Das englische Parlament kommt zu dem Schluss, dass die Lage in Libyen überschätz wurde und kritisiert den Militäreinsatz.
Der UNO-Sicherheitsrat hatte einer Militärinvention in Libyen zugestimmt, um die Bevölkerung vor Racheakten des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi zu schützen. Diese Gefahr sei damals überschätzt worden, urteilen die Parlamentarier. Später habe die Koalition die UNO-Resolution genutzt, um Gaddafi zu stürzen, ohne eine Strategie für die Zeit danach zu haben.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Lange war es um den Gaddafi Sohn Saif ruhig. Eigentlich war er zum Tode verurteilt worden und im Gefängnis sitzen. Jetzt soll er eine Rolle im libyschen Friedensprozess spielen.
Gaddafi war zwar im Jahr 2015 zum Tode verurteilt worden, wirklich darben musste er aber nie. Seit dem vergangenen Sommer halten sich sogar hartnäckige Gerüchte, dass er gar nicht mehr im Gefängnis in Zintan sitzt, sondern ein Haus in der westlibyschen Stadt bezogen hat. Bewacht von Sicherheitskräften, empfange er dort zahlreiche Besucher. Diese Woche gab es neuerlich Berichte, dass Saif al-Gaddafi auf freiem Fuß sei. Der Militärrat von Zintan teilte daraufhin mit, dass er "in ein neues Gefängnis unter Aufsicht des Sozialrates der Stadt gebracht" worden sei.
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Ist das verwerflicher, als wenn es die altbekannten USA tun?
Warum wollen Staaten, die tausende km weg sind, eigentlich andere Länder immer als Vasallen?
Ganz normaler Handel nach Angebot und Nachfrage könnte auch reichen...
So sei der Einsatz nicht "weiterentwickelt" worden, Milizen nicht entwaffnet, und es sei nicht in die Stabilisierung des Landes investiert worden. "Nach fünf Jahren stehen wir vor dem kompletten Desaster", meinte Müller.
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In Libyen sind bei einem Angriff regierungstreuer Kämpfer auf Luftwaffenbasis mindestens 141 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Soldaten, die dem abtrünnigen General Chalifa Haftar angehörten, teilte ein Sprecher der Haftar-treuen Truppen mit. Weitere Opfer seien Zivilisten, die auf dem Stützpunkt arbeiteten oder sich in der Nähe aufhielten, überdies habe es standrechtliche Hinrichtungen gegeben.
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Nachdem die Terrorgruppe Ansar al-Scharia deutliche Verluste hinnehmen musste, u.a. wurde die komplette Führung eliminiert, hat die Gruppe ihre Auflösung bekanntgegeben. Einige Mitglieder liefen zum IS über.
Die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Islamistengruppe Ansar al-Scharia in Libyen hat in einer ungewöhnlichen Mitteilung ihre sofortige Auflösung angekündigt. Die rund um die Hafenstadt Bengasi operierende Gruppe habe zuletzt in Kämpfen um die Macht in der Region schwere Verluste erlitten, hieß es in der im Internet verbreiteten Erklärung.
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Laut einem libyschen General soll Bengazi nach Kämpfen frei von Dschihadisten sein.
Der abtrünnige libysche General Khalifa Haftar hat die "totale Befreiung" der ostlibyschen Stadt Bengazi verkündet. Nach dreijährigem Kampf sei Bengazi vollständig "vom Terrorismus befreit", erklärt Haftar am Mittwoch in einer Fernsehansprache.
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Die arabische Welt wird gegenwärtig von zahlreichen Bürgerkriegen erschüttert. Der, von dem man im Westen am wenigsten hört, könnte sich als der Gefährlichste erweisen: der Stellvertreterkrieg in Libyen ...
In Libyen tobt seit 2011 ein Bürgerkrieg, der in vielerlei Hinsicht ein Stellvertreterkrieg ist, den Qatar mit verbündeten Muslimbruderschaften gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi-Arabien austrägt. Die Rivalität zwischen Qatar und den VAE liefert mehr Treibstoff für die Fortsetzung des libyschen Bürgerkriegs als nationalistische oder islamistische Ideologien. Nicht zuletzt sorgte diese Rivalität Anfang dieses Jahres für Schlagzeilen, als Saudi-Arabien und seine Verbündeten die diplomatischen Beziehungen zu Qatar abbrachen. Qatar und die VAE können ihre Muskeln im Libyenkonflikt stärker spielen lassen, da sich die Vereinigten Staaten und auch die anderen Großmächte eher zurückhalten – anders als die beispielsweise im Jemen oder in Syrien der Fall ist. Beiden Golf-Monarchien geht es um ihren Einfluss auf das Nachkriegslibyen und somit um künftige Wirtschaftsinteressen. Schließlich birgt das Land einige der letzten bedeutenden und noch nicht vollständig erschlossenen Öl- und Gasvorkommen im Nahen Osten. Abgesehen von der Ölwirtschaft unterhält Qatar Finanzgeschäfte mit Libyen, die noch aus der Gaddafi-Ära stammen. Doch auch die VAE mischen seit jeher im libyschen Finanzsektor mit.
Sorry, aber der Krieg in den arabischen Gebieten von dem man am wenigsten hört ist der im Jemen, und da sterben mehr Menschen als in Syrien und Libyen zusammen. Und wenn die Cholera nicht wäre hätte die westliche Welt dieses Land längst vergessen.
Da möchte man -und vor allem die jemenitische Zivilbevölkerung- sich inbrünstig wünschen dass die verdammte USA sich auch in ihrem Land mehr zurückhalten würden.
Zu was Menschen fähig sind zeigt dieses Beispiel aus Libyen. Männer werden systematisch vergewaltigt, um sie zu erniedrigen. Ein Gefangener musste zum Beispiel mit einem Besenstil den Analverkehr durchführen, um Essen zu erhalten. Und das in der muslimischen Gesellschaft, in der Vergewaltigung von Männern ein absolutes No Go ist.
Rival militias in Libya systematically use male rape as a war weapon, according to a report published by The Guardian newspaper, citing investigative work carried out by a Tunis-based group and a journalist from Le Monde.
Reports provided by victims and video footage showed men being sodomized with objects including broom sticks and rockets to humiliate them in the lawless, militia-dominated country.
Male rape is a taboo in Arab societies and victims usually do not rejoin military or public life after the abuse.
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Aus Libyen hört man schon seit einiger Zeit nichts mehr. Jetzt macht ein General von sich reden und befiehlt den Marsch auf Tripolis.
"Heute vollenden wir (...) unseren siegreichen Marsch, den Marsch des Kampfes", sagte Haftar. "Heute kommen wir den Rufen unserer Angehörigen in unserer teuren Hauptstadt nach, wie wir es ihnen versprochen haben."
Er rief seine Soldaten auf, friedlich einzumarschieren und ihre Waffen nur gegen diejenigen zu erheben, "die Ungerechtigkeit suchen und Konfrontation und Kampf bevorzugen".
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Der Marsch auf Tripolis soll noch vor Erreichen der Hauptstadt gescheitert sein. Wer ist dieser ominöse General? Und wie geht es jetzt weiter in Libyen?
Es ist gerade mal ein Jahr her, da wähnte man den Feldmarschall beinahe schon auf dem Sterbebett Jetzt leitet der 75-jährige General Chalifa Haftar (auch: Hafter, Hefter oder Hifter geschrieben) eine Offensive auf die libysche Hauptstadt Tripolis und schlägt damit große Wellen, die bis über den Atlantik reichen. So viel zur Verlässlichkeit von Informationen aus Libyen, dem Spektakel, das sie oft begleitet, und dazu, dass der Mann mit der schillernden Biografie (General unter Gaddafi, Ex-CIA-Mann, Gesprächspartner der Moskauer Führung, der sich auch dort in der Landessprache unterhalten kann), gern gesehener Gast in Schlagzeilen westlicher Medien ist.
Wie sieht das Leben aktuell aus in Tripolis? tagesschau meldet, die Einheimischen würden mit Hamsterkäufen reagieren. Was wünschen sich die Libyer eigentlich für die Zukunft? Aber noch viel interessanter: wer unterstützt eigentlich gerade wen in Libyen?
Die Bürger in Tripolis versuchen die Kämpfe am südlichen Stadtrand zu ignorieren. Cafés und Einkaufszentren waren auch am Wochenende gut besucht [...] Nach Umfragen [...] wünschen sich viele Libyer nach der Milizenwillkür der letzten Jahre die Rückkehr starker Institutionen. Die in Ost und West gespaltene libysche Armee wurde als wichtigste zukünftige Institution genannt. Mit Haftars Angriff auf Tripolis wird ihre Vereinigung allerdings unwahrscheinlicher [...] Afrikas theoretisch ölreichstes Land exportiert so viel Öl wie nie seit der Revolution von 2011. Haftars Armee kontrolliert mittlerweile die meisten Ölquellen; Russland, die Arabischen Emirate, Ägypten und Saudi-Arabien setzen auf lukrative Verträge in seinem Einflussgebiet. Milizen aus Misrata und Zauwia im Westen erhalten nach einem im Dezember veröffentlichten UN-Expertenbericht hingegen Waffen aus der Türkei und Katar.