Peter D hat geschrieben:
Den gleichen Spielraum an möglichen Bekleidungsvarianten wie die dort gekleideten Menschen sich
hier bei uns nehmen würden, den gleichen Spielraum kann ich mir auch dort nehmen.
Damit ist ihre doppelbödige Moral aufgedeckt.
Komplett weltfremde Einstellung bzw. abstruse Wahrnehmung der Realität.
Geht gar nicht.
Danke
ich fand die Moral von peter D doppelbödig.
Wenn er zitiert und schreibt " wie großzügig" dann ist das ein persönlicher Angriff, nur halt subtil ausgeführt.
Und wessen Geistes Kind er ist zeigt seine Antwort.
Da liegst du aber heftig daneben !
Ich bin ein politisch Linker, bei den Flüchtlingsströmen in Österreich Tag und Nacht im Einsatz war um zu helfen, in meinen direkten sozialem lebenden Umfeld wurden ein dutzend Flüchtlingskinder von uns aufgenommen.
Seit zwanzig Jahren fahre ich keine Blechkiste mehr, alles ausschließlich mit Rad um den ökologischen Fußabdruck definitiv für 12monate im Jahr zu halten, und nicht wie bei dir im Juli endet... (in Europa statistisch bei Autofahrern gesicherte Erkenntnis)
Und Fleisch ist auch gestrichen obwohl ich's gern hätte, da ein 1kg davon 100km Autobahnfahrt entspricht, ein NoGo.
Bin bei jeder Demo gegen Rechts 100% zu finden.
Mein soziales Verantwortungspotential ist somit im Lot und in Ordnung.
Aber ich bin der Meinung das man im Spiel der Anpassungsräume eine gegenseitige Toleranzbreite auf gleicher Augenhöhe erwarten darf und soll.
Gruß Peter
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
ich habe die history dieses threads gelesen und frage mich, worum es geht: Ist nun das Thema das Persönliche, weil eine Person eine andere Person angegriffen hat ?
In der Sache denke ich folgendes:
I.
Ich denke daß man, wenn man reist, die lokalen Sitten, Gebräuche und Bekleidungsregeln respektieren sollte; tut man das nicht, muß man damit rechnen, ins Fadenkreuz derer zu geraten, die auf die dortigen lokalen Regeln wert legen.
II.
Es ist nicht leicht, als Radfahrer bzw. Radfahrerin die Bekleidungsegeln in moslemischen Ländern zu beachten.
III,
Wenn man die Regeln wegen der Lage nicht beachten kann, muß man Kompromisse finden. Es bringt nichts, mit den Werten der christlisch - abendländischen Kultur der Bevölkerung in moslemischen Ländern zu sagen "Wir wissen es besser."
IV.
Wer es anders sieht, der möge nicht diskutieren sondern mit dem Rad die Autobahn von Herat nach Kabul fahren und ggf. dann weiter über die Grenze und den Kyber Pass nach Peshawar - und einen Bericht schreiben.
Marcus, danke f. d. schönen, sehr weisen Worte - Du hast es getroffen.
Nur mit Deinem Punkt IV. kann ich fast nichts anfangen, ansonsten: Alles richtig - vielen Dank!
Wer es anders sieht, der möge nicht diskutieren sondern mit dem Rad die Autobahn von Herat nach Kabul fahren und ggf. dann weiter über die Grenze und den Kyber Pass nach Peshawar - und einen Bericht schreiben.
Da Punkt IV. anscheinend unklar ist:
1) Ich hasse endlose Diskussionen die zu nichts führen.
2) Wer die Punkte I - III anders sieht möge selbst Erfahrungen im realen Leben sammeln in Afghanistan (oder alternativ z. B. im Iran, in Somalia oder in Nord - Nieria) statt hier gescheid mit Theorien daher zu reden.
3) Deswegen die Aufforderung an die die es meinen besser zu wissen und zu theoretisieren: Ab ins real life.
markus-1969 hat geschrieben:II.
Es ist nicht leicht, als Radfahrer bzw. Radfahrerin die Bekleidungsegeln in moslemischen Ländern zu beachten.
Als ich das letzte Mal im Iran unterwegs war, stellte ich fest, dass neuerdings Radfahren bei Frauen recht populär ist. Wir trafen mehrmals Radfahrerinnen und -gruppen, die quer durchs Land radelten. Anscheinend geht das heutzutage problemlos möglich.
@Klausmong........Es gibt aber noch einen Grund warum es gerade die erwischt.
Und da möchte ich gleich mal dazu sagen, diese Erklärung ist gar keine Entschuldigung für das Vorgehen dieser Idioten, aber man sollte mal darüber nachdenken:
Viele Radfahrer, gerade Weibliche fahren mit kurzen Hosen und Tshirts .....
Bereise seit Jahren mit Mtb und Rennrad z.b. Südtunesien, Südmarokko, einmal war eine Dreimonatstour dabei, immer in Rennradkleidung fürs Training.
Es gab nie Probleme, keine Steine, nur Standing Ovations wenn ich mal die älteren Kids am Berg überholte.
Nicht mal im Ansatz, nicht mal andenken.
Und nach 250000 Zentralsaharakilometern mit dem Glängewagen seit den Siebzigern - aber das ist ja Geschichte - da bin ich ebenso meistens mit T-Shirt und kurzen Hosen gefahren, mit demselben Ergebnis.
Eine Rennradgruppe im Rennraddress wird weltweit und ausnahmslos akzeptiert wenn man Massenmördergruppen wie IS oder ähnliches ausklammert.
Viele Radfahrer fahren mit kurzen Hosen.. = Selten so einen Schwachsinn gelesen..
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
Wäre es möglich, die Diskussion zum Kern zurückzuführen? Auf selbst zurechtgestutzte Zitate mit Pöbelei zu reagieren ist nicht gerade niveauvoll.
Beim ursprünglichen Beitrag (von Klausmong) ging es um die unterschiedlichen Schamgrenzen in anderen Kulturen. Und während das Patriarchat beim Mann im allgemeinen ziemlich tolerant ist, ist das bei der Frau eine ganz andere Sache.
ES GEHT VORRANGIG UM DIE WEIBLICHE KLEIDERORDNUNG!
Was die Begegnung auf Augenhöhe angeht: meiner Auffassung nach bedeutet das, dass ich die Kultur des anderen grundsätzlich respektiere, auch wenn ich eine ganz andere Auffassung habe. Von mir aus kannst du die Verschleierung bei uns debattieren – aber doch nicht auf das Recht zur nackten Haut der Frau im Pamir pochen. Schon mal den Begriff Kulturimperialismus gehört?
sumoh hat geschrieben:Wäre es möglich, die Diskussion zum Kern zurückzuführen? Auf selbst zurechtgestutzte Zitate mit Pöbelei zu reagieren ist nicht gerade niveauvoll.
Beim ursprünglichen Beitrag (von Klausmong) ging es um die unterschiedlichen Schamgrenzen in anderen Kulturen. Und während das Patriarchat beim Mann im allgemeinen ziemlich tolerant ist, ist das bei der Frau eine ganz andere Sache.
ES GEHT VORRANGIG UM DIE WEIBLICHE KLEIDERORDNUNG!
Was die Begegnung auf Augenhöhe angeht: meiner Auffassung nach bedeutet das, dass ich die Kultur des anderen grundsätzlich respektiere, auch wenn ich eine ganz andere Auffassung habe. Von mir aus kannst du die Verschleierung bei uns debattieren – aber doch nicht auf das Recht zur nackten Haut der Frau im Pamir pochen. Schon mal den Begriff Kulturimperialismus gehört?
Unterschiedliche Schamgrenzen sind nichts anderes als getarnte schmierige Frauenunterdrückung. Der Klassiker.
Sie haben nichts verstanden.
Den Pöbeleivorwurf weise ich aufs schärfste zurück.
Die Diskussion ist für mich hier beendet.
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
Peter D hat geschrieben:
Unterschiedliche Schamgrenzen sind nichts anderes als getarnte schmierige Frauenunterdrückung.
Lauf doch mal nur mit einem Penisfutteral bekleidet durch eine deutsche Fußgängerzone. Wetten, danach siehst du die Sache anders.
Nordafrikaner wissen eine gewisse Dezenz in der Kleidung durchaus zu schätzen. Ist ja schließlich auch ein Zeichen des Respekts. Und sie sind höflich genug, dich freundlich zu Grüßen und Thump up zu zeigen, während sie amüsiert über die alten Leute in Kinderhosen lästern.
markus-1969 hat geschrieben:ich habe die history dieses threads gelesen und frage mich, worum es geht: Ist nun das Thema das Persönliche, weil eine Person eine andere Person angegriffen hat ?
In der Sache denke ich folgendes:
I.
Ich denke daß man, wenn man reist, die lokalen Sitten, Gebräuche und Bekleidungsregeln respektieren sollte; tut man das nicht, muß man damit rechnen, ins Fadenkreuz derer zu geraten, die auf die dortigen lokalen Regeln wert legen.
II.
Es ist nicht leicht, als Radfahrer bzw. Radfahrerin die Bekleidungsegeln in moslemischen Ländern zu beachten.
Wer es anders sieht, der möge nicht diskutieren sondern mit dem Rad die Autobahn von Herat nach Kabul fahren und ggf. dann weiter über die Grenze und den Kyber Pass nach Peshawar - und einen Bericht schreiben.
Im Iran funktioniert es komischerweise auch das die Leute sich so anziehen wie erwünscht. kaum sind sie da draussen wird schon umgezogen.
Den letzten Absatz finde ich super.
Wer meint alles besser zu wissen soll das mal machen