Aus: Christina-SchmiedDie Winterberger Fotografin Christina Schmied reist am Samstag, dem 12. Mai 2007, im Auftrag ihrer Fotoagentur nach Mauretanien.
Um ca. 16.00 Uhr landet ihr Flieger am Flughafen der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott. Dort mietet sie wenig später einen Geländewagen für die nächsten fünf Tage. Gegen 18.30 Uhr checkt sie im Hotel »Mercure Marhaba« ein, wo sie die Nacht verbringt. Am Morgen des nächsten Tages, kurz vor 8.00 Uhr, wird sie vom Hotelpersonal beim Verlassen des Gebäudes zum letzten Mal gesehen. Danach bricht sie mit dem Geländewagen in die Sahara auf. Ihre Spur verliert sich. In den folgenden Tagen erhält keiner ihrer Angehörigen ein Lebenszeichen von ihr. Als am Morgen des 17. Mai, einen Tag nach ihrem geplanten Rückkehrtermin zum »Mercure Marhaba«, auch das Personal des Hotels sie nirgends
antreffen kann, verständigt ihr Lebensgefährte in Deutschland die Polizei.
Am Nachmittag desselbigen Tages beginnt die mauretanische Polizei mit der Suche nach Christina Schmied. Mehrere Suchtrupps und Helikopter werden gegen 15.30 Uhr in die Wüste losgeschickt. Nach einer intensiven, aber erfolglosen Suche weitet die Polizei das Suchgebiet ab dem 24. Mai tiefer in die Sahara aus. Über zwei Monate später, am 11. August 2007, meldet eine Sucheinheit die Funde mehrerer verendeter Tiere, deren
Kadaver mit einer dickflüssigen schwarzen Masse überzogen sind. In den darauf folgenden Tagen häufen sich diese Berichte. 16. August 2007: Eine weibliche Leiche wird ca. 600 Kilometer östlich von Nouakchott in einem Geländewagen gefunden. Sowohl der Körper als auch Teile des Wageninnenraums sind mit einer schwarzen, sirupartigen Flüssigkeit bedeckt. Die Leiche wird daraufhin in die mauretanische Hauptstadt gebracht. Christina Schmieds Angehörige identifizieren den Leichnam als den der 26‑jährigen Fotografin. Bei einer Obduktion finden Pathologen größere Mengen der schwarzen Flüssigkeit in ihrem Mund‑, Rachen- und Magenbereich. Ihre Atemwege sind stark geschwollen, was annehmen lässt, dass Christina Schmied qualvoll erstickt sein muss. Spuren, die
auf einen Kampf hindeuten, findet man nicht. Die rätselhafte Flüssigkeit stellt sich schließlich als eine salzsäurehaltige, ätzende Substanz heraus. Woher sie stammt, bleibt ungeklärt. Am 12. September 2007 wird Christina Schmied auf dem Winterberger Friedhof beigesetzt.
Gruß Günther





