beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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Uwe Schmitz
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Re: beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo alexander,
heute kann ich den "initiator" der aktion nennen, es war tareq, der nun auch hier bei uns schreibt.
er hat damals die "beschwerdebriefe" weitergeleitet, ...aber ich glaube, das ergebnis war gleich null. hab'selber nix mehr davon gehört.
vielleicht kann tareq noch selbst etwas dazu sagen, falls er den thread hier liest...
viele grüsse
uwe

(und sorry, dass ich nicht gleich geantwortet habe, muss gerade alte siwafotos sortieren!)
:oops:
Alexander
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Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Re: beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Beitrag von Alexander »

Uwe Schmitz hat geschrieben:
(und sorry, dass ich nicht gleich geantwortet habe, muss gerade alte siwafotos sortieren!)
:oops:
Das entschuldigt natürlich Alles :D

Grüsse
Alex
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eberhardt
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Re: beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Beitrag von eberhardt »

Hallo Uwe,

Eula hat recht.
Was soll das von den kolonialen Engländern kopierte und bis zum es geht nicht mehr aufgeblähte Beamtensystem mit all seinen korrupten Einnahmequellen (Führer haben müssen, Polizei dabei sein müssen, etc. kopieren, von einer Zettelstelle zur anderen hin und her schicken, etc.) für ein Interesse daran haben, dass Du (wir) in Ägypten so herum reisen wollen/können wie UWE in Deutschland. Da darf UWE auch nicht über die Äcker brettern, auch wenn sie nicht eingezäunt sind, da hält man sich auch an dämliche Verkehrstafeln, um nicht durch die Wälder und Felder zu düsen und wenn der Staat Ägypten, immerhin ist der der Eigentümer der Wüste, das nicht will, aus welchen Gründen auch immer, dann basta. Wenn man das so nicht haben will, fährt man halt woanders hin. Was hat Ägypten denn schon von Individualtouristen, christlichen auch noch, Allah sei Dank. Algerien schränkt ein bis zum geht nicht mehr, Libyen ist noch am besten befahrbar. Marokko winkt. Was will man momentan mehr.
Also UWE deine Ideale und Vorschläge für den ägyptischen Staat und seine Innenminister sind toll, aber nur für uns. Das muß klar sein.
Bis bald
eberhardt
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Uwe Schmitz
Moderator
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Re: beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo eberhardt,
auch du hast noch nicht verstanden, was mit dieser aktion versucht werden sollte zu beeinflussen:
die einheimischen reiseagenturen, die von individualreisenden touristen (und dazu gehören nicht nur die selbstfahrer, sondern auch rucksackreisende) abhängig sind, wollen erleichterungen für die reisen ihrer kundschaft erreichen, womit natürlich auch ihr eigenes geschäft (und auch das vieler kleinunternehmer, hotels, gaststätten, teehäuser, marktstände.....) besser läuft.
damit diese branche ein wenig mehr gewicht aufbringen kann, dazu sollten ihnen unsere (von den agenturen unabhängige) hinweise auf missstände dienen. der saharaclub war dabei nur als sammelstelle der emails gedacht.
hätten wir für die agenturen nur ein paar erleichterungen erreichen können, wäre es natürlich auch für uns selbstfahrer von vorteil gewesen, und für all die anderen kleinen am tourismus mitverdienenden.

ich käme nie auf die idee, von mir aus (als tourist und gast im land) änderungen/erleichterungen in der grenzabfertigung, bei sicherheitskontrollen im land oder sonstigen restriktionen zu "fordern", das wäre kolonialistisch!

und dass ich versucht habe, mit meinem schreiben an den tourismusminister ( der ja von sich aus interssiert war an der meinung und den erfahrungen von ägyptenreisenden!!! ) den ägyptischen agenturen eine unterstützung zu bieten, mag auch daran liegen, dass ich mich sehr sehr gerne in ägypten aufhalte und nicht in jedes beliebige land mit einfacheren reisebedingungen ausweichen will, nicht nach libyen (wo ich schon für einen 4-tagetrip nach tripolis einen dauerhaften begleiter dabei haben muss!), und auch nicht nach marokko (wo's noch fast alle freiheiten für selbstfahrer gibt). ich war schon in diesen ländern und weiss daher, was mir an ägypten so gefällt...
und bin froh, dass es in ägypten doch noch genug möglichkeiten gibt, dass ich meine reisevorstellungen verwirklichen kann :!:

hallo stefanie, wie ist deine meinung dazu?

ich wünsche allen schönes reisen, jedem/r dort, wo er/sie glücklich wird
uwe

P.S.: @eberhardt: wer oder was ist Eula :?: :?
eberhardt
Beiträge: 43
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 15:12

Re: beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Beitrag von eberhardt »

Hallo Uwe,
ich habe dich schon verstanden, zumindest denke ich mir das so. ich kann nicht glauben, dass in einem zugegebenermaßen korrupten ägypten auf eine anfrage von einzelhändlern, -agenturen (auch gesammelt) der offensichtlich (?) willige (?) tourismusminister an dieser art tourismus was ändern kann.
in hurghada oder sharm-el-scheik vielleicht, da sind ja auch touristenkörper und -euros geduldet und werden zu den pferchen gekarrt und wieder abgeholt, aber solange mit wüstenfahrten oder rucksacktourismus die korrupte elite und beamten nicht bedient oder nicht ausreichend bedient werden, läuft da gar nichts. die dulden die touristen und zwar nur in der geformten masse am roten meer, das (das rote meer als urlaubsoase) übrigens den ägyptern selbst ziemlich egal ist - die fahren lieber woanders hin - und nur als quelle für money.
tut mir leid für dein gelobtes ägypten, so schön es und seine bewohner auch sind, ein demokratisches wird es nicht. das individuum zählt dort bedeutend weniger als hier und hier zählt es schon wenig (siehe stuttgart 21 oder gorleben).

ach ja: EULA . Keine Ahnung was das heißt, ich dachte das wäre der Name von JörgB auf der 1. Seite und wäre seine Unterschrift. Vergiß es.

schönen Tag noch und viele schöne Reisen in Ägypten wünscht
eberhardt
Stefanie
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Re: beschränktes Reisen in Ägypten als Individualtourist

Beitrag von Stefanie »

Hallo zusammen, hallo Uwe (sorry, war ein paar Tage in Kairo),
grundsaetzlich finde ich jede Unterstuetzung von aussen gut. Wir, die Betroffenen vor Ort, verhandeln fast taeglich ueber die Situation in der Wueste. Natuerlich ist klar, dass sich in einem Land wie Aegypten, niemand so richtig fuer INDIVIDUAL-Reisende interessiert. Hier, wo das Individuum unwichtig ist.
Der Beginn des Thread war vor meiner Zeit im Wueschi... Ich habe schon etwas gelaechelt, als ich das jetzt gelesen habe... Die Idee war gut, steter Tropfen hoehlt den Stein, allerdings hat wirklich niemand grosses Interesse, den Wuestentourismus zu unterstuetzen. Da kommen einfach nicht so viele Devisen ins Land, und im Vergleich zum Roten Meer sind die paar "Bekloppten", die die Wueste lieben, Peanuts. Wenn ich das aber aendern will, soll heissen, wenn ich die Wueste groesseren Mengen an Menschen zugaenglich mache, dann verliert sie den Charme, der es aumacht, dass wir sie lieben!
Ausserdem: viele Beschraenkungen muessen einfach sein, da die Wueste nach wie vor nicht ungefaehrlich ist - vor allem, wenn ich mich als Fahrer (Selbstfahrer und einheimische Fahrer!) ueberschaetze. Jedes Mal, wenn Aegypten in die negativ-Schlagzeilen kommt, gibt es einen Einbruch im Tourismus.
Otto-Normal-Reisenden interessiert es nicht, ob ein Ueberfall 1000 km vom Urlaubsziel in Aegypten entfernt liegt oder ob eine Entfuehrung oder ein Bombenanschlag 1500 km entfernt liegt. Aegypten ist Aegypten - und sofort brechen die Zahlen ein (und eben auch am Meer, da, wo die Devisen eingehen!) Wenn im Roten Meer jemand ertrinkt, ist es seine eigene Schuld. Wenn in der Wueste jemand Schwierigkeiten hat, weil es sich falsch verhalten hat, werden die Schuldigen immer bei den Offiziellen gesucht. Die koennen sich leider nur durch noch staerkere Restriktionen schuetzen!...und ihr Wuestenschiffler, die ihr sicher zu denen gehoert, die gut ausgeruestet und erfahren seid (zumindest der ueberwiegende Teil!) koennt euch nicht vorstellen, wer und was so alles selber in die Wueste fahren will!!! Ihr habt auch keine Vorstellungen darueber, was taeglich so an Dingen passieren, die nie an die auslaendische Oeffentlichkeit dringen (...und das ist gut so!)
Bei Wuestenreisen zaehlt die Qualitaet, bei Massentourismus die Quantitaet - und Qualitaet kostet! Reduziert ein Mangel an Qualitaet die Menge...fatal!
Also: jede Art der Unterstuetzung von aussen ist willkommen, allerdings muessen wir realistisch sein und uns nicht viel davon versprechen! Wenn ich aber gar nichts tue, dann ist das so wie bei der Wahl: meine eigene Stimme an sich ist unbedeutend. Nur alle zusammen koennen etwas erreichen...!
Uebrigens: allen Einschaetzungen zum Trotz sind in dieser Saison (bisher) alle sehr beschaeftigt. Es sind so viele Touristen wie lange nicht in der Wueste...Trotz TP-Begleitung und Mehrkosten. Haette auch ich nicht gedacht (und ich weiss nicht richtig, ob es mich freut - auch wenn ich selbst davon lebe!)
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
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