Wie immer kein Reisebericht, denn die gibt es schon genügend. Ich möchte Euch über die aktuelle Situation in Marokko informieren. Kleine Erlebnisse der Gruppe nur am Rande.
Was die Gruppe betrifft:
Es war eine der besten Gruppen seit Jahren (was die Leute betrifft).
Leider mußte ein Teilnehmer von Agadir aus mit dem Rettungsflieger des ADAC nach Hause geflogen werden. In der Todra-Schlucht kippte ein Mann in Wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker. Verdacht auf Schlaganfall, der sich auch bestätigte. Also habe ich schnell einen Arzt organisiert, der dem Patienten eine Spritze zur Blutdrucksenkung gab. 4 Tage später war die Wirkung der Spritze vorbei und der Blutdruck wieder auf über 250. Jedoch waren wir dann in Agadir, wo eine Versorgung im Krankenhaus möglich war. Dort wurde dann auch der Schlaganfall diagnostiziert. Also den ADAC informiert und nach einigen Verhandlungen (so einfach machen die das doch nicht) wurde der Patient ausgeflogen und ist jetzt in Deutschland in einem Krankenhaus auf dem Weg der Besserung! Also noch mal Glück gehabt!
Was die Fahrzeuge betrifft:
Keinerlei Pannen unterwegs! Auch mein Chevrolet Blazer hat mal wieder klaglos durchgehalten.
Was Marokko betrifft:
Die Grenze in Ceuta wurde umgebaut. Die neue Abfertigung ist jetzt oben wo früher nur die Marocs reinfuhren. 5 Spuren mit allen Abfertigungsschritten hintereinander – es geht jetzt viel besser und schneller. Unten ist nur noch Ausreise auf beiden Seiten der Gebäude. In Marokko ist uns direkt aufgefallen, daß wesentlich weniger Verkehr auf den Straßen ist und viel langsamer gefahren wird. Es läuft alles gesitteter ab! Vermutlich wegen der vielen Kontrollen mit Radarpistolen. Die scheinen eine ganze Schiffsladung von den Dingern bekommen zu haben! Darum sei jedem angeraten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten – auch wenn auf einer 4-spurigen Straße 40 steht! Die „Grauen“ haben ein neues Spielzeug und kassieren auch bei minimalen Übertretungen!
Ein Reiseteilnehmer mußte Zahlen weil er von der falschen Seite auf eine Tankstelle gefahren ist. Der Polizist brauchte sicher Geld – statt 400 Dh mit Quittung nur 200 Dh ohne Quittung.
Polizeikontrollen (Ausländer werden fast immer durchgewunken) gibt es wieder sehr viele. Neuerdings habe ich da oft Polizisten mit einem großen Schießprügel bewaffnet gesehen. Das hängt aber mit den Verhaftungen in Rabat/Salé zusammen. Im Land selbst war den Ausländern gegenüber nichts davon zu merken. Keine Unfreundlichkeit der Bevölkerung! Der Vorfall wird auch in der Marokkanischen Presse unter den Teppich gekehrt. Wir fühlten uns zu keiner Zeit unsicher!
Ansich gibt es nicht viele Neuigkeiten was das Land betrifft.
Der Camping in Rabat-Salé ist unter neuer Leitung. Die Preise sind gesenkt und die Leute sind jetzt viel freundlicher. Die sog. „Platte“ in Taghazout (nördlich von Agadir) ist geräumt. Es darf keiner mehr dort stehen und tatsächlich haben wir auch kein einziges Fahrzeug dort gesehen. Ein ausführlicher Bericht hierüber steht in meinem Forum (mafra-forum.co.uk.tt).
Uns ist aufgefallen, daß diesmal wesentlich weniger Touristen mit Fahrzeugen im Land waren.
Soweit die uns aufgefallenen Besonderheiten und Neuigkeiten in Marokko. Sollte jemand noch Fragen haben, die hier nicht beantwortet sind, so informieren wir gerne per Mailanfrage.
Manfred Franz




