Der saudische Kronprinz hat den Israelis das Recht auf ihr eigenes Land zugesprochen. Der überraschende Schritt zeigt, wie einstige Rivalen in der Region zusammenrücken - gegen den neuen Feind Iran. Ein Kommentar von Carsten Kühntopp, ARD-Studio Kairo ...
Dennoch ist es spannend zu sehen, wie die Sorge vor dem wachsenden Einfluss des Iran in der Region einstige Feinde zusammenrücken lässt. Offenbar ist in vielen arabischen Hauptstädten die Solidarität mit den Palästinensern zu einem nachrangigen Thema geworden - während der "Anti-Iranismus" immer wichtiger wird. Dafür gibt es gute Gründe, denn dass sich der Iran vielerorts im Nahen Osten in arabische Belange einmischt, ist nicht zu bestreiten. Doch gerade in den Ölmonarchien am Persischen Golf steigert sich dies nun zu einer Hysterie.
Bin Salmans Israel-Äußerungen - Die Angst vor einem starken Iran
03.04.2018 - tagesschau
Warum geht Kronprinz Mohammed bin Salman auf Israel zu? Er will vor allem eine Front gegen Iran bilden. Für die Palästinenser ist das keine gute Nachricht. Ein Kommentar von Susanne Knaul, Auslandskorrespondentin Israel ...
Netanjahu hat nichts zu verlieren, steht er doch, von US-Präsident Donald Trump abgesehen, international recht einsam da mit seiner Kritik gegen das Iran-Abkommen und dem Wunsch nach neuen Sanktionen. Notfalls auch im Alleingang, so kündigte er an, wolle Israel den Iran daran hindern, Atommacht zu werden. Das wird nicht nötig sein. Sollte Israel am Ende doch noch einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen planen, kann es nicht nur auf politischen Rückhalt einer arabischen Führungsmacht zählen, sondern auch ganz praktisch die Luftwaffe beim neuen Verbündeten zwischenlanden und auftanken – was ihre Mission deutlich erleichtern würde. Für einen ersten zivilen Flug nach Israel gab Riad den Luftraum bereits vor wenigen Wochen frei.
Kommentar: Saudi-Arabiens Kronprinz - Der neue Israel-Freund
03.04.2018 - taz
Gruß
Birgitt