Flugzeugwracks in der Sahara

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

Moderator: Moderatoren

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Werner Lenz
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Werner Lenz »

Hallo Ursula,

hier eher schlechte Nachrichten.
Ich habe mal alle mir zur Verfügung stehenden Karten durchgeschaut:
- Russenkarten 200.000, 500.000, 1Mio
- AMS diverse
- Italienische Karten (400.000)

Einzigst auf einer nur schwer lesbaren, alten planimetrischen Flugdarstellung (Rotta Auenat) von 1934 sind Flugfelder in dieser Gegend eingezeichnet.
Mehr, als die Info "SW-lich von Ain-Dua", ist daraus aber nicht zu entnehmen.

Gruß
Werner
ursula
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Flugzeugwracks Libyen Uweinat

Beitrag von ursula »

sali Werner
schade - im Netz fand ich noch dies, da könnten eventuell Karten vom Uweinat drin sein

5-2733156.jpg

in der Ausgabe 177 ist die Geschichte des italienischen Militär-Flugplatzes vom Uweinat beschrieben

STORIA MILITARE n° 177 - Giugno 2008
in edicola
= am Kiosk, leider habe ich nicht rausgefunden, WO man das Heft noch bestellen kann :-(
vielleicht kann dir Stefano weiterhelfen?

"Fra i numerosi campi di atterraggio di fortuna allestiti in Libia nel corso degli anni trenta,
quello di Auenat ebbe una particolare valenza strategica. Ritagliato sullo sconfinato serir a
sudovest delle falde granitiche di Gebel Auenat...
Sulla base di inediti documenti dell'epoca, esaminati negli archivi dell'Ufficio Storico dell'Aeronautica,
e diari dell'epoca custoditi dagli eredi Monterin, pubblicata finalmente la storia dell'aeroporto militare
italiano di Djebel Uweinat."

googeldeutsch
"Unter den vielen Plätzen der Landung mit Glück in Libyen in den frühen dreißiger Jahren,
hatte Auenat einen besonderen strategischen Wert. Abgeschnitten, um die grenzenlose
Serir im Südwesten der Granit Hänge des Gebel Auenat ...
Auf der Grundlage von unveröffentlichten Dokumenten der Zeit, die in den Archiven des
Historischen dell'Aeronautica, und Tagebücher werden von den Erben des (Professor Umberto)
Monterin, publiziert schließlich die Geschichte des italienischen Militärflugplatzes Djebel Uweinat."

Grüsse
Ursula
Alexander
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Alexander »

Evtl. Direktbezug von hier http://www.storiamilitare-aes.com/

Grüsse
Alexander
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ursula
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Libyen Flugplatz Uweinat

Beitrag von ursula »

danke für den Tipp Alexander :D

so, wie ich italienisch verstehe :mrgreen: ist dieses Heft nicht mehr lieferbar, deshalb mein Hinweis auf Stefano,
er ist Mitautor des Berichtes

Grüsse
Ursula
Werner Lenz
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Werner Lenz »

okay,
ich frage bei Stefano an.

Gruß
Werner
ursula
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Flugzeugwracks in Libyen - Uweinat - Savoia Bomber

Beitrag von ursula »

6-2776953.jpg
Quelle

mir liess das 2. Wrack keine Ruhe - die LRDG war 1940 mehrmals am Uweinat

- W Patrol under Mitford attacked Ain Dua on 31/10/40
- R Patrol under Steele returned in 11/40 and destroyed an aircraft, fuel and a bomb store...

steht in der Biographie von Peter über Patrick Clayton

- am 15. September 1940 startete Mitford entlang der Palificata Richtung Süden
"... and Mitford's patrol burnt aviation spirit stored by the Italians at emergency landing grounds and any unguarded aircraft they could find..."
schreibt Bagnold in Sand, Wind & War

- 10. Oktober 1940
... On the landing ground near Ain Zwaya, the patrol burned an unguarded enemy bomber and 160 drums of petrol...
steht bei den Neuseeländern http://www.nzetc.org/tm/scholarly/tei-W ... i-e-1.html

Gruss
Ursula
Kuno
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Kuno »

Diese Flugplaetze um Uweinat wurden nur temporaer benutzt - und zwar zur Versorgung von Italienisch Ostafrika. Da mit Kriegseintritt Italiens der Suezkanal fuer die Italiener nicht mehr genutzt wurde, blieb nur noch die sehr risikoreiche Versorgung um Afrika herum - oder eben via Flugzeug. Die Italiener hatten aber keine Flugzeuge, die den Flug nonstop unternehmen konnten sondern man nutzte eben die Notlandeplaetze bei Uweinat um noch einmal aufzutanken. Natuerlich reichten die Resourcen nicht, um eine regelrechte Luftbruecke aufzubauen. Aber immerhin hat man sogar einige demontierte Jagdflugzeuge auf diesem Weg im Bauch von SM.82 Transportern nach Ostafrika gebracht.
Alexander
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Alexander »

Nicht nur in der Sahara gibt es Flugzeugswracks:

Angola:

-7.403275° 20.811609°

Bild

-7.401427° 20.819335°

Bild

Tansania:

-2.445364° 32.926913°

Bild

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Alexander »

Antarktis: Vier Iljuschin im ewigen Eis:

-67.676190° 45.821225°

Bild

Grüsse
Alexander
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Wolfgang K
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Wolfgang K »

Hallo an alle in der Mittagspause !

An anderer Stelle im Netzt habe ich mal zu den Bildern solcher Flugzeugwracks den Hinweis gelesen, das sei „Umweltverschmutzung“. Auch wenn ich selbst ein wenig schmunzeln muss über diese Bemerkung, ist es dennoch eine Überlegung wert, warum man alte Dinge überhaupt bewahrenswert findet..

In einem Beitrag des HR habe ich vor einigen Tagen im Radio leider nur bruchstückhaft, weil im Auto, einen Beitrag zu diesem Phänomen gehört, dass sich erst in der Neuzeit gesellschafts- und kulturübergreifend überhaupt ein Bewusstsein für Geschichte gebildet hat, das nicht nur einen „Ahnenkult“ für vergangene Größe (oder eben auch das Gegenteil) beinhaltet, sondern auch eine Wertschätzung für verbliebene oder überlebende Gegenstände entwickelt hat.

In der Vergangenheit wurden ältere Gegenstände als unbrauchbar entsorgt und historische oder antike Bauten als Steinbrüche genutzt.

Woher kommt es, dass uns alte Dinge über ihren praktischen und historischen Wert (im Sinne des Erkenntnisgewinns der historischen Forschung) hinaus so wertvoll werden? Auch wird der Zeitabstand zwischen „verbraucht“ und „begehrt“ - zumindest gefühlt - immer kürzer. Woran liegt das? Ist das eine Auswirkung des Klassizismus oder Historismus, weil die Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit gelenkt wurde, oder eine Gegenbewegung, weil es nicht mehr um das Nachmachen, sondern um das authentische geht. Letzteres denke ich zumindest.

Wie also umgehen mit all den alten Autos, Flugzeugen und Kanistern in der Wüste oder hässlichen Bunkern in heimischen Wäldern? Aufräumen für eine „saubere Umwelt“?
Oder sind das die Faustkeile - oder zumindest Fresken* - von morgen? Sollte man aufhören Sachen wegzuräumen, wenn es die ersten versuchen freiwillig mit zu nehmen? Oder früher? Oder werden Dinge dadurch erst wertvoll (und nicht nur im monetären Sinn)? Ab wann sagt der common sence: „Achtung, wertvoll“? Manchmal zu spät, finde ich.

Auch wenn wir das im Kern schon mal hatten, bin nur noch mal über den Gedanken gestolpert…

Grüße
Wolfgang

*) Der Vergleich mit Faustkeilen hinkt, denn wenn die heute erzeugten „Artefakte“ mal so alt sein werden wie die Faustkeile heute, wird sich der Planet von uns schon lange erholt haben :mrgreen: .
Gerd C.
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Gerd C. »

Hmm, ich glaube, das entscheidet schlicht und einfach der Rohstoffpreis!
Manchmal lohnt es sich, Steine, Stahl oder sonstwas über viele Kilometer irgendwo anders hin zu schleppen, ein andermal nicht.
Ich glaube mich daran zu erinnern, dass mal Sibierer eine Weltraumkapsel wegen dem Blech (für Hüttendächer?) davon geschleppt haben!

Grüße
Gerd
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Alexander
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Alexander »

Und noch ein Flugzeugwrack in Libyen:

29.465811° 17.930945°

Bild

Flugzeugfriedhof in Libyen
Weiss jemand, ob man den Flugzeugfriedhof besichtigen kann?
War dort schon jemand?

32.657966° 13.162162°

Bild

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Kuno »

War eben in Tobruk. Die LBG ist definitv nicht mehr im sogenannten 'Militaermuseum' sondern wurde wie schon frueher gemeldet in den Bereich des Militaerflugplatzes el-Adem gebracht. Besichtigung ist nach der mir gegebenen Auskunft dort zZt. leider nicht moeglich.
Kuno
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Kuno »

Hier noch etwas eher selteneres. Liegt am Nordrand der Sahara, dort wo die Duenen schon ziemlich Nass sind:

Das Wrack einer Deutschen Junkers Ju.87. Muss eine Version 'B' sein wobei allerdings nicht mehr zu erkennen ist, ob B0, B1 oder B2 (was aber hier wohl auch die wenigsten interessieren duerfte).

Es handelt sich hier um die beruehmte 'StuKa'. Soviel ich weiss gibt es von den ehemals etwa 6'500 produzierten Flugzeugen nur noch zwei komplette: eins in New York und eins in Henmdon.

Leider waren die Taucher nicht auf diesen Fund vorbereiten sondern wussten nur von 'einem Flugzeug'. Deshalb ist natuerlich niemand in der Lag gewesen, nach den WNr. zu suchen und die genaue Idenditaet des Flugis bleibt unklar.

Bild

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Wolfgang K
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Re: Flugzeugwracks in der Sahara

Beitrag von Wolfgang K »

Hm, in anbetracht der Tatsache, dass es außer den beiden intakten noch nicht einmal eine handvoll Wracks auf der Welt gibt, die z.T. nicht besser in Schuss sind, darf man das schon einen Sensationsfund nennen.
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