Algerien - Ostern

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

Moderator: Moderatoren

Manne
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Algerien - Ostern

Beitrag von Manne »

Hallo zusammen,

wer ist in letzter Zeit nach Algerien und zwar direkt mit der Fähre nach Algier? Habe gerade die Fähre gebucht (Marseille-Algier) und der Broker war erstaunt, dass dies überhaupt geht? Wir seien seit 2 Jahren die ersten, die die Verbindung anfragen?

Wenn die letzten Genehmigungen eintrudeln, wollen wir die "Franzosenfort-Piste" abfahren. Hat jemand aktuelle Erfahrungen?

Sandige Grüße,

Manne
Gerhard Göttler
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo!

Französischsprachig? Dann mal die französischen Foren abklappern - da ist ab und zu die Rede von solcher Art Tour. Es ist in Algier offensichtlich möglich, auch ohne Führer einzureisen. Fraglich erscheint mir nur, wie wir in D, A oder CH an das erforderliche Visum kommen. Wie es dann südlich des Atlas mit dem Weiterkommen ohne Führer aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Einen schönen Tag und spannende Reisevorbereitungen wünscht

Gerhard Göttler
Manfred Franz
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Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55

Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Manfred Franz »

Quelle: AA


Für Reisen nach Algerien muss rechtzeitig (mindestens 2 Wochen) vor Reiseantritt bei der algerischen Botschaft in Berlin oder beim algerischen Generalkonsulat in Bonn ein kostenpflichtiges Visum beantragt werden. Vorherige telefonische Auskunft sollte eingeholt werden. Antragsformulare sind bei der algerischen Botschaft in Berlin oder beim algerischen Generalkonsulat in Bonn erhältlich. Sie können schriftlich angefordert werden; ein ausreichend frankierter und adressierter Rückumschlag ist dafür unbedingt bei zufügen. Die Kosten für die Visumsausstellung können dem Antrag als Verrechnungsscheck beigelegt werden.

Die algerische Botschaft erteilt Visa nur noch, wenn Antragsteller ihre Reiseroute präzisieren und den Nachweis erbringen, dass ein Reiseveranstalter mit der Organisation der Reise beauftragt wurde. Die Konsularabteilung der Algerischen Botschaft bzw. Konsulate hält eine Liste mit Reiseveranstaltern bereit.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Es empfiehlt sich daher, vor Antritt der Reise Erkundigungen einzuholen.

An Flughäfen oder Grenzübergängen werden keine Visa erteilt. Seeleuten kann die Grenzpolizei (PAF) am Hafen eine Genehmigung zum Landgang ("permis d’escale") erteilen. Sie verfügt hierbei über einen breiten Ermessensspielraum und hat diese Genehmigung gelegentlich (gerade in Algier) verweigert.
yves
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von yves »

Betreffend Führer siehe Hinweis von Gerhard.
Bis etwa Ghardaia könnte es ohne Führer klappen.
Aber vieleicht auch nicht. Mir ist ein Fall bekannt, dass sogar in Alger lebende Ausländer sich den Führer nach Alger bestellt haben.
Die Piste durch den Grand Erg Oriental sind allerdings für Touristen gesperrt - auch mit Agenturbegleitung.

Viel Glück, Yves
Manne
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Manne »

Hi noch mal,

danke für die Tips! Um Einreise und Visum brauche ich mich zum Glück nicht kümmern. Wir bringen medizinische Hilfsgüter kostenlos nach Algerien. Fast kostenlos: Im Tausch sollen wir die erforderlichen Genehmigungen bekommen. Da wir offiziell eingeladen sind und die Übergabe in Ghardaia stattfindet, sind wir nicht mehr weit von der Route.

Führer oder nicht, kommt ganz auf unsere Gastgeber an. Die haben zwar momentan Kopfschmerzen was die Planung Vorort betrifft, jedoch bin ich mal zuversichtlich, dass die das hinbekommen.

Was mich eher wundert: Warum fährt keiner mit der Fähre nach Algier? Nur wegen Visium? Und die Routen sind für Touristen gesperrt? Haben wir momentan nicht ein paar Berichte von Leuten die da gerade sind oder vor kurzem waren?

Bis denne,

Manne
Markus1
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Markus1 »

Manne hat geschrieben:Haben wir momentan nicht ein paar Berichte von Leuten die da gerade sind oder vor kurzem waren?
Jep, da war z.B. eine italienische Gruppe, die nach ein paar Tagen entnervt aufgab, weil sie dauernd im Konvoi mit Polizeibegleitung fahren durften...

Ich will ja nichts verschreien, aber ich kann mich im Moment nicht daran erinnern, kürzlich von jemandem etwas gehört zu haben, der frei in der algerischen Wüste herumkurven durfte.


Etwas traurige Grüsse vom
Markus
yves
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von yves »

Hallo,
frei fahren in der Algerischen Sahara ist z.Z. wirklich nicht möglich. Schöne Touren kann man trotzdem unternehmen, wenn auch nur mit (mehr oder weniger geschätztem) Führer.

Bis In Salah bzw. Illizi heisst es Asphalt fressen und viele Checkpoints. Aber dann ist man relativ frei.
Im Ahnet, Immidir, Tin Rehroh, Tim Missao und Tassili du Hoggar zu reisen ist nicht 0815, da gibt es noch viel zu endecken. Diese Saison haben das 3 Gruppen die ich kenne erfolgreich gemacht.
Wüstenfahrer (Thomas Trossmann) war kürzlich glaube ich auch wieder unten.

Die italienische Gruppe hat es von Anfang an vermasselt weil sie sich einschleichen wollte. Das geht (fast) nicht mehr. Die Route muss von Anfang an bewilligt sein!

GEO geht z.Z. leider nicht, zum Leidwesen einiger Agenturen - und der Selbstfahrer.

Also Manne: viel Glück!

Gruss, Yves
Wolfgang Smuda
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Wolfgang Smuda »

Hallo zusammen,

bin gestern von einer 3-wöchigen Tour im Süden des Hoggar (Djanet - Tamanrasset) zurückgekommen. Ich selbst bin zwar geflogen, aber dann mit einem Selbstfahrer weitergetourt. Es ist derzeit definitiv so, daß jeder Selbstfahrer (aber auch Flugreisende in den Süden) an der Grenze zu Algerien von einem Führer (einer Agentur) abgeholt werden muß, egal wo man einreist. Bereits beim Visumantrag muß die Einladung (Attestation d'Hébergement) der Agentur vorgelegt werden (wobei ein Fax reicht), die die gesamte Route beschreibt die man fährt, die Namen mit allen Paßdaten, sowie das Einreise und Ausreisedatum, d.h. der Führer muß euch auch wieder an die Grenze zurückbringen.

Zu verdanken haben wir diese Regelung einer deutschen Gruppe, die ihren Führer an einer Tankstelle zurückgelassen hat, um sich hinterher Gravuren und Felszeichnungen mit Steinfräsen und brachialer Gewalt anzueignen um sie aus Land zu schaffen. Seither dürfen nicht einemal Sand, geschweige denn irgendwelche Steine mitgenommen werden, was ich bei diesem Hintergrund durchaus verstehe. Bei unserem Rückflug wurden wir diesbezüglich ziemlich genau kontrolliert.

Trotzdem war es eine phantastische Tour und es waren gerade unsere beiden Touareg-Führer, die uns durch ihr Wissen und die Kontakte zur Bevölkerung (auch Nomaden) ein selten intensives Erlebnis bereitet haben und zu denen wir auch ein sehr persönliches Verhältnis aufbauen konnten.

Also, keine Angst vor dieser Regelung, auch wenn die Fahrt dann ein bißchen mehr kostet.

Viele Grüße Wolfgang
Wolfgang K
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Wolfgang K »

Wolfgang Smuda hat geschrieben: Zu verdanken haben wir diese Regelung einer deutschen Gruppe, die ihren Führer an einer Tankstelle zurückgelassen hat, um sich hinterher Gravuren und Felszeichnungen mit Steinfräsen und brachialer Gewalt anzueignen um sie aus Land zu schaffen.
Hallo Wolfgang !

Mich würde interessieren, woher diese Aussage stammt. Von einem Guide vor Ort ?

Viele Grüße
(auch) Wolfgang
Wolfgang Smuda
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Wolfgang Smuda »

Hallo Wolfgang,

diese Begebenheit wird nicht nur von den Guides in Djanet und Tam erzählt, die ja vielleicht ein Interesse daran haben könnten als Führer ein bißchen Geld zu verdienen, auch die Grenzpolizei beruft sich auf entsprechende Berichte, die sie zur strikten Einhaltung der Anweisungen von Seiten der Regierung anhalten.

Viele Grüße Wolfgang S.
Ralf Kurschewitz
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Ralf Kurschewitz »

Daß man mit Führer ein bißchen "unfreier" ist, ist das eine. Aber was kostet denn so einer? Wir haben keinen Platz für eine weitere Person im Auto, der Führer müßte also ein eigenes mitbringen.
Angelika Baumann
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Angelika Baumann »

Hallo Ralf,

da liegt der Tagespreis um die 100 Euro ... also nicht ganz billig. Es wurde auch schon von weniger berichtet, aber auch von mehr. Am besten vorher alles festmachen, um Diskussionen am Ende zu vermeiden. Darauf achten, dass der Führer eine "Autorisation" hat, d. h. er muss offiziell zugelassen sein. Vielleicht findet ihr ja doch ein Plätzchen in einem eurer Autos, da seid ihr mit ca. 50 Euro pro Tag dabei.

Viele Grüße

Angelika

P.S.: Kurschewitz ... ? Bist du der Ralf, der 2003 das Plakat der unfreiwillig "Langzeit-Reisenden" in Algerien erstellt hat?
Alexander
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Alexander »

Hallo Ralf,

schau doch mal in die Länderinfos http://www.laenderinfos.wuestenschiff.de/dz.html
Da sind auch noch einige Informationen dabei.

Viele Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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yves
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von yves »

Hallo Ralf,

Gute 4x4 mit Führer bieten die Agenturen Algerien so um die 150 EUR/Tag.
Je nach Länge der Reise, Gruppengrösse und Route wird es günstiger. Mehr auszugeben halte ich nicht für sinnvoll - zuwenig aber auch nicht wenn es ein zuverlässiges Fahrzeug sein soll.
Oder mache es so wie Freunde von mir: sie sind mit 1 Auto weniger gefahren auf der Anreise etwas zusammengerückt und haben dann unten den lokalen 4x4 zusätzlich mit 2 Passagieren genutzt.

Viele Grüsse, Yves
Zuletzt geändert von yves am Sa 8. Apr 2006, 09:46, insgesamt 1-mal geändert.
Wolfgang Smuda
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Re: Algerien - Ostern

Beitrag von Wolfgang Smuda »

Hallo Ralf,

wir haben bei 6 Personen und 3 Wochen pro Mitfahrer 300.-€ für 2 Führer bezahlt, wobei einer sein eigenes Auto dabei hatte. Ich fand das jetzt nicht besonders viel. Und es war auch so, daß einer mit Beifahrer über Tunesien selbst nach Tam runtergefahren ist (ab Grenze mit einem Führer) und wir geflogen sind (zwischen 500 und 600 €). Weder wir , noch die Selbstfahrer hatten Hotelpflicht, sondern übernachteten in den Städten oder Dörfern meist bei Bekannten oder Verwandten eines der Führer, was allein schon ein Erlebnis war.

Viele Grüße, Wolfgang
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