Libyen - Auf den Spuren von Almasy

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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dünenmaus
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Libyen - Auf den Spuren von Almasy

Beitrag von dünenmaus »

Hallo Leute,
Bin ein Flüchtling aus den vergangenen Sahara-Foren und schließlich bei euch gelandet. Erst mal Kompliment für die Übersichtlichkeit und Unterschiedlichkeit der Themenbereiche. :shock:
Wir planen im Oktober unsere Hochzeitsreise nach Libyen und haben einen Gewaltmarsch vor. Wir wollen auf den Spuren Ladislaus Almasy´s reisen und uns in den Südosten in den Uweinat an die ägyptische Grenze begeben. 8)
Meine Frage an euch... Hat jemand von euch Erfahrung in diesem Gebiet? Wie sieht es aus bezüglich Pisten, Genehmigung in Kufra, Minen, Treibstoff und sonstiges....aus.
:?:
Hab noch ein bissi Zeit, aber die Vorbereitungen laufen schon.

Ciao
eure gespannte Dünenmaus
Quer durch die Wüste und hinter der dritten Düne links...
Manfred Franz
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Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55

Re: Libyen - Auf den Spuren von Almasy

Beitrag von Manfred Franz »

Hallo "Flüchtling",

erst einmal willkommen im Wüstenschiff!

Sicherlich wirst Du hier von dem einen oder anderen
die gewünschten Informationen bekommen.

Viel Spaß in unserem Forum wünscht
im Namen aller Wüstenschiffer
Manfred Franz
Albrecht(Vorname...)
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uweinat

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

hi,
"ursula" muesste sich da auskennen und "patrolier" erweckt auf www.viermalvier.de in der rubrik "travel" im thread "nach sueden" den eindruck, als wenn er dir helfen koenne...
cu
albrecht

gruss nach wien! ich liebe diese stadt!
dünenmaus
Beiträge: 88
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Infos

Beitrag von dünenmaus »

Danke Leute für eure Tipps. War schon bei 4x4Forum und hab versucht mit Patrolier Kontakt aufzunehmen, ebenso mit Ursula. Hab bis jetzt noch keine Rückmeldung bekommen, bin also nach wie vor gespannt!
Brauche unbedingt Infos, ob die Strecke zu fahren ist oder nicht, damit wir uns zur Not etwas anderes aussuchen.

lg aus Wien
Dünenmaus
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Uwe Schmitz
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Re: Libyen - Auf den Spuren von Almasy

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo dünenmaus,
meine derzeitigen -nicht unbedingt aktuellen- infos zu südost-libyen:
grenze nach sudan oder tschad:
zu!
treibstoff in kufra: nur möglich, wenn die fahrt nach norden angetreten wird. wie's kontrolliert wird...?
genehmigung zum besuch des ouweinat:
erhältlich tlw. nur mit, aber auch ohne führer, aber nur nach abgabe des reisepasses in kufra, um zu verhindern, dass man ohne genehmigung nach süden verschwindet.
am brunnen ain dua (südost-ouweinat) sitzt ein militärposten, bei dem sich gemeldet werden muss, dort sind auch viele bekannte, aber vom militär beschädigte felsbilder zu finden.
die gegend interessiert mich auch sehr, doch mein wissen darüber ist (wegen seltener quellen) eher dünn.
es hofft, trotzdem ein wenig geholfen zu haben
uwe
ursula
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Libyen Uweinat

Beitrag von ursula »

Hallo Anna

ich habe erst diese Tage entdeckt, dass ich hier gefragt bin, da deine PN bei mir zuhause nicht gemeldet wurde. Entschuldige bitte mein Schweigen. Jetzt sollte es aber wieder klappen, ich habs neu eingestellt und getestet.

Welche Strecke gedenkt ihr denn zu Fuss zu gehen? in die Höhlen über Ain Dua, wo Almasy viele Malereien entdeckte? Ist das euer Ziel? Oder welchen anderen Spuren Almasys wollt ihr nachwandern? Vom Chianti-Camp nach Kufra?

Es ist möglich, in den Karkur Ibrahim reinzumarschieren und durch den Karkur Dris wieder raus: Dort findet man links und rechts unter diesen riesigen bizarren Granitfelsen sehr schöne und einzigartige Malereien, besonders eindrucksvoll ist Bu Hlega. Falls ihr mehr darüber wissen wollt, müsst ihr unbedingt den Rhotert / van Noten durchblättern (in Uni-Bibliotheken noch zu finden). Ich kann dir auch eine Lageskizze davon mailen oder Berichte, falls du das wünschst.
Aber auch der Djebel Arkenu, der Arkenu-Düne lang bis ins Erg Idrisi, die Djebels Bahri, Babein, Usba und Mashi sind landschaftlich einfach sehenswert - ich flipp schon wieder, beim blossen Gedanken an diese sagenhafte Ecke Libyens!

Also zieh ich die Bremse an und komm zu ernsteren Themen: Minen gibt es auf der NO und O-Seite des Uweinat, vor allem im ägyptischen Teil im Grenzbereich Libyen - Ägypten - Sudan. Zum Teil sind sie gut abgesperrt mit Stacheldraht, einige liegen in der Höhe auf einem "Pass". Kein Grund zur Sorge, wenn ihr auf den Hauptpisten bleibt. Im Sudan liegt ein altes französisches Militärfahrzeugwrack, so ein kleiner Panzer, aber mit Reifen. Er scheint nicht auf eine Mine gefahren zu sein, da er noch "intakt" ist.

Die Ägypter sowie die Libyer fahren in diesem Grenzgebiet Patrouillen. Wir trafen sogar libysches Militär in Ägypten an! Sudanesen haben wir keine gesehen. Die Leute vom Grenzposten bei Ain Dua waren immer sehr nett und liessen uns sogar in den sudanesischen Teil des Uweinat fahren. Es kommt wohl auf das Tageshoch (bzw -tief) des Kommandanten an, ob er ein Auge zudrückt oder nicht. Einmal umrundeten wir den Uweinat illegal, um in den Karkur Murr und Talh, welche im Sudan liegen, zu gelangen. Uwes Angaben kann ich nur bestätigen.

Andras ist im Moment wohl der beste Kenner des Uweinat. Du kannst dir die Wartezeit bis in den Herbst auf seinen Seiten vertreiben und schon mal abheben...
http://www.fjexpeditions.com/frameset/uweinat.htm
Wie es in Kufra ablaufen kann, erzählt er so:
"......The whole morning was spent doing the paperwork for the journey south. There were no problems, but the process has changed for the worse. Instead of the pleasant 10 minute cup of tea with the officers, we had to fill out a lengthy form in duplicate for everyone (and there was a single carbon sheet available), submit copies of the passports with the police registration, give five passport photos, all of which took several hours to do at the small photo shop on the main street .... One bright moment of the day was when we learned that there is going to be a flight from Kufra to Benghazi on the 1st November, the day we need it, and we could even buy the tickets. Finally we were ready to leave at midday, but we only got as far as the checkpoint on the road to Uweinat, where we were directed to another checkpoint on the Sarra road - but we can go only with escort, and the escort was busy fixing his apparently unserviceable pickup... Finally after an hour the pickup started, and we could go to the other checkpoint, where after a heated discussion we were told that we cannot go to Uweinat by the way of Jebel Sherif (even though the police in Kufra did not object), but we must take the direct track. Our unconfirmed suspicion was that as the 'guide' and the drivers had no idea where Jebel Sherif (the location of the wrecked LRDG patrol cars of Clayton) was, they simply refused to go that way, and arranged it to make it appear that the military objects. At that point I was close to committing murder on the spot... So instead of Jebel Sherif, we set course towards Arkenu, making camp close to the half-way point..."
aus dem Bericht seiner Libyenreise zum Uweinat http://www.fjexpeditions.com/frameset/oct03.htm

Etwas Gutes könnte der aufgezwungene Führer haben, dass die Bewilligungen in Kufra und der ganze bürokratische Kram mit ihm eventuell zügiger abgwickelt werden können.

Noch etwas - gleich nach dem Minenunfall im Dohone ging das Gerücht um, dass es gar keine Bewilligungen mehr gibt, die Gebiete südlich des Waw zu besuchen. Lass dir aber deswegen keine grauen Haare wachsen, solche Vorschriften werden ebensoschnell wieder aufgehoben, wie sie erlassen worden sind. In erster Linie wird es von der Agentur abhängen, was möglich ist und was nicht. Ihr müsst das aber unbedingt vorher schon klipp und klar schriftlich abmachen.
Im August und im November bin ich auch wieder zu Fuss in dieser Gegend, aber auf der anderen Seite, in Ägypten.

Schönes Planen wünscht dir die Ursula und schickt herzliche Grüsse
dünenmaus
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Re: Libyen - Auf den Spuren von Almasy

Beitrag von dünenmaus »

Hy Ursula!

Danke für deine tollen Infos. Die haben mich wirklich ein gutes Stück weitergebracht.
Die genauen Karten der Almasy Wege würde mich sehr interessieren (Mail?).
Ich hab auch schon insofern unsere Route geändert, daß wir wirklich nur kufra und Uweinat als ziel haben und uns genüßlich Zeit nehmen können.
Danke noch mal für alle Infos und Adressen.

Dünenmaus
(die deine Sehnsucht und Aufregung verstehen kann!)
Lechz...
Quer durch die Wüste und hinter der dritten Düne links...
ursula
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almasy uweinat libyen

Beitrag von ursula »

salü dünenmaus - ja, deine e-mailadresse wär nicht schlecht
ich tauch mal in die bücher unterdessen
bis dann - ursula
ursula
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minen : grenze libyen ägypten sudan

Beitrag von ursula »

:!: dünenmausi - und für alle anderen, die wpts zu minengebieten im grenzgebiet uweinat und gilf kebir suchen:

Mr. Ayman Sorour
Executive Director
Landmine Struggle Center
P.O. Box 121
Emababa, Giza


كذلك هذا الموضوع يشرح ان ممكن ان تكون الألغام كد زرعت.

The Western Desert of Egypt saw fierce fighting in WWII and its northern part, between El Alamein and the Libyan border, as well as the Qattara depression, was heavily mined. All mines have been eliminated between the coastal road and the sea, but further inland any number may still remain. The Qattara Depression was never cleared, and both the German and the British armies mined the northern parts, below the cliffs, to prevent the other from getting behind their lines. Given this situation, all parts of the Depression away from travelled roads and tracks are best avoided.

Tensions between Egypt and Libya resulted in some of the border areas being mined. At Jebel Uweinat there is a marked minefield (with large anti-tank mines) blocking the west side of the entrance of Karkur Talh (N22° 02.7' E25° 07.9'), and also at the low pass where the track skirts the northern spur of the mountain and continues towards the Libyan border at N22° 04.5' E25° 02.8'. It's also reported that there are mines near tracks passing a series of hills at N22° 04' E25° 16', about 20km NE of Uweinat where two red tracks join on the 1942 Uweinat map.

There are unconfirmed reports of mines at the pass between Peter and Paul, and mines may be expected at any easily blockable route close to the border. In February 1999 German tourists ran over a mine in the southern Gilf Kebir at the western entrance of the Wadi Wassa (N23° 00.2', E25° 51.3'), and it may be expected that the western reaches of the Wadi el Firaq are also mined; a vehicle hit a mine here in 1983 around N22° 53' E25° 47', half a kilometre from some iron poles and near a yellow drum.

There have been reports of the Aqaba Pass at the central Gilf Kebir being mined, however this seems extremely unlikely as countless vehicles have gone through this narrow pass overr recent years. Old reports suggested that the western entrance of Wadi el Gubba in the northern Gilf Kebir was also mined, but this too is unlikely. A Dakar Rally passed through here in 2000 as have several travellers since, taking the track rounding the western Gilf.

The recent minefields placed by the Egyptian army are marked with posts and barbed wire, and small stone cairns. If you see any obviously man-placed object (piles of stones, big slabs, steel drum, etc.) directly across the track, this is likely to be a warning sign for mines.

تم تحرير المشاركة بواسطة Handicraft: Aug 17 2004, 04:13 PM

immer schön um die steinhäufchen fahren, gell...
sandige grüsse von der ursula
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