasali fortsetzen.

Unser ganz besonderer Naschtipp: die "Molasses and Tahini Sandwich Cookies" ;-)

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Birgitt
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Reisebericht Jordanien - Ajlun Forest - RSCN - Soap House - Seifenherstellung

Beitrag von Birgitt »

Neben dem Biscuit House gibt es eine weitere Kooperative: Das "Soap House". Hier stellen Frauen in reiner Handarbeit Olivenölseifen her, die unter dem Namen "Orjan Soap" vertrieben werden.

Alle Seifen werden zu mindestens 90% aus reinem Olivenöl hergestellt, ohne künstliche Farbstoffe und Duftstoffe, ohne Chemikalien, kombiniert nur mit anderen natürlichen Ölen und Pflanzenextrakten. Das Olivenöl wird in großen Kesseln auf Gaskochern erwärmt und einige Stunden unter gelegentlichem Rühren auf Temperatur gehalten

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anschließend wird der stark zähflüssige "Olivenöl-Seifenleim" durchgequirlt

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und die fertige Masse auf Bleche gegossen

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Soll es eine Olivenöl-Seife mit Zusatz sein, verwenden die Frauen eine Vielzahl weiterer lokaler Zutaten wie z.B. Lavendel, Geranium, Minze und - wie hier - Granatapfel. Der Granatapfelsaft wird dem Seifenleim beigefügt und alles nochmals gut durchgequirlt

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Es ist erstaunlich, wie stark eine kleine Menge Granatapfelsaft eine große Menge Olivenöl-Seifenleim einfärbt

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Der Seifenleim muss rd. 10 Stunden abbinden, bevor er geschnitten werden kann. Die fertig geschnittenen Seifenstücke kommen dann zum durchtrocknen in die Trocknungsregale

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bevor sie verpackt

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und verkauft werden

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Ein wunderbares und wohl duftendes Mitbringsel für die Lieben daheim von einer wirklich unterstützenswerten Kooperative. Selbstverständlich auch sehr empfehlenswert für den Eigenbedarf ;-)

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Birgitt
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Jordanien - Unterwegs in Jerash - Antikes Gerasa

Beitrag von Birgitt »

Ade Norden. Langsam treten wir unseren Rückweg in Richtung Süden an. Am Nachmittag erreichen wir Jerash mit der Ausgrabungsstätte des antiken Gerasa. Eintritt 10 JOD p.P., freier Eintritt mit dem Jordan Pass.

Jerash ist nach dem Wadi Rum und Petra der touristisch meistbesuchte Ort Jordaniens. Im großzügigen Gelände verlaufen sich die Touristen. Der "Rummel" beschränkt sich glücklicherweise auf den Eingangsbereich des Visitor Centers, dort aber sehr massiv. Die Händler sind extrem aufdringlich und scheuen sich nicht, ältere Besucher am Ärmel zu sich zu ziehen und zu Käufen nötigen zu wollen. Da hilft nur schnellen Schrittes hindurch ... ;-)

Wir betreten die einstige römische Provinzstadt durch das dreiteilige Hadrianstor im Süden

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Das Hippodrom mit seiner 244 m langen Pferderennbahn kommt uns riesig vor, war aber für römische Verhältnisse wohl verhältnismäßig klein, denn es bot "nur" 15.000 Zuschauern Platz. Einige Sitzreihen sind noch gut erhalten

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Gleich hinter dem Südtor

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befindet sich linkerhand das Südtheater, in dem ein arabisch gekleideter Jordanier auf einem schottischen Dudelsack irische Weisen spielt. Die Architektur des Theaters ist toll, die Akustik phänomenal, der Rest will nicht so recht zusammen passen ;-)

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Vom Hügel des Südtheaters bietet sich der beste Blick auf das ovale Forum

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Nahezu jeder Stein in Jerash ist ausführlich erklärt

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Jerashs Säulengänge des Cardo Maximus bieten spektakuläre Fotomotive

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Antik und modern, dicht an dicht beieinander. Das neue Jerash umschließt das alte Gerasa saugend

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Filigrane Steinmetzarbeiten

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Teilweise noch erkennbare Inschriften in den Steinblöcken

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Wunderschöne Fassaden, Hintergrund unzähliger Selfies ;-) hier das Nymphaeum

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Das Nordtheater, bestens erhalten

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Wer tiefer eindringen will in die römische Geschichte, sollte noch etwas Zeit für den Besuch des Museums einplanen

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Birgitt
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Jordanien - Wadi Mujib Biosphere Reserve - Adventure Center

Beitrag von Birgitt »

Madaba liegt strategisch ideal, so dass wir die Nacht wieder im Black Iris verbringen. Hier erfahren wir, dass die aufgrund der Unwetter einige Tage gesperrte Straße entlang des Toten Meeres in Richtung Wadi Araba für den Durchgangsverkehr wieder freigegeben ist. Für uns ideal. Noch immer sickert das Wasser von den Berghängen durch die auf Seite geschobenen Geröllmassen auf die Straße

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Auf unserem Weg nach Süden machen wir einen Stop am Wadi Mujib Adventure Center, das um diese Jahreszeit verwaist ist

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Von April bis Ende Oktober, wenn keine großen Regenfälle zu erwarten sind, wird hier Canyoning im Wadi Mujib angeboten. Aber nicht nur das. Für ganz Mutige gibt es auch eine Zipline, die im gleichen Zeitraum in Betrieb ist

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und von einer Canyonwand zur anderen führt. Jetzt, im November, sind alle Zugänge zum Canyon durch Absperrungen fest verschlossen

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Wadi Mujib ist nicht nur ein Spaß-Canyon. Das bei der UNESCO gelistete großflächige Mujib Biosphere Reserve ist Heimat zahlreicher schützenswerter Tiere und Pflanzen

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Jordanien - Salzkruste am Toten Meer

Beitrag von Birgitt »

Unterwegs bestaunen wir immer wieder die großartige und unwirkliche Landschaft des Toten Meers

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Deutlich sieht man, dass sich das Wasser über die Jahre zurückzieht und dadurch stufenförmig Salzzungen trockengelegt werden

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Dick salzverkrustet ist der Uferbereich

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Messerscharfe Oberfläche

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die an den Rändern stalagtitenähnlich herunterzutropfen scheint

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Surreale Kulisse

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mit Jahresringen

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Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Treibgut am Strand

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fast krimireif ;-)

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Birgitt
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Jordanien - Plastikmüll, Umweltbewusstsein und Müllabfuhr

Beitrag von Birgitt »

Auch wenn Treibgut manchmal witzig ist, zum lachen ist ein solcher Anblick wahrlich nicht

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Sobald sich irgendwo Hohlräume auftun: Plastikmüll!

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Und am stacheligen Wüstenbewuchs in Jordanien verfängt sich auch so einiges

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Vielleicht wachsen hier auch einfach nur die überall angebotenen Kunststoff-Rosen?

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Gewässer eines Wadi nach einem Wochenende

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Die im Parkbereich angebrachten Ermahnungen interessieren nicht jeden

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Hier eine fröhliche Familienfeier auf einem Parkplatz oberhalb des Mujib Canyons. Während die Frauen mit Fotos beschäftigt sind, füllen die Männer noch etwas Motoröl nach. Die leere Dose landet mit großem Schwung und lautem Beifall über der Reling. Und damit im Mujib Biosphere Reserve

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Am Umweltbewusstsein - egal wo auf der Welt! - muss dringend gearbeitet werden. Die Menschen müssen besser erzogen werden! Aber solange solche Schilder ignoriert werden

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und der Müll weiterhin neben der Tonne landet, sehe ich für unsere Zukunft schwarz. Aber zumindest wird der Müll in Richtung Tonne geschmissen, ob aus fahrendem Auto oder zu Fuß, der erste Step zu einer sauberen Umwelt ist also getan

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Vielleicht helfen ja die angedrohten Geldstrafen und niemand kommt mehr auf die Idee Schutt, Müll, feste und/oder flüssige Abfälle, radioaktive :shock: und sonstige Umweltschadstoffe in der Natur zu entsorgen

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Für regelmäßige Reinigung jedenfalls ist gesorgt, hier die Strandreinigung am Roten Meer

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Straßenfeger im Einsatz im Stadtbereich

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und manchmal unterstützt sogar unsere Müllabfuhr von Donau-Wald, wie hier in Al-Azraq :wink:

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Birgitt
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Jordanien - Museum at the Lowest Place on Earth

Beitrag von Birgitt »

Weiter entlang des Toten Meeres, vorbei an der Halbinsel Lisan und dem Abbaugebiet der Arab Potash Company, liegt unterhalb Lot's Höhle das "Museum am tiefsten Punkt der Erde"

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In dem modernen, schneckenförmigen Gebäude des "Museum at the Lowest Place on Earth "wird die Abfolge der menschlichen Besiedlung im südlichen Ghor seit der Jungsteinzeit an Beispielen von Fundstellen der Region gezeigt. Südliches Ghor nennt man den Landstrich östlich und südlich des Toten Meeres, vom Wadi Mujib im Norden bis zum Wadi Araba

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Sogar eine nabatäische Mumie ist präsentiert

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Eintritt 2 JOD p.P., freier Eintritt mit dem Jordan Pass. Kontrolliert wird nicht immer. Denn wie so oft ist das Handy bedeutend wichtiger ;-)

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Cheldon
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien

Beitrag von Cheldon »

Hallo Birgitt, dein Reisebericht zeigt mir dass es sich lohnt, Jordanien einen zweiten Besuch abzustatten. Wir haben uns nach unserer Schulzeit 1972 für 1950 DM einen VW Bus gekauft und wollten nach Indien...
Durch die Türkei und Syrien sind wir zum angewöhnen an die "fremde Welt" nach Jordanien gefahren, haben Jerash, Amman, Karak, das Tote Meer, Petra, Azrak und die Wüstenschlösser sowie das Wadi Rum besucht.
In Aqaba sind wir dann hängen geblieben, haben dort gut sechs Wochen im Bararkuda Diving Centre am Aqaba Hotel getaucht.
Indien haben wir fallen gelassnen, ab 1.10. begann ich im Arbeitsleben....
Ich hoffe, der Krieg in Syrien findet ein Ende und ich kann Jordanien mit dem Reisemobil besuchen.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Birgitt
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien

Beitrag von Birgitt »

Hallo Rolf,

ich hoffe für dich, aber vor allem für die Syrer, dass der Krieg in Syrien bald vorbei ist und man diese Region wieder unbeschwert, und dann auch wieder von hier aus auf dem Landweg, besuchen kann. Nach nahezu 50 Jahren wird dir Jordanien an vielen Stellen wie ein neues Land vorkommen :wink: das sicher um einiges moderner geworden ist gegenüber 1972.

Viele Grüße
Birgitt
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Jordanien - Naturreservat Dana Reserve - Unterkunft

Beitrag von Birgitt »

Wir checken nochmals unsere Wetter-App. Das sieht gut aus für die nächsten Tage! Dann werden wir nun nachholen, was wir am Anfang der Reise ausgelassen haben. Dana!

Vom Museum at the Lowest Place on Earth sind es nur noch 20 km bis zum Abzweig in Al Maamura. Von dort schrauben wir uns wieder die Berge hoch und erreichen bei Tafila den Kings Highway. Die Strecke (Road 60) ist landschaftlich superschön und es gibt am Pass einen ganz spektakulären Lookout - mit einem für uns riesigen Wermutstropfen. Genau dort hat sich ein Beduinen-Zelt-Café angesiedelt. Das wäre an sich kein Problem, wenn nicht zeitgleich am Café mindestens 50 Hunde aller Altersklassen leben würden, in teils ziemlich verwahrlostem Zustand mit entsprechendem Geruch ...

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Also ganz schnell weiter nach Süden. Nur 30 km sind es von Tafila bis Dana. Der Muezzin ruft gerade zum Gebet

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und die Ziegen kehren vom grasen zurück, als wir den Ort am späten Nachmittag erreichen

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Das Dörfchen Dana klebt auf einem Bergsattel und wurde vor rund 300 Jahren von Beduinen gegründet. Landflucht machte auch in Jordanien nicht halt, und so gibt es nur noch wenige Bewohner hier. Das Örtchen ist mehr oder weniger aufgegeben. Um die alten Steinhäuschen vor dem Verfall zu bewahren, sind ein paar recht nette Unterkünfte für Touristen, in erster Linie für die Wanderer, entstanden.

Die nächsten Tage verbringen wir im Dana Tower Hotel. Mit Tower hat die Unterkunft nicht viel zu tun, mit Hotel auch nicht :wink: Dana Tower ist eher ein einfaches Hostel mit eigenwilligen, teils höhlenähnlichen Zimmern in einem super-verwinkelten Lehm-Stein-Gebäude mit diversen Dachterrassen

Kontaktdaten: Dana Tower Hotel - Website / Dana Tower Hotel - booking.com, Nabil Nwafleh, Telefon +962 7956-88853 und +962 7775-14804, E-Mail info@dana-tower-hotel.com. DZ mit eigenem Bad für 2 Personen inkl. Frühstück und Abendessen (jeweils in Buffet-Form) 36 JOD/Nacht

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Jordanien - Wanderungen in Dana - Optionen und Trail Map

Beitrag von Birgitt »

Wer Dana besucht, kommt zum wandern, für nichts anderes. Die Wandersaison geht von April bis Oktober und auch nur in dieser Zeit sind alle Trails offen. Es gibt Tagestouren unterschiedlicher Länge

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und Mehrtagestouren

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Ein Hinweis zu den Wandermöglichkeiten:

Nur Wadi Dana Trail darf ohne Führer begangen werden. Wer den Steilhang nicht wieder hinauf laufen möchte, kann die 15 km bis Feynan Ecolodge gehen und dort (nach Vorbuchung) übernachten oder vorab einen Rücktransport ab Feynan organisieren (Organisation seitens Nabil, dem Inhaber des Dana Tower, für 55 JD für Fahrzeug/Fahrer. Der Preis ist angemessen, da komplett außen herum gefahren werden muss: d.h. ca. 120 km, rd. 3 Stunden Autofahrt).

Die restlichen Wanderungen im Dana Reserve sind nur mit Führer erlaubt (Organisation möglich über Nabil, Preis dann für 3 Std. = 35 JD, 5 Std = 55 JD. Anfahrt zum Startpunkt - in der Sommersaison Rummana - mit eigenem Auto, ansonsten nochmals 10 JD extra. Preis pro Gruppe, d.h. je mehr Teilnehmer desto günstiger p.P.)

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Birgitt
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Jordanien - Unterwegs im Dana Biosphere Reserve

Beitrag von Birgitt »

Feynan reizt uns sehr - insbesondere, weil dort vor rd. 3000 Jahren Eisen verhüttet wurde und man einige alte Ausgrabungsstätten besichtigen kann. Aber eine Wanderung von Dana zum Wadi Feynan braucht - wenn man etwas sehen will - Zeit, und Vorbereitung betr. Unterkunft in Feynan. Somit entscheiden wir uns für den Wadi Dana Trail, zu Fuß runter und zu Fuß auch wieder hinauf. Sofort nach dem Frühstück starten wir, es dämmert noch

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und die Sonne bahnt sich nur langsam ihren Weg durch die Nebelschwaden

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Auf steilem Weg spazieren wir hinab ins Tal, rd. 400 Höhenmeter verlieren wir auf den ersten beiden Kilometern. Der Nebel lichtet sich und gibt den Blick auf Wadi Dana frei

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Am Fuß der steilen Bergflanke erreichen wir die Grenze des Dana Biosphere Reserve

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Wir spazieren noch knapp 5 Kilometer weiter durchs Tal und verlieren damit weitere 250 Höhenmeter. Dann ist Zeit für ein ausgiebiges Picknick in dieser beeindruckenden Landschaft. Wir beschließen nicht weiter zu gehen, denn der Himmel weist jetzt die ein oder andere bedrohliche schwarze Wolke auf. Und auch wenn wir bisher erst gute 7 Kilometer gelaufen sind: wir müssen diese 7 Kilometer auch wieder zurück. Und zum Schluss wie eine Gemse auch wieder steil hinauf zu unserem "Tower".

Dana Reserve steht seit 1993 unter dem Schutz der Königlichen Gesellschaft für Naturschutz (Royal Society for the Conservation of Nature - RSCN). Das Zusammenspiel von unterschiedlich farbigen Felshängen und Geröll ist fazinierend, dazwischen immer wieder uns unbekannte Wüsten-Pflanzen

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Die Blätter erinnern an Tulpen, die Blüte an Krokus. Wobei - die Blüte wächst neben den Blättern ... gehören die Pflanzen überhaupt zusammen? Oft steht die einzelne gelbe Blüte in einem Meter Abstand zum Grün

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Das Wachstum der grünen tulpenähnliche Gewächs beobachten wir seit unserer Ankunft in Jordanien, hier ein paar Fotos aufgenommen nicht weit entfernt von Dana, in der Nähe von Petra

Pfeilspitzen, die aus der Erde ragen

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und ihre Blätter entfalten

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Scheinbar geboren aus Knollen

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Und die vereinzelt noch herumstehenden alten vertrockneten rd. 40 cm langen Halme

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treiben neu aus dem Boden und sind bei den frischen jungen Pflanzen von einer weißen Dolde geziert

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Viele stachelige Gesellen trifft man im Wadi Dana, mit winzigen Blüten

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vereinzelt in einem zarten Lachston

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